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Der 360° UnS-Exzess

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Mark Z. Danielewskis »Only Revolutions« entführt den Leser in ein Road-Movie der anderen Art, wo er in einer ewigen Kette von Verweisen - inhaltlicher und typographischer Natur - der Geschichte der Teenager Sam und Hailey folgt, die von zwei Seiten beginnt, um sich dann in der Mitte zu treffen.

»Time's a goon«

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Mit »Der größere Teil der Welt« liefert die US-amerikanische Autorin und Pulitzerpreisträgerin Jennifer Egan einen vielschichtigen Episodenroman in dreizehn Stimmen.

Die Geburt der Philosophie aus einem bestimmten Artikel

  • skug : 91
article_6632_pierre_klossowski2_150.jpg Seit nunmehr fünf Jahren trifft sich in Wien eine kleine Gruppe von Leuten, um gemeinsam und sehr langsam Aristoteles und Pierre Klossowski zu lesen. Die Protokolle zur mittlerweile abgeschlossenen »Poetik«-Lektüre sind inzwischen auch als Buch erschienen bzw. im Druck; die Einsichten, die sich aus »In der »Metaphysik« lesen« ergeben, werden zeitgemäß am Weblog publiziert. Ein Auszug zur Ordnung natürlicher und grammatischer Geschlech...
thinkable | Walter Seitter | 10/2012 mehr lesen

Totale Traumatisierung

article_6601_venedig_150.jpg Vor etwas mehr als 30 Jahren, am 10. Juni 1982, starb Rainer Werner Fassbinder. Der Kunst- und Filmkritiker Manfred Hermes hat in seinem dichten Essay »Deutschland hysterisieren. Fassbinder, Alexanderplatz« gezeigt, wie der zugleich umstrittene und abgefeierte Regisseur in dieser vierzehnteiligen TV-Produktion ein ganzes Land auf die Couch legte, ohne Erfolgsaussicht oder Lösungsangebot. skug sprach mit ihm darüber.

Wiener Wildwuchs unter Aufsicht

article_6633_siedlung_rosenhuegel_in_w_150.jpg Elke Krasny, Kuratorin der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung »Hands-On Urbanism 1850-2012« im Az W (Architekturzentrum Wien) und Stadtforscherin, im Interview über Gartenparzellen als ideologisch zerfurchte Orte.

Anarchistische Körperzellen

article_6597_krteaser_150.jpg Utopische Musik, das Protestjahr 2011 als theatrale Auseinandersetzung und die Frage nach horizontalen Arbeitspraxen im Theater erörtert der Berliner Autor und Regisseur Kevin Rittberger im Interview mit skug.
Performance | Cornelius Puschke, Johannes Springer | 10/2012 mehr lesen

Kometenhafte Abstiege

article_6575_dompke_150.jpg Von einer »Pioniertat« schrieb Georg Seeßlen 1998 angesichts der Erstveröffentlichung von »Alte Frauen in schlechten Filmen«, und dem ist auch bei der Neuauflage nichts hinzuzufügen.

Geschichtsklitterung ist machbar!

article_6539_00o_150.jpg Nach dem letztjährigen Jubiläumsrummel (Boxed-Werkauswahl, Neuveröffentlichung des Debüts) gibt es nun wieder eine neue F.S.K.-Platte, auf der sich die Gruppe nostalgiefrei in einem Wust aus 33 Jahre Band- und 1.000 Jahre Popgeschichte zurechtzufinden versucht

Verschlungen

article_6568_ducharme_cover_34_150.jpg Réjean Ducharmes epochaler Roman »L'avalée des avalés«, eines der zentralen Werke der frankokanadischen Literatur, liegt endlich in deutscher ?bersetzung vor. Nicht zuletzt wegen seiner wenig zufälligen Erwähnung in Jean-Claude Lauzons Spielfilm »Léolo« auch hierzulande (zumindest dem Titel nach) bekannt, besteht nun die Möglichkeit, unvermittelt in die schräge Welt von Ducharmes Antiheldin Bérénice Einberg einzutauchen. ...

»Yol«

article_6407_yol_150.jpg In diesem Geschäft gibt es Rätsel und eines der größten ist, warum Bernhard Schnur noch immer so etwas wie ein Geheimtipp ist. Der frühere Snakkerdu Densk Frontmann arbeitet nach wie vor an einer höchstpersönlichen und unverkennbaren Vision von Pop und wird trotzdem eher spärlich wahrgenommen. Auf seinem dritten Soloalbum setzt er seinen Weg unbeirrbar fort und liefert in klassischer Schnurmanier mit »Steam Engine One« eine Ballade um die ih...

It Don't Mean a Thing ...

article_6563_jazz1_150.jpg Jazz zwischen inzestuösen Hörzirkeln, erstarrter Traditionspflege und hermetischer Innovation - ein Rundgang. Bleibt nichts übrig als das Mitschnippen oder Kopfzerbrechen?

Textbasiertes Nachvollzugsangebot

article_6537_textatulln4_150.jpg Auf Initiative des Milena Verlags legen die fünf HipHop-Urgesteine aus Linz ein Kompendium ihrer gesammelten Lyrik vor.

Unterwegs in Sachen Verwirrung

  • Artist: Das Weiße Pferd, Kamerakino
  • skug : 91
  • Texttyp: Interview
article_6533_das_weisse_pferd_by_sabin_150.jpg Veränderung als einzige Konstante: Die Münchener Band Das Weiße Pferd mauserte sich vom Zwei-Mann-Projekt zur achtköpfigen Rockband, die dort weitermacht, wo Kamerakino einst aufhörten. Ein Gespräch mit Sänger und Texter Pico Be.

Der Vater des politischen Folk

article_6530_guthrie2_150.jpg Denkt man an Protestsongs und musikalische Rebellen, fallen einem die Folkies der frühen 1960er und die Punks der 1970er ein. Deren ?bervater, den sowohl Bob Dylan als auch Joe Strummer für seine Haltung so sehr verehrten, dass sie ihn zu Beginn ihrer Karrieren regelrecht imitierten, wäre am 14. Juli einhundert Jahre alt geworden: Woody Guthrie.

Dope, Duvel & Drone - Sylvester Anfang II

article_8005_anfang_150.jpg Seit einigen Jahren köcheln in Belgien eine Handvoll Freaks ein psychedelisches Süppchen, dessen Rezeptur nicht unbedingt geheim ist - es aber so zuzubereiten, dass es nicht bloß abgestanden schmeckt, ist eine Kunst, die Sylvester Anfang II und die mit dieser Band verbundenen Seitenprojekte mühelos beherrschen.

»Ich mache die Arbeit von Woody Guthrie«

article_6520_billy_150.jpg 1997 schrieb der britische Singer-Songwriter Billy Bragg neue Musik zu Songs von Woody Guthrie, die dieser nie aufgenommen hatte und wo so die Musik verlorenging. Bragg spielte sie mit der US-amerikanischen Alternative-Country- Band Wilco in Chicago, Dublin und Boston ein. 1998 erschien erstmals ein Album unter dem Titel »Mermaid Avenue«, der Wohnadresse von Guthrie in Coney Island in den späten 1940ern, als die meisten entstanden. skug hat Billy...

Alien Maschinen Soul

  • Label: Chocolate Industries
  • skug : 91
article_6510_pu_150.jpg Der Sampler »Personal Space. Electronic Soul 1974-1984« zeigt, dass auch Soul einmal afrofuturistische Zukunftvisionen hatte.

Margarida Garcia, The Leaden Echo

article_6509_mgsolo3_150.jpg Margarida Garcia lives in Lisbon, plays bass and draws, always on the edge and looking for next. She describes her latest solo release, »The Leaden Echo«, as »Not conceptual. Not experimental. Not technical. Not clean. Not cold.« - Let's talk.

«Everywhere march your head» William S. Burroughs

Mit einem Zauberring fliegen

  • skug : 91
article_6508_jonathan_lethem_foto_by_j_150.jpg Mit »The Fortress Of Solitude« veröffentlichte Jonathan Lethem vor einigen Jahren den Poproman schlechthin. Jetzt erscheint seine Auseinandersetzung mit einem legendären Album der Talking Heads, über die er sagt: »I'm still very much like that kid in his room, wishing for this mysterious collective unit to possess uncanny powers unknown to any individual human including themselves.«

»Banga«

article_6394_banga_150.jpg »Hey wake up, wake up!« (»Amerigo«). - Patti Smith gilt noch immer für viele Fans als ultimative Rock'n?Roll-Heroin, vorrangig natürlich ob ihres Debütalbums »Horses« (Produzent: John Cale, 1975). Nun wird seit ihrem fulminanten Comeback - Mitte der Neunziger Jahre, mit den beiden Alben »Gone Again« (1996) und »Peace And Noise« (1997) - praktisch jede Veröffentlichung als ihr zweitbestes Album, nach eben diesem Meilenstein, angepriesen. Dabei gin...

Das bleierne Echo

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Margarida Garcia lebt in Lissabon, spielt elektrischen Kontrabass und zeichnet. Geht immer an die Grenze und ist ständig auf der Suche. Ihr jüngstes Soloalbum »The Leaden Echo« wird von ihr als »nicht konzeptuell, nicht experimentell, nicht technisch, nicht sauber, nicht kalt« beschrieben. Genug Gründe, sie zum Gespräch zu bitten.

 »Everywhere march your head.«
(William S. Burroughs)

»s/t«

article_6483_sl_150.jpg Hallo John & Paul! Hi George! Ringo, schön dich zu sehen! Shai, du auch hier?! Wer zur Hölle ist das eigentlich? - wäre hier wohl der berechtigte Einwand. Shai Halperin ist eben kein fünfter Beatle und hierzulande wohl auch noch ein recht unbeschriebenes Blatt. Mit seiner Indie-Formation The Capitol Years gab er in jüngerer Vergangenheit u. a. auch schon die Backing Band für Daniel Johnston, mit dem er sich so nebenbei eine offensichtliche Af...

»Lieder«

article_6481_twr002_150.png Künstler machen Krach! Im Geist hoch gehandelter Plattenproduktionen vom Zuschnitt der Rassemenschen Helfen Armen Menschen, Valie Export oder Lotte&Leherb liegt uns seit kurzem ein weiteres Kuriosum zwischen genialem Unsinn und wahnsinniger Wirklichkeit aus heimischen Ateliers vor. Das junge Wiener Label Totally Wired Records erteilt dem österreichischen Musikmarkt mit seiner Geburtstagsveröffentlichung »Lieder« eine notwendige Lektion in Sac...

Mondo ohne Muschis

article_6476_pantherburnsswiss2004kuen_150.jpg Panther-Burns-Rock'n'Roller Tav Falco kredenzt 150 überwältigende Jahre Memphis-Stadtgeschichte.

»Dirty Seconds«

  • Artist: BMMB
  • Label: Harmönia, Laton
  • skug : 91
article_6477_bmmb_150.jpg Gleich drei Singles plus Download-Code beinhaltet diese Zusammenarbeit von Randy Barracuda und Mesak zusammen mit dem Sänger Michael Black Electro. War der Skweee-Funk von Barracuda ja immer schon etwas verbeult, so kommen BMMB jetzt zwar nicht mit einem Neuwagen daher, aber ein gewisser slicker Twist ist schon zu verzeichnen. Dazu tragen auch die Vocals von Michael Black Electro bei, die jegliche New Wave/Synth-Pop- Retromanie gekonnt umschiffen...

»Totally Wired Records 001«

article_6484_tw001_150.jpg Der Sampler zur wichtigsten Labelgründung des Jahres: Totally Wired (TWR) ist die Big Mama des DIY-Netzes rund um die Musikerinnen aus Krafftmalerei, Dot Dash und Dazed Pilots, weit verzweigt in ihren zahlreichen Dekonstruktionen. Wie in moderner Bio-Lifestyle-Lehre, wo jeder nachvollziehen will, wo die (Tofu-)Wurst am Teller herkommt, ist also auch im Hause Totally Wired alles »home made« (- so viel zur Begriffsrückführung von »Indie«, ihr A&...

Schlager sind kälter als der Tod

  • Artist: Rainer Werner Fassbinder
  • skug : 91
article_6485_angst_150.jpg »Jukebox BRD«: Wie Rainer Werner Fassbinder die Musik beim Wort nimmt und dabei das Drängen der Schlager im Unbewussten zum Ausdruck kommt.

»The Cherry Thing«

article_6482_tct_150.jpg Mats Gustafssons Sax schnurrt, der Bass strollt ahead, die Drums marschieren in behäbigem Tempo und schlussendlich fährt die Coverversion in den Himmel auf. Es röhrt und die Ekstase ist nah, auch wenn sie nicht eintritt. Suicides »Dream Baby Dream« ist einer der ergreifendsten Songs aller Zeiten und in der Version von The Thing mit Neneh Cherry erhält er höchste Free-Jazz-Weihen. »Dirt« von den Stooges verblüfft erst final als Bluesrock- Umformat...

»The Politics Of Envy«

article_6480_stewart_150.jpg Politische Musik, mit Dringlichkeit und ausgefeiltem Vorschlaghammer dargebracht, ist nach wie vor eine Stärke des ehemaligen Pop Group- und Maffia- Frontmannes. Nur funktioniert diese nur mehr bedingt. Etwa im grandiosen Opener »Vanity Kills« (mit Kenneth Anger am Theremin, Richard Hell im Vokalduett, Keith Levene an Schneidbrennergitarre und Youth bzw. Kahn an Bass und Synths) oder in »Gang War« mit Gast Lee Scratch Perry. Zu oft versackt das A...

»Richard Sen Presents This Ain't Chicago.«

article_6479_aint_chicago_150.jpg »Richard Sen Presents This Ain't Chicago. The Underground Sound Of UK House & Acid 1987-1991« Schon die legendäre 12-LP-Box »The History Of The House Sound Of Chicago« von 1988 verwies auf vier Plattenseiten auf die transatlantischen »Anglo-American«- und »Future«-Connections. House setzte damit das kosmopolitische Konzept von Disco (wo die Tracks auch zwischen München, Italien, Paris, San Francisco und New York hin- und hergemixt wurden) wei...

»1000 Takte Tanz«

article_6478_chuzpe_150.jpeg »Lernen Sie Geschichte!«, feixte einst ein heimischer Staatsmann - ob in prophetischer Eingabe angesichts boomendem Popkultur-Revisionismus unserer Tage oder doch eher als populistische Geste sei einmal dahingestellt. ?ber die vorliegende Platte gäbe es allerdings wirklich viel zu sagen. In gebotener Kürze: Als im Jänner 1982 die Chuzpe-LP »1000 Takte Tanz« erstmalig in die Läden kam, hatte die »österreichische Punk-Band der ersten Stunde« (eine ...

»A nest at the junctions of paths«

article_6467_the_new_songs_150.jpg Am Cover lächeln uns vier nette Damen und Herren am Hoffenster einer Altbauwohnung entgegen ?? (Oje, fängt der Rezensent doch glatt an, uns die CD-Hülle zu beschreiben. Da ist ihm wieder mal gar nichts zur Musik eingefallen.) Wait for it! Die Altbauwohnung ist wichtig. Denn hier spielt sich kammerkonzertmusikalisch alles ab, auch wenn die vier MusikerInnen aus Norwegen, Frankreich und Schweden stammen, geht es hier um eine versponnene Innerlichke...

»Proxemics«

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»Rolling Bomber«

article_6475_hubrocd2512_150.jpg Oft und gerne wird über Platten gelästert, die Drummer »gemacht« haben. Etwa über Billy Cobhams effekthascherische Fusion-Blaupause »Spectrum«, oder über Tony Williams zum Teil großartig gelungenen, zum Teil großartig gescheiterten Lifetime-Exkurse. Warum sollte es da der vielbeschäftigte norwegische Drummer Erland Dahlen auf seiner neuen CD »Rolling Bomber« leichter haben? Weil er praktisch alle Instrumente inkl. der singenden Säge sel...

»Mistluren«

article_6474_jesuis_150.png Angeführt vom Trompeter Niklas Barnö wird auf »Mistluren« von der schwedischen Freejazzcombo Je suis! quer durch die späte Jazzgeschichte improvisiert, wobei man sich mit Vorliebe in dissonant-hektische Gefilde verirrt. »Man möchte ihnen entweder ins Gesicht schlagen oder sie umarmen«, jubelt der Pressetext, und trennt damit das Hörpublikum in zwei Fansektoren. Auf der einen Seite die Freunde des gediegenen Jazz, die hier durchaus Spaß haben...

»String Quartetts«

article_6471_neos_11130_coluccino_150.jpg Schmökert man im schmalen Booklet zu den »String Quartetts« des italienischen Komponisten Osvaldo Coluccino, bestätigt sich, was die Biographie verrät. Coluccino komponierte zwar bereits mit 16 Jahren, doch beschäftigte er sich und publizierte er lange Jahre vor allem als Lyriker. Doch sowohl in der Sprache wie auch in der Musik ist Coluccino ein Anhänger der Reduktion, der Verdichtung und Fokussierung. Also heißt es etwa zu »eco immobile« (...

»Objects & animals«

  • Artist: FM Trio
  • Label: Bottomrecords
  • skug : 91
article_6466_fm3_150.jpg Die Ernte einer fünfjährigen Live-Arbeit sei es, die man bei »Objects & animals« in den Korb des Hörgenusses werfen dürfe. Und wir haben keinen Grund an dieser gewissenhaften Information des Labels zu zweifeln. In klassischer Jazztrio-Besetzung tingelten die Herren Fabian Mueller (Piano), Fabian Bürgi (Drums) und Kaspar von Grünigen (Bass) durch die Nischenlandschaft des zeitgenössischen Jazz, um ihr schlafwandlerisches Zusammenspiel als Ense...

»Golden Rhythm / Ink Music«

article_6465_volcano_150.jpg Dereinst, so etwa 2666, wird man sich zurück erinnern und sagen: »Unglaublich, was für Labels es Anfang des 21. Jahrhunderts gab, unglaublich, welche Art von Musik da produziert wurde!« Zum Beispiel in Norwegen. Zum Beispiel durch rune grammofon. (Ja, die schon wieder ??) Lange Zeit mehr als ein Geheimtipp, weil unpackbar für jedes noch so kleine Fleckchen Mainstream, produzierten die drei Engländer Clarence Manuelo, Aaron Moore und Daniel Padden...

»June 2009«

article_6464_toro_150.jpg Ich habe ein wenig gebraucht bis mir klar war, dass der Juni 2009 tatsächlich für den CD-Titel steht. Und ebenso habe ich bei den ersten Tracks nicht gleich den Eindruck von retroseligem Psychedelicrock der ersten Stunde (good ol' San Francisco) wegschieben können. Nach dieser Aufwärmphase war dafür ein gewisser Devonté Hynes aka Lightspeed Champion als Bezugspunkt umso präsenter. Tatsächlich nimmt »June 2009« nach zwei, drei Nummern als verspiel...

»Ernstalbrecht Stiebler«

article_6463_stiebler_150.jpg Ich gestehe, ich tue mir schwer, über den so geschriebenen Vornamen des Herrn Stiebler keinen Witz zu machen. Zumal wir es noch dazu mit einer »selftitled« CD zu tun haben. Aber weil mein Herz eben doch berührt ist vom traurigen Schicksal des 78-jährigen deutschen Komponisten, der als einer der ersten Minimalisten hierzulande gilt, spare ich mir das. Dieses traurige Schicksal lautet wie folgt: »Als Komponist ist Stiebler leider immer noch sehr un...

Mary Halvorson und das »System« Jazz im Heute

article_6459_halvorson_willett1_medium_150.jpg Jazz hat ja manchmal auch den Ruf, Musik von alten Männern für alte Männer zu sein, die es sich in ihrem gediegenen Geschmack eingerichtet haben. Die in New York lebende und spielende Mary Halvorson, die als Fixstern am Avant-Jazz-Himmel der Jetztzeit gilt, räumt mit diesen Klischees gehörig auf. skug versucht sich dabei vor allem ihrer musikalischen Ästhetik anzunähern.

»Bourgeois Blues«

article_6461_zeaxaviercharles_150.jpg Wir sprechen von einer CD-Single, keine 10 Minuten lang, also bitte, sprechen wir auch nur ganz kurz davon. ZEA ist der Niederländer Arnold de Boer, eine Art Reinkarnation von Billy Bragg, mit einem Hauch von Mark E. Smith und den They might be giants. Das nennt sich nach Eigendefinition »breakpop mono«, ergo haben wir auch einen dezenten LoFi-Charme und einen Hauch von old school indie hier drinnen. In Verbund mit dem wirklich großartigen K...

»Blowjob«

article_6460_bdbrecords_kjetilmcbster0_150.jpg Das Cover sieht großartig aus. Aus einem hübsch gezeichneten Totenkopf raucht es raus, klar doch: Hier erwartet uns ein total verkiffter Großstadtgroove von einer Horde infantiler Fummelcretins. »Ey Mann, ich hab's! Wir nennen das Album Blowjob, ihr wisst schon, Mädels, Hosentüren ?? eheheh ??« Ja, weit gefehlt, völlig falscher Film. Kjetil Møster ist ein Tenorsaxophonist und der »Blowjob« geht ganz zu seinen Lasten. Es ist ein Soloalbu...

»Wired«

article_6455_hubrocd2514_s_150.jpg Man nehme einen Instrumentalteil aus einer 12-minütigen Progrocknummer, addiere ein wenig minimalistisch interpretierten Psychedelic hinzu, und lasse das Ganze von drei exzellenten schwedischen Improvisationsmusikern umsetzen. Und da sind wir auch schon: »Wired« on Cakewalk, einem vermutlich nur für diesen Zweck gegründeten Trio, bietet gesitteten Jazzrock, der wie nie veröffentlichte Instrumentalstücke von Pink Floyd (zwischen »More« und »Meddle...

»Crushed Timeout«

  • Artist: Brigitte Bordeaux
  • Label: Music Attractor
  • skug : 91
article_6454_bbcover_2_(1)_150.jpg Irgendwo klingelt ein kleines Glöckchen im Hintergrund, darauf steht »Geheimtipp«. Na gut, okay, es ist eine riesige Warnglocke. »Crushed Timeout« ist die mittlerweile dritte von vier EPs der drei nebenberuflichen Wiener, die sich auf Facebook dennoch lieber zwischen Schweden und London verorten. Blöd nur, dass man unbedingt aller Welt den ZiB24-Beitrag auf die Nase binden muss, wo die Band vor allem als cleveres Marketingprojekt präsentiert wird...

»Ivory«

article_6453_cover_ivory_150.jpg Kann sich irgendwer an Jim Jarmuschs wunderbaren Film »Dead Man« erinnern? Der Schwarzweißwestern mit Johnny Depp, der im letzten Drittel zu einer schamanischen Reise ans Licht wird? Für diesen Film hat Jarmusch den von ihm verehrten Neil Young um den Soundtrack gebeten. Und Neil Young dankte es seinem Fan mit einer einstündigen Meditation auf der Sologitarre. Schwebende Gitarrensounds, zu gravitätischen Wällen sich verdichtend, dann wieder ...

Nachlass - Schindluder

article_6458_joey_ramone_150.jpg Elf Jahre nach Joey Ramones Tod erscheint nun mit »?? Ya Know?« dessen zweites Soloalbum. Es hätte nicht sein müssen.

»Mørk EP«

article_6452_mork_150.jpg Eigentlich nur eine EP. Eigentlich ziemlich schade. Frau Mortenson, eine gebürtige Dänin mit exzessiver Jugend in Spanien, wird sonst eigentlich mehr dem Fach Electronica zugeordnet. Aber auch dort gibt sie sich eher introvertiert, verspielt, leicht sperrig und verträumt zugleich. Ein wenig folkig sogar. Dieses Element ist auf »Mørk« (dt. Dunkel) deutlich hervorgekehrt. Die ersten drei Tracks klingen, als würden sie besser zu einem Balkanpop à la...

»Visite ma tente«

article_6449_macusovikovsky_150.jpg The return of the whistling singer/songwriter, part 217. Wir sprechen vom Schweizer Macuso Vikovsky und seinem Debutalbum »Visite ma tente«, das gewissermaßen die Ernte langer fruchtvoller Jahre als Einmannband präsentiert. Fruchtvolle Jahre, die in inniger Zweisamkeit mit Banjo, Ukulele und Balalaika verbracht wurden, die im Heimstudio Marke Eigenbau gewissenhaft dokumentiert und im Studio schließlich verfeinert wurden. Vor allem mit B...

»Poststop«

  • Artist: The Futureplaces Impromptu All-Stars Orchestra
  • Label: Cronica
  • skug : 91
article_6448_thefutureplacesimpromptua_150.jpg Der Bandname klingt etwas geschraubt, weil er die TeilnehmerInnen eines zweitägigen Workshops in Porto (Portugal) bezeichnet. Die CD »Poststop« (Cronica) versammelt das (teilweise remixte) Resultat dieses international besetzten Workshops (z.B. Marc Behrens, Álvaro Almeida, Matti Pohjonen), eine insgesamt fein abwechslungsreiche Irrfahrt durch die moderne improvisierte Musik (richtig, kein einziger Workshopteilnehmer geht ohne Laptop außer H...

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