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Valina, My Way My Love – 30.11.2006, Fluc-Wanne

… mit den noch nicht ganz so alten Recken von Valina und dem surfenden Noise-Prog von My Way My Love. Rocked like teen spirit! Gegen Wände springen und Gitarre rumhaun wirkte zwar etwas gewollt, aber in diesem Kontext nicht uncharmant. Die Japaner hatten’s jedenfalls ordentlich drauf, Köpfe und Knie im Publikum konnten nicht aufhören zu nicken, der Schlagzeuger war aber auch ein Bündel an brachialer Energie.

Die Fluc-Wanne bot ein fast schon kathedraleskes Ambiente zum brachialen Schall post- melancholischer Novembermusik. Kriecht die Kälte auch in die Knochen, der Sound wärmt das Herz und fickt den Novemberdepri ordentlich her. Spätestens bei Valina hatten sich sowieso alle lieb. Weihnachtliche Kirchenchöre können die Menge nicht so zum Kochen bringen wie Valina, die’s einem wohligwarm im Magen werden lassen. Ich hab mich nicht mal beklagt, wenn mir jemand auf die Füße gestiegen ist (und derer waren viele). Bussibussirockmusik at it’s best: Laut wo’s krachen soll, andächtig, wenn sich Beschaulichkeit breit macht, keine Pointe daneben. Nur nettes Grinsen auf der Bühne und im Publikum. Zwischendurch hält Anatol ein flammendes Pladoyer für Gitarrenriffs und gegen deutsches Trantütengeschrammel. Ein Unterschied wie zwischen Jagatee und Hustensaft. Was soll ich sagen? Der Abend gibt ihm recht.

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Text
Sanna Samsara

Veröffentlichung
10.12.2006

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