Festivaltagebuch 23. 10. / Tag 6

Reviews: »The Order Of Myths«, / Shortcuts: »Mala noche«, »März«

»The Order of myths«
In Mobile/Atlanta finden alljährlich im Frühling die Feiern des Mardi Gras statt. Die Stadt beheimatet die älteste Mardi Gras-Veranstaltung des Landes. Seit 1703 begeht man hier diese Umzüge. Nach wie vor herrscht Rassentrennung bei den Veranstaltungen. »Mardi Gras is the last hole of segregation«, merkt gleich zu Beginn eine schwarze Frau an. Margaret Brown dokumentiert in ihrem Film junge weiße DebütantInnen, die in Etikette-Kursen die Manieren der feinen Gesellschaft erlernen, aus traditionsreichen Südstaatenfamilien stammen und sich durchaus als liberal bezeichnen. Man sieht wie Schwarze ausgelassen bei ihren eigenen Mardi Gras Zeremonien feiern. 2003 wurde die erste Gruppe gegründet, die sowohl Schwarzen, als auch Weißen offen steht. Bis heute haben sie ein weißes Mitglied. Ein Film der ein komplexes Bild eines Rituals zeichnet, hin und her gerissen zwischen Traditionen und Modernität, weißer und schwarzer Bevölkerung und Verhältnisse die sich allmählich zu verschieben beginnen.
Heute um 20.30 im Stadtkino

Shortcuts:
»Mala Noche«
Das Stadtkino zeigt heute das Erstlingswerk von Gus van Sant. Auf der Grundlage von Erzählungen des Straßenpoeten Walt Curtis erzählt er die Geschichte eines jungen Schwulen, der zwei mexikanischen Einwandern begegnet und sich in den jüngeren verliebt.
Heute um 11:00 im Stadtkino

»März«
Bereits ausgezeichnetes Werk von Händl Klaus. Ein moderner Heimatfilm. Drei junge Männer begehen in Tirol Selbstmord. Die Familien versuchen mit dem schmerzhaften Verlust klarzukommen.
Gedreht mit Laiendarstellern im lokalen Dialekt.
Heute um 11:00 im Metro