sams bar

5. bis 19. Dezember 2015: Sam old story, Jüdisches, Jazziges, Visuelles, Kurdisches, Türkisches, Unabhängiges, Israelisches, Fiktives, Wienerisches, Improvisiertes, Komponiertes, Vergangenes, Persisches, Armenisches, Virtuoses und viele, viele Cocktails im Wiener Theater Nestroyhof – Hamakom

Öffnungstage: 5., 6., 10.-13. und 17.-19. Dezember Barbetrieb: ab 19.00 Uhr, Programmbeginn: 19.30 Uhr Kuratiert von Ingrid Lang
Sam’s Bar geht in die dritte Runde!
Von 5. bis 19. Dezember drehen wir zum dritten Mal an der Uhr und bauen eine Brücke zu einer Zeit, in der das Etablissement-Nestroysäle diesem wunderschönen Raum Leben einhauchte.
Das Theater wird zur Bar, in der das Publikum sechs Konzerte mit außergewöhnlichen Künstlerinnen und Künstlern und in Zusammenarbeit mit David Maayan einen all-inclusive Theaterbereich erleben kann, der künstlerische Intentionen mit gutem altem Entertainment verbindet.

PROGRAMM

Sa, 5. Dezember: SUN TAILOR (IL) „This Light⬝
Seit der Veröffentlichung seines Debütalbums „Like The Tide⬝ im Jahr 2012 wurde Arnon Naor alias Sun Tailor zu einer der Leitfiguren der israelischen Indie-Szene. In den vergangenen drei Jahren trat er auf hunderten von Bühnen in Israel und Europa auf – von großen Veranstaltungsorten und Festivals bis hin zu kleinen, akustischen Wohnzimmer-Shows. Derzeit tourt Sun Tailor durch Europa, um sein neues, von den israelischen Medien hochgelobtes Album „This Light⬝ zu präsentieren, das er auch in Sam’s Bar vorstellen wird.
„Nach der Verfeinerung seines Talents in London, wurde Arnon Naor eine Schlüsselfigur in Israels Indie-Musik Szene.⬝ JERUSALEM POST
„Sun Tailors von Nick Drake beeinflusstes Album ist wunder schön und es lohnt sich reinzuhören.⬝ Q MAGAZIN

So, 6. Dezember: „Sam old story⬝ eine Theaterinstallation von David Maayan (IL)
Weitere Termine: 10. & 17. Dezember
„Erregung, eine alte Erinnerung, die Gewissheit, dass sich mit einem Wimpernschlag, das was wir kennen, vor unseren Augen in etwas anderes verwandeln kann und dennoch alles was wir vorher kannten in sich bewahrt.“ (David Maayan)
1904-1919 führte das Theater Nestroyhof den Namen „Intimes Theater“. Dieser Begriff wurde von den verschiedenen Theaterdirektoren sehr unter­schiedlich interpretiert. Zum einen war er bezeichnend für eine, zu dieser Zeit neuen, Theaterauffassung, die eine psychologisch motivierte „intime“ Darstellungsweise forderte. Zum anderen stand „Intimes Theater“ unter der Leitung Emil Richter-Rolands für Lust und Erotik was den Nestroyhof zum Wiener Spitzenreiter bezüglich der ausgesprochenen Zensurverbote eingereichter Stücke machte.
In „Sam old story“ schafft Maayan intime Begegnungen zwischen individu­ellen Zuschauern und den Performern, der Geschichte des Hauses, der Umgebung des Theaters und der Vision des Architekten Marmorek, die jeder Ziegel in sich birgt. Fakten werden mit fiktiven Elementen vermischt.
Zur selben Zeit befinden wir uns in Sam’s Bar: Mit Live Musik, Drinks, Gesprächen, Billard und vielleicht sogar mit Sam…
Alles ist wirklich – und nichts ist wahr.
Mit: Klaus Kubo, Philipp Reichel, Yap Sun Sun, Ulrich Probst, Tony Marossek und dem Ferenc Bodi Quartett

Biographie David Maayan:
David Maayan (1953 in Acco, Israel, geboren) studierte Regie und Schauspiel an der Universität Tel Aviv, übersetzte und inszenierte dort u.a. Werke von Ionesco and Arrabal und wurde dafür ausgezeichnet. 1995 gründete und leitete Maayan das Acco Theater Center. Das Projekt „Kohelet“ führte ihn u.a. nach Deutschland, Frankreich, Belgien und zu den Wiener Festwochen. Als „artist in residence⬝ kam er in der Saison 2004 – 2005 ins Wiener Schauspielhaus, an dem er 2007 auch schrieb und inszenierte. Im September 2007 nahm er als Vertreter Österreichs beim Midentity Festival Nitra (Slowakei) gemeinsam mit Melitta Jurisic teil. 2009 war seine Performance „Purimspil“ im Linzer Cembrankeller zu sehen. Regelmäßige Unterrichtstätigkeit in Wien und Israel.

Do, 10. Dezember: „Sam old story⬝ eine Theaterinstallation von David Maayan (IL)

Fr, 11. Dezember: ÖZLEM BULUT
Özlem Bulut (TUR) – Stimme, Oud
Marco Annau (AT) – Keyboard
Felipe Ramos (CHL) – Bass
Michael Leibetseder (AT) – Schlagzeug
Wenn Özlem Bulut die Bühne betritt, entfacht sie ein sinnliches Feuerwerk. Die türkischen Texte handeln zumeist von Liebe, verarbeiten aber auch politische Themen wie Kinderheirat oder ein Leben ohne Ausweis. Jedoch stellt sich dabei keine Schwermut ein. Die Lieder bleiben sinnlich, poetisch und voller Humor. Özlem Bulut stammt aus einem kleinen Dorf der Osttürkei. Sie begann ihre Karriere als Straßenmusikerin, setzte sie als Opernsängerin an der Wiener Staatsoper, der Opera Bastille und der Wiener Volksoper fort und gründete 2008 ein eigenes Musikprojekt, das Elemente anatolischer und orientalischer Musik mit Jazz, Pop und Soul verbindet. Im selben Jahr erhielt die spontan gegründete Band den Förderpreis der Austrian World Music Awards. Die Musik stammt größtenteils aus der Feder des Wiener Komponisten und Pianisten Marco Annau. 2013 wurde Özlem Bulut für ihr Schaffen mit dem MIA Award ausgezeichnet. Ihr zweites, im letzten Jahr bei Hoanzl erschienenes Album „Ask⬝ erreichte Platz 13 der European World Music Charts.

Sa, 12. Dezember: Lila Lotus feat. Dave Liebman (USA)
David Liebman (USA) – Sopransaxofon, Tenorsaxofon
Lorenz Raab (AT) – Trompete, Flügelhorn
Uli Rennert (AT) – Klavier, Keyboards
Henrik Hallberg (SWE) – E-Gitarre
Magnus Bergström (SWE) – Kontrabass
Uli Soyka (AT) – Schlagzeug, Spielsachen, Percussion
Reinhard Buchta (AT) – Live & Recording-Engineer
Der wunderbare Schlagzeuger und Idealist in Sachen Musik Uli Soyka gründete 1998 die Kreativplattform „Pan Tau X⬝, die seither unzählige Jazz- und Improvisationskonzerte auf höchstem Niveau hervorbrachte. Sie bietet Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, sich zu begegnen, gemeinsam zu experimentieren und weiterzuentwickeln und verschafft dem Publikum außergewöhnliche Konzerterlebnisse jenseits jeder Kommerzialisierung. Das Programm dieses hochkarätig besetzten Ensembles beinhaltet Eigenkompositionen der Akteure sowie ausgewählte Fremdkompositionen. Die Musik besticht durch spannende Vielfalt und umwerfende Interaktionen der großartigen Instrumentalisten. Ihr „Special Guest⬝ für Sam’s Bar ist NEA Jazz Master David Liebman, der als einer der zentralen Jazz Saxophonisten der Moderne betrachtet wird.

So, 13. Dezember: Sterzinger (AT)
Wien ist wenn sie trotzdem lacht. Sterzinger spielt Akkordeon und singt. Schönes, Neues und Unerhörtes. Liebeslieder für den Großenschwarzenvogel. Collagen, vertonte Kurzgeschichten und Neuinterpretationen. Auch ein Schlagerlied könnte dabei sein oder ein Wienerlied mit englischem Akzent – odawo swasi. Ein Selbstdenker ist er, der Sterzinger. Zu groß für eine Schublade, zu ungleichartig zum einpassen. Das ist nicht bequem, da muss man hinhören, zuschauen und sich überraschen lassen.
„Noch nie war Wienerisches derart international.⬝ Samir Köck, NOW!
„Der bald 58 -Jährige Stefan Sterzinger ist eine Ikone der österreichischen Musik, ein Grandseigneur der Szene.⬝
Andreas Bovelino, Kurier

Do, 17. Dezember: „Sam old story“ eine Theaterinstallation von David Maayan (IL) (siehe 06.12)

Fr, 18. Dezember: „Sormeh
Golnar Shahyar (IR) – Stimme, Daf, Berimbau
Mona Matbou Riahi (IR) – Stimme, Klarinette, Bass Klarinette
Jelena Popržan (RS) – Stimme, Viola, Sehtâr, Loops
Golnar Shahyar, Mona Matbou Riahi aus dem Iran und Jelena Popržan aus Serbien haben in Wien zu einem vielversprechenden Trio zusammengefunden, das – einen Bogen spannend von orientalischer zu balkanischer Musik – seinen kosmopolitischen Kompromiss in jüdischen Musiktraditionen sowie eigenwilligen Arrangements und Improvisationslust findet. Persische, jiddische, armenische, bulgarische, griechische und sephardische Lieder, schräge instrumentale Klezmer- und Balkan-Attacken sowie vertonte Lyrik, zeitlose wie zeitgenössische Chansons und Eigenkompositionen – Musik, die geistige wie musikalische Grenzen auflöst. Elegant und geheimnisvoll wie ein orientalischer Lidstrich, denn nichts anderes heißt das persische Wort „Sormeh⬝. Im März 2014 landete die Debüt-CD des Trios in den European World Music Charts. Wie das Austrian Music Information Center sagt: „It certainly does not happen every day that Austrian bands hit the international charts.⬝ „Sormeh⬝ war außerdem unter den Finalisten des Austrian World Music Awards 2014.

Sa, 19. Dezember: NewTrio
Peter Ponger (AT) – Piano
Judith Schwarz (AT) – Schlagzeug
Peter Herbert (AT) – Kontrabass
Zum Abschluss der dritten Edition von Sam’s Bar setzt das New Trio spannende Akzente. Peter Ponger, der im Dezemberprogramm des Nestroyhofs bereits 2013 und 2014 Solokonzerte zum Besten gab, bildet dieses Jahr mit Judith Schwarz und Peter Herbert ein neues Trio, das durch außergewöhnliche Virtuosität besticht. New Trio spielt Jazzmusik auf höchstem Niveau im Spannungsfeld von 20th Century Harmony, Standard und spontaner Improvisation.


Kartenverkauf und Reservierungen:
t: +43 1 8900 314 | ticket@hamakom.at | www.hamakom.at Abendkassa: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn Für Firmengruppen oder Weihnachtsfeiern werden gerne Reservierungen entgegen genommen. Konzerttickets Sam’s Bar:
Vollpreis: 20 Euro | Ermäßigt: 12 Euro | Habitué Ticket 47 Euro (Alle Vorstellungen von Sam’s Bar inkl. ein Getränk pro Besuch)
Ö1 Club-Mitglieder und Standard-AbonnentInnen erhalten 30 % Ermäßigung auf den regulären Kartenpreis. Aktion Hunger auf Kunst und Kultur – Freier Eintritt für Kulturpass-Inhaber (mit Reservierung).