Im Maelstrom: Faust

Mit dem Doppelalbum »Faust Is Last« haben Faust laute, verstörende, geschichtsmächtige und kontroversielle Musik wie stets veröffentlicht. Bandmitgründer und Klangbad-Chef Hans-Joachim Irmler über vierzig Jahre einer Gruppe, die Krautrock mitinitiierte und Industrial vorwegnahm.

Original in skug #83, 7–9/2010

Vielmehr scheint die Musik mir, bei aller logisch-moralischen Strenge,
einer Geisterwelt anzugehören. Dass ich ihr von Herzen zugetan bin,
gehört zu jenen Widersprüchen, die von der Menschennatur unabtrennbar sind.

Thomas Mann: »Doktor Faustus«

Hamburg, Ende der 1960er Jahre: Die Stadt ist der wahrscheinlich beste Ort für die aufkeimende deutscher Popkultur, man ist durch die Sendungen der BBC quasi direkt mit der britischen Beatmusik verbunden, die Beatles machen den Star Club unsicher, der »Spiegel« und die »Zeit« werden hier gedruckt. »Die Geschichte von Faust ist an sich die Geschichte eines Projekts: Man nehme so viele unterschiedliche Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Prägung wie möglich und mache daraus eine Band. In unserem Fall hieß diese Band Faust. Diese wilde Mischung ist heute auch noch so«, erzählt Hans-Joachim Irmler übers Telefon.

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 Faust-Studio Wümme / (c) Sigrid Rothe (Polydor Promo)

Es ging darum, gegen das damalige Deutschland vorzugehen, darum, aus den Ruinen der eigenen Geschichte hinauszufinden. Hamburg bot über London hinweg den Blick in eine internationale Musik. »Es gab ein ausgeprägtes Bedürfnis dafür, sich abzukoppeln von diesem Deutschland, das uns so geprägt hatte und das noch weit davon entfernt war, entnazifiziert zu sein«, meint Irmler. »Weil wir keine Vergangenheit hatten, mussten wir für uns eine neue musikkulturelle Ausprägung finden und beschlossen, uns die Vergangenheit sozusagen selbst zu machen. Wir wollten eine neue deutsche Kultur, die international orientiert ist. Also weder deutschtümeln noch Anglizismen breitklopfen. Wir waren von der britischen Beatmusik zwar sehr fasziniert, aber wir wollten keine Popmusik machen, sondern dass sich in der Musikwelt etwas ändert. Aus heutiger Perspektive scheint dies etwas anmaßend, es war und ist indes unser fester Wille, dass der Output Bestand haben soll.«

Es war Uwe Nettelbeck, Ex-Journalist für »Die Zeit« und »konrekt«, der die Bands Nukleus (Rudolf Sosna, Jean-Hervé Péron, Gunther Wüsthoff) und Campylognatus Citelli (Hans-Joachim Irmler, Werner »Zappi« Diermaier, Arnulf Meifert) aufeinander losließ, um »so als Witz die nächste Hamburger Boygroup nach den Beatles« zu organisieren. »Die eine Gruppierung hat gefunden, dass die andere genau das tat, was sie selbst gerne täte, aber jene nicht richtig konnte. Es gab eine Zeit, da hatten wir drei Schlagzeuger. Die sozusagen Aufgabe war, möglichst alles auszuprobieren.«

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 Wümme / (c) Sigrid Rothe (Polydor Promo)

Der erste Proberaum befand sich in einem düsteren, ehemaligen Luftschutzbunker. Nachdem Nettelbeck ihnen einen sehr gut dotierten Vertrag mit dem Label Polydor verschafft hatte – er hatte dafür Faust tatsächlich als »die Beatles aus Hamburg« lancieren können -, verschanzte sich die Band in einem stillgelegten Schulgebäude im niedersächsischen Wümme, wo neben ihren ersten beiden Platten »Faust« (1971) und »So Far« ein Jahr später in Zusammenarbeit mit Tony Conrad »Outside The Dream Syndicate« (1973) entstand. Natürlich klangen diese Aufnahmen anders als vom Label erwartet. Nichts desto trotz erschienen bis 1972 alle Produktionen bei Polydor, während die beiden »klassischen« Alben »The Faust Tapes« (1973) und »Faust IV« (1974) bei Virgin veröffentlicht wurden.

 

 

 

Geschichte wird gemacht, es geht voran

Eingebettet in Verweise zwischen Frank Zappa, frühe Pink Floyd sowie Velvet Underground und aufgeladen mit jeder Menge kunsttheoretischem und Pop-Wissen (Beatmusik, »Pet Sounds«, …), übersetzten Faust den Rock in das elektroakustische Experiment. Tapecollagen und Musique Concrète waren, siehe die WDR-Studios und Karlheinz Stockhausen, noch recht akademische Angelegenheiten. Diese Wissenstransfers explodierten in den frühen 1970ern mit Bands wie Neu!, Cluster, Can, Kraftwerk, Tangerine Dream, Ash Ra Temple, Slapp Happy, Eloy oder Amon Düül.

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Faust: »Return of a legend / Munic & Elsewhere« (Compilation, 1986, RR). Design: Louis O’Neil

»Die Nutzbarmachung des Hallgeräts war der eigentlich entscheidende Prozess. Während man sich im Dub ein ganzes Orchester »zusammenechoen« konnte, entstanden mit Hall Sphären. Man hat in einem Kellerloch geübt und kam sich klanglich vor wie in einer Kathedrale.«

Krautrock befreite die Orgel von ihrer Musikalität und machte daraus einen Klangsphäreninkubator, der die Psychedelik jener Tage im Takt des aktuellen Industriezeitalters oszillieren ließ und es in kosmisch-zerebrale Sphären schoss. Damals war es schwierig genug, diese Sphären zu produzieren; erst als sich Faust um 1974 das erste Mal aufgelöst hatten, waren Kraftwerk so weit, daraus auf »Autobahn« Beats zu destillieren.

Diese Fixierung auf Klang als radikale Erweiterung des Rockparadigmas – mal abgesehen von Sound-zauberern wie Jimi Hendrix und Led Zeppelin – eröffnete in Verbindung mit teils abstrusen Texten und eben der Collage ungleich mehr Steuerungsmöglichkeiten. Irmler macht klar: »Wir fanden es lange absurd, mit dem theoretischen Faust-Konzept – was bewirkt Musik, welchen Stellenwert hat sie, wie kann man Ereignisse des realen Lebens in Musik umsetzen, wie funktioniert Improvisation – auf die Bühne zu gehen«.

Die große soziale Idee sei gewesen, »dass jeder auf jeden Einfluss nehmen kann und trotzdem ein Individuum bleibt. Aber es gab keine technischen Möglichkeiten, sich zu vernetzen und Livekonzerte waren extrem schwierig umzusetzen. Außer einem Wahwah-Pedal gab es nichts. Wir hatten mal einen riesigen ARP-Synthesizer. Wenn du von einem Sound in den anderen wechseln wolltest, musstest du die Kollegen in der Zwischenzeit auf einen Kaffee schicken. Die ersten Synthesizer waren sozusagen reine Messgeräte. Eine Hammondorgel kam auf 20.000, gute Synthesizer auf bis zu 100.000 Mark. Aber eigentlich wollte ich immer eine adaptierte Pfeifenorgel.« Weshalb sich Irmler in langen Jahren selbst einen Orgelprototyp zusammenbaute, der auf den Namen »Mimik« hört. < /p>

Kosmische Klangwelten, Wahwah und ARP hören sich auch – und besonders – nach Sun Ra oder Herbie Hancock an. Natürlich war diese Musik genauso bekannt wie die Experimente Stockhausens. Faust schlug eine Richtung ein, die zwar um die Improvisationskonzepte von Jazz und Avantgarde wusste, diese aber um konkrete Klangerfahrungen erweiterte, wie sie später im Industrial bei Test Dept. oder den Einstürzenden Neubauten (Stahlpercussion, Winkelschleifer, mikrofonierte Misch-maschinen, …) und am wahrscheinlich stringentesten bei Steven Stapletons Nurse With Wound Verwendung fanden. Und auch Post-Rock zwischen Tortoise, To Rococo Rot und Gastr del Sol bediente sich bei der Collagen-Ästhetik von Faust. Interessanterweise kam es erst letztes Jahr zu einer Kollaboration zwischen Irmler und FM Einheit (»No Apologies«, Klangbad).

 

»Improvisation war für uns schon immer forschungsleitend, es ist ein Zugang, bei dem sich Intuition und Erfahrung überlagern. Wir sind Musiker, die nicht einfach herumsitzen können, sondern ständig an Instrumenten rumdaddeln wollen. Fausts Spielpraxis war und ist, dass man Bilder gemalt und daraus Stücke abgeleitet hat. Du sieht einen roten Punkt und weißt, hier geht’s nach oben.«

Die Faust’sche Innovationsfreude merkt man nicht zuletzt daran, dass sie »Rien« (1994, Table of the Elements) von Jim O’Rouke mischen ließen, mit dälek das Noise-HipHop-Monster »Derbe Respect, alder« (2004, Staubgold) einspielten und – als geschichtlicher Rekurs – 2006 für die Compilation »Silver Monk Time« (Play Loud) die Monks-Nummer »Beware – The Transatlantic Feedback« mit deren Sänger Gary Burger neu aufnahmen. Faust waren wohl nach den deutschamerikanischen The Monks, deren Geschichte sich später immer wieder mit der ihren kreuzte, der zweite Versuch, eine deutsche Rockgruppe als umfassendes Kunstwerk zu organisieren. Klar, dass bei derartigen Vorgaben – und bei der britischen Begeisterung für krautige Elektronikexperimente der »großen kosmischen Musik« (Julian Cope) – Bands wie Throbbing Gristle zur logischen Konsequenz wurden.

 

 

 

Bis 1974 hatten sich die Zuschreibungen den Avantgardebands der German Invasion gegenüber so weit verdichtet, dass die Platte »Faust IV« von der zwölfminütigen Drone-Rock-Nummer »Krautrock« eröffnet wurde. Eine Nummer, die bereits im März 1973 in einer »John Peel Session« als eine Art Prä- Remix eingespielt worden war. In seinen Linernotes schrieb Peel: »Das ist wirklich Musik, die aus einem technologischen Zeitalter geboren wurde und in der es weder Zeit noch Raum für Gefühlsdu-seleien gibt. Faust malen mit Musik eine düstere Vision, ähnlich wie Leonhard Cohen oder Nico mit Worten. Es ist nicht einfach, Faust mit bekannten Wörtern zu beschreiben.«

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»… dann mussten wir wieder in die Öffentlichkeit«

Danach war es bis 1990 ruhig um Faust. Aber schließlich »war es nicht mehr zu ertragen, was da läuft. Für uns war die Musik der 1980er über weite Strecken echt nicht auszuhalten.« Das aktuelle Doppelalbum »Faust Is Last« entstand aus einem ähnlichen Antrieb heraus: »Die Gesellschaft wird immer prüder, repressive Mechanismen greifen immer mehr. Formate wie »Deutschland sucht den Superstar« bedienen genau jene bescheuerten Klischees von Bands, die alles richtig machen wollen und damit von schlechter Musik. Aber in Zeiten großer finanzieller oder geistiger Not sind oft die spannendsten Sachen entstanden, denken wir nur an die 1920er Jahre. Krisen wird es immer geben, daher besteht kein Grund, die Hoffnung auf gute Musik aufzugeben.«

 

Faust hatten sich stets für das Direkte stark gemacht – keine Overdubs etc. -, um so nahe wie geht am reinen Klangerlebnis dran zu sein. Weshalb er die heutzutage wieder recht oft eingesetzte Abkehr von Ûberproduktionen bei diversen Folk-Produktionen sehr charmant finde. Diese Reduktion lässt sich auch in den Cover-Artworks ausfindig machen: immer wieder taucht die geröntgte, zur Faust geballte Hand auf, ob nun bei »Rien«, der Compilationbox »Abzu« (2003), »Live in Edinburgh« (1997), »So Far« (7″, 1972), »Clear« (1971) oder nun bei »Faust Is Last«.

»Ich finde den Bandnamen nach wie vor gut: Es hat was von Klassenkampf, etwas Hochgeistiges, kann wild und brutal sein. Bei Faust kannst du an eine mephistophelische Klangmesse und an eine der deutschen Literaturikonen schlechthin denken.« Irmlers Grinsen ist selbst durchs Telef
on zu sehen, als er nachsetzt: »Man konnte damit Hippies klasse erschrecken.«

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 Faust: »Rien«  

 

Wie in der Beginnzeit, gibt es seit ein paar Jahren zwei Faust-Formationen. Während in der einen von der Originalbesetzung nur noch Irmler übrig ist, sind in der anderen Diermaier und Péron aktiv. Es ist wie in einer nach immerhin mehr als dreißig Jahren vollzogenen Trennung, bei der beide Ehepartner den Namen beibehalten haben. Eine gute Möglichkeit für Verwirrungen aller Art also. Jedoch unter-scheiden sich die Werke der beiden »Fausts« mittlerweile grundlegend. Andy Wilson, Faust-Biograf (»Faust. Strech Out Time: 1970–1975«, 2006) und Administrator der Faust-Online-Pages – ein Pflicht-Archiv für jeden auch nur peripher an Faust Interessierten -, listet bisher an die vierzig Veröffentlichungen.

Irmler, umtriebig wie je, verlegte in den frühen 2000ern das Faust-Studio in den baden-württem-bergischen Ort Scheer und installierte dort 2003 das Klangbad-Festival. Mit dem in einer stillgelegten Papierfabrik untergebrachten Studio »konnte ich mir den Traum erfüllen, in einer Gegend zu arbeiten, wo man sich voll aufs Musikmachen konzentrieren kann. Und ich wollte spannende Acts einladen.« Egal, ob es sich dabei um das russische Ambient-Projekt Volga, die HipHop-Berserker von Food For Animals, den Improv-Musiker Alfred »23« Harth, DJ Marcelle/Another Nice Mess oder den Musik-verein Vilsingen handelt. Das Festival konnte sich wegen seiner spannenden Programmierung und des unprätentiösen Ambientes als einer der Fixplätze im deutschsprachigen Raum etablieren. Es ist eine Veranstaltung im überschaubaren Rahmen für rund zweitausend Leute, bei der praktisch das ganze Dorf eingespannt ist. Die starken Jungs von der Feuerwehr machen Security, das halbwüchsige Mädchen beim Kartenabriss wird von einer strickenden Anstandstante sekundiert, das Essenszelt verbreitet Ferienlagerstimmung und nach dem Frühschoppen kommen die Scheerer gern zum »Klangbad-Schauen«.

 

Alterswerk? Faust drauf!

»Faust Is Last« reicht bis 2006 zurück. Irgendwann hatten Jan Fride (dr.), Hans-Joachim Irmler (keyb.), Steven Wray Lobdell (guit.), Lars Paukstat (voc., perc.) und Michael Stoll (b.) an die 150 Gigabyte Material zusammen. Unter den klangalchemistischen Händen von Z’EV wurden die Aufnahmen einer Neubearbeitung unterzogen – »Z’EV hat eine unbändige Freude daran, Rhythmen ineinanderzu-passen« – und die Basics der »A« betitelten, ersten CD für »Z« zu psychedelisierenden Klangland-schaften voll dunkel schimmernder Brillanz erweitert, um herauszufiltern, »wie diese Basics in unterschiedlichen Kontexten klingen«.

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Vielleicht am ehesten so: »Faust Is Last« ist wie eine geschichtsmächtige tour de force durch vierzig Jahre alternativer Musikkultur, die sich an ihren ins Heute gebrachten Versatzstücken reibt. Auf der Suche nach Verweisen wird man schnell fündig, immerhin haben Faust einige Koordinaten klang-licher Möglichkeiten ja selbst mitdefiniert. Vom Industrial- zum Drone-Metal, von elektro-akustischen Experimenten des Krautrock zu Collagen: gerade durch den Industrial-Perkussionisten Z’EV werden Cut-Up-Referenzen zu einem remixologischen Gesamtwerk aktualisiert. »Faust Is Last« kommt derart ungestüm daher, dass man glauben könnte, Faust seien eine seltsam in die Jahre geratene Jungspund-Band. Sie entfesseln einen infernalischen Malstrom, der die ach so wilden Epigonen in den metallischen Würgegriff nimmt. »Faust Is Last« kracht und lärmt as fuck. Dabei definieren Faust einmal mehr den musikalischen Status quo.

 

 

Klangbadfestival 2010

2010 ist aber auch wegen der DVD »Faust live at Klangbad Festival« das Faust-Jahr. Die Berliner Filmemacher Dietmar Post und Lucía Palacios, die für ihre Dokumentation »The Monks – The Trans-atlantic Feedback« mit dem Grimme-Preis (2008) ausgezeichnet worden waren, zeigen darin das 2005er Konzert auf heimischem Boden, verdichten die Dynamik eines Faust-Gigs zum audiovisuellen Erlebnis für zuhause, folgen den Bandmitgliedern praktisch bis zum Bier im Backstage-Bereich und portraitieren sie als das, was sie sind: bodenständige Freigeister. Im zweiten Teil der DVD namens »Avant-garde In The Meadows« wird das Festivalambiente eingefangen und es gibt Konzertmit-schnitte von Jutta Koether, Nista Nije Nista, dem Kammerflimmer Kollektiv und anderen zu sehen.

Das Klangbadfestival findet heuer vom 6. bis 8. August mit Irmler/FM Einheit, Jimi Tenor + Kabu Kabu, Mekons, These New Puritans und gut zwanzig anderen Bands statt. Darunter ein umfangreiches Österreichprogramm mit Metalycée, villalog, Gustav, Pendler und dem skug Soundsystem. skug ist zum mittlerweile dritten Mal Medienpartner des Festivals.

Wieder macht sich Irmlers grummelndes Grinsen durchs Telefon breit: »Ihr Österreicher seid gar kein so depressiver Laden, wie alle tun. Ihr habt für ein so kleines Land so viele tolle Bands, wie macht ihr das nur?«

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 (c) Manuel Wagner

Faust: »Faust Is Last« (DCD)
V/A: »Live at Klangbad Festival/Klangbad: Avant-garde In The Meadows« (DVD)
beide: Klangbad/Play Loud/Brokensilence/A-Musik