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Club Hertzbeat

Text: Angelika Strobl / Daniela Derntl | 09.03.2010
And the beat goes on! Hoch die Tassen, rein in den Glitzerfummel und raus ins Wiener Planetarium! Seit März diktieren beim Club Hertzbeat einmal im Monat vor allem Female Artists die beats per minute und heizen somit der männlich dominierten Technoszene ein.

Wir trafen Mitveranstalterin Vivian Thiele-Oberg, ihrerseits DJ & lernende Maschinenbauerin, und fragten mal nach, wo der Bartl, ähm, die Bartlin, den Most holt. Denn eines ist klar, werte Damen & Herren ... Da geht was, und zwar ordentlich!

»Häh? Was will der Typ von mir?«, dachte Vivian, als ihr vom Planetarium-Chef ein Hostangebot unterbreitet wurde. Denn mit so was hatte sie überhaupt nicht gerechnet, und als Rückmeldung auf ihren DJ-Mix schon gar nicht. Was soll'n das überhaupt bedeuten, ein Host zu sein? Eigentlich wollte sie ja nur auflegen, als DJ Thielephon und so viele Gigs wie möglich checken. Masterplan: Musikalische Weltherrschaft, oder so was in die Richtung. Deswegen verschickte die 19-Jährige ja ihr Technoset. Aber sicher nicht, um irgendwo als Partyhost zu enden.

Pump up the volume!

Ein paar Überlegungen später fand sie das Angebot trotz aller anfänglicher Skepsis durchaus spannend, verklickerte dem »Planetariumtypen« den angestrebten Frauenschwerpunkt von Hertzbeat und begann mit der befreundeten DJ-Kollegin Misonica zu organisieren und zu booken. Internationale Koriphäen wie Dinky, Jennifer Cardini oder Cio D'Or schmücken das sonore Line-up der ersten Partys, die sich jedes mal im Doppelpack mit frischem Underground-Nachwuchs (z. B. Tatjana Sünder, Objet A, Lena) aus dem female:pressure-Umfeld präsentieren. »Mir war es schon immer wichtig, Künstlerinnen der elektronischen Musikszene mit meiner Auflegerei und auf Events zu unterstützen«, meint DJ Thielephon, die vorher unter dem Namen »Emanzendisco« hauptsächlich auf autonom organisierten Events wie z. B. Discolab im venster99 oder diversen Fiber-Partys auftrat.

Eierschaukel DJ-Pult

Weibliche DJs gäbe es ja genug, das Problem der lückenhaften Präsenz liegt wohl eher an den unzähligen männlichen Ausschlussmechanismen, die es Frau erschweren, in der Szene gleichberechtigt mitzumischen. Stichwort Haberertum, das an den entscheidenden Stellen im Musikuniversum Hypes generiert oder blockiert, Clubs organisiert oder gleich besitzt, Musik produziert und auflegt ... (usw.), um sich dann gegenseitig auf der Bühne die Eier zu schaukeln. Wirft man einen Blick auf das internationale Netzwerk female:pressure, so sind hier 1.100 Musikerinnen aus 52 Nationen gelistet, alleine in Wien spuckt Electric Indigos Onlinedatenbank für Frauen in der elektronischen Musik rund 130 Kandidatinnen aus. Also, nix wie her mit den Ladys und auf ins Electronic Ladyland! Denn unser Herz schlägt für Hertzbeat, yo!

www.hertzbeat.at | www.femalepressure.net

12. 3. Dinky, Electric Indigo, c++, Tatjana Sünder, Objet A, Laterna Magika, Thielephon, Misonica

9. 4. Jennifer Cardini, Irradiation, VJ Azz, Klub Kohelet, Thielephon, Misonica

29. 5. Cio D'Or, Fauna, Missus, Lena, Thielephon, Misonica

26. 6. Surprise Act, Queens of Minimal Techno

23. 7. Miss Jools, Thielephon, Misonica

28. 8. Xenia Beliayeva


Text: Angelika Strobl / Daniela Derntl | 09.03.2010

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