Jüdische Filmfestival Wien

Das Jüdische Filmfestival findet heuer von 8. bis 22. November in Wien statt, in dieser Zeit werden insgesamt 46 Filme projiziert.

Das Festival des jüdischen Films wächst heuer: Zum ersten Mal dauert es zwei Wochen und bespielt gleich mehrere Kinos – neben dem Filmarchiv Austria, dem Metro und dem Burg Kino auch das Top und das Filmhaus Kino.

Gleich wie in den vergangenen Jahren ist die Gliederung des Programmes in verschiedene Schwerpunkte. Die da zum Beispiel wären: Eine Hommage an den französischen Schauspieler, Regisseur und Produzenten Claude Berri, der u.a. mit Fred Zinnemann, Claude Chabrol, Jacques Rivette und Jean Renoir gearbeitet hat.

Leon Askin und Dokumentarfilme

Eine Festivalschiene erinnert an den altösterreichischen Schauspieler Leon Askin, zudem gibt es Dokumentarfilme zu sehen: Etwa den Film »Unter dem Alsergund – Servitengasse 1938« (13.11. und 21.11. jeweils um 19:30h im Top Kino): Die Servitengasse liegt inmitten eines?Viertels, in dem vor dem Zweiten Weltkrieg mehr als die Hälfte der BewohnerInnen jüdischer Abstammung war. Nach den letzten gro&szligen Deportationen Ende 1942 waren sie aus ihren Wohnungen »verschwunden«. Dokumentarfilmer der Wiener Filmakademie begleiten die gemeinsame Suche der heutigen BewohnerInnen nach der Geschichte des Ortes, an dem sie wohnen.

Auf Spurensuche in seinem Heimatort Mosty Wielkie in der heutigen Ukraine?begibt sich Jerzy Czarnecki, der Protagonist des Dokumentarfilms »Aus Galizien in den Aargau« (CH 2007, R: Susanne and Peter Scheiner), der am 10.11. im Top Kino zu sehen ist. Jerzy Czarnecki ist 1942 in den Westen geflüchtet.

Musikfime in der Reihe »The Jazz Singer«

Musikfreunde sollte die Reihe The Jazz Singer des Jüdischen Filmfestivals ansprechen: Hier werden insbesondere Filme über SängerInnen gezeigt, etwa Henry Levins »Jolson Sings Again« (USA 1949, am 10.11. um 12:30h im Metro-Kino und am 13.11. um 20:00h im Filmhauskino) oder Max Nossecks »Singing In The Dark« aus dem Jahr 1956, der die Geschichte des Sängers Leo, eines ?berlebenden der Shoah erzählt, der an Amnesie leidet: Regisseur Nosseck hat in seinen Film auch Filmmaterial aus dem Deutschland der Nachkriegszeit eingebaut.
Wer bei diesem vielfältigen Programm Pausen einlegen will, kann das heuer erstmals im Festivalzentrum im Metro-Kino tun.