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Der elektroakustische Cul-de-sac

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Ein Streifzug durch aktuelle Tonträger zwischen Neuer Musik, Noise und Elektroakustik. Mit CDs von Vinzenz Schwab, Reinhold Friedl, Spyros Polychronopoulos, KK Null, Frank Bretschneider, Yasunao Tone, Talibam! & Sam Kulik, Erik Nyström, Robert Normandeau, Dominique Bassal und Jan St. Werner.

»Total Folklore«

article_6962_total-folklore_150.jpg Chemie ist, wenn es knallt und stinkt; wenn es knallt und nach Zuckerwatte riecht und nach gegrillten Marshmallows, dass es einem aus den Ohren rauskommt, ist es hingegen Dan Friel. »Total Folklore« piept, es schreddert, es hupt, es kreischt fies, es fiept im Ekelfrequenzbereich, dann watschelt, dudelsackspielend, SuperMario vorbei, mit einer Melodie, so süß, dass wieder Hoffnung aufkeimt, dem Tinnitus doch noch zu entkommen - und dann sind nur d...

»Centralia«

article_6865_covermoun_150.jpg Aber genau das sage ich ja immer! Monolithische Soundflächen, erstarrte Klangwälle, die wie in Ton gefasste Eislandschaften durch den Lautsprecher kriechen, schwebende Erstarrungen, die sich zwischen majestätischer Wucht und karger Ausdünnung nicht entscheiden können ... diese Art von Sphärenmusik gehört in den Pop! Finger weg davon, ihr AvantnoiserInnen, auch wenn Laptop und Synthesizer noch so sehr zum kompositorischen Regress verleiten. Die gu...

»Original Colors«

article_5951_eeee_150.jpg Wie die Manchester-Band Lamb unter der Sonne von Los Angeles. Der zwischen Drum'n?Bass, Trip Hop und Ambient oszillierende Sound von Rob Barber und Mary Pearson alias High Places kommt in allerlei Schattierungen daher: Mal düster-schimmernd wie eine Perle aus dem Katalog des »Italians Do It Better« Labels (»Year Off«), mal verweht unauffällig wie »Café del Mar«-Electronica (»Banksia«, »Ahead Stop«). Und immer wieder das 1990er-Flair von Lamb (»Th...

»O«

article_5679_oh_150.jpg »O« ist eine Art Opus Magnum von Markus Popp geworden, satte 90 Nummern lang auf einer DCD. Oval ist ein Meister der »kleinen Form«: In Track-Miniaturen zwischen ein bis drei Minuten tun sich auf »O« Cluster auf, die zwischen minimalem Elektronik-Gebrutzel und beinahe neoklassischen Instrumentenphrasierungen lavieren. Der größte Unterschied zu früheren Oval-VÜs ist wohl: Der Techniker Popp hat schließlich dem Komponisten Popp Platz...

Liberation

Wenig Zynismus, kein Schalk auf Album # 6, denn: »It's not funny anymore/You used to make me laugh/when you open up your mouth«. Bush ist nicht nur am Cover, Trans Am samplen ihn auch ausgiebig auf »Uninvited Guest« und stellen »Liberation« im Gesamten gegen seinen Horror. Die inhaltliche Deutlichkeit hat dabei der Musik wieder zu einem stärkeren Fokus verholfen. Genug ausprobiert haben sie ja im Laufe der Zeit; die Bündelung der Qualitäten ist h...

So

Markus Popp, sonst als Teil von Microstoria und vor allem als Kopf von Oval bekannt, und die japanische Musikerin Eriko Toyoda haben sich zusammengetan, um ein Album mit Vocals aufzunehmen. Nun kommt bei »So« nicht das beliebte Konzept zum Einsatz, nach dem der Powerbook-Freak einfach jemanden über seine schon fertigen Stücke singen lässt, nein, hier geht es um Konfrontation, hier ist das Gegeneinander ebenso wichtig, wie das Miteinander. Am Anf...

Still Lookin' Good To Me

Viertes Album von Howe Gelbs losem Forum für countryeske Gelüste. Wobei die Band of Blacky Ranchette jetzt eher sein Banner für über die Jahre angesammelte Kollaborationen sein dürfte. Und es sind wirklich alle dabei: die Calexico-Jungs, Jason Lytle, Neko Case, Kurt Wagner, Bobby Neuwirth, Chan Marshall, M Ward und wer noch. Aufnahmeorte waren Autos, Stiegenhäuser, Bühnen, Hinterhöfe und gelegentlich auch mal ein Studio. Howe, der Puzzlekönig, ha...

Lead Us Not Into Temptation

Ein geschmackvoll elegischer Score zum mir unbekannten Film »Young Adam«, der eine in Glasgow angesiedelte Beat-Junkie-Geschichte sein dürfte. Byrne wechselt zwischen melodisch jazzig swingenden Stücken, Ambient-Drones, kammermusikalischen Einlagen mit viel Cello und ein paar zurückhaltend gepflegten Songs. Mittendrin verbratet eine Jazzcombo ganz brauchbar den »Haitan Fight Song« von Mingus. Ein wenig Samplezauber, eine kaputte Drehorgel und sch...

10th

Ich stelle mir das Studio wie ein unaufgeräumtes Kinderzimmer vor, mitten drin Nobukazu Takemura, mit einem debil-aufgeregten Grinsen, wie er knallbunte Melodien aus seinen Synthies herausquetscht, schräge Akkorde auf dem Spielzeugklavier klimpert und das alles auf ein paar gegen den Strich gebürstete Beats los lässt. Und immer wieder der Griff zum Glockenspiel, wahrscheinlich ein Reflex. Soundlayer auf Kollisionskurs, infantil-durchgeknallte Ele...

The Listener

Gedanken an seine Hörer zu verschwenden ist eine Tugend, die Howe auf Solopfaden immer wieder gerne vergessen hat. »The Listener« gibt im Titel ausnahmsweise kein falsches Versprechen ab, und präsentiert uns Howe, wie ihn sich die meisten seiner Fans wohl wünschen: Als Songwriter, der seine Stücke ohne allzu viel Nihilismus durchexerziert. Im wuchernden Instrumentarium steht bei Howe: piano, guitars, singing, organ, chimes, synth, robotics, strin...

One Bedroom

Auf ihrer sechsten LP hält der Synthesizer Einzug in die ansonsten weitgehend gleichgebliebene Klangfarben-Palette dieser sanft swingenden Band. Chefrhythmiker John McEntire legt wie immer einen extrem edlen Beat-Vorrat an, auf dem Gitarren, Bass und Stimme luftig das Tanzbein hüpfen lassen. Die lyrischen Dissonanzen Sam Prekops bilden das Zentrum der Songs, die scharf durch die flächigen Synthie-Sounds schneiden. Der Split von technoid und klass...

Looks At The Bird

Douglas McCombs ist mit seinem sechssaitigen Fender-Bass voll happy und taucht als Brokeback zum dritten Mal ins geliebte Feld der dichten instrumentalen Texturen. Nachdem Tortoise sich ja in immer verzwacktere Technologien reinwerfen, scheint dies nunmehr seine Spielwiese für analoge Anliegen zu sein. Bässe, Drums und Percussion bestimmen das Geschehen, Kornett und Orgel ertönen auch. Gelegentliche Ausflüge am Sequencer, die vom sonstigen Zweitb...

Quicksand/Cradlesnakes

Es muss ja nicht immer Bob Dylan sein, und wer war noch mal Harry Smith? Califone wissen auch gut darüber Bescheid, was vor 200 Jahren hip war, und schreiben dir ein paar Songs davon. Als waschechte Studiofrickler widmen sie einen Teil ihrer Zeit den nach wie vor unbegrenzten Möglichkeiten der Aufnahmetechnik und Instrumentenkombination, um wirklich einzigartige Ergebnisse zu erzielen, die so noch niemand gehört haben kann. Der Band um Tim Rutili...

Rec.Extern.

Projekte wie Radian sind darauf ausgelegt, nach neuen Klängen und einer ganz eigenen Form der Verknüpfung dieser zu forschen, was nicht weniger heißt, als eine neue Ästhetik zu erfinden. Scheitern gerade manche daran, sich in den Welten der benutzten Maschinen zu verlieren und somit nur permanent deren Konstruktionsplan zu reproduzieren, so gelingt es Radian auf »Rec.Extern« mit beim ersten mal Hören abstrakten Gebilden so etwas wie Wi...

TA

Die Jungs mit dem Faible für graphische Geschmacklosigkeiten posieren diesmal ganz in Weiß mit Smoking, Stirnband und Zylinder und scheinen auch akustisch in einem schlechten 80er-Video hängen geblieben zu sein. Scheinen, denn ihr verführerisch unseriöser Zugang zu den stilistischen Verbrechen dieser Zeit, zeitigt bei LP Nummer Fünf (Raritätensammlung und erste EP nicht mitgerechnet) wieder erstaunliche Resultate. Vocodereinsatz und Keyboar...

Cover Magazine

Die Aufregung über ein Giant Sand-Coveralbum hält sich bei diesem Fan # 1 Anwärter komischerweise in Grenzen. Es ist zwar eh fast alles schräg oder super hier, aber gerade das Ende der Platte bringt mit der epischen Re-Interpretation des hauseigenen »Blue Marble Girl« und dem live als Gebet für uns alle gebrachten »Inner Flame« (von Rainer) die klaren Höhepunkte. Das macht klar, dass die Abschweifung zu allzu fremden Materialen nicht die Stärke d...

TA

Die Jungs mit dem Faible für graphische Geschmacklosigkeiten posieren diesmal ganz in Weiß mit Smoking, Stirnband und Zylinder und scheinen auch akustisch in einem schlechten 80er-Video hängen geblieben zu sein. Scheinen, denn ihr verführerisch unseriöser Zugang zu den stilistischen Verbrechen dieser Zeit, zeitigt bei LP Nummer Fünf (Raritätensammlung und erste EP nicht mitgerechnet) wieder erstaunliche Resultate. Vocodereinsatz und Keyboar...

Second Nature

All Natural waren für mich eine der vielen HipHop-Sensationen des letzten Jahres. Ich weiß aber leider wenig über die Truppe, auf deren Konto immerhin schon fünf EPs, zwei LPs und zahlreiche Splitter- und Soloprojekte gehen. Es scheint sich um ein frei fließendes Konglomerat von Freunden zu handeln, die auch unter dem Namen Family Tree veröffentlichen. Die Natur-Referenzen durchziehen sich bis zum Namen der Protagonisten ( Mr. Greenwe...

The Golden Age

Aus Armageddon ins L?Age D?Or ist es doch ein Stückchen. »You?ve come a long way« singt Bobby dann auch auf seiner nun dritten LP, die eine nicht ganz so stringente Erzählung aufweist wie sein Apokalypse-Opus »Rise Up!«. Ein grundsätzliches Element verbindet die neun enthaltenen Songs jedoch lose: das, des jugendlichen Sehnens, rekapituliert aus der Perspektive des gerade nicht mehr allzu zynischen und ebenso gereift wie abgeklärt Rückschau halte...

Double Exposure

Die amtierenden Könige der Metal-Metaphysik The Fucking Champs treffen auf die in letzter Zeit im Elektromorast unterzugehen drohenden Rocker von Trans Am. Herausgekommen ist dabei keine halbherzige Symbiose beider Combos, sondern ein neuer schillernder Bandbastard, der sich ruhig eine volle LP-Länge erstrecken könnte. Nach einer kurzen Ouvertüre wird zwar vorerst mit »Give It To« ein unmöglich ernst gemeint sein könnender Machismo-Rocker gebrach...

Confluence

Dass Howe leichte Probleme mit dem Timing hat, ist er gerne bereit, auf der Bühne einzugestehen. Jetzt gibt es mit »Confluence« die zweite Soloplatte innerhalb von ein paar Monaten. Die lange Giant-Sand-Pause hat er also doch nicht ganz untätig verbracht, das beigepackte Foto legt uns ausgedehnte Couch-Sessions im privaten Refugium nahe. So hat er fern jeglicher Studiohektik eine weitere Sammlung von Songs und stimmungsvollen Soundcollagen zusamm...

Red Line

Foxy Lady! Dass Trans Am näher bei Hendrix als bei Kraftwerk liegen, weiß jeder, der eines der meist beeindruckenden Konzerte dieser Band gesehen hat. Auf Platte geht der Schabernack mit den Jungs dafür gerne Schwammerl suchen; bei »Red Line« dürfte die Ernte besonders erfreulich ausgefallen sein. Herausgekommen ist ein 75-minütiger CD-Ziegel (gerne auch als Doppel-LP), der alle Register vom absurden Soundschnipsel bis zum böllernden Space-...

Synesthesia

Auf »Synesthesia« habe ich - nach den vergleichsweise lahmen Vorgängern - schon lange gewartet. Bisher schien es so, als ob Rob Mazurek und Chad Taylor eher als Gastmusiker in zahlreichen Bands/Projekten (Flying Luttenbachers, Hoffman Estates, Gastr Del Sol, Sam Prekop, etc.) ihre Qualitäten zum Ausdruck bringen konnten, nicht aber in der eigenen Formation. Jetzt ist die Verbindung aus elektronischen Sounds und konventionelleren Jazzklängen erstm...

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Tue 14.03.2017 20:00: [~29.4.] frotzler-fragmente | schauspielhaus | vienna

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