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Recoding the public sphere

  • skug : 61
article_5643_sartre_150.jpg Die Figur des von Jean Paul Sartre propagierten engagierten Intellektuellen setzten KünstlerInnen und TheoretikerInnen in Beziehung zu aktuellen Formen künstlerischen Dialogs mit Üffentlichkeit. Austragunsgort war ein Symposium der Akademie der bildenden Künste gemeinsam mit den Freunden der Secession. Erschienen in skug #61 am 16. Oct. 2008 ...

»Ancestry in Progress«

Das fünfte Album seit Bestehen von Zap Mama 1990, vom Remix-Album 2001 einmal abgesehen. Das letzte liegt fünf Jahre zurück. Offensichtlich afrikanisch ist am aktuellen eigentlich gar nichts mehr, von gelegentlich anklingenden zairischen Gitarren einmal abgesehen. Das macht aber nichts; »Ancestry in Progress« ist ein sehr starkes, entspanntes, souliges HipHop-Album geworden (wohin die Reise eh schon seit '97 ging), mit Partizipationen aus ...

»Frank«

article_3469_81vl-8chzil._sl1400__150.jpg Wäre dies Album nicht im gleichen Monat wie Duran Duran's Re-Take-Off erschienen, würde ich Sie alle verpflichten, sich Amy Whinehouses Debüt-Album »Frank« anzuhören. Sie ist die bessere Feist (à la »spex«). Nein! Wahrscheinlich mehr als das. Selbst nach dem dritten Durchlauf durchschaue ich es nicht, ich entdecke immer wieder Neues (Texte, Hintergrundsamples, Stimme mit Störungen, etc). Wieso nur wurde das Album dieser schönen, kleinen und große...

»There But For The Grace Of God«

article_3468_wgc_150.jpg Willart Grant Conspiracy ist das Projekt des wunderbaren Querdenkers und Bartträgers Peter Fisher, der sich damit eine klare und eigene Nische zwischen den Polen Lambchop, Tindersticks und zärtlichem Cave geschaffen hat. Hier liegt nun die Werkschau des Schaffens der letzten 9 Jahre vor. Und da Fisher ein cleverer Kopf ist, verzichtete er auf ein klassisches Best.Of- Album , sondern wollte ein Album aus einem Guss kompilieren. Und so paaren ...

»Real Gone«

Tom Waits hat auf seinem neuen Album seine Kunst um eine tragende Komponente beschnitten: Ein Piano ist auf »Real Gone« nicht zu hören. Aber das ist nicht weiter tragisch, denn vor langer Zeit schon hat er begonnen, die den Namen Tom Waits prägende dualistische Einheit von Piano und rauem Organ sukzessive abzutragen und stattdessen ein wucherndes Reservoir kaputter Klänge anzulegen. »Real Gone« ist die konsequente Weiterentwicklung der Eigen...

»Barry Black«

Verortet man die Ursprünge all der schönen neuen elektronischen Klänge noch irgendwo in der Avantgarde der 80ies, so wäre Vendas Novas Debüt »Barry Black« wohl von Schaffenskünstlern jener Epoche beeinflusst die keine Emotionen zulassen wollten, furchtbar viel Speed zogen und die Langeweile wie einen Banner vor sich hertrugen. Stupider Rhythmus, Betonung auf »keine Melodien«, Frauenstimmen die nicht singen. Schön ist das, wenn etwas so gut...

»Chelsea presents DJ Ant's 80's« | »Sendung ohne Namen Vol. 2« | »FM4 - Sunny Side Up 4«

Mahlzeit! Achtziger Jahre: Grausame Kleidung, schlechte sitzende Pomadenfrisuren und miese Musik. Miese Musik? Sollte man denken. Aber seit kurzem entdecken schlitzohrige Produzenten und Sänger diese Epoche, mixen ein paar hübsche Töne darüber et voilá! Fertig ist ein Hit. Nachzufragen bei Marilyn Manson. Der beliebte Wiener Szenetreff Chelsea und einer ihrer beliebten DJs, Mr. Ant, entschlossen sich aus diesem Grunde eine schöne Compilatio...

»JazzOLogy« (DVD-Reihe)

Mit preiswerten Reihen könnte man eigentlich viel mehr bewirken, als nur unsere Geldbörsen zu schonen. Wir könnten etwa auch unseren kulturellen Horizont erweitern. Ich meine jetzt historisch, denn nach einer Woche MTV-Genuss auf dem Sofa möchten vielleicht auch Sie wissen, wo alles begann. Es gab nämlich schon etwas vor »Bravo« oder Jennifer Lopez (und auch vor den Mills Brothers oder den Clash), und das serviert Ihnen »JazzOLogy« sozusage...

»Trax Records 20th Anniversary Collection« | »Trax Records Acid Classics«

Die bekannte Geschichte beginnt so: Erstens: »Acid Tracks« war ein »Unfall«, weil DJ Pierre plötzlich einfach an den Knöpfen eines Roland-303 herumgedreht, draufgehaut und sich dabei mit Dosenbier verköstigt hat (so Marshall Jefferson). Zweitens: Beim Abmischen von Sleezy D.s »I've Lost Control« wollte Jefferson nichts weniger als die Stimmung von Led Zeppelins »Whole Lotta Love«, Black Sabbaths »Paranoid« und Jimi Hendrix' »Electric Ladyla...

»The Salsoul Acapellas«

Als »versteckte« Bonus-Tracks waren einige dieser reinen Vocal-Versionen schon die Rosinen diverser Salsoul-12"-Wiederveröffentlichungen der letzten Monate. Nun also gleich eine 2CD-Anthologie nur mit den Gesangsspuren, wobei teilweise neben der Leadstimme auch die Background-Vocals einzeln präsentiert werden. Und natürlich kann es sein, dass wir in den nächsten Monaten mit unzähligen Samples davon in DJ Ötzi-Groove-Zwangsjacken beläst...

»How To Kill The DJ (Part Two)«

Was mag wohl der beste Weg sein, dem konservativen Genre-DJ ordentlich auf's Maul zu hauen? Erstens: man eleminiere das bis dato oft eingeforderte DJ-spezifische Distinktionsmotiv der Anonymität und ersetze es durch ein schick unterkühltes Coverfoto der beiden Protagonisten im Warhol'schen Elvis-Style, zweitens spiele man die Tracks ein und desselben Artists (teils fast) hintereinander und gäbe einen Scheiß auf minutenlange Über...

»Logic Memory Center«

Sehr tight pumpt Tejadas neues Werk da aus den Startlöchern. Geschmückt mit Glitcharabesken und der Stimme von Kimi Recor (The Invisibles) eröffnet »Strange Creatures« ein digital kühles Album, das trotz solcher Attribute Funk oder Feuer zu keiner Sekunde vermissen lässt. Wer da jetzt an Detroiteinflüsse denkt, liegt sicher nicht ganz falsch. Allerdings hüllt Tejada die zehn vorliegenden Tracks in vergleichsweise poppigere Kleider, getragen ...

»Media Dreams«

Die neben Moondog And His Honking Geese wohl irrste Wiederveröffentlichung fremdartiger Future-Musik von früher. Eingespielt in kleiner Besetzung (Piano, Organ, Moog, Rhythm Machine, Saxophon, Trompete, Drums) im Winter 1977/78 in Italien zeigen diese live und im Studio bzw. Wohnzimmer aufgenommenen Tracks einen regelrecht intimen, dafür umso radikaleren Sun Ra auf der Suche nach elektronischen Drones und der geheimen Polyrhythmik aus der z...

»Leaving The Frantic«

  • Artist: Sten
  • Label: Dial/Kompakt
  • skug : 61
Wer sich ohne Angst davor, bei irgendetwas Kommerziell-Peinlichem zu landen oder in der Chill/Lounge-Ecke zu versauern, im weiten Feld von Techno und House bewegen will, dem bietet das Hamburger Label Dial einen verlässlichen und trittsicheren Pfad. Dieses Mal hat Co-Gründer Peter M. Kersten aka Lawrence aka Sten einen soliden Deep-and-minimal-Felsen abgeliefert. Im Gegensatz zum Lawrence-Vorgänger »The Absence of Blight« ist dieses Album w...

»Love Angel Music Baby«

Wenn sich Gwen Stefani auf ihrer Soloplatte alle charts-erdenklichen ProducerInnen schnappt, um ihre und deren Visionen und Relektüren von 80s Pop umzusetzen, wird musikalisch Pop-Monarchie als Basis-Demokratie gelebt und auf höchst humorvolle, spaßige und intelligente Art an einer zu 70% geschmacksfesten Dekanonisierung von 80s-Pop als E-Clash und der Defokussierung vom Dance-Post-Punk-Craze gearbeitet - und das mit konträrsten Heran...

»Origin Vol. 1« | »These Are The Days«

Zwei Mal sieben von zehn möglichen Punkten für solides skandinavisches Handwerk. Während sich die schwedischen Haudegen von TSOOL nach drei Jahren schöpferischer Pause zurück melden, ist es für die in ihrer dänischen Heimat als die Gitarrenpop-Hoffung gefeierten Saybia das Mayor-Debut. Beides hört man deutlich. Unbestritten größtes Verdienst von TSOOL ist es, Psychedelik durch Schweinerock geerdet und dadurch salonfähig gemacht zu ...

»Non-Stop Exotic Video Show« (DVD)

Wieder ein Fall von »Endlich auf DVD«! Immerhin stellt die »Non-Stop Exotic Video Show« nicht nur die Vollendung einer mit der Debüt-LP »Non Stop Erotic Cabaret« (1981) begonnenen und mit dem genuinen Remix-Album »Non Stop Ecstatic Dancing« (1982) fortgesetzten (und trotz des »Tainted Love«-Erfolgs, doch auch etwas größenwahnsinnig anmutenden) Trilogie dar, sondern auch einen der ersten und extrem gelungenen, d.h., auch heute noch ohne...

»Re-mix, Re-Curl «

Snail ist ein elektronisches Duo mit den Basen Wien und Edinburgh, welches sich an dem so genannten Echtzeit Audio Remix Konzept orientiert. Die Audioqualität ist bestechend und verrät uns, dass die beiden Musiker ein besonders ernsthafter Sinn für Elektronik und Klanglandschaften auszeichnet. Doch das Album erinnert fast mehr an eine wissenschaftliche Abhandlung als an aktuelle Musik. Zweifelsohne beherrschen die Beiden ihre Programme und ...

»From A Basement On The Hill«

  • Artist: Elliott Smith
  • Label: Domino
  • skug : 61
Wenn-Zustände sind die grausigsten überhaupt. Und eine posthume Platte ist stets ein kritisch beäugtes Abschiedsgeschenk der Hinterbliebenen. Ein Abschiedsgeschenk bei dem eine inhaltliche Diskussion über die dargebotene Musik aus Respektgründen nicht mehr zulässig ist. Was will ich schließlich kritisieren an einem Werk, das für mich betrübterweise den endgültigen Punkt zeichnen lässt im Kapitel »Elliott Smith«? Ich kann höchstens ...

»The Lighthouse«

Die Message des Textes zum Release gibt sich wortkarg und spielt beiläufig mit Phrasen wie Magie, Liebe und Vertrauen. Minimal fällt auch die Instrumentierung aus und reduziert sich auf einen Sequenzer und einen achtspurigen Harddiskrecorder. Experimentierfreudig reicht dennoch die Palette des ersten Soloalbums von Ana da Silva, der Leadsängerin der legendären Postpunkband Raincoats, von elektronischem Kammerpop bis zum Minimal Discofolk un...

»Von«

article_3451_sigur_ros_von_150.jpg Zur Freude aller Freunde schöner und befremdlicher Klänge liegt nun das bereits 1997 beim isländischen Label Smekkleysa erschienene Debütalbum der Band Sigur Rós erneut vor. Schon auf ihrem Erstling, dessen Titel »Von« ins Deutsche mit dem verheißungsvollen Wort »Hoffnung« übersetzt werden kann, beweisen sich die Musiker dieser inzwischen zur Kultband avancierten Gruppe als Schöpfer und Vertreter des gleichermaßen Ungewöhnliche...

»s/t«

Selten habe ich Musik gehört, die ich vorbehaltlos als »schön« bezeichnen würde, aber in diesem Fall komme ich nicht umhin, das Vorhandensein von echter Schönheit zu konstatieren. Die besagten zehn Stücke, im August und September 2002 von Barbara Morgenstern, Stefan Schneider und Paul Wirkus aufgenommen, sind vielleicht so etwas wie eine musikalische Vorahnung des nahenden Herbstes. Verträumte elektronische Klänge erzeugen Visionen von Nebe...

»V«

Die Großmeister des Zeitlupen-Metal mit der überfälligen Wiederauflage einer frostigen Sternstunde ihres Schaffens. Im November '89 spielte das Quartett im Vielklang Studio Berlin Songs ein, deren Titel alles sagen: »Ice Monkey«, »Jack Frost«, »I Bleed Black«, »Living Backwards« und »Angry Man«. Mittlerweile ist das ein Kanon von Klassikern, der auch 2004 nichts von seiner kompromisslosen Wucht verloren hat. Saint Vitus scherten sich ...

»s/t«

Whorecore: hart wie Atari Teenage Riot und schlampiger als Courtney Love. Im Strome des unvernünftigen Dauerlaufs, ganz ohne Hemmungen und hinter der Maske des revolutionsfreudigen Punk-Riot-Girls geht die Ideengeberin Diesel aggressiv in der Rolle des »starken« Geschlechts gegen das »stärkere« Geschlecht vor. Sie peitscht uns aus der sexuellen Wüste in den Dschungel und lässt ihre Muskeln spielen. Nicht mit grauem Antisexismus, sondern im ...

»Law Speed «

  • Artist: Permanent Fatal Error
  • Label: Klangbad
  • skug : 61
Die vom Gitarristen Olivier Manchion initiierte Aufnahme bietet mehr als andere »reunions«. Woher die Musiker stammen, vermag ich nicht definitiv zu beantworten. Teils widersprüchliche Informationen lassen auf Paris, Italien und anderswo schließen. Musikalisch erinnert anfänglich Einiges an klassischen Post Rock aus Chicago, doch schnell ist Mensch in der Musik gefangen. Wahrhaftig schön, eine Fülle an kleinen Arrangements und offe...

»Everything Here Was Built To Break«

The Panoply Academy entziehen ihre Musik der absoluten Fassbarkeit. Melodie ja, aber nicht durchgehend, sondern mehrmals anfallsartig verworren, um trotz der Hakenschläge und Überblendungen als zusammenhängend erkannt zu werden. Das Album ist eine Aneinanderreihung von Singles, früheren Beiträgen zu Compilations und Neuinterpretationen, die das Original arg verfremden. Supertramp (»Dreamer/Crime of the Century«) wird der Bombast entzoge...

»Die Liebe kommt«

  • Artist: Nylon
  • Label: Boutique/Universal
  • skug : 61
Verwirrung erst einmal: Zum Leidwesen der Band selbst wird in einem Spiegel-Artikel durch eine Bildunterschrift der Eindruck erweckt, es handle sich bei Nylon um ein Side-Project von Micatone-Sängerin Nina Bassenge. Auf dem Album dann keine Spur von der Berliner Jazz-Chanteuse. Enthülltes Pseudonym oder schlichtes Versehen? Ersteres stellt sich nach eingehender Recherche heraus. Lange freilich hätte man die unleugbaren Parallelen zur Stammb...

»Albert«

  • Artist: Nôze
  • Label: Karat/Katapult
  • skug : 61
Die Band Nôze, erster Release auf Circus Company/Paris, formiert sich um: Nicolas Sfintescu aka Freak und Ezéchiel Pailhès, Alexandre Authelain sowie Thibault Frisonizählen zum näheren Umfeld von Ark und Jamie Lidell. Die Pariser Basis lässt einen schon spekulieren, dass der von Ark geprägte französische Sound mitspielt. Dieser spiegelt sich in der elektronischen Komposition wider, dem die freie Improvisation an Musikinstrumenten entgegen ge...

»The World Is Saved«

  • Artist: Stina Nordenstam
  • Label: V2/Edel
  • skug : 61
Frau Nordenstam ist ein typischer Fall für ein » Take it or Leave it«-Verhalten: Springt man auf die fiepsende Kinderstimme und den eingefrorenen Gesang der Norwegerin an, wird eine/n ein neuer Release nicht enttäuschen. Ist das nicht der Fall, stehen die Chancen für ein besseres Kennenlernen nicht so gut. Ich gehöre zur ersten Gruppe; und bin wieder mal sehr zufrieden. Dieselben Ingredienzien, ohne die Vorgänger plump zu kopieren. Am nächs...

»Jupiter Sagitarius«

HipHop ohne Scheuklappen von einem Kanadier aus Mississippi, rockt erst mal flott drauf los, immer schön gradeaus mit den wilden Bläsern. Wird dann aber sofort nuancierter und dosierter. Wenn nicht der einseitige Schmarrn so dominieren würde, könnte man sagen, klassischer HipHop. Keine Musikrichtung wird hier bei den Samples bevorzugt, alles geht, Jazz, Rock, Folk, Electro, Klassik. Flöten kommen gern vor, oder? Die Nummern haben eine songa...

»Cross-Breed«

  • Artist: Nemo
  • Label: Silverkamel
  • skug : 61
Im letzten Februar war Nemo in Jamaika und als er so ganz nebenbei auf der Straβe sang, kam plötzlich der legendäre Roots-Produzent Jah Thomas und fragte ihn, ob er nicht für ihn einen Song aufnehmen möchte ... Jetzt ist ein ganzes Album daraus geworden, das mit den Roots Radics, den Londoner Brüdern Mafia&Fluxy und Sly & Robbie in den auch legendären Studios Tuff Gong (von Bon Marley) und Black Scorpio aufgenommen wurde! Der T...

»Playing Moondog's Music«

It's Beatnik-Voodootime! Jedenfalls klingt dieses sagenhafte, 1955 selbstproduzierte und jetzt als limitierte 4-Track-10''/CD wiederveröffentlichte Unikat des Meister des kontrapunktischen Kanons mit all seinen Rasseln & Trommeln, dem Gemurmel & Getröte verdammt spooky nach Moondog als schon damals Dr. John-Voraussehenden. Kann getrost neben Maya Derens 1953er Fieldrecordings »Divine Horsemen. The Voodoo Gods Of Haiti« gestellt werden. Ku...

»Early Tracks« | »Side Tracks«

montaZwei wenn auch aus unterschiedlichen Gründen wirklich gelungene Sampler der Industrial-Pop-Ikonen Ministry beschert uns dieser Tage das US-amerikanische Label Ryko. Auf »Early Tracks« klingt manches zwar, als habe es Trevor Horns vielbeschäftigten Ohren nicht standgehalten und deshalb den Weg auf ein Frankie Goes To Hollywood - oder noch treffender - Propaganda-Album knapp verfehlt, doch finden sich auch Perlen wie etwa »Nature Of...

»Louis - Dreams Never Die« | »Magnetophone«

Ein Traumtrio! John Chalmers & Sandra Marrs aka Metaphrog zeichnen herzzerreißende grafische Novellen und wurden auf die Musik des Tiroler Wahlberliners Hey aufmerksam. Das franko-schottische Duo schickte Comics aus Glasgow und flugs engagierten alle zusammen die Isländer Múm, und schon entschloss man sich, ein Buch-CD-Projekt für Music/Comic-Lovers zu gebären. Ein Kinderbüchl für Erwachsene? Surreal träumt sich Protagonist Louis ...

»Another White Album« | »Jealousy and Diamond«

  • Artist: Metalycée | Autistic Daughters
  • Label: MOSZ | Kranky
  • skug : 61
Stahlköche haben den Blueprint für eine aufregende Neukonstruktion gefunden. 2/3 von Thilges3 fungieren aka Metalycée als Samplingweltmeister, die sich als Metalfans outen, ohne dass unbedingt geheadbangt werden muss. Denn der Ansatz ist ein durchaus avantgardistischer, ohne dass der Popappeal verloren gegangen wäre. Ungwöhnlich melodiöse, ja gar irgendwie elegische Juwelen sind »21H39« - Didi Bruckmayr (Fuckhead, Wipeout) stirbt vokalistis...

»Pigs of the Roman Empire« | »Never Breathe What You Can't See«

  • Artist: Jello Biafra, Lustmord, Melvins
  • Label: Ipecac/ Trost | Alternative Tentacles/Trost
  • skug : 61
Seit genau 20 Jahren weigern sich die großen, bösen Melvins in ihre Schublade zu passen. So ist ihre Schublade überlebensgroß geworden und sie fühlen sich wohl darin. Janusköpfig, wie immer, releasen sie kurz hintereinander zwei Alben, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Zuerst das unheimliche, idiosynkratische »Pigs of the Roman Empire«: Acht düstere Songs rund um den 22-minütigen Titeltrack. Langsam, aber unaufhaltsam, ...

»Heaven & Hell«

Endlich! Sie ist da. 2 Silberscheiben voll mit den besten Songs aus einem Vierteljahrhundert der immer wieder besten Band der Welt. Wegen der Zersplitterung des Oeuvres und der mangelnden Verfügbarkeit von wichtigen Werken aus der Bandgeschichte gibt diese Kompilation allen Süchtigen den Stoff auf den sie schon Jahre warten: »Millionaire«, »Memphis Egypt« (auch als Rockn' Roll bekannt), »Empire Of The Senseless«, »Sometimes I Feel Like Flet...

»Oleo« | »One in Two - Two in One«

  • Artist: Joe McPhee Po Music | Max Roach & Anthony Braxton
  • Label: hatOLOGY/Lotus
  • skug : 61
»Free Jazz at its best« bedeutet vermutlich, nicht voll im Trend der Zeit zu liegen. Diese beiden brillanten Alben dokumentieren tatsächlich die ersten Versuche, sich von den damaligen Heavy-core-Free-Jazz-Zeiten zu verabschieden. Sie markieren exakt die Schwelle zum Danach, ohne bereits das »Post-« im Namen zu führen. Joe McPhee war immer schon ein herausragender und sehr eigenständiger Künstler. Das vorliegenden Album ist zweifellos ein m...

»Five Years In The Factory«

»I'm dope, you know it, I'm dope!« behauptet McEnroe, 26-jähriger Rapper aus Vancouver. Wenn das jemand behauptet, der in seinen rein instrumentalen Stücken so klingt wie einer, der das verbotene Wort sogar im Namen trägt - die Rede ist von Kenny Dope Gonzales, bevor er beschloss, sich von nun an vorwiegend um Schinkenstraßen-Latino-House zu kümmern - hat man das erst einmal hinzunehmen. Wenn dieser jemand es dann auch noch schafft, p...

»Sonic Revolution: A Celebration of The MC5« (DVD)

  • Artist: MC5
  • Label: Image Entertainment/BMG
  • skug : 61
Leider nicht die von Wayne Kramer in letzter Minute gestoppte und schon erfolgreich auf diversen Festivals gelaufene Doku »MC5: A True Testimonial«, sondern eine von »Levi's Vintage Clothing« präsentierte Beweihräucherung um einen 2003er Reunion-Gig der noch lebenden MC5ler Wayne Kramer, Michael Davis, Dennis Thompson im 100 Club zu London mit lässigen (Nicke Royale/The Hellacopters), okayen (Ex-Cult-Sänger und ja auch den »originalen Doors...

»Danny The Dog«

article_3430_album-dann_150.jpg Mitunter gelingt es auf dem absteigenden Ast befindlichen Künstlern, sich gegenseitig helfend unter die Arme zu greifen. Luc Besson, dessen letzter gelungener Film noch länger zurück liegt als Massive Attacks letztes gelungenes Studio-Album, schenkt uns dieser Tage einen neuen Film. Sein Titel »Danny The Dog« lässt einiges befürchten. Man denke nur an Paul Austers »Timbuktu«: Aus der Sicht eines Hundes erzählte Befindlichkeitsprosa... Ni...

»Collected Works 95-96«

Untertitel: »Earth Environments & Space Folk by the mysterious man from Ghost«. Sagt alles und stimmt. Stilgerecht hebt Masaki mit »You Doo Right« von Can ab, das ist aber nur der Startpunkt. Mit einem Instrumentarium, das Marimba, Harmonium, Voodoo Drums, Moog und Glocken beinhaltet - um mal die gängigsten Klangerzeuger zu nennen - entwickelt dieser Sounduniversalist Tonteppiche auf denen es sich gut über antike Tempelanlagen schweben ...

»DJ Trio«

Mit welchem Marclay soll ich mich da auseinandersetzen? Seine Antwort wäre sicherlich: »Mit dem gleichen Einzigen.« Mir kommt jedoch vor, dass seine visuellen und konzeptuellen Ambitionen jüngst immer mehr an Gewicht gewinnen. Das Szenario: Vier TurntablistInnen, Toshio Kajiwara, DJ Olive, Marina Rosenfeld, Erik M. und Marclay selbst bilden sieben Trios. Die Herkunftsstädte ergeben die Namen der jeweiligen Konstellationen. (Pittsburgh, New Y...

»Lifeblood«

Die Manic Street Preachers sind ohne Zweifel eine der kraftvollsten Bands der Gegenwart. Epische wie elegische Kompositionen, oftmals orchestral verziert und getragen von sozialem Pathos sind das strahlende Gütesiegel der drei Mannen aus Wales: Working-Class-Romantiker mit Sinn für Kunst und Kitsch. Einziges Manko: ihre bisherigen Studio- Produktionen. Zwar schufen sie zeit ihres Bestehens eine Vielzahl an meisterlichen Songs, nie aber Al...

»Mystery System«

Als außergewöhnlich darf man es durchaus bezeichnen, wenn ein österreichischer Komponist und Schlagzeuger/Perkussionist auf dem weltweit geschätzten New Yorker Label Tzadik von John Zorn veröffentlicht. Nahe liegend, dass es ein im Big Apple lebender Musiker ist: Lukas Ligeti, der in der »Composer Series« sein Tzadik-Debüt mit dem durchaus programmatischen Titel »Mystery System« gibt. Seine Kompositionen, die im Plattenladen wohl unter...
Reviews | Gustav Rosenstrauch | 07/2005 mehr lesen

»This Island«

  • Artist: Le Tigre
  • Label: CoS-Records/Strummer/Universal
  • skug : 61
Für eine abgeklärte und scheinbar ach so aufgeklärte Indie-Rock-Bohéme wirkt die Thematisierung (post-)feministischer Theorien und des Kampfes um die Anerkennung nicht-heteronormativer Lebensweisen in Songtexten ja eher langweilig oder gar überflüssig. Doch trauen wir uns aus unserem Elfenbeinturm raus und fassen uns mal an die eigene Nase, wird uns schnell klar, wie wichtig Le Tigre nach wie vor sind. In einer Zeit, in der etwa der Streit ü...

»Strip Tease«

  • Artist: Lady Saw
  • Label: VP Rec./Hoanzl
  • skug : 61
Nach ihrer Kollaboration mit Gwen Stefani für den nichtnurö3lästiglastigen-Ohrwurm »Underneath It All« dürfte Lady Saw auch abseits der Dancehalls dieser Stratosphäre zum Begriff geworden sein. Für alle, die nicht aufgepasst haben: Die LP »Strip Tease« ist das neueste Machwerk der »nennen wir sie mal »Missy Elliott des Ragga««: nämlich eine der wenigen Frauen die sich, wie Missy, in einer musikalischen »Männerdomäne« die Lorbee...

»Please Send Me A Card«

  • Artist: Kristen
  • Label: Ampersand/http://sklep.terra.pl
  • skug : 61
Waren Sie schon einmal in Warschau mit seinen riesigen Plätzen und verstreuten Parks? Den monumentalen Kulturpalast neben dem Bahnhof gesehen? Im Herzen Polens querfeldein gefahren, während die untergehende Sonne wie ein roter Ball am Horizont entlang mitrollt? Das, was die Jungs von Kristen aus ihren Instrumenten holen, zeigt, dass dieses Land noch weitaus mehr Schönheit zu bieten hat. »Please send me a card« ist ein zärtliches Feuerwerk v...

»Augarten«

Das feine Stuttgarter Label Onitor scheint momentan einen optimalen Lauf zu haben. Nach den wunderbaren Alben von Gringo Grinder und Takashi Wada ist mit dem Debüt von Kilo schon wieder eine große Platte am Start. Hinter dem Projekt Kilo stehen Florian Bogner und Markus Urban, die zwar beide in Wien ansässig sind, aber hierzulande noch nicht das erregt haben, was man Aufmerksamkeit nennt, was sich mit Onitor als Label und Kompakt als ...

»Hot Fuss« | »Sunlight Makes Me Paranoid«

  • Artist: The Killers | Elefant
  • Label: Island/Universal | Kemado/Rough Trade
  • skug : 61
Dass eine ehemalige New Order-Coverband, die Oasis als größtes Vorbild nennt, in der Fachpresse mit derart vielen Vorschusslorbeeren bedacht wird, macht stutzig. Zu Recht: Hundert Punkte für das ambitionierte Revival flächendeckend eingesetzter Europe-Keyboards Marke Kurhalle Oberlaa abzüglich fünfzig Punkte für in Pose erstarrte Stadion-Hymnen a la Go West, ergibt nämlich bloß fünfzig Punkte und damit Duchschnitt. Beim Versu...

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Thu 27.04.2017 : 15 jahre fluc fest | fluc | vienna

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Mon 01.05.2017 12:00: boem*moe: 1. mai krisensitzung | mo.ë | vienna

Mon 01.05.2017 14:00: 1. mai fest im 7*stern | 7*stern | vienna

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