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Die Folgen der Liebe

In Gianni Amelios »Le Chiavi Di Casa« (2004) steht – ähnlich wie Amelios Meisterwerk »Il Ladro Di Bambini« – ein Kind im Mittelpunkt: Der 15jährige behinderte Paolo (Andrea Rossi) trifft seinen Vater Gianni (Kim Rossi Stuart) zum ersten Mal in einem Zug nach Berlin. Dort wird Paolo in einer Klinik behandelt. Amelio zeigt in seinem Film behutsam die Entwicklung einer Beziehung zwischen zwei Menschen. Im Topos besteht somit auch eine Ähnlichkeit zum Eröffnungsfilm »La Guerra Di Mario«. Nach und nach wird der scheinbar schöne und starke Gianni zum »Schwächeren« der beiden und Paolo schreitet trotz seiner Behinderungen lebenslustig und gewitzt durchs Leben. Sehenswert.

Liebe und Tod

In Paolo Sorrentinos »Le Conseguenze dell’Amore« (2004) lebt Titta Di Girolamo (Tino Servillo), ein distinguierter und elegant gekleideter Herr seit 8 Jahren in einem noblen Hotel in einem kleinen Ort der italienischen Schweiz. Für die Angestellten ist er ein mysteriöser Gast, dessen Gefühle und Absichten unklar sind. Kein Wunder, schlie&szliglich geht Di Girolamo diskreten Geschäften mit der Cosa Nostra nach. Gefangen in dieser Situation, eröffnet sich ihm plötzlich die Chance der Liebe zu einer Angestellten. Zaghaft entscheidet er sich für die Liebe und wird dafür letztlich mit dem Tod bestraft.
Ein Film, der durch das Mienenspiel von Tino Servillo geprägt ist. »Der Stil des Regisseurs ist meisterlich, und die Erzählung lebt von Momenten der Stille, von verschiedenen Stimmungen und Blicken, die wie in einer ‚psychologischen Zeitlupe‘ vorgeführt werden«, schrieb Maurizio Porro im Corriere Della Sera. Dem kann man nur zustimmen.

»Le Conseguenze dell’Amore« läuft am 7.6. um 21:15h im Votivkino (Währinger Strasse 12, 1090 Wien. Der Film beschlie&szligt die Italienische Filmwoche, das Programm findet man hier:
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www.votivkino/nuovocinemaitalia

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Home / Kultur / Film

Text
Jürgen Plank

Veröffentlichung
06.06.2007

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