Kim Gordon – »Play Me« – Matador Records
Mit ihrem dritten Soloalbum legt die legendäre Bassistin, Frontfrau und Mitbegründerin der No-Wave-/Noise-Rock-Band Sonic Youth wieder ein zorniges, diesmal sehr rhythmusbetontes Top-Album vor. Kim Gordon vertritt, wie nur wenige, eine zeitgemäße Spielart des Art-Post-Punk, die des Pantheon würdig ist. Krautrock sowie trippige Electro-Beats (Trap/HipHop) stellen die vortreffliche motorische Basis des Gros der zwölf zumeist unter drei Minuten einrastenden Songs dar. Das Album wirkt, als durchlaufe es dissoziative Störungen eines zeitgenössischen Rock’n’Roll am Scheideweg: Gordons zynische kulturelle Diagnose fängt fragmentiert und bruchstückhaft getrennt Gefühle der Konfusion, Unrast und Spaltung in minimalistischer Avantgarde-Tradition ein. »I like it when you talk dirty tech […]
Walter Pontis
13.03.2026


