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Professionelle Provokateure

  • Artist: Alan Bishop, Brothers Unconnected, Charles Gocher, Sir Richard Bishop, Sun City Girls
  • Label: Abduction, Ideologic Organ, Get Back, Poon Village, Unrock
  • skug : 93
article_8007_alan_bishop_150.jpg Die Brothers Unconnected sind Zweidrittel der legendären Sun City Girls und feiern als Duo ihren verstorbenen Drummer Charles Gocher. Darüber hinaus bereisen die Brüder Alan und Richard Bishop als Solisten die Welt, und ihr Ruf als professionelle Provokateure eilt ihnen dabei voraus. Ein Versuch, Schritt zu halten.

Klänge finden, die noch nichts verraten

article_6930_eva_jantschitsch_foto_by__150.jpg Bevor Eva Jantschitsch 2013 mit neuem Album zehn Jahre Gustav zelebriert, war sie eine der vier Protagonistinnen in Mirjam Ungers Doku »Oh Yeah, She Performs!« und hat den Score zu Florian Flickers Film »Grenzgänger« komponiert.
Artikel | Sandra Voser, Michael-Franz Woels | 03/2013 mehr lesen

Wurzeln schlagen, Windmühlen bekämpfen

  • Artist: Christian Ogrinz
  • skug : 93
  • Texttyp: Interview
article_6912_ogrinz1_150.jpg Ihr gemeinsames Hörspiel »Küsse, Bisse« wurde 2011 mit dem ARD-Hörspielpreis der freien Hörspielszene »Premiere im Netz« ausgezeichnet. Christian Ogrinz und Anja Herrenbrück haben für den WDR den Nachfolger »Frontfoto« produziert und Ogrinz veröffentlicht aktuell als Wasserstoff »Lumen« (Metrofon und Subbass).

Blind Date in Wroclaw

article_6917_wrozlaw_styrian_orchestra_150.jpg Worüber schreiben, wenn man drei Tage mit großartigen Musikern verbracht hat? Wie vermitteln, dass improvisierte Musik am besten als Ereignis wahrgenommen werden kann? Ein Annäherungsversuch mit eingespieltem Loop.

»Stones«

article_6902_stegu_150.jpg Mats Gustafsson, das ist der Saxophonist von The Thing, jene Wahnsinnstruppe mit Drummer Paal Nilsson-Love, die 2012 eine der definitiven Jazz-CDs des Jahres eingespielt hat (»The Cherry Thing«, gemeinsam mit Neneh Cherry). Großartig dort das schwere, wuchtige, basslastige Saxophon von Gustafsson, der oft lieber riffartige Klangwälle als melodiöse Linien spielt, sich richtig hineinkniet in die luftvolle Soundwucht seines Instruments. Colin Stetso...

»Imaginature«

article_6903_hk119_150.jpg Ich verrate ein paar Details, sage aber auch gleich: das nutzt nicht viel. HK119 ist die finnische Sängerin Heidi Kilpeläinen, ihr neues Album hat sie mit Christoffer Berg (Depeche Mode, Justin Timberlake, The Knife, Massive Attack ...) aufgenommen. Die Songs bewegen sich überwiegend im Synthiepop-Fahrwasser. Dazu gibt es reichlich gefederte Grooves, hallende Refrains und sogar experimentelle Einsprengsel, etwa Vogelgezwitscher, Spoken Word Passa...

»Dekadenz«

article_6901_dek_cover_150.jpg »Leider geil«, muss ich da jetzt hinschreiben. Eigentlich wollte ich mein Rezensentenzeug schon an den akustischen Nagel hängen und eine kurze Pause machen. Aber dann flatterte die neueste CD der Wiener JazzWerkstatt herein, und ja, diese »Dekadenz« muss einfach mit reichlich Lob überhäuft werden. Das Ensemble Studio Dan wurde 2005 im Rahmen der ersten Wiener JazzWerkstatt von Daniel Riegler gegründet. »Dekadenz« präsentiert eine Auswahl aus dem ...

»Ten Songs About Girls«

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»Luxury Problems«

article_6900_astott_150.jpg Im Vorjahr veröffentlichte der Produzent aus Manchester die beiden exzellenten EPs »Passed Me By« und »We Stay Together«. Für sein Album »Luxury Problems« erinnerte sich Andy Stott an seine einstige Klavierlehrerin, Alison Skidmore, die operngeschult die Gesangsparts übernahm. Ob sich das Risiko lohnte? Was für die einen Hörer Stotts Musik zugänglicher macht, mag für die anderen recht gewöhnungsbedürftig sein. Nicht, dass das Album nicht toll wär...

»Superbitch«

  • Artist: Spring And The Land
  • Label: EarlyMorningMelody
  • skug : 93
article_6899_supbi_150.jpg History repeating: Die beiden Grazer Jaques Bush/Marino Acapulco hatten als dogboy! in den frühen 2000ern einigen Achtungserfolg, dann war es lange still, aus dogboy! wurde Spring And The Land und aus dem ehemaligen VÜ-Label para Rec. wurde Early Morning Melody. 2010 erschien die Fulltime-CD »Outside My Window« und als Teaser für das nun in den Startlöchern stehende neue Album wurden zwei Radiohits von damals neu eingespielt und erscheinen als fo...

»Farnschiffe«

  • Artist: The Schwarzenbach
  • Label: Indigo, What's So Funny About, Zick Zack
  • skug : 93
article_6898_schwarzenb_150.jpg Der Metal-Fan, Marxist, ex-spex-Chefredakteur und manisch Schreibende Dietmar Dath und das Kammerflimmer-Kollektief sind jetzt also eine Band. Vorbote von The Schwarzenbach (benannt nach der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach, 1908?1942, wie sie sich jetzt nennen) war bereits das zusammen produzierte Musikbuch »Im schwarzen Garten« von 2009, bereits davor gab es einige gemeinsame Auftritte in Theatern. Auf »Farnschiffe« legt Dath seinen Spr...

»When Something Beautiful Comes To The End«

  • Artist: Project Gregus
  • Label: Greg Rec.
  • skug : 93
article_6897_projgreg_150.jpeg Wer erinnert sich noch an die Computerspielreihen King's Quest? Castlevania? The Legend Of Zelda? Project Gregus klingt ungefähr wie deren Midi-Keyboard-Soundtrack. Abgesehen von dem Stück »My Unfulfilled Dream« auf seinem in Eigenregie veröffentlichten Zweitwerk, zu dem Peter Gregor alias Gregus singt. Das ist so obskur, archaisch und homemade, dass es eigentlich schon einen post-postmodernen Castle-Chiptune-Hype entfachen könnte - würde Gregor ...

»Station«

article_6890_article_6743_station_150_150.jpg Irgendwann gab es die Idee loszuziehen, eine Woche lang und überall zu spielen, wo man gewünscht wird oder es gerade passend erscheint. Die Idee wurde 2009 von einem Freundeskreis österreichischer Musiker mit der Ergänzung des Weltenbummlers Ian Fisher umgesetzt. Frenk Lebel, Stephan Stanzel, Stefan Deisenberger u.a setzten sich in Bewegung und bereisten und beglückten Üsterreich. Reisebegleiter war eine Kamera, die die Interaktionen einfing und ...

»Hacker Wacker EP«

  • Artist: Nubian Mindz
  • Label: Disko 404 Rec.
  • skug : 93
article_6891_nubian_150.jpg Der bereits dritte Release des erst vergangenen Sommer gegründeten Labels der Grazer Disko 404-Familie bringt mit Nubian Mindz einen Artist, der bereits auf einen stattlichen Backkatalog verweisen kann. Darunter finden sich nicht nur Releases auf Delsin oder Rush Hour, vielen werden auch seine Veröffentlichungen auf 4 Heros Reinforced Records unter dem Namen Alpha Omega ein Begriff sein. Seine Platte auf Disko umfasst zwei Techno-Stücke, die ihre...

»Untitled«

  • Artist: Anom Vitruv
  • Label: Hardwax, Offseason
  • skug : 93
article_6857_anom_150.jpg Die dritte Platte auf dem Grazer 7''-Label kommt von Anom Vitruv und unterscheidet sich erheblich von den beiden ersten Platten. Somit benötigt man ein paar Augenblicke, um die eigenen Erwartungshaltungen an so einen Release zu überwinden, zumal es Vitruv einem auch nicht unbedingt einfach macht. Wobei sich kaum etwas besser eignet um ZuhörerInnen vor kleine Herausforderungen zu stellen, als eine Single. Und dies lohnt sich im Fall von OFF 003 ga...

»Atlantis«

article_6804_fieske_150.jpg Was diese CD von anderen zeitgemäßen Jazzrockwiederbelebungen unterscheidet, ist der unüberhörbare Hang zum Psychedelischen, der allerdings im Verlauf der sieben Tracks zunehmend glatter und geerdeter wird. Wer sich in einem Stück durch »Atlantis« hört, kann die Reminiszenzen mit einem großen Klingelbeutel einsammeln. Von Tony Williams' Lifetime über Emerson, Lake & Palmer bis hin zur Band of Gypsys. Trotzdem ist alles gut integrier...

»Chrysalis«

article_6906_andrey_kiritchenko_150.jpg Zugegeben, ich war auf abstrakte Electronica eingestellt. Aber »Chrysalis« ist alles andere als das und unterstreicht nachdrücklich die musikalischen Visionen des Ukrainers Kiritchenko. Im Quartett aus Klarinette, Double Bass, Violine und Elektronik ist diese Platte eine Art Geschichtsstunde des Jazz, irgendwo zwischen Jazz Rock, Swing- und Big-Band-Ansätzen und seinen jeweiligen Zerbröselungen. Natürlich und glücklicherweise kann Kiritchenko es ...

»I-Land«

  • Artist: Radiomentale
  • Label: F4TMusik
  • skug : 93
article_6872_radiomentale_150.jpg »I-Land« sei Radiomentales erstes »richtiges« Album, sagt die Promo; gemeint ist, dass das französische Electronique-Duo Eric Pajot/Jean-Yves Leloup bisher vorwiegend »bloß« Mixes und Collagen aus der Musik anderer und aus Film-Tonspuren baute. Wobei: Mix und Mix ist ja nicht dasselbe. Allerlei bunten Zierrat aus dem Electronic-Nähkästchen an bestehendes Material zu fügen, diverse Melodien aneinanderzuspannen oder Soundtracks, Songs etc. in rhyth...

»Push The Sky Away«

article_6863_ncptsa_150.jpg Super! Den pussy hound ließ Cave zuletzt bei Grinderman ganz schön garstig raushängen. Der alte Bock erkennt die Zeichen der Zeit und weiß sie geschickt für sich zu nutzen: einerseits himmeln sie, die Damen und Mädels, in Wirklichkeit ja eh alle den sexistischen Macho an. Deshalb putzt Cave sie als Grinderman bzw. als cocksman (so das Verkaufsargument am Klappentext) Bunny Munro so richtig durch. Und danach, wie gewieft, kommt der Gemah...

»Centralia«

article_6865_covermoun_150.jpg Aber genau das sage ich ja immer! Monolithische Soundflächen, erstarrte Klangwälle, die wie in Ton gefasste Eislandschaften durch den Lautsprecher kriechen, schwebende Erstarrungen, die sich zwischen majestätischer Wucht und karger Ausdünnung nicht entscheiden können ... diese Art von Sphärenmusik gehört in den Pop! Finger weg davon, ihr AvantnoiserInnen, auch wenn Laptop und Synthesizer noch so sehr zum kompositorischen Regress verleiten. Die gu...

»s/t«

article_6864_vraek_150.jpg Sachen gibt's. Also gerade auch auf CD. Göran und Tommy spielten einst bei einer schwedischen Punkband namens Kabbala Kitsch (hübscher Name, übrigens), aber das war 1978. Heute sind beide Herren 60+, der eine Psychotherapeut, der andere Kunstkurator - und sie machen immer noch Musik miteinander. Witzige Musik ist das sogar, schwebender, dröhnender Ambientpunk, der ein bisschen 1980er- Flair versprüht (Yep, it's an analog syntheziser), aber fast z...

»Spiderwebbed«

  • Artist: Stumbleine
  • Label: Cargo, Monotreme
  • skug : 93
article_6862_spider_150.jpg Wunderschön, zumindest phasenweise, ist das Album »Spiderwebbed«, worauf Stumbleine gleich mit gepitchter Autotune-Stimme anhebt, die trotzdem soulful gen Himmel strebt. Frappanterweise schimmert dazu eine housig-gospelige Grundstimmung durch. Orgeln tragen dazu bei, doch wirkt der Bristoler Produzent dank bassfundierter Beats moderner als How To Dress Well. Leider verirren sich die neblig-verrschleierten Gitarren/Synth-Wolken manchmal zu sehr in...

»Crystalized«

article_6855_cover-compilation_150.jpg Zum dritten Geburtstag des Wiener Labels gönnt sich Comfortzone (CZ) eine standesgemäße Compilation mit 13 Stücken heimischer und internationaler MusikerInnen. Es ist der mittlerweile zwanzigste (!) Release von CZ, schlafen CZ-Mastermind Chra und Konsorten auch mal? Styles und Genres? Brauchen wir nicht, CZ ist Stil und Haltung. Eigentlich ist diese Compilation ein ziemlich subversives Teil, es geht um Feminismus, Occupy, Pussy Riot und Prot...

»Total Loss«

article_6861_totalloss_150.jpg Chill Wave war ja einer der letzten Schreie am Pophimmel. Es gibt, entfernter davon, mit How To Dress Well einen Artist, der 2012 ein beeindruckendes Werk geschaffen hat. Zunächst denk man an eine Liaison von Dream-Pop mit Sounds aus den Untiefen der Bassmusic und Vocals, die eher an House bzw. R&B und Gospel andocken. Soulful housigere, fast schon Gospel-like Tracks wie »& It Was You« sorgen auf How To Dress Wells zweitem Album für Ergri...

»Live At The Café Oto«

article_6858_lleft_150.jpg Zunächst ein riesengroßes Kompliment an die Liner-Notes. So stellt man eine CD vor, die den Hörer einmal 30 und einmal 37 Minuten hochenergetische Live-Improvisation zumutet. Mit einem schlichten, persönlichen Text. Und einer Prise Humor. Oder wie der Text völlig richtig schließt: »Jazz theorizing be damned.« That's it. Wäre auch aussichtslos, wenn man sich das Line-Up ansieht. Da haben wir die beiden The Ex Gitarristen Terrie Ex und An...

»Hey Jude« | »Die Shaolin Affen EP«

article_6859_mutter-25_150.jpg Frank Behnke, bis 2002 Mutter-Gitarrist, hat im Archiv gekramt und 20 Stills der Mutter-Geschichte zum Jubiläumsalbum kompiliert. Die Vorläufergruppe Campingsex mitgerechnet feiern die nämlich 25-Jähriges. Auch in der B-Kategorie (Livematerial, Outtakes, Footage) waren (und sind) Muttersongs immer Brocken: klobig, zäh, sich aufbäumend (ohne wirklich hoch oder von der Stelle zu kommen); SloMo-Noiserock, der den legendären Flipper viel verdankt. De...

»Live At Blue Rock«

article_6860_bluerock_150.jpg Die sensible Geschichtenerzählerin mit akustischer Gitarre stammt aus New Orleans und lebte von ihrem 15. Lebensjahr an eine Zeit lang mehr oder weniger auf der Straße, jedenfalls in Wohnraum, der ihr nicht gehörte, und in dem, was man seit einer Weile Queerszene nennt. Studierte aber dann doch noch Philosophie und kulinarische Kunst und führte ihr eigenes Cajun-Restaurant. Sie hat spät, mit 35 Jahren, begonnen Songs zu schreiben. Ihre souve...

»Something In The Sky 10'' EP«

article_6852_jeffmills_neu_150.jpg 2009 rief Jeff Mills sein neuestes Projekt ins Leben, Something In The Sky. Die Vehemenz, mit der er dieses seitdem verfolgt, ist zwar keineswegs überraschend, aber doch beeindruckend. Jede der bislang acht erschienenen 12''s umfasst vier Tracks, wobei sich Intros und Outros oft auf einen einzigen Takt oder einen Fade-In/Out beschränken, in bester Dub-Manier. Dazwischen liegt der unverwechselbare Mills-Sound, wenngleich er sich - im Unterschied z...

»Holy Fire«

article_6854_foals_150.jpg 2007 war es, als die Foals mit ihrem eckigen Spast-o-Funk auftauchten und von Trendscouts und Insidern schnell als heißester Scheiß gehandelt wurden. Und tatsächlich war dieser groovelastige und ein wenig streberhaft verquere Tanzpop ein wahres Vergnügen, ein echtesRütteln an der Tür. Fast hätte man davon träumen wollen, was alles gehen könnte, wenn der Poprock endlich die ewigen vier Vierteln hinter sich lassen würde, um den Maschinen ...

»Growing Seeds«

article_6851_lustforyouth_150.jpg Jugendliebe, Melancholie, Mixtapes. Lust For Youth bringen mit ihrem nostalgieschweren Echo-Hall, ihrer skandinavischen Dämmerstunden-Atmosphäre und ihrer Vanitas-Ästhetik die Herzschlagfrequenz zurück zu dem Hämmern, das man glaubt, nur als sehnender Teenager gekannt zu haben. Hier heißt es noch Alles oder Nichts, wie in den Tagen von »Der Steppenwolf« und die »Die Leiden des jungen Werthers«. Tonnenschwere Empfindsamkeit. Dekadentes S...

»Post Breakup Coffee«

article_6853_pbc_150.jpg Der Samthandschuh ist sicher nicht das Lieblingskleidungsstück des Musikkritikers. Ab und an erscheinen allerdings Alben, die einen eher behutsamen Zugang erforderlich machen. »Post Breakup Coffee« von Bernhard Eder ist so ein Album, handelt es sich dabei doch um eine waschechte Trennungsplatte. Es sei dem Oberösterreicher allerdings gedankt, dass er die Kritik gar nicht erst in die Gewissensfalle treibt, schließlich ist ihm »Post Breakup Co...

»Bulbureal«

article_6847_der_nino_aus_wien_bulbure_150.jpg Unterwegs im Taxi vom rhiz nach Hause zieht der Nino neben dem Fahrer sitzend seine Sonnenbrille heraus und erweckt den Eindruck, in eine Rockstarpose verfallen zu wollen: Hallo Prater, hier kommt Nino, du kennst mich schon, aber um halb sechs in der Früh kannst du mich in meinem Versteck hinter meiner Nachtbrille nicht sehen. Oder zumindest genügt das Gefühl, eine im Morgenflug adäquate Abgehobenheit an den Tag gelegt zu haben. Sichtbar, aber un...
Reviews | Pico Be | 02/2013 mehr lesen

The Real McCoy - Music in Black and White

article_6823_sb_150.jpg Zuerst zwei Empfehlungen aus dem reichhaltigen Angebot von Ace Records, beide im Crossover zum gepflegten weißen Popmarkt: »Rolling with the Punches. The ALLEN TOUSSAINT Songbook« kompiliert (etwa fifty-fifty) schwarze und weiße Interpreten der Songs von Musiker- und Produzentenlegende Allen Toussaint - zwei Dutzend Klassiker: z. B. Boz Scaggs mit »Hercules«, Z.Z. Hill mit »Whoever's Thrilling You (Is Killing Me)«, Maria Muldaur mit »Brickyard Bl...

»Fragments«

article_6905_5050_150.jpg Reduktion ist ein zweischneidiges Schwert, im Jazz aber meistens doch sehr effektiv. Und sie kommt in Wellen. Der minimalistische und gelassene Jazz von Saxophonist Ekkehard Rössle und Drummer Manfred Kniel auf »Fragments« erinnert stark an Don Cherrys und Ed Blackwells ebenso verspielte wie coole Kooperation auf »El Corazón« aus dem Jahr 1982. Eine Zeit auch, in der man offenbar noch keine Erklärungstexte ins Booklet drucken musste, die von "Zen...

»Orphée Mécanique«

article_6842_intermediu_felixkubin_150.jpg Der ewige Elektrofuturist Felix Kubin hat basierend auf Dino Buzzatis Pop-Art-Comic »Orphi und Eura« von 1968 und seinem eigenen Hörspiel »Orpheus' Psykotron« von 2006 mit »Orphée Mécanique« (OM) eine aktuelle Version des antiken Stoffes geschaffen. Radio Bayern 2 sendete OM in »hör!spiel!art.mix« Ende März 2012. Entsprechend der ?berlieferung sucht Orpheus die an einer Erkrankung verstorbene Eura (Euridike) in der Unterwelt, in der Stille herrsc...

»Solidification«

article_6840_arvehenriksen_150.jpeg Eine Box mit sieben LPs. Das muss man sich zunächst auf der Zunge zergehen lassen. Sieben LPs. Okay, wenn die Rolling Stones einen weiteren, angeblichen Meilenstein ihres Schaffens in einer dicken Schachtel herausbringen, sammelt sich auch immer ein Menge Material an. Aber das ist meistens Nerd-Stuff. Und es sind die Stones. Aber wer zur Hölle ist Arve Henriksen? Genau diese Frage stellt auch das Booklet - und widmet sich 12 Seiten lang einem aus...

»Übers Meer«

  • Artist: Stimmgewitter Augustin
  • Label: Trost
  • skug : 93
article_6829_stimmgewitter_augustin_co_150.jpg Suche: 12 Lieder für die einsame Insel. Dafür kann man sich's besonders schwer machen und sich 12 Songs aus dem Herz schneiden - und dann fehlt immer noch einer. Oder aber man hält's wie die Schlitzohren vom Stimmgewitter und verdoppelt die Ausbeute: Sechs Freibeuterinnen finden 12 Lieder übers Meer und bitten 12 befreundete Lieblingscombos um die Arrangements für die ganz persönliche Insel-Karaoke-Party. Seemansgarn aus den Federn von Element Of...

»Loss Mas Bleibn«

  • Artist: Neigungsgruppe Sex, Gewalt & Gute Laune
  • Label: Hoanzl, Trikont
  • skug : 93
article_6826_neigungsgruppe_150.jpg Manchmal kann es schon auch nerven, das ununterbrochene »Der Tod muss ein Wiener sein« und Artverwandtes. Das betrifft aber die Neigungsgruppe jetzt eh nur am Rande, weil ja von Anfang an weltweit Liedgut einverleibt wurde. »Rant global, lament local« nennt das Fritz Ostermayer in den Liner Notes. Und wenn schon, sollte der Tod nicht doch eher ein Mexikaner sein? Anderseits kommen in Mexiko die Toten ja immer wieder auf Besuch und es fehlt ihm de...

»Zokuhen«

article_6825_zokuhen_150.jpg Vor über zehn Jahren schickte mir ein ehemaliger Mitbewohner aus Edinburgh als Geschenk eine Mütze mit CDs nach Wien. Darunter befand sich auch eine von Burnt Friedman und Jaki Liebezeit. Die eigenwillige Verpackung trage ich an kalten Tagen immer noch und auch Friedman und Liebezeit gingen nicht verloren. Nach einer Reihe von gemeinsamen Veröffentlichungen unter dem Titel »Secret Rhythms 1-4« ab 2002, rückte Friedman mit der 2010 erschienenen 12...

Comunidad Internacional

article_6819_fanga_150.jpg Die musikalische Weltreise beginnt mit einer Rumba congolaise. Nach einem Zwischenstopp bei frankophiler Gnawa-Musik aus Marokko landen wir im rockenden Nigeria. Analog Afrika beweist wieder einmal die Grenzenlosigkeit der Musik und schlussendlich entführt uns Harri Stojka nach Indien.

»Eins bis Sechzehn«

  • Artist: Ephraim Wegner, Julia Weinmann
  • Label: Crónica
  • skug : 93
article_6821_choni_150.jpg »Waun mi des Reisebüro ned vermittelt hätt'«, könnte Travnicek treffenderweise anlässlich dieser CD sagen. »Eins bis Sechzehn« ist der Versuch einer audiovisuellen Umsetzung im Fach Musique Concrète, Unterabteilung Massentourismus. Die CD mit den mittels FFT oder Granulare Synthese überarbeiteten Geräuschen aus ehemaligen Ferienhotels präsentiert sich im Vinyl-Singleformat, gemeinsam mit einer Serie von Aufnahmen aus eben diesen Locations. Herunt...

»Delta Swamp Rock Vol. 2«

article_6822_deltaswamp2_150.jpg Die Compilation-Champions von Souljazz stürzen sich endlich verstärkt auf die Randbereiche des Country und schließen auf Teil 2 nahtlos an die beinahe makellose Einführung des ersten Teils an. 20 handverlesene Songs zwischen Country, Rock und Soul aus den Jahren 1968 bis 1975 werden dem Hörer präsentiert und wer wissen will, wie Cher den einzigen Hit von Buffalo Springfield »For What It's Worth« anlegt, der kann hier seine Neugier befriedige...

»Cristallisation«

article_6817_cristallisation_150.jpeg »Cristallisation« präsentiert die Quintessenz eines vierstündigen Live-Duetts von Trompeter Nils Ostendorf und Saxophonist Michel Doneda. Beide Herren sind ausgewiesene und vielbeschäftigte Meister im Fach der Improvisationsmusik, ergo dem freien Spiel ohne irgendwelche Regeln. Es geht ums einander Zuhören, darum, die Soundmöglichkeiten des eigenen Instruments auszuloten, musikalisch zu interagieren. Auch mit den räumlichen Gegebenheiten, in dies...

»Off to the U.S.A«

  • Artist: The Van Cooths
  • Label: DUS-T 14, Greyp AS-T Records
  • skug : 93
article_6816_thevancooths_150.jpeg Der Holländer Marthy Coumans ist ein Punk-Urgestein und eine coole Socke. Seine 80er-Mod-Beat/Powerpop-Formation The Four One And Only's dürfte nur noch älteren Kalibern ein Begriff sein, als Macher Dutzender aufsehenerregender Sixties-Compilations mit rarer Musik von den entlegensten Winkeln der Erde spricht sich sein Schaffensdrang aber auch heute noch ganz schön rum. Gerne verwendet er dabei Synonyme und nur selten weiß man mit Sicherheit...

Neues aus Üsterreich

article_6812_loveandfist_150.jpg Rein quantitativ war 2012 im österreichischen Pop ein gutes Jahr. In fast wöchentlichem Abstand wurden teils sehr hörenswerte (Debüt-)Alben auf den Markt geworfen. Auch im Herbst setzt sich der Trend fort, wobei auffällig ist, dass bis auf eine Ausnahme alle der hier rezensierten Bands aus Wien stammen oder in Wien beheimatet sind. Die Stellung der Hauptstadt als Zentrum des österreichischen Popgeschehens scheint unangefochten.

»Let's Count«

article_6814_5050_150.jpg Ekkehard Rössle and Manfred Kniel did it again. Das minimalistische Spiel mit Saxophon und Schlagwerk nämlich, das bereits am Vorgänger »Fragments« stimmig und verspielt gelungen ist. Auf »Let's Count« geben sich Rössle und Kniel noch zurückhaltender und disziplinierter, was den jazzigen Minimalismus einerseits noch griffiger und überzeugender macht. Man kippt richtig rein in den redundanten Beat der Stücke und die kleinen Themen, die sauber verz...

»s/t«

article_6810_va_welle_wien_150.jpg Gleich nach dem Einlegen röchelt ein flott-fröhlicher, minimaler Electro-Wave-Track aus den Boxen. Welle Wien? Das ist eine Wiener »Supergroup« unter der Ägide von Kristian Musser (Tanz Baby), als da wären: Stephanie Cumming (Liquid Loft), Al Bird/Ana Threat (Happy Kids), Theresa Eipeldauer (Glutamat), Tim Simenon (Ex-Bomb The Bass), Martti Winkler (pop:sch) und noch einige andere. »Die Stadt brennt / es ist Frühling in Wien« wird in Nummer ...

»Mongolia«

article_6803_indigo_150.jpg Electric Indigo hat es scheint's mit der weiten Ferne. So hieß ihre letzte EP »Sibiria«, ihre aktuelle nennt sich »Mongolia«. Sie ist das erste Signing von Electric Indigo für Houztekk, wo auch Patrick Pulsinger, Dorn oder MKid veröffentlichten. Die Soundarbeiten von Electric Indigo bewegen sich im Lauf der Jahre immer weiter in Richtung Klangkunst, es geht um eine Translation der Logiken des Dancefloors in ein Zuhör-Setting. Die drei »Mongo...

»Mercurial Balm«

  • Artist: Food
  • Label: ECM
  • skug : 93
article_6800_fooddd_150.jpg Nein, da muss ich ein wenig schimpfen. Da hat es sich das ja ansonsten über fast jeden Zweifel erhabene ECM-Label zu einfach gemacht. Auch ein wenig zu oberlehrerhaft. Hinter dem Bandnamen Food verbergen sich Drummer Thomas Strønen und Saxophonist Iain Ballamy, beide auch als avancierte Elektroniker tätig. Großartige Musiker ohne Zweifel, und dass man sich Kapazunder wie Christian Fennesz oder Nils Petter Molvaer dazu geholt hat, rechtfertig...

»Der italienische Manierismus«

article_6794_bosetti_manierismus_150.jpg Das ist ein harter Knochen, um daran zu nagen. Schreibe ich jetzt einfach mal so hin. Das klingt vielleicht etwas manieriert, aber hey ... worum geht es denn hier? Alessandro Bosetti ist ein relativ junger italienischer Komponist, Baujahr 1973, der unter anderem schon Auftragsstücke für das WDR Studio Akustische Kunst abgeliefert hat. Bosetti spielt am liebsten mit Text- und/oder Vokalfragmenten, die er elektroakustisch überarbeitet, zerbröselt, ...

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Tue 14.03.2017 20:00: [~29.4.] frotzler-fragmente | schauspielhaus | vienna

Wed 26.04.2017 20:00: kasperlmaschine: maschinenkonzert 6 | echoraum | vienna

Wed 26.04.2017 20:00: molden | resetarits | soyka | wirth | stadtsaal | vienna

Thu 27.04.2017 : 15 jahre fluc fest | fluc | vienna

Fri 28.04.2017 : [~6.5.] donaufestival – du steckst mich an | diverse @ krems |


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