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Komödie gegen Rassismen bei der Jüdischen Filmwoche

Da war etwa der amüsante Kurzfilm »West Bank Story«, die beim Plot der »Westside Story« Anleihen nimmt und die Liebe zwischen einem Soldaten und einem arabischen Mädchen, das in einem Fast-Food-Restaurant arbeitet. Die beiden konkurrierenden Falafel-Buden von Arabern und Juden werden irrtümlich beide in die Luft gejagt. Als die verfeindeten Betreiber zusammenarbeiten, erkennen sie ihre Stärke. Eine feine Komödie als Friedensappell.

Little Jerusalem

Bis 23. November laufen die vierzehnten jüdischen Filmwochen noch, man darf zum Beispiel auf den Spielfilm »Little Jerusalem« (R: Karin Albou) hinweisen, der am 21.11. im DeFrance Kino (21:45h) läuft: Laura und Mathilde sind zwei Schwestern, die mit ihrer aus Tunesien stammenden jüdischen Mutter in einem tristen Pariser Vorort leben. Die Gegend wird »Kleines Jerusalem« genannt, weil dort viele jüdische Familien wohnen. Während Mathilde und ihre Familie sehr religiös sind, Laura interessiert sich mehr für weltliche Philosophie. Als sich Laura in den algerischen Moslem Djamel verliebt, muss sie sich zwischen Traditionen, ihrem eigenen Willen und erotischen Begierden entscheiden.

2007: 15. Jüdischen Filmwochen

Das Festival findet mit Danny Veretes Komödie »Metallic Blues« (23.11. De France, 21:30h) einen vergnüglichen Ausklang: Zwei israelische Gebrauchtwagenhändler und Pechvögeln machen sich auf nach Hamburg: Ihre 1985er Lincoln-Continental-Limousine wollen sie in Deutschland verkaufen und ihr Glück machen. Doch alles kommt natürlich ganz anders als geplant. Ein leidenschaftlicher Film, mit zwei großartigen Hauptdarstellern Moshe Ivgy und Avi Kushner, der schon jetzt wieder Appetit auf das Jubiläumsfestival im nächsten Jahr macht.

>> www.jfw.at

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Text
Jürgen Plank

Veröffentlichung
19.11.2006

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