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David Bowie ~ Dystopie und Utopie II

article_8333_db4_150.jpg Der britische Popstar hat mit seinem Abschiedsalbum »Blackstar« sein Ableben orchestriert. Siehe Rezension. Um David Bowies Schaffen gerecht zu werden, publiziert skug neben einem Nachruf von Curt Cuisine die in skug #97–99 erschienene Fan-Trilogie seines Landsmannes Simon Critchley online. Der britische, mittlerweile in New York unterrichtende Continental-Philosopher Simon Critchley war im November 2013 zu Gast bei den Erich Fried Tagen i...

Charlemagne Palestine ~ Eskapaden und Exerzitien

article_7802_philippe_gerlach_150.jpg Charlemagne Palestine ist als Multimediakünstler und Musiker mindestens so exzentrisch wie sein Name klingt. Dass er auch ein charmanter und charismatischer Geschichtenerzähler ist, durfte skug bei einem Gespräch anlässlich seines Eröffnungskonzerts des Berliner Club Transmediale Festivals miterleben.

Fenster ~ Picknick im Uncanny Valley

article_7798_fenster1_150.jpg Fenster klingt zwar nach Licht und Weite, die Berliner Band verlagert aber Shoegaze und Dream Pop in dunkle Brunnenschächte und lässt die elegante urbane Abgefucktheit ihrer Wahlheimat auf ihrem Zweitwerk »The Pink Caves« weit hinter sich. Im Rahmen des steirischen Herbsts sind Fenster am 04.10.2014 live in Graz zu bewundern....

Ja, Pyrates!

article_7799_japanik_150.jpg Viva Libertatia!
Auf der Pirateninsel mit Captain Misson, Bey, Burroughs und Ja, Panik.

»Ho Rugg«

article_7723_horug_150.jpg Ernst Moldens Erkundungen, Beobachtungen und Fantasien, die sich durch ihn in Songs verwandeln, haben nun ein Format gefunden, in denen sie blühen und gedeihen: dieses Quartett, das dem Star, und das ist immer der Song, nie im Weg steht, immer dient und ihn nie übertönt. Die Stimme von Willi Resetarits bringt die große Sehsucht mit und ergänzt so Moldens Blueslastigkeit ideal. Wie immer hat Ernst Molden auch wieder eine dieser Breitwandballaden g...

»Exits«

  • Artist: Loops Haunt
  • Label: Black Acre, Trost
  • skug : 98
article_7721_exits_150.jpg Seit seinem ersten Release im Jahr 2009 hat Loops Haunt seine Arbeit kontinuierlich fortgesetzt und mittlerweile einiges an kreativem Output vorgelegt. Egal ob Jungle, HipHop oder Found Sounds auf der EP »Ark«, dieser isolierte Soundalchimist kreiert seine eigene Soundpalette immer wieder neu. »Exits« ist sein bisher komplettestes Werk, das eher als ein gesamter Track gehört werden soll. Eine komplexe Stimmungsvariable, die immer wieder andere Zu...

»Blick Auf Die Alpen«

article_7720_blick-auf-die-alpen_150.jpg Das erste und das letzte Lied erzählen vom Tod. Im brachialen »Wir Unterhaltenen« fordert der Ich-Erzähler (der stets im Plural spricht) im Namen der »unwürdig Unterhaltenen«, die »Todesstrafe für unwürdig Unterhaltende und für ihre Unterhaltungen«. Im finalen »Todesstern« hingegen wird das Ableben mit einem seelenruhigen Fatalismus hingenommen. Panta rhei. Das gilt auch für die Erde, denn »wer auf ihr lebt muss sterben«. Den inflationären Apostr...

»Ghoaster Coaster«

article_7683_murena_150.jpg Der Stapellauf misst zwei Taktlängen, genug Zeit zum Luft holen. Mehr geht nicht - einmal Schnappauf, und wir stechen rein. Allererster Kompass, rauf und runter und rein und raus. Stoßen auf Grund, Fischen im Grab der Zivilisationen. Horrorsoul! Schon gehört? »O Allerhöchster, gnädigster, heroischer, siegreicher Diener...!«. So, das haben wir nicht geahnt, nicht wahr? Ein Album, das sich mit dieser Grabinschrift aus dem Alten Peter, der ältesten ...
Reviews | Pico Be | 06/2014 mehr lesen

»Vielheiten«

article_7719_juatv_150.jpg Es erfordert einige Mühen den identitären Irrwegen des österreichischen Musikers Stefan Kushima zu folgen. Unter ständig wechselndem Namen tauchen seine Releases auf Labels wie Not Not Fun, Blackest Rainbow oder Ikuisuus auf. Das Virtual Institute Vienna ist seit einiger Zeit Homebase seines neuen Projekts Jung An Tagen und fungiert als laboratorische Hintergrundkulisse für die diversen synästhetischen Produktionen des Künstlers. Der erste Albumr...

»s/t«

article_7718_cbd_150.jpg Für seinen Namen kann Clemens Denk (falls er wirklich so heißt) natürlich nichts. Ihn seiner Band überzustülpen, wäre aber trotzdem vermeidbar gewesen. Da sie aber nun einmal so heißt, lässt sie auf den ersten Blick an Grabbelkisten-Found-Objects regionaler Bands denken, die sich ähnliche Liebestöternamen geben (und die ich gerne mitnehme - circa jede siebte ist nämlich interessant bescheuert). Das hübschhässliche Cover wiederum könnte eine Parod...

»All Love's Legal«

article_7714_ptralil_150.jpg Eines vorweg: Wer von Musik keine Weisheiten präsentiert bekommen will, keine politische Agenda verlangt und ganz einfach botschaftsfreien Pop am liebsten hat, der oder die wird mit »All Love's Legal« vermutlich Probleme haben. Denn neben dem wiederholt vorgebrachten Befund, dass jede Form der auf Einvernehmen beruhenden Liebe okay sei, will Jam Rostron alias Planningtorock vor allem die gängigen Gender-Rollen hinterfragen, was sich nicht nur in ...

»Golden Balls«

  • Artist: Fantas Schimun
  • Label: Keto Recordings
  • skug : 98
article_7713_goldenballs_front1_150.jpg Gottes Eier sind aus Gold. Nach ihrem Bild schuf er den Menschen. Dieser Kugelmensch ist die zentrale Figur des Selbstfindungs-Gospelbuchs »Golden Balls« von Fantas Schimun, die mit den Worten Lionel Richies fragt: »Hello, is it me I'm looking for?«. Denn irgendetwas ist ihm verlorengegangen - und es ist nicht damit getan, jenes Etwas »die bessere Hälfte« zu nennen (frei nach Platons Mythos vom Eros). Dieses Ei (oder »I«) hat einen gehörigen Spru...

»Divide And Exit«

article_7712_a3822907375_2_150.jpg Als im April des Vorjahres »Austerity Dogs« erschien, da kannte die Sleaford Mods noch keine Sau - jedenfalls nicht außerhalb von Nottingham. Seitdem ist viel passiert. Die eloquente Angepisstheit von Jason Williamson, die seine sarkastische Urteilskraft eher schärft denn trübt, unterlegt mit minimalen Beats und Bassläufen von seinem Partner Andrew Fearn - diese einfache aber explosive Mischung hat in den vergangenen zwölf Monaten international g...

»New German Ethnic Music ..«

article_7711_cover-300dpi_rgb_450_450_150.jpg In der letzten Ausgabe dieses Journals schrieb Pico Be über den Sampler »Songs Of Gastarbeiter, Vol. 1«, und das angemessen wütend - wütend über die richtigen Leute, zu denen wahrscheinlich du, Leserin, und ich auch gehören. Ich verweise nur noch einmal darauf, weil dort schon alles gesagt war, was auch zu dem parallel stattfindenen Projekt »Heimatlieder Aus Deutschland« zu sagen ist, wenn auch dessen Fokus woanders liegt. Es geht Initiator Mark ...

»Modular Anxiety«

article_7704_modularanxirty_150.jpg Zeitgenössische Ambientmusik, auf die zwei Seiten einer Split-LP verteilt. Die vom Exil-Salzburger Dino Spiluttini gestaltete enthält popsonghafte (die szeneintern beliebten Endlosformate verkneift er sich) Schnappschüsse, die ein angeschlagenes, leicht verdattertes Erhabenes zeigen, das sich halb verbittert, halb ernüchtert vom menschlichen Ohr abwendet, das es immer nur für seine Zwecke missbraucht hat. Es will nicht länger auftrumpfend oder üb...

»Kongekrabbe«

article_7706_skadedyr_kongekrabbe_150.jpg In der modernen Klassik war es vor vielen Jahren ein absolutes No-Go, und auch heute noch schielt man einen Komponisten schief an, wenn er Kraut und Rüben aus der Musikgeschichte in einen Trichter schmeißt und sich dann rausholt, was ihm gerade in den Sinn oder ins argumentativ untermauerte Prinzip passt. Im Jazz war das eigentlich durchaus ähnlich, wer Dixieland neben Hardbop oder Fusion stellt, der muss für den Spott meist nicht extra sorgen. U...

»1979-1981«

  • Artist: Xeerox
  • Label: Anòmia
  • skug : 98
article_7702_xeerox_150.jpg Vermisst du seit deinem Umzug auch manchmal die undifferenzierte Geräsuchkulisse aus dem Hinterhof, die an lauschigen Sonntagnachmittagen im Sommer vom Kellerproberaum des Gemeindebaus bis zu dir in den dritten Stock hinaufschwillt? Kauf dir doch diese Platte! Proberaumaufnahmen der ersten musikalischen Gehversuche von Krishna Goineau (später Liaisons Dangereuses) mit der Band Xeerox aus Barcelona, die damals eine Einladung, als Supportact von Si...

»I Onda Je Sve Pocelo«

article_7701_zen-cover_150.jpg Alle drei Musikerinnen singen: die eine Wörter, eine andere gezogene Töne, die dritte Nachhall, aber mit Stimme. Dadurch entsteht eine Art dreidimensionaler Musik-Raum. Gitarre. Altmodischer Synthie-Klang. Auf dieser vom österreichischen Label Unrecords produzierten (Danke!) CD der Zagreber Frauenband ŽEN kommt die Schlagzeugzentrierung nicht so stark heraus wie beim Konzert im Wiener OstKlub, bei dem die glücklich strahlende Schlagzeugerin Sara ...

»s/t«

article_7703_tomwu_vinyl_vs_100_150.jpg Ein dunkler, kleiner Club, in der Mitte ein geschmackvoll gekleideter Mann hinter einem glitzernden Schlagzeug, flankiert von zwei sich schlangenhaft bewegenden Damen, ganz in schwarz, später weiß gekleidet, das alles in psychedelische Visuals getaucht und in dröhnende, düstere Töne getunkt: Tom Wu live ist eine Erfahrung, kein Auftritt oder Konzert. Endlich gibt es die seltsam verwunschenen Songs jetzt auch auf Platte. Natürlich kommt die nicht ...

»Das Nation«

article_7700_dyse_150.png Schlagzeug gegen Gitarre, Deutsch gegen Englisch, Stopp gegen Go. DŸSE gegen den Rest der Welt. Das sind zwei gegen eine. Überzahl gewinnt, zu unserem Glück. Präzise gespielt, klug gebrüllt, kenntnisreich mit Pausen durchsetzt und keine Sekunde langweilig, kommt der dritte reguläre Longplayer von Andrej Dietrich und Jarii van Goh daher. Das dynamische Duo aus Dresden streift jedes Lädchen des RockNoisePopPunkMetalHardcoreDub-Kasten, aber nur ein ...

»Vü Föd Ned«

  • Artist: Martin Spengler & Die Foischn Wiener
  • Label: Foische Wiener Records, Hoanzl
  • skug : 98
article_7705_foisch_150.jpg Schon mit dem Debüt »Die Liebe, Da Dod Und Die Aundan Gfrasta« haben Martin Spengler & Die Foischn Wiener in der einschlägigen Szene aufhorchen lassen, mit »Vü Föd Ned« erscheint dieser Tage das vielzitierte schwierige zweite Album. Und es ist mindestens gelungen. Mit dem Instrumentarium Gitarre, Knopfharmonika, Kontrabass, Flügelhorn, Percussion und Rhodes Piano, sowie der essenziellen zweiten Stimme von Manuela Diem entwirft die Band ein se...

»Wawayanda Patent«

article_7693_bdomie_150.jpeg Bereits die Ankündigung dieses Albums weckte große Erwartungen, schließlich lesen sich die Credits wie ein Who-is-Who der amerikanischen Experimental- und Psychdedelic-Szene. So vereint die Platte unter der Regie von Jason Meagher Namen wie Steve Gunn (GHQ, Desert Heat, Violators), Nathan Bowles (Pelt, Black Twig Pickers), Jimy SeiTang (Rhyton, Stygian Stride), Justin Tripp (Georgia, Steve Gunn), Margot Bianca (Flown, Key Demo), Dave Shuford (Rhy...

»Hirn Fein Hacken«

article_7692_bulbulhackthirn_150.jpg Die austro-amerikanische Literaturwissenschafterin Dorrit Cohn hat in den 1970ern die These aufgestellt, dass in der prosaischen Darstellung der am schwersten greifbaren Bewusstseinssphären die traditionellste aller Erzählformen in der dritten Person - der Gedankenbericht - am effektivsten ist. Auf die Popkritik übertragen wird diese Einschätzung in der Regel nicht geteilt. Hier greift man für die Exegese der am tiefsten liegenden Wahrnehmungsber...

»Sleep (An Attempt At Trying)«

article_7691_arturas_150.jpg Was kennzeichnet ein wirklich gutes Label für moderne, zeitgenössische, avantgardistische Musik aus? Aus meiner Sicht: Nicht bloß Qualität, sondern auch Unvorhersehbarkeit. Eine Vielfalt an Zugängen. Bolt-Records, das polnische Geschwisterlabel von Monotype-Records, bringt seit einiger Zeit die irrwitzigsten CDs heraus. Manchmal sperrig bis zum Abwinken, manchmal in purer Verweigerung fast schon erstarrend, manchmal gewitzt und einladend, manchma...

»Aquascalentes«

article_7690_aqua_150.jpg Von den »Schamonihausener Filmspuren« war ja bereits in skug #97 die Rede. Jetzt kann man den ersten Spuren von dort tatsächlich folgen. Sebastian Schnitzenbaumer eröffnet uns hier eine, mit Hilfe von Dennis Gross vom Reinhold Wagner Orchester, auf Tape produzierte und auf einem italienischen Analogsynthesizer gespielte Musik zu einem nie realisierten Filmprojekt. Die Idee von Peter Schamoni war damals gewesen, Kaiser Barbarossa rund achthundert ...
Reviews | Pico Be | 06/2014 mehr lesen

»Dust & Mirrors«

article_7689_drag_150.jpg Das transkontinentale Trio rund um den New Yorker Gitarrentausendsassa David Grubbs hat ein eigenes Genre geschaffen: den sanften Postrock, der noch in den meisten Momenten an den abgespeckten Song glaubt und sich Ausflüge in die Improvisation erlaubt. Das klingt anstrengend, erinnert aber im Ergebnis durchaus an Bands wie Lambchop, die aus einem anderen Universum kommen, aber zum selben Ergebnis gelangen. Dass ausgerechnet der an Improvisation g...

»En-Trance«

article_7688_arktisair_150.jpg Es wuchtet gewaltig. Schon die zehnminütige Eingangsnummer von »En-Trance« klingt so als würde sich eine monströse Mensch-Maschine den Gehörgang hinunterwälzen. Die österreichische Band Arktis/Air besteht aus sechs Musikern, sprich einem Saxophon, zwei Gitarren, zwei Synths und einem Drumset. Eine Besetzung dieser Größe schafft es eine enorme Energie freizusetzen, was - zugegeben - gefährlich undifferenziert werden kann, vor allem wenn es sich wi...

»Jura Soyfer - Lieder Von Der Erde Und Von Den Menschen«

article_7687_soyfer_150.jpg »Wandere Schwester und such' dir eine andere Zeit«. Ein sprechender, nachdenklicher Kontrabass sorgt für bassige Einleitungsmelodien auf dieser Jura Soyfer-Würdigung. Sängerin Maren Rahmann legt das »Lied Vom Einfachen Menschen« viel kämpferischer an als die zarte, weiche, sanfte Version der Schmetterlinge. Rahmanns Vertonungen intonieren keinen 1970er Jahre-Sound mehr, immerhin schreiben wir das Jahr 2014. Klingt ein bisschen nach Ton Steine Sch...

Rhythm is a dancer

article_7820_wblive079_150.jpg Der Brite William Bennett ist vor allem durch seine Band Whitehouse bekannt. Aktuell widmet er sich überwiegend seinem Projekt Cut Hands. skug traf Bennett in Graz.

Sonic/Science/Fiction

  • Artist: Rashad Becker
  • Label: PAN
  • skug : 98
article_7661_rashad_becker_by_philippe_150.jpg Der Club Transmediale holt seit fünfzehn Jahren elektronisch-experimentelle Extravaganza nach Berlin. Dieses Jahr mit dabei: Rashad Becker. skug traf den Musiker und Mastering-Mastermind in seinem Kreuzberger Studio am Tag nach seinem Konzert zu einem Gespräch über narrative Electronica, fiktive Fieldrecordings und Sinn und Sinnlichkeit von Synthese.

»Monkey Banana Kitchen«

article_7652_142_monkey-banana-kitchen_150.jpg »When you make music you play« ist eine dieser autoreferentiellen Songzeilen, die gleich die »Philosophy« (Songtitel) einer ganzen Ära mitnimmt. Bei Simon Reynolds ist das einmal die Zeit der »John Peel bands«, Family Fodder war eine davon. Verspielt und gebildet, exzentrisch und unprätentiös. Diesem Eklektizismus entspringen Alben wie das soeben (samt Bonusmaterial) wiederveröffentlichte »Monkey Banana Kitchen« aus 1980, das von PIL-, Pop Group-...

»Little Twister vs. Stiff Neck«

  • Artist: The Quasi Dub Development
  • Label: Pingipung
  • skug : 98
article_7650_covltvssn_150.jpg Vor 4 Jahren wurde das QDD von Luca Fadda und FS Blumm gegründet. Nach »Limousine To The Guillotine« von 2011 bleibt Dub auch hier die wichtigste Sache. Gespielt wird dieser per Hand, mit vielen Instrumenten und Effekten anstatt im Studio nach der Postproduktionsmethode vorzugehen. Dieser »Quasi Dub« ist experimentell und zugänglich zugleich und hat mit Lee »Scratch« Perry sogar den Pionier des Dub für eine Erscheinung auf dem Track »Let's Commun...

»Love From London«

article_7592_lfl_150.jpg Dandy, Exzentriker, Lebemann sind einige der Prädikate, die sich Robyn Hitchcock im Laufe seiner Karriere als Performer und Songwriter verdient hat. Pünktlich zum 60er veröffentlicht er sein 19. Soloalbum, und natürlich bleibt er seinen leicht psychedelisch angehauchten Midtemposongs treu, die auch auf Soloplatten von George Harrison ihren Platz gehabt hätten. Und sobald man sich zurücklehnt und denkt, dass auch der englische Charmebolzen nur sei...
Reviews | | 05/2014 mehr lesen

»The Enlightenment Machine«

article_7649_kahn_150.jpg Der Wahl-Berliner Khan ist nun als Großstadtnonne auf dem Album Label. Die Songs erzählen kleine Geschichten von verirrter Ethik, vertauschten Geschlechtern und billigen Weisheiten, die am Ende doch irgendwie stimmen. Inspiriert ist das Ganze von Brion Gysins Dreamachine. Lockgrooves mit ewigem Dreh des Plattentellers dienen hier als Basis aller Tracks. Dichte Dub-Echos, Live Percussions, Sub-Bässe oder das Cello der New Yorker Gastmusikern Julia...

.»Range Of Light«

article_7647_range-of-light-front--sma_150.jpg Gute Güte, die sechste Nummer auf dem zweiten Album des Künstlers heißt »Alpenglow«. Haben wir es hier mit einem veganen Freeclimber mit Red Bull zu Vollmond zu tun? Nicht ganz. Sean Carey ist einerseits Schlagzeuger bei Bon Iver, studierter Jazz-Percussionist und Pianist, und andrerseits schon viel draußen. Er ist mehrmals durch die Sierra Nevada (die John Muir, amerikanischer Naturschützer und Autor des 19. Jahrhunderts »Range of light« nannte,...

»Lion City«

article_7642_dirt_150.jpg Lion City ist ein weiterer Ausschnitt der Sessions, die Chris Eckman und Hugo Race mit den Musikern der Ben Zabo Band und Mitgliedern von Tamikrest und weiteren Freunden während der dunklen Tage der Gewalt in Bamako, Mali einspielten. Die Gäste aus den Westen halten sich gewohnt im Hintergrund und so dominieren flirrende Gitarren, afrikanische Songstrukturen und Themen. Die Sessions sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie Überraschendes entstehe...

»Lost in the Dream«

article_7640_sc310_150.jpg »Schalt das Echo ein Schätzchen, wir spielen Arcade Fire. Ach nein, das sind wir gar nicht. Egal, lassen wir den Hall und die Keyboards, geben wir Springsteen aus den 1980ern dazu, und ich singe ein bisschen wie Neil Young. Dann haben wir etwas nicht radebrechend Originäres, aber schlecht ist es nicht.« Adam Granduciel, nach zweijähriger Tour kraft Erfolg des Vorgängeralbums »Slave Ambient« ermüdeter Mastermind und Oberperfektionist, ...

»The Ground Beneath Our Feet«

article_7635_hona_150.jpg Das Album der jeweils zwei in Wien lebenden Vorarlbergerinnen und Oberösterreicherinnen ist schon vor ein paar Monaten erschienen und erregte erst unlängst via Ö1 meine Aufmerksamkeit. Der CD-Player zickt schon wieder denke ich mir, es stellt sich jedoch heraus, dass das erste Stück einen undefinierbaren Geräuschevorlauf hat. Danach ist man aber gleich mittendrin im delikaten, akustischen Urban-Folk von Fräulein Hona. Nach der ruhigen Einleitung ...

Bravouröser Avantgarde- Blues

article_7614_bill_orcutt_150.jpg Bill Orcutt hat ein neues Album gemacht und gastiert beim diesjährigen donaufestival in Krems. Zeit für eine Revue.

»The Sundowners«

article_7636_vona_150.jpg Vodnyansky war der ungekrönte König des Swamp Blues der Wiener Leopoldstadt, aber seine bisherigen Veröffentlichungen erfolgten eher unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. »The Sundowners« ist nun ein echtes Soloprojekt, bei dem er sein Herzblut nicht nur in die Songs, sondern auch in das Cover und die Produktion steckte. Rücksicht war also keine zu nehmen und so verfremdet er seine Gitarren und plündert Sounds und Effekte aus dem Niemandsland zwisc...

»Thou Shalt Boogie!«

article_7629_rcd-2151-bushman-s-reveng_150.jpg Mittlerweile brüllt es sogar der Rolling Stone von den Dachrinnen der gepflegten Unerschütterlichkeit, dass das norwegische Label Rune Grammofon eines der spannendsten und unkonventionellsten derzeit ist. Mal geht es herrlich sperrig-verkopft zu (Stian Westerhus), mal durchgeknallt bis zum Anschlag (El Jono Grande) und mal wird einfach (jazz-)gerockt, was das Packeis hält. Die fünfte CD von Bushman's Revenge ist so ein Fall. Eigentlich ein Trio m...

»Cause and Effect«

article_7628_saffro_150.jpg Vor ein paar Monaten hat der wesentlich bekanntere und vor allem im gutbürgerlichen Feuilleton sehr geschätzte Trompeter Nils Petter Molvaer ein ähnliches Album aufgenommen. Gediegene Ambientatmosphärik, die sich wie ein Eisbärenfellmantel um ein sich sonst eher selbst genügendes Solotrompetenspiel hüllt. Bei Molvaer war das aufgrund mehrfacher Wiederholungstat allerdings schon zur reinen Fadesse erstarrt, hier wirkt es noch frisch und vielseitig...

»mea ois gean/wean du schlofst«

article_7626_die-strottern-peter-ahorn_150.jpg Hans-Peter Falkner von Attwenger hat sinngemäß einmal gesagt: »Attwenger klingen genau so, weil wir zwa Attwenger san«. Das lässt sich eins zu eins auf Die Strottern übertragen, wenn auch mit Peter Ahorner ein unersetzlicher Textlieferant meist im Hintergrund dabei ist. Anderseits wird ja auch Tontechniker Alex Jöchtl immer mehr zum dritten Attwenger. Zwei Fast-Trios also, die auch noch verbindet dass sie beide Weltmusik machen, wenn auch sehr un...

Santiago Sierra: Performance als symbolische Waffe

  • Artist: Santiago Sierra
  • skug : 98
article_7622_santiago_150.jpg Radikale Spiegelungen der Existenz im ausgerasteten Kapitalismus sind die extremen Performances des spanischen Konzeptkünstlers Santiago Sierra. Nun bereitet er eine neue Arbeit für das donaufestival Krems vor.

»Garnet Skein«

article_7625_garnet_150.jpg Der gebürtige Grieche Thanos Chrysakis ist ein recht umtriebiger Komponist und Elektroakustiker (Laptop, Synthesizer, Radio, Gongs) mit Hang zu schroffen Sounds und doch eher kopflastigen (und kompromisslosen) Kompositionen. Mit dem gebürtigen Franzosen Wade Matthews, ebenfalls ein Elektroakustiker (Digital Synthesis & Field Recordings) hat er schon einmal kollaboriert und dabei seine vielleicht zugänglichste CD (»Numen«) geschaffen. Für die ...

»Kramuri«

  • Artist: Gebrüder Marx
  • Label: Hoanzl, Reich und Schön
  • skug : 98
article_7624_gebridermarx_150.jpg Die Legende besagt, dass Die Gebrüder Marx am 1. Mai 1903 an der alten Donau, in Höhe des heutigen Arbeiterstrandbades, in einem Weidenkörbchen an Land gespült wurden. Dort sollen sie vom Heurigenwirt Frantisek Furch gefunden und später als Heurigenmusiker eingesetzt worden sein. Physisch haben sich die Gebrüder jedenfalls extrem gut gehalten, stehen doch im Rabenhoftheater bei der Präsentation von Kramuri vier Männer im Alter von vierzig bis fün...

Kolossales Kettenrasseln am Ende der Zeit

article_7755_dorian_wood_150.jpg Der kalifornische Künstler Dorian Wood wirbelt mit seinem Musikschaffen zurzeit ordentlich Staub auf. Intim, kraftvoll und atmosphärisch setzt er sich in seinem zweiten Studioalbum »Rattle Rattle« über vermeintliche Genre- und Gendergrenzen hinweg. Ein biografisch-diskografischer Überblick.

»s/t«

article_7619_vincent_150.jpg »Oh, what an ordinary day, take out the garbage, masturbate« (»Birth In Reverse«). Zum Masturbieren wird Annie Erin Clark aka St. Vincent in letzter Zeit wohl nicht täglich gekommen sein, liefert sie doch mit ihrem vierten Album ein sehr aufwändiges Werk ab, das garantiert viel Zeit und Energie beanspruchte. Der Satisfaction-Verzicht scheint sich hierfür aber wirklich gelohnt zu haben: im Moment ist St. Vincent der große Renner der Indie-Rock- Po...

skug # 98, 04 - 06/2014

  • skug : 98
Editorial  Vol. 98 Der in dieser Ausgabe vorgestellte Artikel »Old Wolves of Wall Street« von Benedikt Frank öffnet einen weiten Reflexionsraum zum katastrophalen Versagen demokratisch gewählter Politiker gegenüber der monströsen Macht des Kapitals - man denke nur an die intransparenten Verhandlungen beim Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Und wenn sich dieser Tage unser Blick weiterhin gebannt gen Osten richtet, dann bestätige...
news | | 04/2014 mehr lesen

skug #98

  • skug : 98
article_7595_skug_cover_98_g_150.jpg / sound Bill Orcutt: Bravouröser Avantgarde-Blues Dorian Wood: Der Kalifornier überwindet Genre- und Gendergrenzen mit Stimme, Performance und Körper Rashad Becker: Fiktive Fieldrecordings: Mastering-Mastermind als Musiker Bilderbuch: Boliden von hinten aufgezäumt, aufgemotzt mit Auto-Tune und HipHop Fenster: In den Spiegel geblickt: vom Brunnenboden und Türknarzen zu mysteriösen Atmosphären William Bennett: Cut Hands Meditations on drums: Willia...
Backissues | | 04/2014 mehr lesen

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Tue 14.03.2017 20:00: [~29.4.] frotzler-fragmente | schauspielhaus | vienna

Wed 26.04.2017 20:00: kasperlmaschine: maschinenkonzert 6 | echoraum | vienna

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Fri 28.04.2017 : [~6.5.] donaufestival – du steckst mich an | diverse @ krems |


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