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David Bowie ~ Dystopie und Utopie I

article_8331_db2_150.jpg Der britische Popstar hat mit seinem Abschiedsalbum »Blackstar« sein Ableben orchestriert. Siehe Rezension. Um David Bowies Schaffen gerecht zu werden, publiziert skug neben einem Nachruf von Curt Cuisine die in skug #97–99 erschienene Fan-Trilogie seines Landsmannes Simon Critchley online. Der britische, mittlerweile in New York unterrichtende Continental-Philosopher Simon Critchley war im November 2013 zu Gast bei den Erich Fried Tagen im Lite...

Ein Pfenniggericht?

  • Regie: Volker Schlöndorff
  • skug : 97
article_8041_mk_schlondorff_150.jpg »Es kann nicht sein ein recht Gericht, wo der Pfennig das Urteil spricht.«
Anmerkungen zu »Michael Kohlhaas« und seinen wichtigsten Adaptionen in der Kinogeschichte.

»Die Unentschlossenheit der Türen«

article_7655_harehare_150.jpg Dass der Parkwächter Harlekin (PH) auf seinem zweiten Album gleich zwei Stücke hat, in denen es um den Zirkus geht, passt gut zu seinem Namen. Allerdings ist der Text von »In der Stadt« im ersten Moment etwas seltsam: da fragt das lyrische Ich, wo eigentlich die ganzen Weiber hin seien, die das Essen auf den Tisch stellten, das Bier brachten und dabei nicht viel redeten, dafür aber »ollas kennan hobn«. Ein Versuch der Täuschung, der jedenfalls di...

»Wishbone«

  • Artist: Oh Land
  • Label: ADA, Federal Prism, Warner
  • skug : 97
article_7653_ohland_wishbone_150.jpg »I can be an engine buzzing like a bee, I'm a real independent. Doing the laundry and planning for the future.« Es ist ein gut gehütetes öffentliches Geheimnis, dass die Nationalsozialisten zu den ersten großen Stützern und Verwirklichern der weiblichen Emanzipation zählten. War ja auch praktisch: Mehr gesellschaftlicher, wirtschaftlicher wie sexueller Einsatz, Generalverzweckung, im Tausch für ein bisschen Ent-Katholisierung und theoretischen Se...

»The Jungle Planet«

article_7556_mills_j_p_150.jpg Mit »The Jungle Planet« legt Jeff Mills sein fünftes Album vor und liefert gleich eine Science Fiction Geschichte mit, in der er selbst die Hauptrolle spielt. Mit dem Superplaneten und seinen drei Sonnen ist das so eine Sache; mir gefällt Mills' subtiler Humor besser, etwa, wenn er uns die Wahl lässt zwischen einem streng limitierten USB-Stick und dem nicht limitierten Doppel-Vinyl. Der USB-Stick ist natürlich speziell verpackt und spielt ...

»10"«

  • Artist: Reinhold Wagner Orchester
  • Label: RWO, Schamoni Film und Medien
  • skug : 97
article_7641_rwo_150.jpg Ohne Vorwarnung pluckert und perlt es plötzlich aus dem Münchener Untergrund. Wie ein Platzregen überrascht uns diese mysteriöse Scheibe mit nonchalanter Großartigkeit. Dabei haben wir es mit einem ganz niedlichen Orchester zu tun, könnte man sagen, denn wie sollte man sonst ein Orchester bezeichnen, dessen Mitglieder manchmal vier, meistens zwei Augen zählen. Was hier des Orchesters genialer Kopf, Dennis Gross, ganz lapidar, locker und leger aus...
Reviews | Pico Be | 04/2014 mehr lesen

»On The Way To The Peak Of Normal«

article_7634_holger_150.jpg Die Vergangenheit hat uns längst schon eingeholt? Alles sonnenklar und kein Thema mehr? Quatsch! Krautrock war bekannt dafür, anglo-amerikanischen Trends nicht nachzuhecheln. Ergo schlurft man in der Folge auch nicht so datiert daher, wie das Gros einstiger Trendsetter. Hört man Holger Czukay zum ersten Mal, muss man sich gar nicht erst in eine romantisierte Vergangenheit zurückträumen. Wie bereits Baba Ram Dass zu sagen pflegte: Be Here Now! Ist...

»Weid Sama Kuma«

article_7633_12weidsamahintweb_150.jpg Die Schlitzohrigkeit der drei eben fünfzig gewordenen Bewohner der Kalksburg (Heinz Ditsch, Paul Skrepek und Vinzenz Wizlsperger) zeigt sich schon im Titel dieses nach einigen Verzögerungen endlich erschienen Albums. »Weid Sama Kuma« titelt die CD, das dritte Stück heißt »Von Weid Sama Kuma«, was ja etwas völlig anderes zum Ausdruck bringt. Ein Verwirrspiel? Egal. Eindeutiger beginnt das Album mit »Blauboad«, einem Artmann-Text vertont und reziti...

»Honky Tonkin'«

article_7627_landler_150.jpg Honky Tonk ist eine verschärft raue Gangart von Country und »Honky Tonkin'« bedeutet übersetzt ins Bayrische »ins Wirtshaus gehen, wo eine Kapelle aufspielt, sich betrinken, tanzen«. G. Rag und Relle Büst (Parasyte Woman) singen megafonverstärkt den gleichnamigen Song von Hank Williams im Duett und verleihen zu seinem 90er auch »Kaw Liga« transatlantischen Glanz und Gloria. Mit deftiger Blasmusik, rostiger Gitarre und Banjo fährt die Musik höllis...

»Chimera«

article_7615_zenial_150.jpg Der polnische Elektroakustiker und Audiotong-Labelbetreiber Lukasz Szalankiewicz bezeichnet sich selbst als EVP-Forscher, Historiker, Demoscene-Tüftler und Sounddesigner - und entpuppt sich auf seinem neuesten Release zusätzlich auch als elektromagnetischer Alchemist. Zenial widmet sich medienübergreifenden experimentellen Studien, in denen er in stetoskopischer Haltung elektromagnetische Schwingungen diverser (Medien-)Technologien aufspürt und z...

»Flowers Must Fade«

  • Artist: Bo Candy & His Broken Hearts
  • Label: Konkord
  • skug : 97
article_7620_bo_candy_150.jpg Nachdem Thomas Pronai mit der Beautiful Kantine Band jahrelang die 1960er und den Beat neu zusammengesetzt hatte, sind die Broken Hearts sein Vehikel um in die Ursuppe der amerikanischen Musik vorzudringen. Das Grundgefühl gilt dem Blues, aber die Broken Hearts sind eine musikalische Allzweckwaffe, die jede Wurzelmusik bestens verarbeiten kann, und der eigenen Räudigkeit trotzdem treu bleibt. Nach »I Lost My Faith In You«, jenem aus der Zeit gefa...

»-EP«

article_7617_dusti_150.jpg Auf das Debutalbum »2011« des Kölner Duos Dus-Ti folgten nun vier neue Tracks in Form einer EP, diesmal auf dem eigenen, frisch gegründeten Label Ti-Records. Die schlicht und einfach »-EP« benannte Platte beginnt düster und abstrakt, »The Wind« spielt mit Dissonanz, Atonalität, hie und da wenden sich die eindringlichen Trompetenparts zu melancholisch-jazzigen Melodien. Bei »Jak To?« und dem darauffolgenden »Answer Me« ist es schon nicht mehr mögl...

»As Plantas Que Curam«

  • Artist: Boogarins
  • Label: Fat Possum, Other Music Recording Company
  • skug : 97
article_7618_boogarins_150.jpg Es gehört mitunter zum Schlimmsten in der zeitgenössischen Popmusik, wenn man die 1960er zum verlorenen Paradies erklärt und seine Karriere dann der Revitalisierung des »Spirits« dieser Zeit widmet - als Pop noch vermeintlich unschuldig war. Da mögen die Huldigungen so ehrenwerten Größen wie 13th Floor Elevators oder Pink Floyd gelten: Epigone bleibt Epigone (Idolatrie bleibt Idolatrie?). Warum kann man also Boogarins genau das nicht vorwerfen? D...

»Double Cup«

article_7616_rashad_150.jpg Während bei Dubstep-Artists eher Stillstand herrscht oder in andere Stile abgebogen wird (zuletzt Disco), so kommen die für mich spannendsten Tanzboden-Sounds nach wie vor aus Chicago. Rashad Harden aka DJ Rashad überrascht zunächst mit dem entspannenden »Feelin'«, das - obwohl synthgeladen G-Funk-angehaucht, was ankündigt, dass sich der Nachfolgestil von Ghetto-House in vielerlei Dancefloor-Universen öffnen lässt - die Essenz von Juke birgt. Kna...

»Konzepte zählen, nicht die Person«: Dopplereffekt

  • Artist: Dopplereffekt, Heinrich Mueller
  • Label: Leisure System
  • skug : 97
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Forschungsstationen angewandter Soundphysik: Diesen Herbst haben Dopplereffekt »Tetrahymena« veröffentlicht, es ist die erste Platte des Elektronikprojekts seit sechs Jahren. skug traf das Duo beim Heart of Noise Festival im Mai 2013.

(Live-Fotos: Daniel Jarosch)

»Somewhere Else It's Going To Be Good«

  • Artist: Kim Brown
  • Label: Just Another Beat
  • skug : 97
article_7561_kim_brown_150.jpg Die Müncher Rapper von Blumentopf waren vor ein paar Jahren der Meinung, dass auch die leisen Töne für die hübschesten Melodien verantwortlich sein können. Für das Albumdebüt der beiden Berliner Julian Brown und Ji-Hun Kim, die im Duo Kim Brown ergeben, könnte dieser Spruch kaum passender sein. Zehn charmante, unaufgeregte Housetracks ist ihr Album, betitelt mit der eskapistischen Verheißung »Somewhere Else It's Going To Be Good«, gerade mal lang...

»Brush Your Teeth«

article_7564_beisspony-cover-300dpi_150.jpg Ein Münchner-Duo-Kollektiv aus zwei Mitgliedern und einem Heer mehr oder weniger eng assoziierter ZuträgerInnen. Der CD liegt z. B. ein Packen vom Künstler Klaus Erich Dietl gestalteter Einlegekarten bei, wie überhaupt die ganze Aufmachung so hübsch ist, dass ich ausnahmsweise sogar auf Vinyl-Nachbemusterung verzichte. Schön, effektvoll und erhaben wie die bis in den letzten Winkel gestaltete Verpackung ist auch die Musik selbst, mitsamt ihren vo...

»Schau ma mal«

  • Artist: Norbert Schneider
  • Label: Hoanzl, Telemedia
  • skug : 97
article_7549_nb_schaumamal_packshot-kl_150.jpg Der mit Blues, Swing und dem Gewinn des Ö3-Soundchecks bekannt gewordene Niederösterreicher Norbert Schneider wechselt zum Dialektsong. Am Cover von »Schau ma mal« sitzt der Feschak in einem gediegenen, alten Wirtshaus ohne Gäste, was die Atmosphäre des Albums gut einfängt. Von den zwölf Stücken sind acht aus eigener Feder, zwei sind von Horst Chmela und je eines von Karl Hodina und Georg Danzer. Nicht besonders originell ist die Auswahl von »Ana...

»Regenstücke Vol. 2«

article_7563_ablinger_150.jpg Unlängst bin ich auf eine Spotify-Postminimalismus-Playlist gestoßen (nicht mein Spotify-Account übrigens). Namen wie Gavin Bryars, Robert Moran und natürlich John Adams tauchten da auf, wobei ich diese Herren eher als »Spätminimalisten« bezeichnen würde. Dann wurden Leute wie Rhys Chatham oder Kyle Gann genannt, die einer zweiten Generation zugehören, die mitunter als »Totalismus« bezeichnet wird. Gemeint sind damit komplexere Rhythmen und diver...

»Curiosities«

article_7548_lordecho_150.jpg Lord Echo erscheint mit seinem zweiten Album nach seinem Wunderwerk »Melodies«, das mit seinem organischen Groove zu einem Genreklassiker wurde. Lord Echo ist Gitarrist und Produzent für Bands wie The Black Seeds, The Recloose Band & Fabulous/Arabie. Er hat Fusionen von aller Welt intus, da geht's um Afro-Disco, Soul, Reggae, Latin-Boogie, Ethik-Jazz usw. Hier wird Echo von Kollegen aus fast jeder wichtigen neuseeländischen Band unterstützt ...

Mimu macht's möglich

  • Artist: Mimu
  • Label: Liska Records
  • skug : 97
  • Texttyp: Interview
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Die Techniken des Verschachtelns und Verwurste(l)ns und Geräusch wie Ton gleichermaßen etwas abgewinnen zu können, zeichnen Mimus Musik aus. Anlässlich ihres Debüts »Elegies In Thoughtful Neon« sprach skug mit der vielseitigen Medienkünstlerin.

An der Salami klebt Butter: Blixa Bargeld

article_7533_4d567f6c8ff61e42e600000f__150.jpg Im Rahmen von Ephemeropterae, dem von Boris Ondreicka and Daniela Zyman kuratierten Performanceprogramm der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary TBA21, wurde Blixa Bargeld im September 2013 zu einem ephemeren Spoken-Word-Abend in den Wiener Augarten geladen. Bereits seit den 1990ern lotet er mit seinen Solo Vocal Performances - als Nebenprojekt zu den Einstürzenden Neubauten - sowohl den Nuancenreichtum als auch die Grenzen von Sprache und Musik ...

Schmäh und Mätschick: »Hard on!« von Austrofred

article_7532_hardon-main-sujet_150.jpg Vor Jahren schrieb ein Freund eine steirische Dorfkapelle an, die in den 1980ern versehentlich einen Welthit gelandet hatte und seither im Möbelhauseinweihungsgewerbe tätig ist. Er wollte ihren Hit bearbeiten. Das Management antwortete ihm, das könne nur gestattet werden, wenn es auch »an Schmäh« hätte »und a Mätschick!«. Zwischen diesen umnebelten Polen österreichischer Popkultur wandelt Austrofreds Roman »Hard on!«. Fotos: Magdalena Blaszczuk ...

»Sleep Well Folk«

  • Artist: Angela Aux
  • Label: International Bohemia
  • skug : 97
article_7568_sleepwell_150.jpg »Blackbird singin' in the dead of night...«, hat ja was von einer hymnischen Fanfare, die von einem ganz fragilen Gezupfe abgefedert wird, das wiederum die besungene Amsel festzuhalten und am Abheben zu hindern scheint. Ein hübscher Kontrast, mit dem Paul McCartney einst diesem schwarzen Vogel gebrochene Flügel andichtete (passenderweise auf dem »White Album«). Angela Aux nun, ein in München lebender musikalischer Tausendsassa, ist diese Amsel, d...
Reviews | Pico Be | 02/2014 mehr lesen

»Schnitzelbeat #1 - I Love You Baby! (Twisted Rock-N-Roll, Exotica- & Proto-Beat Unknowns From Austria 1957-1965/1966)«

article_7562_schnitzelbeat-lp_cover_fr_150.jpg »I love you, my Ami!«, oder: Affirmation und Mimesis der Wiener Nachkriegsjugend. Während sich die Väter beim Staatsvertrag händeschüttelnd und augenauswischend »re-nationalisierten«, imitierten die Halbstarken aus den Kinderzimmern die »Besatzer« von gestern. Ein Geist ging um im frisch etikettierten Lande, und der hieß Rock'n'Roll. Schnitzelbeat, die linguistisch logische Vorstufe zum bundesdeutschen Krautrock, war sicher eine generationäre, wo...

Fiktionale Retrospektive, zukünftige Erinnerung: R. Youngs/L. Fowler

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Die Glasgower Diversitätskünstler Richard Youngs und Luke Fowler stellten ihre aktuelle Sound-Kollaboration beim Colour Out Of Space Festival in Brighton vor.

Foto: Filmstill »The Poor Stockinger, the Luddite Cropper and the Deluded Followers of Joanna Southcott«, Luke Fowler, 2012.

»s/t«

article_7565_twr012-dictaphone_150.jpg Wenn man als Musiker mit PIL, Throbbing Gristle oder Suicide sozialisiert wurde und das auch im eigenen Schaffen zum Ausdruck bringt, hat man bei der Kritik oft schon gewonnen. Manchmal, so habe ich das Gefühl, wird auf die Qualität gar nicht mehr geachtet, solange man die »richtigen« Bands verehrt. Ich werde mich also hüten, das Ein-Mann-Projekt The Dictaphone nur deshalb gut zu finden, weil er offensichtlich eine ganze Menge Cramps und eben Sui...

»Zero Coma Zero« + »Recycled Magick Emissions«

article_7529_97=reviews_hati_150.jpg Nachtmusik. Mitternachtsmusik. Dankenswerterweise hat anlässlich des zehnjährigen Outputs der Band das polnische Label Zoharum diese beiden ursprünglich 2004 und '05 auf Nefryt veröffentlichten Platten wieder zugänglich gemacht. Präsentiert werden Aufnahmen des polnischen Duos HATI mit Klangexperimenten, wie sie sonst nur von Z'EV stammen könnten. Unlängst waren ihre geisterhaften Tribal-Sounds auf »Equilirium« (Hinterzimmer, 2012) in dem Projekt...

»Songs For William 2«

article_7528_97=reviews_troyer_150.jpg Zwei Jahre nach Teil 1 auf Deep Medi kommt der Nachfolger der Dub-De- und Rekonstruktionen des Südtiroler/Wiener Klangexperimentalisten. Erschienen ist »William 2« auf seinem eigenen Label. Was so nicht nur konsequent, sondern auch besser war, schließlich hat Troyer damit alle Produktionsschritte in der Hand. Natürlich gibt es viele Gemeinsamkeiten zum Vorgänger: das Koordinatennetz heißt »elektronifizierter« Dub, das Effektgerät Will...

DIY als Mikrogeschichten: »16 Zwanzixstl + 1«

article_7534_cover_16_zwanzixtl_1_150.jpg Das Jahr 2013 war für reflexive Anstöße zur heimischen Popkultur eines der produktivsten seit überhaupt, siehe die Bücher »Wienpop«, »Im Puls der Nacht« und nun »16 Zwanzixstl + 1« von Stefan Parnreiter-Mathys. Hier werden die Vorbedingungen und die zwanzigjährige Geschichte des Open Air Festivals im oberösterreichischen Ottensheim nahe Linz nachgezeichnet.

Last und Lust der kuratierten Rückschau: »Punk 45«

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Soul Jazz Records lädt mit dem Doppelrelease »Punk 45« zum Nachdenken über das Medium Punk 7" ein.

»Etude Begone Badum«

article_7523_hakonstene_150.jpg Ein reichlich eigenwilliges Täterprofil weist der Norwegische Perkussionist Håkon Stene auf. Wenn man ohne Vorkenntnis in sein neues Album »Etude Begone Badum« (das mitsamt einer üppigen CD-Single namens »Bone Alphabet« ausgeliefert wird) hineinhört, glaubt man a) zunächst in eine Soundambientplätscherei hineingeraten zu sein, b) nie und nimmer, dass hier ein Schlagwerker werkt. Erst allmählich lichtet sich der Wald der Vorurteile und man merkt: ...

»2«

article_7522_jonnson_alter_150.jpg Jonsson & Alters Debütalbum »Mod« aus dem Jahr 2011 war eine unerwartete Kollaboration. Die Produzenten Henrik Jonsson und Joel Alter trafen sich in Berlin, wohnten auch nicht weit voneinander in Neukölln und unterhielten Jam-Sessions. »Mod« war sehr begehrt, die Kombination von Melancholie, Romantik und Deep House gefiel jedem. Sie spielten dieses Material live und entwickelten die Idee zu »2«: Diesmal ging es um klarere Beats, bessere Studi...

»Who's Bad«

article_7566_die-goldenen-zitronen-who_150.jpg Meine Freunde verspüren eine gewisse Zitronenmüdigkeit: Wiederholung (des fantastischen vorvorletzten Albums), Stillstand (mehr und verhalltere Elektronik werden angemahnt), Theateraktivitäten (eine Wiedereingliederungshintertür?), Dienstalter und Habitus (linke Popmännchen; beste, weil wahrste Jahre knapp vorbei) usw. Ich weiß nicht so Recht, verstehe aber: Derlei Kritik erzählt vor allem von einer Bedeutung, aus der sich wiederum das Recht zur ...

»Chance Of Rain«

article_7567_laurel_halo_chance_of_rai_150.jpg An Perversionen sei sie interessiert, nicht unbedingt in der Art von »you fucking pervert«, sondern vielmehr als eine »progressive Kraft«, erzählte die aus Michigan stammende Produzentin Laurel Halo kürzlich dem britischen Musikmagazin The Wire (No. 357, Nov. 2013). Und glücklicherweise schlägt sich ihr »Verlangen nach Anonymität in der Internet Culture« offenbar weder mit ihrem herausgeputzten visuellen Image, noch mit einem Umzug (im Jahr 2009)...

Postsowjetische Avantgarde im Retrospiegel

  • skug : 97
article_7503_ps2_150.jpg Während freie Kunst in Russland immer noch mit signalhaften Inhaftierungen reglementiert wird, arbeitet ein mehrteiliges Rechercheprojekt die Entwicklung der postsowjetischen Kunstgeschichte auf.


Fotolegende:
Dimitry Gutov: »Shostakovic«, 1993, courtesy XLProjects

Überzeugungstäter: Berthold Seliger

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Der Berliner Konzertveranstalter Berthold Seliger schließt nach fünfundzwanzig Jahren seine Agentur. Warum er nicht mehr Teil des Musikbusiness sein will, erklärt er in seinem eben erschienen Buch.

»(without noticing)«

article_7487_97=reviews_fire_150.jpg Sie wollen Krach, Lärm, Chaos und Ordnung? Suchen Sie nicht weiter. Vier Jahre nach dem ebenfalls auf Rune Grammofon erschienenen Debüt »You Liked Me Five Minutes Ago« wartet dieses Wahnsinnstrio - Mats Gustafsson, Johan Berthling und Andreas Werliin - mit dem Ende letzten Jahres in Stockholm eingespielten Nachfolger auf. Sozusagen dazwischengeschoben waren Scheiben mit Jim O'Rouke (2011) und Oren Ambarchi (2012), und Anfang des Jahres machte das...

Pamelia Kurstin über Möbel mit Midi-Funktion

article_7476_pamelia_kurstin_foto_by_d_150.jpg Das Theremin ist eines der ältesten elektronischen Instrumente. Pamelia Kurstin ist eine Virtuosin auf diesem ungewöhnlichen Instrument. Die umtriebige Musikerin lebt mittlerweile mit Familie in Wien und hat anlässlich ihres Salon-skug-Gigs mit ihrer Band Blueblut am 12.02.2014 im Wiener rhiz einiges zu erzählen.
Artikel | Sandra Voser, Michael-Franz Woels | 01/2014 mehr lesen

»... over and out«. In Memory of Werner Geier

  • Artist: Werner Geier
  • Label: Uptight
  • Locations: Wien Museum
  • skug : 97
article_7531_werner_geier_pressefoto_0_150.jpg Die Materialien des verstorbenen Radiomachers und Vermittlers zeitgenössischer Sounds im Wien Museum.

Schamonihausener Filmspuren

  • skug : 97
article_7681_schamoni_150.jpg Unveröffentlichtes Material geistert aus dem Archiv, Tonträger werden gepresst - die Münchner Schamoni Film & Medien GmbH wird transmedial.
Artikel | Pico Be | 01/2014 mehr lesen

skug #97

  • skug : 97
article_7466_cover_dunkel_150.jpg /sound Ana Threat über Frust und Lust mit Punk Mimu im Interview Theremin-Virtuosin Pamelia Kurstin über ihr Möbel mit Midi-Funktion Dopplereffekt: Biotechnologie und Quantenmechanik »Songs of Gastarbeiter« Wilfried - Alpenstrizzi und Bluesgrantler Peverelist über Bristol, Sound Systeme und Bassmusik Matana Roberts - Rootsforschung im (Free)Jazz Richard Youngs/Luke Fowler - Referenzhöllen, bilaterale Aktualisierungen Blixa B...
Backissues | | 12/2013 mehr lesen

skug # 97, 01 - 03/2014

  • skug : 97
Editorial vol. 97 Anlässlich ihrer neuesten Platte schmückt ein Foto der beiden Protagonisten von Dopplereffekt die aktuelle skug-Ausgabe. Nicht nur zeigt sich eine der »most mysterious units of the contemporary electronic music scene« (last.fm) im vollen Portraitlicht, sondern gewährte skug-Chefredakteur Heinrich Deisl auch eines ihrer ganz seltenen persönlichen Interviews. Roland Schöny begab sich in Moskau auf die Spuren der postsowjetischen...
news | | 12/2013 mehr lesen

Songs of Gastarbeiter
Almanya tarihi, nachsitzen!

article_7441_imran_ayata_buelent_kullu_150.jpg Es ist ja nun schon sehr viel öffentlich über »Songs of Gastarbeiter, Vol.1« gesagt und geschrieben worden.
Album der Woche hier, Leitartikel dort.
Das mediale Interesse an diesem Fundschatz ist immens.
Aber reden wir mal Klartext.

Artikel | Pico Be | 12/2013 mehr lesen

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Thu 27.04.2017 : 15 jahre fluc fest | fluc | vienna

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