Symposium: »Producing Culture Beyond Political Borders«

Wie im Titel angedeutet, geht es im Symposium darum, ein Netzwerk zu verorten zwischen Wien und anderen europäischen Städten. Wien als soziogeografischer Fokus für historische, politische und musikalische Entwicklungen, an der Schnittstelle zwischen »westlichen« und »östlichen« Herangehensweisen, Missständen und Produktionsbedingungen.

Symposium: »Producing Culture Beyond Political Borders«
Networks and Identities in Music and Arts

Mit: Susanna Niedermayr (A), Dr. Pawel Frelik (PL), Ksenija Stevanovic (SCG), Slávo Krekovič (SK), Mag. Michal Libera (PL), Matjaz Mancek (SI)

Wie im Titel angedeutet, geht es im Symposium darum, ein Netzwerk zu verorten zwischen Wien und anderen europäischen Städten. Wien als soziogeografischer Fokus für historische, politische und musikalische Entwicklungen, an der Schnittstelle zwischen »westlichen« und »östlichen« Herangehensweisen, Missständen und Produktionsbedingungen. Es werden dabei nicht nur mehr oder weniger strikt musikalische Themen angerissen, viel mehr geht es um eine Art transnationale Verschaltung und Kommunikation, wie man punktuellen Phänomenen (wie etwa dem subkutan schwer nationalistischen »Turbofolk«) beikommen könnte, wie sich generelle Strömungen (Punk, Industrial, Improvisationsjazz,…) auf die jeweiligen Szenen auswirkten, welche Ergebnisse sie zeitigten und welche Diskussionen für diese Szenen wichtig sind. Ab und zu heißt es, Musik sei eine »universelle Sprache«: Aber was trägt das zu einer Welt bei, in der zwar über einen immer homogenern, einen »globalisierten« Geschmack lamentiert wird, während auf der anderen Seite bestimmte lokale Szenen nach wie vor sich mit heftigen Marginalisierungen herumschlagen müssen? Politische, soziale und intellektuelle Identitätsbildung: Wer braucht so etwas in Zeiten der monopolisierenden Märkte und der Musikcomputer aus dem Supermarkt um die Ecke? Wie lassen sich autodidaktische Aneignungen mit akademischem Know-How unter einen Hut bringen? Was ist die »Exotik des Anderen« anderes als Marketingkonformer Humbug? Und überhaupt: Wenn Fans, ProduzentInnen und WissenschafterInnen zusammenkommen, um über Musik (und Kunst und Kultur im weitesten Sinn) sich auszutauschen, welche Diskurse laufen dabei ab?

In dem Symposium wird einiges von dem angerissen, was sich Fan-tum, Popkultur und Wissenschaft zu sagen haben. Zu dem Symposium wurden von den TeilnehmerInnen einige Texte zur Verfügung gestellt, die hier abrufbar sind.

Konzeption: Mag. Heinrich Deisl. Beratung: Susanna Niedermayr

Vorträge sind in englischer Sprache.