spirit
Spiritbox

»Tsunami Sea«

Pale Chord/Rise Records

Mit »Tsunami Sea«, ihrem zweiten Album, beweist die kanadische Band Spiritbox erneut ihr musikalisches Talent. Leadsängerin Courtney LaPlante überzeugt mit ihrer stimmlichen Vielfalt – ihr Wechsel von kraftvollen Screams zu eher melodischen Passagen ist beeindruckend. Auch die Instrumente sind perfekt aufeinander abgestimmt. Spiritbox vereinen gekonnt verschiedene Genreelemente, beispielsweise ist »Crystal Roses « geprägt von Einflüssen, die an softe EDM-Beats erinnern. Die Liebe zum Detail spiegelt sich auch im Albumcover wider: Es zeigt zwei wellenförmige Linien, die bei genauerem Hinsehen zwei Gesichter darstellen. Möglicherweise eine Anlehnung an den Track »A Haven With Two Faces«? Die musikalische Reise beginnt mit »Fata Morgana« – ein Auftakt, der es in sich hat. Bereits in den ersten Sekunden erklingen kraftvolle Gitarrenriffs, die sich mit LaPlantes Screams vereinen und ein schnelles Tempo vorgeben. »Perfect Soul« hingegen durchbricht den kraftvollen Sound der Tracks davor ein wenig. Stattdessen bietet der Song eine erfrischende Abwechslung und hebt so die melodische und softere Seite der kanadischen Band hervor. Auch der Titeltrack des Albums zeigt, wie soft und verletzlich LaPlantes Stimme klingen kann. »Soft Spine« bricht diese softe Seite der Band und ist einer der härteren Songs des Albums – und zugleich auch ein Fanliebling. Die Breakdowns harmonieren perfekt mit den Screams, ein Song, der vor allem live ordentlich für Stimmung sorgen wird. »Deep End« sorgt für einen gelungenen Abschluss des Albums. Mit »Tsunami Sea« beweisen Spiritbox, dass ihr kreatives Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist. Ob brachiale Screams oder sanfte Melodien, die Band vereint all diese Elemente zu einem harmonisch klingenden Endprodukt. Damit sprengen sie nicht nur Genregrenzen, sondern setzen auch neue Maßstäbe im modernen Metalcore.

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Text
Bettina Lipp

Veröffentlichung
01.04.2025

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