Das Mädchen auf den Dächern, Dschungel Wien, 26.11.2009

Ein Schauspiel über den Köpfen.

Das Mädchen auf den Dächern (Buch: Reinhold F. Stumpf, Regie: Yvonne Zahn) ist ein flott gespieltes Theaterstück für Kinder und Jugendliche. Der Plot: Nana lebt als Einsiedlerin auf den Dächern einer Gro&szligstadt, bis eines Tages die Geschwister Jan und Dorli in ihr Leben platzen. Obwohl die Kinder ihren Alltag gehörig durcheinander bringen, kann sie die beiden nicht mehr gehen lassen. Die Gefahr, dass Nana ihre geheime Welt verlieren würde, wäre zu gro&szlig. Stattdessen spinnt sie die beiden immer tiefer in ihren rätselhaften Kosmos ein. Doch auch Jan und Dorli haben ihre Geheimnisse. Während die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer mehr verschwimmen, wird die vermeintliche Freiheit auf den Dächern zum Gefängnis.

Lustig, nicht beklemmend

Dass dieser Plot von Judith Bourdillon, Agnes Hausmann und Matthias Tuzar nicht beklemmend, sondern viel mehr lustig umgesetzt wird, liegt einerseits an der Spielfreude der drei genannten SchauspielerInnen, andererseits an der Regie von Yvonne Zahn, die aufzulockern wei&szlig: Da bewegen sich die SchauspielerInnen fast durch den ganzen Raum, auch in Richtung Publikum. Da werfen sie Confetti in den Zuschauerraum. Und einmal bewegen sie sich wie im Zeitraffer auf der Bühne! In Kombination mit den schlichten aber passenden Visuals, ergibt sich ein in sich stimmiges Ganzes. Bei der Musik und den Soundscapes wäre noch etwas mehr möglich gewesen. Alles in allem aber überwiegt die Freude bei diesem gelungenen Theaterabend.

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