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KABBALA – Und nun war es mitten in der Nacht

31. Oktober, 20:00 - 22:00

Oratorium in hebräischer Sprache von René Clemencic (1992)
nach Texten der prophetischen Kabbala (70 Minuten)

31. Oktober  Premiere, 20:00 Uhr
04., 08., 11., 13., 17., 19. November weitere Vorstellungen, jeweils 20:00 Uhr
Planetarium Wien (Prater), Oswald Thomas-Platz 1, 1020 Wien

René Clemencic hat seine Kabbala 1992 für das legendäre zweite Mittelfest in Cividale del Friuli komponiert. Das Oratorium zählte damals zu den herausragenden Produktionen. Kabbala oder Die vertauschten Schlüssel zu den 600.000 Gemächern des Schlosses ist für fünf Gesangssolisten – zwei Countertenöre, zwei Tenöre und einen Bassbariton sowie sechs Instrumentalisten (Trompete, drei Posaunen und zwei Schlagwerker) geschrieben und basiert auf einem Text in hebräischer Sprache.

Das hebräische Wort Kabbala bedeutet wörtlich „Überlieferung“. Sie ist das Fundament der jüdischen Mystik. In ihrer tiefsten Tiefe geht sie über alles spezifisch Jüdische hinaus und spricht vom Menschen und seinem Weg durch Zeiten und Welten, seinem Ausgesetztsein, seiner Gottesferne, der Entfernung vom eigenen Selbst und seiner Rückkehr ins himmlische Jerusalem.

sirene Operntheater bei Wien Modern 2022
https://www.sirene.at/aktuell/2022-kabbala/

In Zusammenarbeit laden die Teams des Wiener Planetariums und des sirene Operntheaters bei Wien Modern 2022 zu einer phantastischen Reise durch das Universum.

Countertenor. Nicholas Spanos
Countertenor. Bernhard Landauer
Tenor. Gernot Heinrich
Tenor. Richard Klein
Bassbariton. Colin Mason
Trompete. Gerald Grün
Posaunen. Werner Hackl. Peter Kautzky. Christian Troyer
Schlagwerk. Robin Prischink. Adina Radu
Musikalische Leitung. François‐Pierre Descamps

Konzept und Dramaturgie. Kristine Tornquist
Animation. Germano Milite. Michael Feuchtinger
Astrophysik und Programmierung. Michael Feuchtinger. Konstantin Kirner. Hannes Richter
Produktion Planetarium. Angelika Pointner
Produktion sirene. Claudia Haber. Jury Everhartz

SCIENCE, jeweils 19:00 vor den Vorstellungen
Vorträge zu Astronomie, Astrophysik und Schöpfungsmythos in der Kabbala (im Ticket inbegriffen)
31. Okt 19:00­19:45: Golem – Kabbalistische Schöpfung und Chaos – Univ.‐Prof. Mag. Dr. Klaus Davidowicz, Uni Wien
04. Nov 19:00­19:45: Urknall und Glaube – Univ.‐Prof. Dr. Arnold Hanslmeier
08. Nov 19:00­19:45 Vor der Schöpfung ­Zimzum, die Selbstkontraktion Gottes – Mag. Dr. Domagoj Akrap, Uni Wien
11. Nov 19:00‐19:45: Kulturelle Astronomie: Menschen und ihre Himmel – Doris Vickers, FRAS
13. Nov 19:00­19:45: Wenn Galaxien Walzer tanzen – Christine Ackerl, BSc MSc, Uni Wien
17. Nov 19:00­19:45 Die dunkle Seite des Universums – Assoz. Prof. Dr. Daniel Grumiller, TU Wien
19. Nov 19:00­19:45: Das Alphabet als Code – Christian Reder, Universität für Angewandte Kunst

Jüdische Mystik, Zahlensymbolik der Kabbala, ungewöhnliche Besetzung: ein Oratorium, das wahre Lichtfunken sprüht und dennoch parallel eine meditative Stimmung generiert.

René Clemencic ist 2022 im Alter von 94 Jahren verstorben. Er war Komponist, Dirigent, Flötenvirtuose, Gründer und Leiter des Clemencic Consort, Musikwissenschaftler und Schriftsteller, gelernter Philosoph sowie Sammler von emblematischen Büchern und Skulpturen. Er gab weltweit Konzerte und erhielt zahlreiche internationale Preise.

In seinen Kompositionen geht es ihm in erster Linie um Klangsymbolik, wobei er Klänge und Klangkomplexe als akustische Zeichen und Chiffren für innere Erlebnisse und Erfahrungen einsetzt. Immer folgt er konsequent seinem eigenen Duktus, unverwechselbar archaisch und darin zugleich sehr modern. Ihm geht es weniger um Ästhetik als um unmittelbare klangliche Wirkung. Die Begleitung der Singstimmen ist abwechslungsreich und phantasievoll gestaltet. Besonders die Posaunen in den tiefen Lagen sind ein wirkungsvoller Kontrast zur Tenorlage der hohen Männerstimmen. Das umfangreiche Schlagzeugarsenal kommt äusserst differenziert zum Einsatz.

Details

Datum:
31. Oktober
Zeit:
20:00 - 22:00
Webseite:
https://www.sirene.at/aktuell/2022-kabbala/

Veranstaltungsort

planetarium
oswald thomas platz 1
vienna, 1020 AT
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Webseite:
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