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Russkaja, 3.11.2006, Anatomietheater

Egal wo und wann sie spielen – sie mutierten innerhalb von zwei Jahren von einem musikalischen Projekt zu einer Art Bewegung. Das Publikum – durchgezogen von Little Punks, Möchtegern-Rednecks, studierenden Geisteswissenschaftlern, Tanzmäusen und Szenebekannten – trägt zu einer nicht zu beschreibenden kraftvollen Atmosphäre bei. Was ist das Geheimnis von Russkaja? Auf gut deutsch gesagt – sie scheißen sich nichts und spielen jedes Konzert, jeden leicht zu merkenden Song mit letztem Einsatz. Nicht nur die Fans, die ihnen ohne erklärbaren Grund aus der Hand fressen, sondern alles was um, mit und von Russkaja kommt, haben Kraft und Botschaften, die ehrlichst gemeint sind. Vielleicht ist gerade dies – die Zuhörer, wie viele Personen in unserer heutigen Gesellschaftssituation auf der Suche nach Wegweisern, Lösungen oder Antworten abseits von Slogans und Vorschlägen – die Erklärung für das leichte Fight-Club-artige Beziehungsmuster zwischen Band und Konsumenten. Sieben Personen, inklusive dem schon langsam legendär werdenden Titus Valdon als lebende Drummaschine und Einpeitscher von Russkaja, sind Spitzenmusikanten aus unterschiedlichster künstlerischen und geographischen Herkünften. Samt Russkaja-Gründer Georgij Makazaria ist das eine musikalische Kombo, die europaweit keinen vergleichbaren Nach- oder Vorgänger finden wird. Ein Ereignis, das oftmals ermöglicht wird und Besucher in die Abhängigkeit treibt, Russkaja wieder sehen zu müssen.

www.russkaja.com

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Home / Musik / Konzert

Text
Alexander Lass

Veröffentlichung
05.11.2006

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