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David Bowie ~ Dystopie und Utopie III

article_8334_db5_150.jpg Der britische Popstar hat mit seinem Abschiedsalbum »Blackstar« sein Ableben orchestriert. Siehe Rezension. Um David Bowies Schaffen gerecht zu werden, publiziert skug neben einem Nachruf von Curt Cuisine die in skug #97–99 erschienene Fan-Trilogie seines Landsmannes Simon Critchley online. Der britische, mittlerweile in New York unterrichtende Continental-Philosopher Simon Critchley war im November 2013 zu Gast bei den Erich Fried Tagen im Li...

»Harte Männer weinen«: Sudden Infant

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Für »Wölfli's Nightmare« hat Joke Lanz das Solo-Experiment Sudden Infant in ein Trio umgewandelt. skug im Gespräch mit dem in Berlin lebenden Schweizer Musiker, der seine Mischung aus Noise, Industrial und Musique Concrète so aussagekräftig wie nie zuvor klingen lässt.

Original in skug #99, 7-9/2014

Großväterchen Punk

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Wir werden immer älter - und mit uns die Musik unserer Jugend. Grans Platte »Chair« ist blutjung, aber voller Altersweisheit. Erinnerungen an den Aufstand von damals inklusive.

Valina - Ein Container voller Revolutionsversprechen

article_7827_w_valina_2014-neu_150.jpg Die Linzer Band Valina entsagt den gängigen Regeln des Pop. Stattdessen wollen sie mit ihrer verschachtelten Rockmusik auf die vielen systemimmanenten Ungerechtigkeiten aufmerksam machen.

»Goodnight, Civilzation«

  • Artist: Zu
  • Label: La Tempesta Dischi, Trost
  • skug : 99
article_7818_a0703460004_2_150.jpg Hola, die Schlacht-Fee! Die Schmuddelkinder von Peter Brötzmann sind back in town. Und verehren das Wiener Trost-Label mit einer knackig knallharten EP-Gabe, die nahtlos an ihr letztes vierzehntes und bislang bestes Release »Carboniferous« anschließt. Die präsionsballernde Crust-Freude des Post-Hardcore trifft auf Math Rock, Free Jazz und eben das Brötzmann-bekannte Sax-Bariton, das eher wie Streitkolben und Morgenstern durch den Klangkrieg-Dicki...

»Celestite«

  • Artist: Wolves In The Throne Room
  • Label: Artemisia, Cargo
  • skug : 99
article_7810_a2087214102_10_150.jpg Badeurlaub in Sphärisch Hall. Im Black Metal-Bereich gelten sie mittlerweile nicht umsonst als die Hippie-Schwuchteln des Genres, die daddeligen Birkenstock-Trottel am Fuße der Welteiche. Von wegen Ragnarök, dem Trio aus der Riot Girl-Weltstadt Olympia in Washington traut die Schwarzkuttengemeinde gerade mal Fünf Uhr-Tee mit vollveganen Ingwerkeksen zu. Dabei wurde das Konzept Band als düstere Wald- und Wiesenkommune bereits in den späten 1980ern...

»Lights On Water«

article_7809_a2134281199_2_150.jpg Die früheren Aufnahmen von Sum of R mit Christoph Hess, Reto Mäder und Roger Ziegler waren eher auf abstrakte und elektronische Klangelemente fokussiert. Auf der Bühne herrschte eine krachige, doomige Zeremonie, die bei aller kühlen Distanz immer rauer und reifer wurde. Mit der letzten EP »Ride Out The Waves« (2012) ließ sich allerdings schon erahnen, dass Sum of R in eine erdigere, gitarrenlastige Richtung gehen würden. »Lights On Water« ist die...

»Helldunkel«

article_7806_r-5807065-1403201175-3157_150.jpeg Der Preis für die Platte mit den schönsten Liedtiteln geht dieses Mal an »Helldunkel« von Protein. Namen wie »Hüpfdohle«, »Seegrundstück« oder »Guckkasten« beschreiben nicht nur bestens, was es mit den jeweiligen Stücken auf sich hat, sie zeugen auch von der unprätentiösen Art, mit der der Münchener Tobias Laemmert alias Protein an Musik herangeht. »Helldunkel« braucht sich aber nicht hinter seinen schmunzeligen Songtiteln verstecken. Denn die fi...

»City: Works of Fiction«

article_7805_51169_150.jpg Space is not the only place. Fourth World titulierte Avantgarde-Trompeter Jon Hessell, Jahrgang 1937, from Memphis, Tennessee, seinen elektrifizierten Fusion-Ethno-Beat-Crossover und sein Synth-moduliertes, mit Echo-Effekten barock überladenes Blaswerkzeug, das die ersten Jazz-Schritte in die Richtung, Miles Davis, Sun Ra, Herbie Hancock, in die richtige Richtung Sci-Fi Funk weiter entführte. Als Avantgarde-Schüler von Stockhausen, La Monte Young...

»Everything Is Up«

article_7804_m185_everythingisup_cover_150.jpg Die Aufmerksamkeit, die M185 mit ihrem letzten Album »Let The Light In« vor drei Jahren entgegenschlug (sie wurden unter anderem mit dem FM4-Amadeus-Award ausgezeichnet), lag zu einem großen Teil daran, dass das Wiener Quintett für die Rückführung der rockmusikalischen Formensprache auf ihre wesentlichen Satzteile stand. Entschlackter und repetitiver Indie, der ohne unnötigen Zierrat auskam, das war hierzulande in dieser Form lange nicht zu hören...

»Der Osten ist rot«

article_7795_holger_czukay_-_der_osten_150.jpeg Die Transformationsgeschichte eines Sound-Flaneurs. Dresden-born Holger Schüring alias Czukay war nicht nur das essentielle Bass-Tier der deutschen Velvet Underground, des Think Rock-Urgesteins Can, er bleibt der einzige, der sich, wie lange mit der Kölner-Techno-Legende Air Liquide, konstant um popkulturelle Neuerfindung bemühte anstatt wie Band-Gründer Irmin Schmidt um die eigene Akademisierung zu betteln. 1984 respektive 1987, als die lange st...

»A Letter Home«

article_7793_neil_young_a_letter_home_150.jpg Günther Schifter hätte seine Freude an dieser Platte gehabt. Jack White steckte Neil Young mit seiner Gitarre in eine Aufnahmebox aus dem Jahr 1947 und heraus kommt natürlich purer krachiger Schellacksound. Young hat Songs ausgesucht, die ihn schon lange begleiten und teilweise sind die Interpretationen berührend wie etwa bei »Changes«, Phil Ochs ebenso großen wie vergessenen Song über Veränderungen . Willie Nelsons »On The Road Again« hätte eine...

»Träume«

article_7792_cover_pb032shop_150.jpg Ach, würden sich diese zwei doch finden! Der slackige Lausbub mit der Zahnlücke und der manisch-depressive Lausbub aus Notwehr und aus Wien. Rauchen könnten die zwei, eine nach der andern, aufm Spielplatz hinten am Bach oder wo. Viceroy heißt die Zigarettenmarke - die Billig-Zigarettenmarke natürlich - die Mac DeMarco in einem der schönsten Songs des 2012er Albums »2« besingt, ohne die er early in the morning die Augen nicht aufkriegt: »Don't let...

»Live on Planet Earth«

article_7791_live-on-planet-earth-viny_150.jpg Die 18-köpfige Band des Berliners Daniel Glatzel, der als Leiter und Komponist des Ensembles fungiert, habe ich schon bei der letzten CD »Bum Bum« über den grünen Klee gelobt, weil man hier gar so überbordend, so spielfreudig, so quergedacht zu Werke geht. Zu »Live on Planet Earth« ist zunächst zu sagen, dass es sich hier um einen Live-Mitschnitt (nona) handelt, wodurch die elektronischen Experimente von »Bum Bum« in den Hintergrund treten, kein ...

»Everybody Down«

  • Artist: Kate Tempest
  • Label: Big Dada/Rough Trade
  • skug : 99
article_7790_kt-square_150.jpg Fast müsste diese Review mit einer Spoiler-Warnung beginnen. Denn »Everybody Down«, das Debüt-Album der Londoner Rapperin Kate Tempest, erzählt eine romanreife Geschichte - die Geschichte von Becky, Harry und Pete, drei jener gut ausgebildeten, aber zukunftslosen Londoner Mittzwanziger, die sich nur mühsam mit Gelegenheitsjobs, Arbeitslosenhilfe und Drogengeschäften über Wasser halten, komplett mit Beziehungswirren, familiären Problemen und große...

»Neuroplasticity«

article_7789_neuroplasticity_150.jpeg Zwei Jahre nach ihrem geschätzten Debüt »I Predict A Graceful Expulsion« kehrt die 26-jährige Al Spx mit ihrer Band zurück. Neben anstrengenden Touren ging die Kanadierin einige Kollaborationen ein und arbeitete dabei etwa mit Moby für dessen neues Album oder mit Swans-Kopf Michael Gira. Dieser gastiert auf »Exit Plan« ebenso wie der auf Blue Note veröffentlichende Trompeter Ambrose Akinmusire (zu hören im infernalischen Schlussstück »A Season Of...

»Solens Arc«

article_7785_kangdingray_solensarc_150.jpg Nach der »The Pentaki Slopes«-EP ist »Solens Arc« die vierte Veröffentlichung des französischen und seit einiger Zeit in Berlin lebenden Musikers David Letellier aka Kandging Ray. Die 12 Tracks gruppieren sich in vier Sequenzen, die jeweils eine Art internes Thema ausstellen wie Clubmusik-Abstraktion, Melodiedekonstruktionen oder Ambient. Wie üblich bei R-N-Platten, wird auch hier der Schönheit des Algorithmus gehuldigt. Allerdings hat Ray im Lau...

»Rostfrei«

  • Artist: Ame Zek
  • Label: Cargo/Keep it Business
  • skug : 99
article_7788_binarycacheservlet_150.jpg Normalerweise lasse ich die Finger von allzu einschlägigen Machwerken elektronischer Musik. Besonders dort, wo der »Maschinenpark« zum Selbstzweck wird, wo die kalte Abstraktion so weit fortgeschritten ist, dass man seine lieben Zweifel hat, ob hier der Komponist noch in charge ist, oder ob es eben umkehrt ist, ob die Modulatoren, Filter, Sequenzer an der Macht sind. Mich nervt Musik, die unfreiwillig die Utopie eines Technofaschismus herbeitönt,...

»Amphetamine Ballads«

article_7786_04-11_snakeheads_150.jpg In einer gerechteren Welt sollte die via Newsletter erfolgte Verkündung des Wiener Plattenladens Rave Up Records, mit The Amazing Snakeheads eine neue Lieblingsband gefunden zu haben, eigentlich für die dauerhafte Verankerung ebenjener Gruppe im kollektiven österreichischen Popgedächtnis sorgen. Doch ein Reality Check bringt schnell Ernüchterung: Gemeinhin bleibt vom Rave Up in Ehren Gehaltenes das Programm einer erlesenen Minderheit, was im Fall...

»Melt Into Nothing«

article_7781_00071893_150.jpg Wenn ich richtig mitgezählt habe, ist »Melt Into Nothing« innerhalb von sechs Jahren die 18. (!) Platte von Brian Pyle, dem Kopf hinter der amerikanischen Band Ensemble Economique. Sagen Sie nicht Dreampop oder Shoegaze dazu! Anzunehmen ist indes, dass Pyle ziemlich sicher die Outputs des Labels 4AD rückwärts auswendig kennt. Und für die Gitarreneffekte des Tracks »Hey Baby« dürften wohl Neil Young beziehungsweise Chris Isaaks »Wicked Game« Pate ...

»Todableiter«

article_7783_todableiter_150.png Der Linzer Soundgestalter und -techniker Ingo Leindecker hat, nachdem er jahrelang hinter den Reglern bei Radio FRO tätig war, seine diesbezüglichen Erfahrungen gebündelt und auf einer DCD das eineinhalbstündige Hörspiel »Todableiter« vorgelegt, das sich mit Masse, Macht, Hegemonial-verhältnissen, der Produktion, Verwaltung und Verarbeitung von Gewalt sowie der Geschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigt. Das Spektrum der Personen, die »zu Wort« ...

»s/t«

article_7780_110198_150.jpg Ganz schön viel Alien findet sich hier im Titel, aber das täuscht. Gelassenheit ist hier das Stichwort. Alien Transistor ist ein kleines, aber feines deutsches Label, dessen bekanntestes Fohlen im Stall The Notwist heißt, die deutschen Vorzeige-Indiepopper, die schon einige kunstvoll verspielte Alben gemacht haben. Bei Alien Transistor erscheint auch das Andromeda Mega Orchestra, ebenfalls eine großartige Sache, durchgeknallter Bigbandjazz mit av...

»Sendero Mistico«

  • Artist: Sonido Gallo Negro
  • Label: Glitterbeat/Hoanzl
  • skug : 99
article_7779_70015830_150.jpg Mexikos instrumentale Cumbia-Gruppe mit ihrem zweiten Album, das bereits 2013 erschien, geht hier vor allem mit psychedelischen Themen um. Ihr erstes Album »Cumbia Salvage« brachte sie auf große Festivals und auch nach Europa. Ihre Soundmelange ist aufregend und fusioniert traditionelle Latino-Wellen mit Indierock und Psychedelia mit Spaghetti- und Surfsound. Zukunftsträchtig wie einige andere Latino-Rock-Electronic-Mixturen. Obwohl es für nicht ...

»Early Electronic and Tape Music«

article_7778_sr361cd_cu_grande_150.jpg Das belgische Label Subrosa, u. a. spezialisiert auf die Dokumentation historischer Geräuschmusik (siehe deren »a-chronology«-Compilations), hat mit vorliegender CD aus der »Early Electronic Series« die für die Soundart maßgeblichen Werke Cages zusammengefasst, als da wären »Fontana Mix« (1958), »Imaginary Landscape Nr. 5« (1952) oder »Variations I« (1960). Dagegen ist »WBAI« (1960) zum ersten Mal auf CD zu haben. Das vom Londoner Komponisten/Rad...

»Await Barbarians«

article_7777_alexis_taylor_await_barba_150.jpg Der britische Multiinstrumentalist und Sänger arbeitet auf seinem zweiten Soloalbum mit der gleichen Direktheit wie bei Hot Chip oder seinem Abenteuerwerk mit der About Group. Die Texte sind sehr intim und der Gefühlsausdruck erinnert hier an beste Singer-Songwriter vom Laurel Canyon. Obwohl: es geht immer auch um Humor und Spaß. Irgendwie erinnert das Werk Taylors auch an englische Musiker wie Mark Hollis oder Robert Wyatt. Sein Sound ist aber t...

»Enter«

article_7773_161578_150.jpg Einst war die Gruppe Fire! ein Trio, bestehend aus dem umtriebigen Saxophonisten Mats Gustafsson, dem Bassisten Johan Berthling und Drummer Andreas Werliin. Gespielt wurde eine Art Impro-Jazzrock, druckvoll und scheppernd, was ja auch ganz dem robusten Naturell von Gustafsson entspricht. Seit 2011 ist dieses Trio zu einer Art interdisziplinären Orchester angewachsen, bei dem sich die Skandinavische Impro-, Rock- und Jazzszene ein feuriges Stelldi...

»Oksastus«

article_7768_pan-sonic-okstastus-kvitn_150.jpg »Okstastus« ist nach der 2007-er Aufnahme mit Keiji Haino PanSonics zweite Live-Platte und stammt von ihrem Konzert vom Juni 2009 in Kiew. Kvitnu-Labelbetreiber Dmytro Fedorenko macht's möglich. Und wenn das Coverdesign von Zavoloka und das Mastering von C-Drik Fermont kommen, kann an sich nichts mehr schief gehen. Mika Vainio und Ilpo Vaisänen präsentieren sich auf den acht namenlosen Tracks in bester Form, die Hochfrequenzgeneratoren laufen hei...

»Instrument«

article_7767_2014torococorot_instrumen_150.jpg Es spricht für To Rococo Rot, dass sie selbst 18 Jahre nach ihrem ersten Album noch völlig neue Wege einzuschlagen bereit sind. Soundästhetisch stößt man hier zwar auf Vertrautes, dennoch öffnet sich mit »Instrument« für die Berliner Band ein neues Kapitel. Die ansonsten rein instrumental musizierenden To Rococo Rot haben für das neue Album nämlich einen Gastvokalisten ins Studio geholt. Und dieser hört auf keinen geringeren Namen als Arto Lindsa...

»Live Tape«

article_7765_livetapecover_150.jpg Es gibt Veränderungen im Rattenstall: »Live Tape« ist die erste Veröffentlichung am hauseigenen Label und die erste offizielle Liveaufnahme im langen Schaffen von Bandkopf Georg Altziebler. Es dokumentiert einen großen Auftritt im September 2013 im vollen Porgy & Bess auf dem sich die Band in großer Besetzung voll dem Breitwandrock hingibt. Gitarrist Kolja Radenkovic setzt mit seiner Trompete als Zweitinstrument Ausrufezeichen und sorgt für d...

»Keine Oase in Sicht«

article_7763_a3642600514_2_150.jpg Das neue Werk der deutschen Psychedelic-Institution führt die Wüstenthematik vom Vorgängeralbum »Die Pyramiden von Gießen« in Songtiteln und grafischer Aufmachung fort. Die ursprünglich aus dem Noise-Umfeld kommende Band hat sich mittlerweile auf einen sehr gemütlichen, kosmischen Groove eingeschwungen. Der erste Track, »Mudschahidin der Liebe« baut sich langsam aus pulsierenden Orgel- und Synthtönen auf, erst im letzten Drittel des über 14 Minut...

»It Came From Outer Space«

article_7761_aabzu_frontnetzoahr_150.jpg Was ist es nur, das von diesem »space« kommt? Künstliche Intelligenz, freundliche Zombies, interstellare Bass-Manifestationen? Genau das. Auch auf ihrer vierten Platte haben sich die polnischen Musiker Maciek Szymczuk und Lukasz »Zenial« Szalankiewicz wieder aufgemacht, die endlosen Weiten avancierter Dub-Electronica in einem quasi cinematischen Gestus zu erforschen. Und es wären nicht Aabzu, hätten wir es bei diesen Trips nicht auch mit einer ge...

»Until Silence«

article_7762_bay89cd_rgb72_150.jpg Brauchen Sie noch eine Platte für die Top-2014-Liste? Mit »Until Silence« könnte es einen Kandidaten geben. Das Stockholmer Duo hat auf seinem dritten Werk die Kargflächen (post-)industrieller Provenienz weitestgehend verlassen und sich dafür ins beinahe möchte ich sagen kammermusikalische Fach begeben. Um dem klischeehalber eins draufzusetzen: eine illegitime Wahlverwandtschaft zwischen JG Thirlwells Manorexia und Pop-Anleihen. Peder Mannerfelt ...

Trampelpfadfinder

article_8009_datashock-by-daniel-fuchs_150.jpg Wir brechen das Schweigen zu randständigen und sperrigeren musikalischen Phänomenen, damit nicht unter den popjournalistischen Tisch fällt, welche Musik in Deutschland jenseits von poplinkem Post-Punk und befindlichkeitsduseligem Diskurs-Pop sonst noch so gemacht wird. Einblicke in eine der unzähligen Nischen.

skug #99

  • skug : 99
article_7727_skug_cover99k_150.jpg Inhalt vol. 99 / sound 08 -- Hercules & Love Affair Der Wille zum Pop - Frontman Andy Butler im Interview 10 -- Gran Altersweises Großväterchen Punk 12 -- Valina Ein Container voller Revolutionsversprechen 14 -- Gruenrekorder Hail to the Sound! 16 -- Jenseits der Befindlichkeitslyrik Trampelpfadfinder in randständigen Popmusiknischen 19 -- Sigi Maron Stur wie Beton - Gratulation zum 70er! 20 -- NonAdaptantS Mit Hegel gegen die...
Backissues | | 07/2014 mehr lesen

skug # 99, 07 - 09/2014

  • skug : 99
Ed i t o r ia l vo l . 99 Selten hievt skug, das vornehmlich ein Musikjournal ist, Themen abseits von Sound aufs Titelblatt. Nun ist es wieder soweit. Weil linke Politik versagt, feiert Karl Marx eine Renaissance der anderen Art. Marx' »Kapital« stellt keine Verdammung, sondern eine minutiöse Analyse des »Kapitalismus« dar, und im berühmtesten aller Manifeste wird dasselbe System ob seiner traditionensprengenden Kraft geradezu gefeie...

»Soak« / »The Blue Eyes Original Soundtrack«

article_7759_soak_150.jpg Vor einiger Zeit hat JG »Foetus« Thirlwell diese beiden Alben auf seinem eigenen Label veröffentlicht und sie könnten unterschiedlicher - und kohärenter - nicht sein. »Soak« ist eine Art spin off des letzten regulären Foetus-Albums »Hide« (2010), während »The Blue Eyes Soundtrack« seinen Produktionen in Richtung der Cartoon-Serie »The Venture Bros.« zuarbeitet und die Tonspur des gleichnamigen Films von Eva Aridjis darstellt. Dass hier ein heft...

»Observatory«

article_7758_20140407154859_m39_150.jpg Letztes Jahr bespielten Elektro Guzzi das Sónar, heuer das Mutek Festival, und für die Releaseparty ihrer aktuellen Scheibe hatten sie, mit Unterstützung von DJ Marcelle und Patrick Pulsinger, ins Wiener Flex geladen. »Observatory« ist ihre vierte Veröffentlichung für das Berliner Label Macro. Seit dem Vorgänger »Parquet« sind drei Jahre vergangen, in denen sie einmal mehr an der Verfeinerung des speziellen »Guzzi-Sounds« getüftelt haben. Waren i...

Sigi Maron: Stur wie Beton

article_7797_sigi_maron_150.jpg Zu seinem 70er im Mai schenkte sich Sigi Maron das Album »Dynamit und Edelschrott«. Die Konzerte dazu blieben (bis auf den heurigen Auftritt beim Volksstimmefest, wo er 2008 nach erster Operation ein glorioses Comeback-Konzert gab) aus, da wieder einmal das Krankenhaus rief. Aber nachdem die Gesundheit wieder die Oberhand gewonnen hat, werden die neuen Songs nun auch auf den Bühnen von Baden, Oberwart, Graz und Linz strahlen.

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Fri 10.03.2017 : [~2.4.] valeska gert – gesicht - körper - bewegung | filmarchiv austria kino kultur haus | wien

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Fri 31.03.2017 22:00: the godfathers | chelsea | vienna

Sat 01.04.2017 20:30: foxing | chelsea | vienna

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