Die Sängerin Malia stammt zwar aus Malawi, seit ihrem vierzehnte Lebensjahr lebt sie aber in London und so sind auf »Yellow Daffodils« keine Einflüsse afrikanischer Musik auszumachen – eher Latino-Einflüsse. Malia verfügt über eine ausdrucksstarke und anschmiegsame Stimme, die sich sehr locker über coole Melodien von internationalem Jazzformat bewegt. Im Booklet erwähnt Malia Sängerinnen wie Ella Fitzgerald, Nina Simone und Billie Holiday als Inspirationsquelle. Eine Reihe, in der sie in Zukunft durchaus selbst stehen könnte. Ins Ellington-Stück »Solitude« wurde sogar ein Billie Holiday-Sample integriert.
Gelöste Baratmosphäre kommt im Schlussstück »Moon Glows« auf, da werden die Drums mit so lockerer Hand gerührt wie die letzte Runde Drinks um drei Uhr früh. Fazit: Das gute Debüt einer jungen Sängerin, deren weiterer Weg beobachtet werden sollte.
Malia
Yellow Daffodils
Epic
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