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Elvin Brandhi + Alessandra Eramo

30. März 2019, 20:00

Elvin Brandhi aka Freya Edmondes lebt zwischen Berlin und Wien, studierte dort an der Akademie der Bildenden Künste und ist auch sonst sehr viel unterwegs. Sie engagiert sich in mehreren Performance-Gruppen, ist bekannt für ihre Interventionen im öffentlichen Raum und Kollaborationen mit unterschiedlichen Künstler*innen wie Rhodri Davies, Eugene Chadbourne, Michael Fischer, Alan Wilkinson, Ventil oder dem ehemaligen „The Jungle Brothers“ MC Sensational. Mit ihren rohen Beats und Sounds zwischen Pop und Noise, die einem technisch reduziertem Setup entspringen, sowie ihren improvisierten Texten performte sie bereits auf mehreren Festivals wie dem Sonic Acts Festival (Amsterdam), Kraak Festival (Brüssel), Total Inertia Festival (Leeds), TUSK Festival (Newcastle) oder dem Counterflows (Glasgow). 2017 erhielt sie den Oram-Award der PRS Foundation in „female music creators innovating in music“ im Rahmen des neuen BBC Radiophonic Workshops und war Stipendiatin der Raw-Akademie (Senegal).

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In ihrem Solo für Stimme und Elektronik kreiert Alessandra Eramo eine Collage hypnotischer Klanglandschaften und Stimmen, die sich über den Klang hinaus in viszerale Schichten poetischen Ausdrucks bewegen. Beatboxing, Zungenklicken, Kreischen, Zischen: In einer immersiven Performance erforscht sie den tranceartigen Zustand des Singens, ihr erweiterter Gesang formt abstrakte Klänge, rauhe Geräusche, Flüstern, fragmentierte Wörter, unbekannte Sprachen, verbunden mit einem dynamischen Einsatz analoger elektronischer Instrumente und vorher aufgezeichnetem Klangmaterial. In Bezug auf Lautpoesie ist das Konzert sowohl eine akustische als auch eine körperliche Erfahrung, wie eine spirituelle Übung, die sie mit ihrem Publikum teilt.
Alessandra Eramo präsentiert ihre neue Komposition „Tracing South“, die im April 2019 als LP auf Corvo Records erscheint. Ein klangliches enchantement, bei der polyphoner Gesang, Wiederholung, Dissonanz und Obertöne den Hörenden aus der Komfortzone schieben. Eine Reflektion über das Mittelmeer als menschliche und spirituelle Dimension, aber auch als riesiger, stummer Migrantenfriedhof, dabei oszilliert Eramos Arbeit zwischen dem Streicheln zarter Melodien und der brutalen Energie von Lärmeruptionen.

Details

Datum:
30. März 2019
Zeit:
20:00

Veranstaltungsort

Zentrale – Raum für Klang und Prozesskunst
Neulerchenfelderstraße 52
Wien, Wien 1160 Österreich
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Webseite:
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