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Touch 20.01 - A Touching Televisual Sensibility

article_2617_images_150.jpg Die Londoner Audiovisions-Plattform Touch (nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Funk-Label Touch Rec.) ist Teil einer beinahe mythenverklärten, britischen Vergangenheit im Zeichen von Hausbesetzerszene, Punk, Industrial und Cut-Up. Unschwer gilt daher Labelchef Jon Wozencroft seit der Gründung von Touch als versierte Autorität an den Schnittstellen zwischen experimenteller Musik, Print und Video. skug traf Wozencroft zu einem Interview in ...

Diagonale 2001: »Austrian Abstracts« und »Musik-Video-Programm«

  • skug : 46
article_2588_diagonale-2014-tag-1-news_150.jpg Das Filmfestival in Graz ist gar nicht so weit weg von elektronischer Musik, wie es scheinen könnte. War doch zum dritten Mal die Reihe »Austrian Abstracts« zu sehen - Experimentalvideos, die durchaus in einem Naheverhältnis zu Elektronikern stehen, nicht zuletzt weil Christian Fennesz und DJ Pure zwei der Musiklieferanten sind.

Franz Pomassl

  • skug : 46
Stuttering Audio Interruptions In Sonic Science Pop
oder: Was macht ein Rhizonozeros im Electronica-Porzellanladen?

Heimelektro Ulm Populär/Teil 1 und 2

Es ist sicher kein Zufall, wenn der eifrige Hörer beim Durchforsten dieses kurzweiligen Samplers auf Lieblingsmusik im allgemeineren Sinne stößt. Die Serie Heimelektro Ulm spielt bewusst mit den Widersprüchen und Sperrigkeiten von facettenreichen heimelektronischen Bastelergebnissen, um diese dann auf einen gemeinsamen Nenner und den unterschiedlichen »Lagern« näher zu bringen. Tausendsassa Hans Platzgumer trifft auf Hecker trifft auf Urban...

shake down 2001

1998 die ersten Releases, jetzt schon die erste Werkschau des Kölner D'n'B-Labels. Planetpixel designten den schmucken Digipack, Breakbeat-Pionier und Jungle-Haudegen X-Plorer und Dee`Pulse den Großteil der Stücke. Nach recht heftigem Beginn werden aber ab Mitte der CD die smoothen, sexy D'n'B -Nummern ausgepackt, wobei insbesondere »Helium« als kleiner Frühlingshit durchgeht. Die düsteren Schepper-Tracks schleichen sich unter lobenswertem ...

Music For Dancefloors. The Cream Of The Chappel Music Library Sessions

Nach der »KPM Music Green Label Session« gibt es nun erneut alte Instantkonservendosen-Musik für jeden TV-Zweck (Krimi, Wettervorhersage, Lottozahlen, Bildausfall). Also das richtige Futter für smoothe Downbeatler mit Vorlieben für Jazz, Funk, Latin und jeder Menge Waschbär-Schnauzer kräuselnden WahWah-Gitarren. Teilweise so neben dem angepeilten Street-Funk wie Kojak mit Afro-Perücke, aber unter dem Mikroskope sicherlich eine Fundgrube. Aber nur...

Operation Pudel 2001

Leider liegt mir nur die halbierte Promovariante der Doppelkompaktplatte vor. Ein erklecklicher Mischpott von Unmöglichkeiten, Halbherzigkeiten, Livezeug, Songperlen und geradeheraus gebrachtem Schwachsinn ist schon diese Version. Vertreten sind so ziemlich alle, die in letzter Zeit vor Ort Fanta getrunken haben: Mouse On Mars, Die Aeronauten, Justus Köhnke, Rocko Schamoni feat. DJ DSL, Knarf Rellöm feat. Jan Delay etc. Das akustische Gegenstück ...

Electronic Resistance - The Jingles

Nach dem reinen Benefiz-Sampler (siehe Artikel im letzten skug) fasst die zweite CD der Wiener »Electronic-Resistance«-Bewegung gegen die blauschwarze Regierung jene Jingles zusammen, die Teile der Wiener Elektronik- und HipHop-Szene für eine Volkstanz-Weihnachtsaktion produzierten. Zitate von PolitikerInnen aus Funk und Fernsehen dienten grundsätzlich als Ausgangsmaterial, das durch entsprechende Bearbeitung und die Kombination mit Musik entspre...

Austral

Das neugegründete Label Ruta 5 will lateinamerikanische elektronische Musik über Kompilationen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Der Debüt-Sampler präsentiert die Szene Chiles, wobei mir die Namen der Musiker/Projekte - Jog, Rick Y Martin oder Bajo Tierra etwa - abgesehen von Ehrenbürger Atom Heart bislang durchwegs unbekannt waren. Die Musik ist es nicht, denn diese neun Tracks zwischen Elektronik-Listening, skelettiertem House...

Unsere eigene Geschwindigkeit

Der Versuch, Gitarren-Rock mit avantgardistischen Seitenblicken auf Deutsch zu machen. Lee Renaldos Spoken-Word-Stücke können da mit einigem Recht als Referenz herbeizitiert werden; komischerweise funktionieren solche, theoretisch ja vielversprechenden Zusammenspiele von abstrakten Gitarren und (sowas ähnlichem wie) Konkreter Poesie weniger, als die paar »schönen« Songs, die sich ohne Gewissensbisse (sprich: Brüche) Pop-Appeal erlauben.

Re-Up

article_475_r-264736-1163889398_150.jpg Bereits letztes Jahr auf dem Sonar-Festival ließ das französische Duo Étant Donnés mit Old-Skool-Industrial-Vergangenheitsbewältigung aufhorchen, als sie mit TGs Genesis P. Orridge auftraten. Nun haben sich die Brüder Eric und Marc Hurtado aka Étant Donnés, 1980 in Grenoble gegründet, einen weiteren Wunsch erfüllt und generationsübergreifende Songs eingespielt. Suicides Alan Vega gibt sich auf »Re-Up« genauso die Ehre wie Lydia Lunch und eben GPO...

Anthems For The Could've Been Pills

Schwermut atmen. Ätherische Klänge kriechen in dich hinein und lassen dich nicht mehr los. Kevin Drew und Charles Spearin spielen nicht weniger als elf Instrumente und schaffen damit eine Atmosphäre beschaulicher Erhabenheit. Irgendwo zwischen Eno, Labradford und Cocteau Twins oszilliert Musik, die wonnigliches Entzücken bereitet. Wenn treibendes Schlagzeugspiel und simple Bassfiguren einen Rhythmusteppich legen, wenn jubilierende Gitarren u...

Sèmiologie de la metamusique

Auf seiner zweiten, auf Fire.inc erschienenen CD »Sèmiologie de la metamusique« setzt Akira Yamamichi seine Beschäftigung mit pulsierenden Beats fort, mit der er bereits auf der im Vorjahr erschienenen Mini-CD »Pulse Beats« begann. Minimal Techno mit dublastigen Impulsschlägen in moderatem Tempo, der gezielte Einsatz von Hochfrequentem und das Vermengen von Jazzpartikeln mit zeitgenössischen E-Musik-Fusseln ergeben eine wirksame, sehr einlullende...

To Touch A Distant Soul

Oskar Aichingers Trio mit Achim Tang und Paul Skrepek Jr. wurde hier um zwei Bläser (Lorenz Raab, Max Nagl) und einen Gitarristen (Martin Siewert) erweitert. Den (abstrakten) Tongebilden, an denen sich Aichinger abarbeitet, hat dies keineswegs geschadet, manchmal wird die Musik so ziemlich dicht und intensiv - aber immer nur zwischen den wohldosierten- kontemplativen Stellen, die in der Aufnahme dominieren. Stille scheint hier ein wichtiges Gesta...

habitat g

»Pop-Beats aus dem Stadtgebiet« steht als nur bescheiden grooviger Untertitel am Cover dieser Kompilation, die konzeptuell zeitgemäße (also vorwiegend elektronisch generierte) Popmusik von MusikerInnen präsentiert, die in Graz leben oder gelebt haben. Das Ergebnis kann man bei aller Unterschiedlichlichkeit in Sachen Stil und Seriosität im Zugang aber durchaus als Novum bezeichnen: Ein österreichischer Provinzstadtsampler, dem man weder &Oum...

Amethyst Rock Star

Eine Platte aus dem Geist der 1970er in einer State Of The Art Produktion, die sich aus Elementen von bandgespieltem Rock und digitaler sowie analoger Techniken aus Hip Hop, Drum & Bass, etc. speist. Ein hypereklektischer Mix, den Williams mit einer nie versiegenden Wortflut begleitet, die er mal als Rap mal als eher gesprochene Extravaganz im Geiste der Last Poets oder auch Gil Scott Herons zum Besten gibt. In seiner frei assoziierten Lyrik umar...

Guter Name, Sowieso

Nein, ich verschone Sie hier mit naheliegenden Wortspielen wie »Gute/r/s ? sowieso«. Bin auch gar nicht sicher, ob hier irgendetwas als gut bezeichnet werden könnte: Die Musik? Das Cover? Das Problem ist, dass alles etwas gar zu angestrengt auf Trash getrimmt ist: Die Tex-Rubinowitz-artigen Zeichnungen im Booklet, der Billig-Elektronik-Sound und dort, wo Englisch gesungen wird, der karikaturhaft herausgestrichene Akzent. Zudem nervt der dahinstam...

PutINout - Finest Tunes From St. Petersburg

article_468_putinout_150.jpg Mit »PutInout« beschert Subetage akustische Einblicke in die florierende Post-Sowjet-Szene St. Petersburgs. Dieser Sampler ist ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht teures Equipment braucht um grooviges Soundmaterial zu produzieren. Zusammen mit den Leuten vom Petersburger Platten- laden Interactive wurde von Robert Jelinek eine Mischung zusammengestellt, die sich Anleihen aus abstrakten HipHop-Beats, Scatchadelia, D'n'B und treibendem Electro...

Colours of Ghana

  • Artist: Triocolor
  • Label: ACT
  • skug : 46
Afrika als Geburtsstätte der heute als »popular« kategorisierten Musik und die Entdeckung, wie nahe sich frei improvisierte Klänge von Musikern aus Ghana und moderne europäische Töne sind, ist ein Hauptthema von Triocolor (bestehend seit 1992; Jens Thomas - p, perc, voice; Stefan Weeke - b, perc; Björn Lücker - dr, perc), die Ghana im Auftrag des Goethe-Instituts bereisten und dort mit afrikanischen Musikern spielten. Diese Trio-Platte entfacht F...

Know Your Enemy

Die Vorjahrs-Single »The Masses Against the Classes« (mit Kubas Flagge am Cover) und ein Konzert in Havanna im Februar haben es angekündigt: Das sechste Manics-Album will Polit-Rock sein, grandioser Stadion- und Alltagspathos-kompatibler Prototyp und nostalgische Reminiszenz zugleich. »Can anyone write a protest song?« fragt die Ballade über Paul Robeson, einen von 1930 bis 1960 populären US-Schauspieler und Spirituals-Sänger, der als Showbiz-Iko...

We Love You ... So Love Us Too

Angenommen, dein etwas schrulliger Kumpel, der seit Jahren tonnenweise obskure Indie-Pop-Singles sammelt, trägt seine 15 aktuellen Lieblingsstücke zusammen und komponiert dir daraus ein wunderbares 60er-Tape, denkt sich einen tollen Titel dafür aus und gestaltet dann auch noch ein superliebevolles Cover. Einziger Haken: Diesen Kumpel gibt es leider nicht (mehr). Also treten die kundigen Menschen des Wall-of-Sound-Labels auf den Plan und starten m...

Das Mic

Total Chaos machen nun schon seit einigen Jahren ihr Ding, und sie machen es gut. So auch auf der neuen Maxi »Das Mic«: Der Titeltrack kommt mit bouncenden Beats und in-your-face Rhymes daher. Manuvas Markenzeichen sind intelligente Texte statt Skillz-Prahlerei. D.B.H.'s Cuts unterstützen dies. Thai-Stylee bringt sich gekonnt fake-jamaikanisch bei den Backing-Vocals ein und erweitert damit den Flair des Tracks. Ein Remix des Tracks »Ein Offener B...

the best of

Der Fotograf und »net.artist« Alexeij Shulgin hatte vor einigen Jahren die Idee, einen Computer als eine Art Straßensänger auftreten zu lassen. Shulgin besorgte sich für diese Zwecke einen alten 386-DX-Computer, ausgestattet mit 4MB-RAM/EGA/40MB-HD, einer Creative Lab-Soundkarte, einem text-to-speech-Programm und Midi Software, coverte und bearbeitete Hits von den Doors über die Sex Pistols bis hin zu Nirvana, gab der solcherart entstandene...

Mottomo Otomo

article_461_a1993965992_10_150.jpg Wie wohl bekannt, ist diese CD eine Dokumentation des 13. Welser »Unlimited«-Festivals vom November 1999. Otomo Yoshihide hat sich damit einige Zusatz-Sporen verdient. Qualitätsmäßig keine Diskussion: erste Güte. So ist die außerjapanische Premiere der Noise-Kombo Incapacitants (siehe skug #41) darauf zu finden, ebenso der erste Auftritt Yoshihides mit Novo Tono und seinem New Jazz Quartet. Das Reich der aufgehenden Sonne lächelt mit Noise- und I...

Neddy Merrill

»The Swimmer« ist das jüngste Projekt aus der Musikproduktionswerkstatt des Klaus Tschabitzer, der schon mit den Combos Scheffenbichler und Tangoboys Freude in unsere Herzen und Ohren brachte. Die Tangoboys haben sich nach kurzem aber ergiebigem Schaffen aufgelöst. Geblieben ist ihr Gespür für Arrangements und die schöne Melodie. Und ihre Fleißigkeit: »Neddy Merrill« ist eine Doppel-CD, den dazugehörigen Film - »The Swimmer«, mit einem krau...

Johanna Zyklus

Thilges 3, drei deutsche Elektronikmusiker mit einer Vorliebe für die Performing Arts, hatten das Glück, sich bei einer spontanen gemeinsamen Liveperformance anno 1996 kennen und lieben zu lernen. Ihre zahlreichen akustischen Installationen als Teile einer Performance wollen den Zuhörer durch den unaufdringlichen Puls ihrer Musik in seinen eigenen Film führen. Diese »filmische Hintergrund-Erzählung« von »Johanna«, einer fiktiven weiblichen Hauptd...

Polka

Das Analog-Elektronik-Trio Thilges 3, 1996 entstanden, beschäftigt sich mit live bespielbaren elektroakustischen Installationen, versucht sich in akustischer Bildhauerei und macht die Raumakustik ihrer Live-Performances zum bewussten Bestandteil der zum Großteil improvisierten Musik. Thilges 3 verwenden ausschließlich analoge Synthesizer, mit denen sie die unterschiedlichsten Plätze und Räume beschallen. Jede Performance wird mitgesch...

Surf's Up!

article_457_surfsup_150.jpg Allein der Titel ließ Befürchtungen aufsteigen, dass es sich David Thomas zu leicht macht. Nach »Mirror Man« (Beefheart) nun mit »Surf?s Up« (Wilson) sein zweiter nicht gerade versteckter Hinweis auf gewichtige musikalische und emotionale Einflüsse. Das könnte als Schizophrenie interpretiert werden, die schon Pere Ubu in ihrem waghalsigen Pendeln zwischen »Art« und »Pop« an den Tag legten. Die Musik, die Thomas mit den Two Pale Boys spielt ...

Wasser Marsch!

Fünf junge Männer aus Hamburg üben sich im Proll-Punk-Sein, besser gesagt - wie könnte es in Hamburg anders sein? - im reflektierenden Proll-Punk-Sein, also mit Anspruch. Dem Presse-Info zu entnehmen, haben die Herren zuvor bei diesen und jenen mehr oder weniger bekannten Bands ihre Erfahrungen gesammelt (Fünf Freunde, Subway Surfers, Huah - um drei zu nennen), bis sie - früher bzw. später - bei Superpunk gelandet sind. Der Opener des Albums (»M...

Autrement qu'être

article_455_r-503193-1383415723-8949_150.jpg »This is a live recording. The walls of the club are black. You could be anywhere.« So startet das Intro zu diesem Konzept-Album. Tetsuo Furudate spielte u. a. mit Keiji Haino und gestaltete den Soundtrack für Tsukamotos Body-Action-Klassiker »Tetsuo«. Auf »Autrement qu'être« geht es massiv um fliessende Strömungen innerhalb von Veränderungen in der Wahrnehmung, die auch anders hätten stattfinden können (siehe Titel). Nichts ist so, wie es schein...

~scape/komfort.labor

Eine diffuse und zugleich transparente Laborentwicklung mit viel fein arrangierter Elektronik und einer warmen Spur aus Violinklängen dringt amöbengleich in unser Bewusstsein - Geschmeidigkeit ist die Kernbotschaft. Stefan Betke (Pole) baut in diesem Mix ein Gefühls-Metastoryboard auf, welches sich folgendermaßen abstrahieren ließe: Man watet durch einen zähen Brei aus Dub- und Downbeatelektronika um dann durch bläulich-süßliche...

Von johlenden Dinosauriern bis baskischen Männerchören

  • skug : 46
Neue Zeugnisse von der Inkompetenz, Anmaßung, Selbstüberschätzung und geistigen Unzuverlässigkeit Dietmar Bruckmayrs.

COUP_e

»Guidance for users: what's your mood today?« fragt gleich mal das Plattencover. Und wirklich, für jede Stimmung und (fast) jeden Geschmack ist was dabei. Beispeilsweise für mich unhörbare Geklimperbilligelektronik nebst mach Disco-angestreiftem. »Phase 2 in analog-digitaler Lebenserleichterung« soll das sein. Ich halte mich da lieber an das Motto »schwerer ist leichter« - wer dies ähnlich sieht, wird mit zwei großartigen Fetish 69 Remixen ...

A Short Album About Murder

Elektro-/Synthie-/606er-Pop und verwandtes nicht nur aus dem Hause Morr scheint momentan dermaßen en vogue zu sein, dass sich der griesgrämige Laptop-Bär wohl noch mehrere Winter in seiner (n)erdig-muffigen Höhle verstecken muß, bis er wieder das Tageshell erblicken darf. In ehemals düsteren Gassen ist wieder etwas Licht, Wärme und Harmonie eingekehrt und allerorts streicheln Melodien die vom bösen Frickelsound ganz aufgeschundenen Tr...

Living On A Lake

  • Artist: raven rec.
  • Label: Eigenverlag - raven.records@gmx.at
  • skug : 46
Das Burgenland hat ja schon manche berühmte Heimorgelwerker und Laptopisten hervorgebracht, das seit zwei Jahren in wechselnder Besetzung spielende Trio raven rec. will dem keinen Abbruch tun. »Living On A Lake« nennt sich das in Eigenproduktion entstandene Debüt, das vor allem durch sein hemmungsloses Bekenntnis zu Burgenländischen l?amour-Hatschern (mit maximalstem Einsatz der pich control) und schwülstigen Seemannsliedermelodien vom Neusiedler...

Alfa Bravo Charlie

»Eine Damenkapelle ist eine Lebensform«, schreibt Claudia Kaiser, Leadsängerin der Moulinettes, in der kürzlich erschienenen Anthologie »West-östliche Diven«. Und fügt dabei an: »An der sich durchaus ein Mann wie Martin beteiligen kann.« Martin, Geiger und Mundharmonikerspieler der Band, wird bei Liveauftritten den (immer im Bereich des Charmanten bleibenden) Scherzen seiner Bandkolleginnen ausgesetzt und mimt den Gogo-Boy, während die drei Fraue...

Micromusic.net - Micro_Superstarz_2000

Nicht nur für Freunde des Lo-Tech dürfte diese Jahresbilanz der Sound Community micromusic.net (ja dort) ein Hochlicht im Bereich der streng strukturierten Elektronik sein. Man kann die vorliegenden Kreationen nennen wie man will - die Angebote reichen von Bedroom-Electro bis hin zu Chipstyle-Pop -, dem in diesem Fall vorherrschenden Retrocharme zu entkommen ist kein einfaches Unterfangen. Nebenbei wird beinahe so etwas wie die Geschichte der Com...

Schaffelfieber, Pop Ambient 2001

Dass die (bislang knapp über dreißig) Veröffentlichungen aus dem Hause Kompakt durchwegs sehr lässig sind, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Neu ist, dass der Gesamtkatalog des im wunderbaren Genres des vorsichtig Pop-orientierten Minimal-Technos Maßstäbe setzenden Kölner Labels nunmehr dank des qualitätssicher expansiven Gemischtwaren-Vertriebs Trost auch in Österreich ohne größere Probleme erhältlich sein soll...

Input64

Das musste ja kommen! Wenn alle schon den 80ern an der Lederkrawatte hängen, dann aber bitte richtig. Soll heißen ohne lederner Halsklammer, dafür mit leicht angenerdedem Blickwinkel. Der ist bei dieser Sammlung von Game-Tunes im klassischen 8-bit-Sound des legendären Commodore C64 eh unvermeidlich. Aber dennoch wundert?s einem immer noch, was damals so alles aus diesem Homecomputer-Kastl gebollert hat und wie einflussreich diese Kinder/Jug...

shakedown 2001

1998 die ersten Releases, jetzt schon die erste Werkschau des Kölner D'n'B-Labels. Planetpixel designten den schmucken Digipack, Breakbeat-Pionier und Jungle-Haudegen X-Plorer und Dee`Pulse den Großteil der Stücke. Nach recht heftigem Beginn werden aber ab Mitte der CD die smoothen, sexy D'n'B-Nummern ausgepackt, wobei insbesondere »Helium« als kleiner Frühlingshit durchgeht. Die düsteren Schepper-Tracks schleichen sich unter lobenswertem V...

Made At Home

  • Artist: WLF
  • Label: Twentysomething tunes
  • skug : 46
WLF legt hier eine geistreiche Variation des Wiener Downbeat vor, die mit K&D und Artverwandtem nicht mehr viel zu tun hat und sich trotzdem nahtlos in jenes Genre einfügt. Doch auch andere Einflüsse lassen sich verorten: Das Soundspektrum erinnert ein wenig an Ninja Tune oder Mo'Wax Groovy Basslines und intelligent programmierte Beats tragen die Tracks wie von selbst. Von Analogsynthiesounds und Samples umschwirrt, bilden sie ein rundes Ganzes. ...

Acre Thrills

Diese Band ringt bekanntlich um ihre Musik, und so dehnen sich die Pausen zwischen den Platten beträchtlich; sie wollen ja schließlich keine überflüssige Sekunde veröffentlichen. Ein nobler Ansatz, dessen Effizienz sie mit Eindruck auf den 30 Minuten (die selbstproklamierte LP-Ideallänge) von »Acre Thrills« unter Beweis stellen. Auch wenn man als Hörer ihre Musik bereits verinnerlicht hat, überraschen sie doch aufs Neue. Die Feinheiten und...

The Unutterable

article_439_5060230860626_150.jpg Laut Joe Carducci sind The Fall die einzige britische Band, die Musik geliefert hat wie ursprünglich versprochen, und das hat sich in den zehn Jahren seit dem Erscheinen von »Rock And The Pop Narcotic« nicht geändert. Das mittlerweile unüberschaubare ?uvre von The Fall ist mit »The Unutterable« um eines ihrer zweifellos besten Alben reicher geworden. Mark E. Smith ist mit seiner eher expressiv-gesprochenen als gesungenen Stimme nach wie vor das ...

Badlands - A Tribute to Bruce Springsteen's Nebraska

Nebraska begründete die Credibility Springsteens und steht bis heute in der Massenkultur ziemlich einsam dar. Der Superstar schnappt sich ein Vierspurgerät, seine Gitarre und nimmt 10 wunderbare Storysongs auf, die ihresgleichen suchen. In der richtigen Reihenfolge versuchen sich hier u.a. Son Volt, Hank III (der Enkel von Hank Williams), Chrissie Hynde und Ben Harper an diesen Monolithen. Und auf den Versuch folgt das Scheitern. Von einem Cover ...

d-construction

article_436_a1813914973_10_150.jpg Die sechste Veröffentlichung der französischen Avant-/Post-Rock-Formation Ulan Bator hat mit »d-construction« einen programmatischen Titel. Dafür haben sie tief in die Trickkiste diverser Sampling- bzw. eben Dekonstruktionsstars gegriffen. Auf dieser EP mit vier Stücken aka Bear- beitungen von Ulan-Bator-Nummern  jagt Otomo Yoshihide den Track »Radio Disco« (aus der ersten, selbstbetitelten CD von 1995) durch den Reisswolf, holt sich Sinuswe...

Search and Destroy

Sind das jetzt hier die Iggy Pops der Elektrobrachialpunkabteilung oder einfach Exponenten eines Sammelsuriums von frustrierten Ex-Gitarrenhängebauchschweinen, die hier mit Rhythmusbatterie und Verzerrer ihr Unwesen treiben. Pause gönnt man sich hier nun ja wirklich keine, auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen. Skippen ist demnach auch eher zwecklos und gar nicht notwendig. Als Fluchtweg bleibt einzig und allein die Auswurftaste der Silbersche...

Just Enough Education To Perform

  • Artist: Stereophonics
  • Label: V2
  • skug : 46
Es war einmal ein Königreich, das hieß Wales. Sein Prinz hatte Fliegerohren und berühmt war Wales fürs Torfstechen und wegen des Fußballers Ian Rush, der früher für Liverpool Tor um Tor schoss. In diesem Umfeld wurden die Stereophonics und ihre Musik sozialisiert. Die drei Bandmitglieder heißen zweimal Jones (Kelly und Richard) und einmal Cable (Stuart), stammen alle aus dem walisischen Kaff Cwmaman und kennen einander natürlich...

skug presents »Ex Eu«: 20. - 22. Mai 2001 im Porgy & Bess

  • skug : 46
Festival mit elektronischer und improvisierter Musik aus Russland, Ungarn und Jugoslawien. Eine Kooperation von skug und Elisabeth Schimana mit dem Wiener Jazz- und Musicclub.

Re:kusaki

article_435_r-334089-1101549000.gif_150.jpg Michiko Kusaki in da mix: 17 mal werden Tracks in den Festplattenspeicher geladen. Aus dem »Hit«-Album »Bye, Bye, Babe« wurden die Highlights destilliert. Nicht dass die CD an sich »cheap« wäre, das verwendete Equipment ist eben nur minimal eingesetzt. Immerhin wird »Let's Rock Baby« von Adult, Felix Kubin, Pita und Console aufgemischt und gibt so einen guten Eindruck über die Mix-Qualiäten der jeweiligen Artists. »Maybe« kommt in der Bearbeitung...

Discotheque Guinée 70 - 76

Super-Sampler-Reihe mit auf dem ersten Hören unglaublich seltsamer Musik aus Afrika. Aber auch hier geht es nicht einfach um reimportierten Funk, der dann halt etwas afrikanisiert in die Orgeln greift und aufs Wah Wah-Pedal tritt. Da sprechen allein die eh schon in funkyfizierter Marschmusik-Schräglage agierenden Bläser auch eine deutlich andere Sprache. Warum die hier versammelte Musik aber auch jenseits des aktuellen Afro-Beat-Hypes fasziniert,...

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skug empfiehlt


Tue 14.03.2017 20:00: [~29.4.] frotzler-fragmente | schauspielhaus | vienna

Wed 26.04.2017 20:00: kasperlmaschine: maschinenkonzert 6 | echoraum | vienna

Wed 26.04.2017 20:00: molden | resetarits | soyka | wirth | stadtsaal | vienna

Thu 27.04.2017 : 15 jahre fluc fest | fluc | vienna

Fri 28.04.2017 : [~6.5.] donaufestival – du steckst mich an | diverse @ krems |


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