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»Form und Zweck«

article_8399_sos147-humanavfall_form_u_150.jpg Da ist sie endlich, die Platte, die der jetzt schon mindestens zwei Jahre andauernden zivilisatorischen Entkernung Deutschlands und Europas den Kampf ansagt. Und zwar von A wie Anschläge über P wie Pegida bis S wie Selbstoptimierung. Während die einen von der Altbauwohnung träumen und andere nur weg fahren wollen, schauen Human Abfall den Widrig- und Scheußlichkeiten verachtungsvoll ins Gesicht. Eine Platte als vehemente Standortbestimmung: Brach...

Bass Ahead

article_8264_bassahead_150.jpg Auch wenn schon Kraut über On-U-Sound gewachsen schien: Dank Reissues und Neuabmischungen ruft sich Adrian Sherwoods Label kräftig in Erinnerung.

Die Neue Verkrampfung - Deutscher Diskursrock

article_7875_t2_150.jpg Wehleidig, glatt, einverstanden: Indie-Rock aus Deutschland war in den letzten Jahren oft eine wenig spannende Angelegenheit. Seit einiger Zeit aber machen wieder mehr und mehr Bands Sound mit Message und deutlichen Kanten. Gruppen wie Die Nerven, Messer, Candelilla, Trümmer und Zucker knüpfen damit an den lautstarken Antigemütlichkeits-Diskursrock der 1990er an.

»Night Surfer«

article_7881_lftr5dwayc4flur8cy85bjspg_150.jpg Chuck Prophet ist ein Uhrwerk. Alle zwei Jahre veröffentlicht der König des Songwriter-Roots-Rock aus San Francisco ein Album voller Ideen und Energie und trotzdem tourt er durch Clubs. »Night Surfer« ist Nummer 13 in einer langen Reihe nie fader Alben und trotzdem kam er einem Hit oder einem Song, der ihn definiert, nie sehr nahe, obwohl Songs wie »No Credit eigentlich danach geschrien hätten. Auf »Night Surfer« geht er seinen Weg weiter und wie...

The Beat Goes On ...

article_7867_megajaws_150.jpg Es gibt so ein Vorurteil gegen HipHop, das besagt, aus dieser Ecke würde eh nichts Anständiges mehr kommen. Stimmt leider sehr oft, aber eben nicht immer.

Neulich in Elektrostadt

article_7863_wiemann_800_150.jpg Ein Rundgang durch neue Veröffentlichungen zwischen experimentellen Dancefloor und purer Elektronik-Avantgarde. Mit CDs von Nicola Ratti, Eaux, Wieman (Ex-Zèbra), A winged victory for the sullen, Sawako, HHY & The Macumbas, Paul Baran, Tarab.

»Celestite«

  • Artist: Wolves In The Throne Room
  • Label: Artemisia, Cargo
  • skug : 99
article_7810_a2087214102_10_150.jpg Badeurlaub in Sphärisch Hall. Im Black Metal-Bereich gelten sie mittlerweile nicht umsonst als die Hippie-Schwuchteln des Genres, die daddeligen Birkenstock-Trottel am Fuße der Welteiche. Von wegen Ragnarök, dem Trio aus der Riot Girl-Weltstadt Olympia in Washington traut die Schwarzkuttengemeinde gerade mal Fünf Uhr-Tee mit vollveganen Ingwerkeksen zu. Dabei wurde das Konzept Band als düstere Wald- und Wiesenkommune bereits in den späten 1980ern...

»Das Nation«

article_7700_dyse_150.png Schlagzeug gegen Gitarre, Deutsch gegen Englisch, Stopp gegen Go. DŸSE gegen den Rest der Welt. Das sind zwei gegen eine. Überzahl gewinnt, zu unserem Glück. Präzise gespielt, klug gebrüllt, kenntnisreich mit Pausen durchsetzt und keine Sekunde langweilig, kommt der dritte reguläre Longplayer von Andrej Dietrich und Jarii van Goh daher. Das dynamische Duo aus Dresden streift jedes Lädchen des RockNoisePopPunkMetalHardcoreDub-Kasten, aber nur ein ...

Ein-Mann-Soundsystem im Weltall

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»Blingsanity«, die neue Platte von Patric Catani: trotz Intellektuellen-Bashing findet sich doch einiges an Hirn im Bass-Eingemachten mit Ei. skug zog es ihm aus der Nase.

Um Leben und Tod, at last

article_6914_wire_25_feb_2013_phil_sha_150.jpg Wire im Interview. Anlass: ihre aktuelle CD »Change Becomes Us« (Pinkflag/Cargo)

»Spiderwebbed«

  • Artist: Stumbleine
  • Label: Cargo, Monotreme
  • skug : 93
article_6862_spider_150.jpg Wunderschön, zumindest phasenweise, ist das Album »Spiderwebbed«, worauf Stumbleine gleich mit gepitchter Autotune-Stimme anhebt, die trotzdem soulful gen Himmel strebt. Frappanterweise schimmert dazu eine housig-gospelige Grundstimmung durch. Orgeln tragen dazu bei, doch wirkt der Bristoler Produzent dank bassfundierter Beats moderner als How To Dress Well. Leider verirren sich die neblig-verrschleierten Gitarren/Synth-Wolken manchmal zu sehr in...

»Tucson: A Country Rock Opera«

  • Artist: Giant Giant Sand
  • Label: Cargo, Fire
  • skug : 92
article_6676_tuscon_150.png OK, yepp, es ist eine harte, ungerechte Welt. Sagt er und spuckt den Prim ungeniert in den Steppensand. Good Luck, Suckers, I am on my way! Der 56-jährige Howe Gelb ist der Indie-Rock-Cowboy wie er im Buche steht, ein kauzig selbstverliebter Ego-Crooner, der ständig um Anerkennung gockelt, dabei endlos cool sein will. Grotesk, dass mit Calexico um Joey Burns und John Convertino, die ehemaligen Mitmusiker während Giant Sands wichtigster Phase Ende...

»Every Day Is Like The First Day«

article_6656_malka_150.jpg Pures herzzerschepperndes Opium. Ein zärtlich raschelndes Treffen leiser Titanen. Ein Epos der träumerischen Sanftmut. Die polnisch-israelische Bassistin/Sängerin Malka Spigel der legendären 1980er Wave-Gitarren-Band Minimal Compact und ihr nicht minder legendärer Ehemann Colin Newman of »Wire«-Fame sind so ziemlich das süßeste und stimmigste Underground-Poppärchen, dass einem das Zeitalter der Ledermäntel und neonbestrahlten Sonnenbrillen h...

»The Cherry Thing«

article_6482_tct_150.jpg Mats Gustafssons Sax schnurrt, der Bass strollt ahead, die Drums marschieren in behäbigem Tempo und schlussendlich fährt die Coverversion in den Himmel auf. Es röhrt und die Ekstase ist nah, auch wenn sie nicht eintritt. Suicides »Dream Baby Dream« ist einer der ergreifendsten Songs aller Zeiten und in der Version von The Thing mit Neneh Cherry erhält er höchste Free-Jazz-Weihen. »Dirt« von den Stooges verblüfft erst final als Bluesrock- Umformat...

»The Politics Of Envy«

article_6480_stewart_150.jpg Politische Musik, mit Dringlichkeit und ausgefeiltem Vorschlaghammer dargebracht, ist nach wie vor eine Stärke des ehemaligen Pop Group- und Maffia- Frontmannes. Nur funktioniert diese nur mehr bedingt. Etwa im grandiosen Opener »Vanity Kills« (mit Kenneth Anger am Theremin, Richard Hell im Vokalduett, Keith Levene an Schneidbrennergitarre und Youth bzw. Kahn an Bass und Synths) oder in »Gang War« mit Gast Lee Scratch Perry. Zu oft versackt das A...

»Quarantine«

article_6429_laurel_150.jpg I'm not a scientist but I know all things begin and end in eternity«, präsentiert sich Laurel Halo auf Twitter. Man muss ja nicht unbedingt WissenschaftlerIn oder EsoterikerIn sein: stöbert man im avancierten Popbereich, ist dies heuer einer der essentiellen Outputs. Nicht mit dumpfen Bumm-Tschack-Dancegrooves alles zukleisternd - die Künstlerin aus Brooklyn ist ja keineswegs dazu verpflichtet, des Hörers wegen unverantwortliche Zugeständnisse zu...

»Singing & Playing«

  • Artist: Exene Cervenka, John Doe
  • Label: Cargo, Moonlight
  • skug : 91
article_6412_doe_150.jpg Vintage Widerstand Adios! Heute: Emo-Kids schlagen sich die Ebay-Köpfe um Hardcore T-Shirts ein, wo die konterfeiten Bands in ihrer Lebenszeit weniger Umsatz gemacht haben als ein Style-Fetzen mit Copy&Paste-Print aus einem alten Punk-Magazin. Heute: Die Rotzlöffel aus der ersten 77er-Revoluzzer-Reihe bis hin zum Grunge-Upstart der 1990er sind heute alles allergraute Retro-Bastarde (bis hin zum Granden John Lydon), die den Aufmüpfling als alt...

»This Is PiL«

  • Artist: Public Image Ltd
  • Label: Cargo, PiL Official, Trost
  • skug : 91
article_6372_thisispil_7_150.png »We come from chaos/You cannot change us!« Veröffentlicht eine Post-Punk/New-Wave-Partie der Siebziger nach zwanzig Jahren Pause ein neues Album, könnte man dieses wohl gleich mal dissen, denn ein bedeutendes Ereignis ist da kaum zu erwarten. Andererseits könnte man auch mal in das Album reinhören, obwohl das für das Gros der Musikkritiker wohl auch wieder nix bewirken würde. Ein Glücksfall. In diesem Falle ist doch etwas Relevantes dabei herausg...

»Ekstasis«

article_6279_julia-holter-ekstasis-608_150.jpg Ach, welch mediales Getöse doch um die zur aktuellen Lo-Fi-Pop-Göttin gekürten Julia Holter wegen ihres »Tragedy«-Nachfolgealbums veranstaltet wird. Dabei verstieg sich die Kalifornierin kürzlich doch glatt in der Behauptung, das große Problem des Homerecordings wäre die Faulheit - und nicht etwa die (Selbst-)Ausbeutung - der Independent-MusikerInnen. Gut, Holter ist wirklich alles andere als faul, studierte sie doch Kunst und klassische Mus...

»Baro 103«

article_6204_baro3_150.png ?? Zeit also, weiter ins Hotelzimmer 103 zu gehen. Selbes Projekt, völlig anderer Output. Auf »Baro 103« finden Xavier Charles an der Klarinette und Terrie Ex an der Gitarre einen viel introvertierteren, viel traditionalistischeren Zugang zum Thema »freier Austausch der Kulturen«. Dass dieser Austausch von Klarinette und Gitarre erzeugt wird, ist streckenweise kaum zu erhören, hier wird eher geschabt und gekratzt, um Stimmungen gegen jede Melodie...

»Baro 101«

article_6203_baro_150.jpg Und wenn in der modernen, improvisierten Musik gar nichts mehr hilft, weil man mit der elektroavantgardistischen Nabelschau einfach nicht vom Fleck kommt, ist es wohl am Besten, wenn Jazzer und Jazz Urlaub von sich selbst machen. In Äthiopien etwa. Dorthin zieht es die umtriebigen »Anarchopunker« The Ex immer wieder, zuletzt mit ihrem »Free the Jazz Saxophone« Projekt. Nach einer kreativen Woche miteinander setzten sich der Freejazz-Drummer ...

»The Clearing«

article_6194_bower_150.jpg Während an der Außenfassade der Popmusik in den letzten Jahren der gerade angesagte »heiße Scheiß« oft schneller aufkam und wieder verschwand als die Klaxons »What the fuck?« sagen können, formierte sich im Hintergrund eine wachsende Schar an MusikhörerInnen, die dem in sich gekehrten, entschleunigten Folkpop von Acts wie Feist oder Iron & Wine mehr abgewinnen konnten als den Trends der Stunde. Von dieser Liebe zu unaufdringlic...

»Too Big Too Fail«

  • Artist: Die Aeronauten
  • Label: Cargo, Rooky Records
  • skug : 90
article_6168_aero_150.jpg Wie die Tindersticks haben auch die Schaffhausener Aeronauten dieser Tage zwanzig Jahre Bandgeschichte am Buckel. Im Februar 1992 erschein ihre erste Kassette mit dem obskuren Titel »1:72«. Angeblich verbirgt sich dahinter ein Maßstab für Modellflugzeuge, die Sänger Olifr M. Guz in seiner Freizeit immer noch gern zusammenstoppeln soll. Womit auch mehr als eine Fährte in Richtung Bandname gelegt wäre. Nach den Anfängen als Punkband entwickelt...

»Unemployed«

article_6164_alog_150.jpg Alog ist im Grunde ein Duo, bestehend aus den Multiinstrumentalisten Espen Sommer Eide und Dag-Are Haugan. Gemeinsam macht man auf dem mittlerweile fünften Studioalbum schwer einzuordnende, jedenfalls aber experimentelle Instrumentalstücke, die durch Synthesizer-Sounds, eingestreute Fieldrecording-Fragmente, minimalistische Loops (bzw. Streams) einen Soundtrack zu einem absurden Science-Fiction-Film ergeben, wo es ständig neblig ist (offenbar bef...

»El Doom & The Born Electric«

article_6163_eldoom_150.jpg Habe ich schon mal erwähnt, dass Progrock die wohl geschmäcklerischste von allen Geschmacksfragen in der Musik ist? Und wenn sich eine Gruppe dann noch »Verdammung und die Elektrogeborenen« nennt, dann wird sie wohl endgültig zum Glaubenskrieg ?? Für diesen Glauben spricht: Wir sind erneut in Norwegen und bei meinem Lieblingslabel Rune Grammofon, das in jüngster Zeit mit zwei feinen Veröffentlichungen (Hedvig Mollestad, Bushman's Revenge) den Jaz...

»The Choko King«

article_6156_chocko_150.jpg Wieder mal Norwegen. Und wieder mal das Rune-Grammofon-Label. Die haben ja den Tick, bei jeder CD, gleich welcher Artwork das Cover ziert, dieselbe Schriftart und -größe zu verwenden. Corporate Design in der Nordic-by-Nature-Fassung. Nur hin und wieder gibt es eine Ausnahme. Bei Jono El Grande zum Beispiel. Wohl weil der Mann insgesamt eine Ausnahme ist. Selbst in der breit gefächerten norwegischen Experimentalszene gilt der autodidaktische ...

»A Little Bit Of Big Bonanza«

article_6154_bm_150.jpg Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen: »Real rock is comin' back!« Zwar in Form von Jazzrock, in Form einer richtig satten, aus erdigster, rockigster Ecke angezettelten Attacke. Denn so wie Gitarrist Even Helte Hermansen, Bassist Rune Negaard und Drummer Gard Nilssen auf ihrem vierten Tonträger namens »A Little Bit Of Big Bonanza« reindreschen, muss man sich nicht mehr besorgt fragen, ob die Elektroniker am Ende doch gewinnen könnten. ...

»El Tren Fantasma«

article_6124_watson_150.jpg Der Geisterzug, was für ein bedeutungsschwangeres Symbol. Nehmen wir Platz im Ferrocarilles Nationales de México und begleiten wir Watson auf seiner Soundreise quer durch Mexiko, von Los Mochis am Pazifik nach Veracruz am Atlantik. Watsons vierte Soloplatte für Touch kam zustande, als er mit einem Team der BBC für die TV-Sendung »Great Railways Journeys« unterwegs war und einen Monat lang die vor rund zehn Jahren stillgelegte Zugstrecke akustisch...

»Shoot!«

article_6044_hedvig_150.jpg Sieben Tracks braucht es, bis auf »Shoot!« zum ersten Mal gesungen wird. Gegrölt eher. Aber man fragt sich trotzdem: Warum nicht gleich? Denn was die Ausnahmegitarristin Hedvig Mollestad Thomassen auf dieser CD abfeiert, das schreit eigentlich nach einer nicht minder begabten Ausnahmesängerin, die sich genauso mühelos durch rüpelhaften Punk, melancholischen Barjazz, experimentalen Metal oder den knallharten, saucoolen Rockriffs von »Shoot!« beweg...

»El Resplandor: The Shining in Dubai«

article_6057_nettle_150.jpg In letzter Zeit sind mir die Kollaborationen von Jace Clayton aka DJ/rupture und Andy Moor (The Ex) immer wieder sehr positiv aufgefallen. Dub war da genauso dabei wie Klangkunst. Mit Nettle, einem Projekt, das DJ/rupture mit dem marokkanischen Violinisten Abdelhak Rahal ins Leben gerufen hat und bei dem Moor auch wieder mit von der Partie ist, sind die Zeichen auf Improvisation und - wenn man so will - neo-klassische Ansätze eingestellt. Das fün...

»Repetitions«

article_5968_rep200_150.jpg Auf dem Vorgängeralbum »The Fallen Host« haben Blueneck noch versucht, ihre offensichtlichen Vorbilder Mogwai und Godspeed! You Black Emperor links zu überholen (erst verhaltene Klaviertupfer, danach minutenlange Crescendi, bis die Wände ob des Gitarrenlärms wackeln). Auf »Repetitions« geht es das Kollektiv aus Bristol etwas ruhiger und »musikalischer« an. Nicht jedes Stück läuft nach der Standardformel schwelgerischen Post-Rock-Bombasts ab, manc...

»Sovereign«

article_5930_neurosis_150.jpg Good old metal remastered and reissued. I can't really tell how classic but I can certify how metal, dark, properly evil-ish and so on as usual, or as acclaimed by its fans at least. Good points, clear titles: »An Offering«, »Prayer«, »Flood«, »Misgiven« ... says it all. Some experimentalia, a couple of hazardous lengths and tentative forms, odd mixes, too, let you dive into their black forest (not bush); once more I strangely found metal to be q...

»Dia De Los Muertos«

  • Artist: Don Fernando
  • Label: Cargo, Impedance Records
article_5917_dia_de_los_muertos_cover_150.jpg Diese harten Burschen aus Melbourne haben vermutlich nie Karl May gelesen. Ich auch nicht, aber wenn man hierzulande den Namen Don Fernando googelt, erfährt man, dass es sich dabei um einen Pantoffelhelden handelt, der unter der Fuchtel seiner Haushälterin Eulalia steht. Das klingt so gar nicht nach den Attributen, mit denen sich diese Don Fernandos beschreiben wollen: »massive riffs, massive hooks, tight as fuck, no bullshit«. Ja, hier kommt tat...

»Unreleased?«

article_5824_fire_150.jpg From the past five, six or more (didn't count them, and won't now), post-noise-free-jazz-electonica-sinewaves-rock & more albums live somewhere in Scandinavia featuring O'Rourke on top (or underneath, can't never tell what he actually does from an ear point of view), maybe that one is the more digest one I ever faced, so far (keep those live tapes where they are). Is it because this time it has a drummer keeping (trying to) a steady beat agai...

»Civilisation«

article_5751_artery_front_cover_150.png Seit dem skug-Interview mit Artery (skug #80: »Bowie trifft Punk in trostloser Industrielandschaft«) sind lange zwei Jahre vergangen, in denen wir vergeblich auf den (krankheitsbedingt abgesagten) Wien-Auftritt und dementsprechend bange auf die Veröffentlichung des neuen Langspielers gewartet haben. In Auszügen wächst »Civilisation« schon seit damals still an meiner Seite und in meinen Kopfhörern heran - »Who?s Afraid Of David Lynch«, »A Song For...

»N-Plants«

article_5778_biosphere_150.jpg Eine Art von Vorhersehung? Geir Jenssen aka Biosphere war Anfang des Jahres eigentlich dabei, eine CD über das ökonomische Nachkriegswunder Japans aufzunehmen. Im Zuge der Recherchen wurden japanische Kernkraftanlagen zum Forschungsthema. Herausgekommen ist bei »N-Plants« eine akustische Annäherung oder Hommage an Architektur und Landschaftsgestaltung durch die Nukleartechnologie. Fertiggestellt Mitte Februar, war bereits einen Monat später diese...

»Flush«

article_5677_flush_150.jpg Outsmarting the Melvins at their own game! Das Brooklyner Haudrauf-Quartett aus dem Freundschaftsumfeld von Jimmy Bower der legendären Florida-Wüstlinge Crowbar spielt alle Karten richtig. Kunstfertiger Sludge fistet sich mit Crust-Psychedelik und hypnotischen Chor-Gesängen Aus dem Bauch der Nacht werden Hyänen und das drohende große Schwarze besungen. Und viel urwüchsiger, knarzkratzend knackiger als ihr in die Beliebigkeit alterndes Vorbil...

»Said My Say«

article_5671_floating_di_morel_150.jpg Nach Doc Schoko sind Floating Di Morel (FDM), die seit immerhin 16 Jahren existieren, die zweite Band auf play loud!, die mir bis jetzt gänzlich unbekannt war. Beim label play loud!, das übrigens auch den Backkatalog der Monks betreut, handelt es sich um ein ausgesprochenes Liebhaber-Label, das einiges nur als Download anbietet, laut Label-Info wird aber bei über 50 Vorbestellungen für ein bestimmtes Werk die Produktion auf Vinyl oder CD gestarte...

»Schlecht dran/gut drauf«

article_5670_doc_schoko_150.jpg Zu Beginn muss mal zugegeben werden, dass »Schlecht dran/gut drauf« (»Sdgd«), die aktuelle Platte (und das darf in dem Fall so gesagt werden, weil neben Download das Werk vorzugsweise auf Vinyl erhältlich ist) des leider - zumindest außerhalb von Deutschland unpackbar unbekannten - Singer/Songwriters Doc Schoko schon vor über einem halben Jahr erschienen ist. Außerdem praktiziert der Doc schon seit zwanzig Jahren, in denen er immerhin s...

Pausen sind eine Tugend

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Für Hüsker Dü, die Band von Grant Hart und Bob Mould, prägte der große Werner Geier den Slogan von der rasenden Gescheitheit. Grant Hart war lange verschollen, nun beehrt er überraschend im Spätherbst Europa. Er darf jetzt von einer neuen Generation entdeckt werden und an die alten Fans ergeht ein Aufruf: Lasst die Nostalgie zuhause. 

 

Foto: © Manfred Rahs

»A Wooden Box/Solid Sound« | »Remix Series 1«

article_5559_box_150.jpg Der derzeitige Hipstersound par excellence. Das Londoner Trio Factory Floor spielt sich durch pulsierende, ultrareduzierte Beats und rasiermesserscharfe Synth-Flächen, alles schön misanthropisch gehalten, und dabei immer den Dancefloor im Visier. Was seit einiger Zeit als Cold Wave durch die Gazetten geistert, FF sind einer der Protagonisten dieses Sounds, der sich anhört, als hätten Cabaret Voltaire oder Chris & Cosey ihre alten Tapes durch ...

»Dirty Words And Dirty Sex«

article_5250_pollywogs_150.jpg Dreckiges zu sprechen und zu tun, ist mal eine Ansage, die gefällt. Kommt sie von einer deutschen »the« Band, möchte die Hoffnung auf Explizites in der uns nächsten Fremdsprache keimen, aber nope: »We speak english. We play guitar, drums, bass and sound like one million other upcoming ??the?? bands«. Was bitteschön kein Schaden nicht ist. Kölner haben ja oft eine instinktive Nähe zum Punk, die durch muss, auch wenn ein Werbespot-Song für Lätta un...

Aus den Eingeweiden: Monte Cazazza

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Das schlechte Gewissen des US-Undergrounds ist zurück. Oder zum ersten Mal richtig da. Ladies and gentlemen, »the man you love to hate«, wie der »San Francisco Chronicle« einmal schrieb: Monte Cazazza mit »The Cynic«.

Foto: Tracey Roberts

Immer über die Grenze

article_6081_martin_rev_150.jpg Mit seiner neuen CD »Stigmata« erweist sich Suicides Martin Rev endgültig als ernstzunehmender zeitgenössischer Komponist und schöpft dabei immer noch aus dem Geist von Doo Wop und Dub.
Artikel | Didi Neidhart, Ralf Summer | 06/2010 mehr lesen

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