Il Miracolo - Italienische Filmwoche

Mit den Filmen IL MIRACOLO und MIO COGNATO wurde die dritte Italienische Filmwoche in Wien abgeschlossen.

IL MIRACOLO (R: Edoardo Winspeare, 2003) erzählt die Geschichte des Jungen Tonio, der von einem Auto erfasst wird. Cinzia, die den Unfallwagen lenkt, begeht Fahrerflucht. Im Krankenhaus legt Tonio einem Mann mit Herzstillstand seine Hand auf und der Todgeweihte überlebt. Alle sprechen von einem Wunder, auch das staatliche Fernsehen beginnt sich für Tonio zu interessieren. Tonio erkennt Cinzia bei einer Gegenüberstellung wieder, zeigt sie aber nicht an. In der Folge entsteht zwischen den beiden eine spröde Freundschaft.

Cinzia & Tonio

Und das ist das eigentliche Wunder dieses sehr schönen Films: Dass hier einander zwei Menschen in einer Welt begegnen, in der Begegnungen immer schwieriger zu werden scheinen – davon hat etwa der ebenfalls im Rahmen der Filmwochen gelaufene Film LA SPETTATRICE erzählt. Cinzia ist eine junge Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs, der kleine Tonio gibt sogar ihr wieder etwas von jenem Halt, den ihr ihre Familie nie zu geben wusste. Ein wunderbarer Film zum Festivalabschluss.

Schlussfilm von Alessandro Piva

Am letzten Abend der Italienischen Filmwochen war auch noch Alessandro Pivas MIO COGNATO (2003) zu sehen: Eine flotte Mafia-Komödie, in der einander der kleine Mafiagauner Toni und sein Schwager Vito näher kennenlernen. Der Grund: Vitos Auto wird gestohlen und Toni -, der zum Schein eine Versicherungsfirma führt und sich mit allen möglichen Gaunereien bis hin zum Glücksspiel und Versicherungsbetrug durchschlägt -, hilft ihm bei der Wiederbeschaffung desselben. Der Film spielt in der Hafenstadt Bari, am Ende hat Vito zwar sein gestohlenes Auto wieder, das Happy Ending bleibt bei Piva aber aus: Vitos Auto explodiert.

Italienische Filmwoche 2006

Abschliessend kann gesagt werden, dass man sich in Anbetracht der heuer gezeigten zum Teil sehr guten Filme – wie LA SPETTATRICE oder Ferzan Oztepeks DAS FENSTER GEGENÜBER schon jetzt auf die nächstjährige Italienische Filmwoche freuen darf. Ciao!