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Es gibt kan Gott

article_8444_maron5_150.jpg Mit Sigi Maron ist Anfang der Woche eine der wichtigsten politischen und musikalischen Stimmen Österreichs für immer verstummt. Er wurde 72 Jahre alt.

Der Spielmacher

article_8431_der_spielmacher_cover_150.jpg Es ist also noch immer Männerfußballeuropameisterschaft, dieses kleine Stiefkind der WM mit dem Glamour eines Staubsaugervertreters. Vielleicht gerade darum (und natürlich trotzdem auch der Fahnenschwenkerei wegen, die dieser Tage noch einmal unangenehmeren Beigeschmack hat als eh schon) ein guter Anlass für die Nationen-ja-auch-nicht-so-gut-Finder von Staatsakt, ihren schicken Polit-Indie-Diskurs mit linker Fußballkritik zu paaren und den dabei ...

Einmal Selbstverinnerlichung und retour

article_8412_cd_popcc_1a_150.jpg Aktuelle Neuerscheinungen zwischen politisch konturierter Popmusik, in sich versponnenen Soundwelten und sinnentleertem Rock’n‘Roll. Mit aktuellen CDs von Anohni, P. J. Harvey, Radiohead, Sonnier, Tenniscoats und White Denim.

Bass Ahead

article_8264_bassahead_150.jpg Auch wenn schon Kraut über On-U-Sound gewachsen schien: Dank Reissues und Neuabmischungen ruft sich Adrian Sherwoods Label kräftig in Erinnerung.

»Pay Attention!«

article_8167_mothmen-2400-resize_150.jpg Snuffin‘ in a Babylon. Remastered und ausgeweitet, ein obskures wie umwerfendes Essenz-Stückchen aus der britischen Umbruchzeit von Punk zu New Wave. Troy Bowers und Bob Harding waren mit Bass und Gitarre 1978 das Manchester-Herzstück des headbangenden Vaudeville-Acts Alberto Y Los Trios Paranoias, der gängige Punk-Combos von den Clash bis zu den Damned parodierte. Nach dem Leukämie-Tod von Sänger Les Prior wanderte man vom Label Stiff zu den ger...

»Spiele Leben Live«

article_8085_hansi-lang_150.jpg Die vorliegende CD wurde bereits vor 17 Jahren veröffentlicht, ging damals aber unter. Aufgenommen 1997 im nicht mehr existenten Rockhaus war Hansi Lang bereits in seiner zweiten Comebackphase und wieder recht gut in Form. Die lange Abhängigkeit vom braunen Zucker hatte ihn zuvor an den Rand des Abgrunds geführt, und es war schon fast ein Wunder, dass dieser Held der 80ies noch am Leben war. Sein Tod 2008 an den Folgen eines Schlaganfalls hatte d...

»Ashanti Blue«

article_8084_ashantiblue1_150.jpg Das einzig Vorhersehbare an »Ashanti Blue« war, dass Stefan Sterzinger stilistisch wieder Haken schlagen würde. Von der geballten Power der Akkordeons von Rock’n‘Roll (2013) ist nichts mehr über, die Quetschn spielt auf dem Album keine dominante Rolle. Das quergebürstete Wienerlied macht Platz für einen begrifflich schwer fassbaren Stilmix. Instrumentiert wird der Bastard von Gitarre, Keyboards, Kalimba, Bass und Cardboard Beatbox, bedient von ei...

»Chromatics«

article_8021_chromatics-ideo01_150.jpg Er hat einfach, den Gag habe ich schon einmal woanders gemacht, den tollsten, zeitgeistigsten Popnamen aller Zeiten: Sam Genders. Ein Name, der im deutschsprachigen Raum wohl soliden zwei Dritteln der sog. ›Mehrheitsgesellschaft‹ die Fußnägel hochrollen lässt. Volks-Rock’n’Roller etwa würden sich lieber ausbürgern lassen, als eine Nationalhymne zu singen, die ein Mensch mit Namen Genders geschrieben hat. Dabei müsste auch das Konzept von Nation d...

Ernst Molden: »Regn En Wien«

article_7999_cover_gr_150.jpg 24 Lieder aus zehn Jahren stellt der Sticker am Cover nüchtern fest und verschweigt dabei, dass Ernst Molden in dieser Zeit zwölf Platten veröffentlicht hat. Freund, Weggefährte und Bewunderer Robert Rotifer kompilierte aus diesem Schaffensrausch, die für ihn essentiellen Songs und ordnete sie für die Vinylausgabe als Doppelalbum in vier Themenkreise: Die hochdeutsche Frühphase; Spaziergänge an Orte, die Geschichten erzählen; die Natur - und die ...

Zurück zur Jugend

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Die stilprägende Poplegende Roddy Frame schleicht sich langsam, aber bestimmt wieder ins Scheinwerferlicht.

Überzeugen Sie sich am 19.02.2015 im Wiener Akzenttheater selber davon!

»An Evening With«

article_7992_evekk_150.jpg Das Genre Live-Doppelalbum hat schon bessere Zeiten gesehen. Wie so ein Vorhaben trotz Gegenwind gelingen kann demonstriert Kris Kristofferson hier auf schon beinahe beängstigend souveräne Weise. Er stellte sich am 26. September 2013 auf die Bühne der Union Chapel in London und spielte 34 seiner größten Songs. Seine Stimme ist gealtert und sein Gitarrenspiel nähert sich der ultimativen Einfachheit, aber vielleicht strahlen gerade deswegen diese S...

»Turning«

article_7967_screen-shot-2014-10-06-at_150.png Neue Platten und zu früh gezogene Schlüsse: Ohne vorher die »Turning« beigelegte Presseaussendung gelesen zu haben, lege ich das neue Live-Album von Antony Hegarty auf und bin gleich zu Beginn bass erstaunt, welch grandiose Erhabenheit den Sänger und Pianisten mit seiner Band The Johnsons mittlerweile umgibt. Gesanglich scheint er auf der Höhe seiner Ausdruckskraft und auch die breit aufgestellte Band bindet herrlich sprießende Klangbouquets. Ers...

»Syro«

article_7905_aphex_twin_syro_150.jpg Paisley-Tech, die Wundertüten-Packung. Gottchen, wie wurde die gülden gekrönte Wiederkehr des großen Richard D. James in den letzten Wochen hochgehimmelt und beshitstürmt wie sonst nur der verdiente U2-Ober-Gau bei iTunes. Und tatsächlich, der alte Knabe hat das Zauseln, die Scheidung, die Papa-Pflichten, die eine Stil-Ikone dann doch auf den Boden des Menschlichen zurückholen, gut überstanden. Ganze sechs Platten sollen in den 13 Jahren seit dem...

Die Neue Verkrampfung - Deutscher Diskursrock

article_7875_t2_150.jpg Wehleidig, glatt, einverstanden: Indie-Rock aus Deutschland war in den letzten Jahren oft eine wenig spannende Angelegenheit. Seit einiger Zeit aber machen wieder mehr und mehr Bands Sound mit Message und deutlichen Kanten. Gruppen wie Die Nerven, Messer, Candelilla, Trümmer und Zucker knüpfen damit an den lautstarken Antigemütlichkeits-Diskursrock der 1990er an.

»Paradies der falschen Dinge«

article_7855_niels-frevert-cover-parad_150.jpg Niels Frevert war Anfang der 1990er-Jahre Sänger der Band Nationalgalerie, die mit »Evelin« (1993) sogar einen kleinen Hit einfahren konnte. »Paradies der falschen Dinge« (PDFD) ist Freverts fünftes Soloalbum, dem ein Labelwechsel zu Herbert Grönemeyers Label vorausging. Stilistisch manifestiert sich das in einem üppigeren, an Burt Bacharach erinnernden Sound mit jeder Menge Streicher und Bläser. Vom Hamburger-Schule-Rock von Nationalgalerie hatt...

»Zänd Zamm«

article_7842_10157376_1015244056017973_150.jpg Schon das Cover des (bereits im Frühjahr veröffentlichten und von skug schmachvoll übergangenen) dritten Albums des Waldviertler Sängers und Gitarristen Alex Miksch transportiert eine gewisse Düsternis. In schwarz/weiß gehalten schlurft hinter mysteriösen Pflanzen eine dunkel gewandete, männliche Gestalt eine Landstraße entlang. Ein beinahe archetypischer Topos des Blues, von dem die gern zitierte Robert-Johnson-Kreuzung nur deshalb nicht im Bild...

»City: Works of Fiction«

article_7805_51169_150.jpg Space is not the only place. Fourth World titulierte Avantgarde-Trompeter Jon Hessell, Jahrgang 1937, from Memphis, Tennessee, seinen elektrifizierten Fusion-Ethno-Beat-Crossover und sein Synth-moduliertes, mit Echo-Effekten barock überladenes Blaswerkzeug, das die ersten Jazz-Schritte in die Richtung, Miles Davis, Sun Ra, Herbie Hancock, in die richtige Richtung Sci-Fi Funk weiter entführte. Als Avantgarde-Schüler von Stockhausen, La Monte Young...

»Der Osten ist rot«

article_7795_holger_czukay_-_der_osten_150.jpeg Die Transformationsgeschichte eines Sound-Flaneurs. Dresden-born Holger Schüring alias Czukay war nicht nur das essentielle Bass-Tier der deutschen Velvet Underground, des Think Rock-Urgesteins Can, er bleibt der einzige, der sich, wie lange mit der Kölner-Techno-Legende Air Liquide, konstant um popkulturelle Neuerfindung bemühte anstatt wie Band-Gründer Irmin Schmidt um die eigene Akademisierung zu betteln. 1984 respektive 1987, als die lange st...

»All Love's Legal«

article_7714_ptralil_150.jpg Eines vorweg: Wer von Musik keine Weisheiten präsentiert bekommen will, keine politische Agenda verlangt und ganz einfach botschaftsfreien Pop am liebsten hat, der oder die wird mit »All Love's Legal« vermutlich Probleme haben. Denn neben dem wiederholt vorgebrachten Befund, dass jede Form der auf Einvernehmen beruhenden Liebe okay sei, will Jam Rostron alias Planningtorock vor allem die gängigen Gender-Rollen hinterfragen, was sich nicht nur in ...

Sigi Maron: Stur wie Beton

article_7797_sigi_maron_150.jpg Zu seinem 70er im Mai schenkte sich Sigi Maron das Album »Dynamit und Edelschrott«. Die Konzerte dazu blieben (bis auf den heurigen Auftritt beim Volksstimmefest, wo er 2008 nach erster Operation ein glorioses Comeback-Konzert gab) aus, da wieder einmal das Krankenhaus rief. Aber nachdem die Gesundheit wieder die Oberhand gewonnen hat, werden die neuen Songs nun auch auf den Bühnen von Baden, Oberwart, Graz und Linz strahlen.

»On The Way To The Peak Of Normal«

article_7634_holger_150.jpg Die Vergangenheit hat uns längst schon eingeholt? Alles sonnenklar und kein Thema mehr? Quatsch! Krautrock war bekannt dafür, anglo-amerikanischen Trends nicht nachzuhecheln. Ergo schlurft man in der Folge auch nicht so datiert daher, wie das Gros einstiger Trendsetter. Hört man Holger Czukay zum ersten Mal, muss man sich gar nicht erst in eine romantisierte Vergangenheit zurückträumen. Wie bereits Baba Ram Dass zu sagen pflegte: Be Here Now! Ist...

»Wieder da«

article_7524_wwd_150.jpg Das Comeback von Wilfried Scheutz geht in die zweite Runde. Er wurde immer als früher Austropopper, Kraftlackel und Urvieh verkauft, und er gab auch den »Ziwui - Ziwui« - Dodl, aber das was wirklich zählt steht auf einem anderen Blatt: Er schrieb mit »Run Rabbit Run (deutscher Text von Georg Danzer) eines der ganz großen Lieder der heimischen Musikgeschichte, und dieser wunderbare Song ist natürlich auch auf diesem Livealbum in all seiner Pracht ...

»Libertatia«

article_7514_ja-panik-libertatia_150.jpg Ja, Panik hatten's mit Album Nummer fünf nicht gerade leicht: Spätestens mit »DMD KIU LIDT« waren die Exil-Österreicher zu so etwas wie den Blumfeld des neuen Jahrzehnts geworden. Der Diskursrock-Staffelstab war endlich weitergegeben, die Pop-Kritik beschwörte noch einmal die Kraft des politischen Popsongs. Der ganz große Impact blieb allerdings aus. Verlangen die anderen Zeiten etwa doch nach anderen Strategien als denen von 1994? Aber wer fragt...

»Kung Fu Fighting«

article_7483_erdmoebel_150.jpg Es gab Erdmöbel-Platten, da war jeder Moment magisch; derart, dass die Verworrenheit der Texte den Blick ganz durchscheinend klar zu machen schien, weil die noch abwegigsten, scheinbar dadaistischsten Collagen und Assoziationsketten, die Texter Markus Berges durchdeklinierte und derer man sich kaum erwehren konnte, tief im kollektiven Bewusstsein - oder dort, wo sonst elementare Bestandteile einer Gefühlsgrammatik unbenennbarer Empfindungen liege...

»Behold, A Pale Horse«

article_7428_ebony-bones_150.jpg Was versteckt sich hinter dem Glam, den Ebony Thomas 2009 bereits auf ihrem Debüt-Album »Bone Of My Bones« überzeugend darbrachte? Exzentrik wirft tolle Bilder ab, doch 2013 verglüht der euphorische Eindruck von damals zunächst etwas. Großartig hebt der Zweitling mit einem bulgarischen Frauenchor-Sample an und schon wird die Grundrichtung des Albums zementiert. Sinister dräuende Streicherwolken, glorios eingespielt vom Mumbai Symphony Orchestra, ...

»Glacial«

article_7425_western_lows_-_glacial_150.jpg Auf dem Papier ergeben Western Lows eigentlich Sinn. Dakota Suite und Bright Eyes üben sich im traumpoppigen Schuhestarren unter einem mächtigen Robert Smith-Gedenkmarterl. Die CD hält leider nicht was das Papier (vulgo Pressetext, der auch Vergleiche mit Mazzy Star und My Bloody Valentine bemüht) verspricht. Klar, Western Lows wissen wie atmosphärische Melodramatik funktioniert und mit Andy LeMaster (Now It's Overhead, Azure Ray, die erwähnten B...

»Who's That Man/A Tribute To Conny Plank«

article_7331_conny-plank-whos-that-man_150.jpg »Crazyness is holy«. Aber freilich, abgesehen von Easy-Listening-Shlock, à la »James Last goes Pop«, gab es dazumals auch noch anderes in Deutschlands Popwelt. Conny Plank war in den Siebziger- und Achtzigerjahren (er starb im Dezember 1987) geradezu DER Krautrock-Produzent. Vorrangig deshalb, weil ihm die eigene Kreativität, im Sinne des vorangestellten Leitspruches, über alles ging, auch über cash, und er folgerichtig nicht davor zurückschreckt...

»There Are Just 16 Steps to Hell«

article_7076_bluescreen-of-death-there_150.jpg Bei dieser Verpackung legt's selbst Donkey Kong in die Leisten. Diese 10'' kommt als Floppydisk in LP-Format daher, oben mit Metallschuber. OK, ich gebe es zu, die Platte war eine Zeitlang Protzobjekt. Verantwortlich dafür: die Gestaltung von Gregor Samsa. Das Hamburger Label Sounds of Subterrania, spezialisiert auf VÖs von cool durchgeknallten Freaks, macht beim Debüt dieses aus Göttingen stammenden Trios keine Ausnahme, im Gegenteil. Das ist wa...

»s/t«

article_7064_ianfisherthepresentcoverb_150.jpg Ian Fisher ist einer der letzten wahren Herumstreuner dieser Tage. Ständig ist er mit dem einen oder anderen Projekt unterwegs und erkennt wahrscheinlich jede Autobahnraststätte zwischen Budapest und St. Louis am Suppenangebot. Zusammen mit Ryan Thomas Carpenter nahm er neun Songs in der Holzhütte einer Farm auf, auf der einst schon sein Großvater gearbeitet hat. Der typische Fisher-Touch ist ihnen natürlich anzumerken, egal ob er über vergangene...

»Birthmarks«

article_7065_born_ruffians_-_birthmark_150.jpg Der Gitarrenpop hat in letzter Zeit bekanntlich einiges an Boden verloren. Wer noch vor wenigen Jahren erfolgreich seine sechs Saiten stimmen konnte und halbwegs anständig aussah, durfte schon bald mit der Titelseite des NME rechnen. Heute müssen sich Bands dieser Prägung wesentlich mehr anstrengen, damit ihrer überhaupt noch Erwähnung geschieht. Fans von Gitarrenmusik kann das durchaus recht sein, zieht es doch nicht selten Qualitätssteigerungen...

»Ready To Die«

article_7059_r2diggy_150.jpeg »Nipples come and nipples go, but evil love goes for the dough«. Hot stuff! Iggy Pop kann nun nachts nicht mehr schlafen (»I can't sleep at night anymore«), weil ihm die Holden ständig Alpträume verpassen (»Roll me, soul me, screw me, don't sue me«). Daher geht er zum effektiven Gegenangriff über und lässt einen etwas oversized booty im »Ready To Die«-YouTube-Trailer durchs Bild schwabbeln. Und er scheut auch keineswegs davor zurück, einen alten ...

»Hummingbird«

article_7002_local_natives_-_hummingbi_150.jpeg Selbst nach dem dritten Hördurchlauf will mir zu »Hummingbird« von den Local Natives nicht viel einfallen. Versucht man dem üblichen Namedropping der Popkritik (in etwa: »Fleet Foxes mit Tumblr-Account«) aus dem Weg zu gehen, steht man manchmal schneller an, als einem lieb ist. Aber bleiben wir vorerst bei Tumblr. »Hummingbird« könnte tatsächlich die Beschallungsmusik für so manchen Hipster-Blog sein, dazu ein Slo-Mo-Video mit animierten Sequenze...

»Akusmatik«

article_6974_bauchklang_150.jpg Mit Bauchklang ist das ja so eine Sache, wie man das sich selbst »Vocal Groove Project« nennende Kollektiv subjektiv erlebt. Der »Bauchklang-Moment« ist v. a. ein prägendes Erlebnis, sofern man gänzlich von den fünf Musikern überrascht wird. Am besten live im letzten Irgendwo, wo man alles, aber nicht das erwarten würde. Nun muss man berechtigterweise zugeben, das imponiert schon sehr ziemlich, was diese Bauchklang von sich geben, ganz ohne Instr...

»Band On Wire«

article_6972_milk+_-_band_on_wire_150.jpg Ich kann mich noch gut an mein erstes Milk+-Konzert erinnern. Die Band hatte ihren Namen als Visual auf die Bühne projiziert. Da das »k« in deren Logo etwas seltsam geformt ist, kann man es mit einem »f« verwechseln, was drei Typen neben mir dazu veranlasste, das ganze Konzert durch über den Namen »Milf+« zu lachen. Ziemlich dumm. Allerdings war das Konzert dann auch in etwa so entbehrlich wie der Scherz meiner Standnachbarn. Milk+ wollten mit ih...

»Who's Gonna Get The Ball From Behind The Wall Of The Garden Today?«

article_6952_khalife_150.jpg Nach seinem Debüt »Oil Slick« ist dies drei Jahre später die zweite Platte des Libanesen Khalifé für Infiné. Aus einer Musikerfamilie stammend - sein Vater Marcel ist ein prominenter Oud-Spieler -, hatte Khalifé in Paris das Konservatorium besucht und konnte sich fortan nicht entscheiden, ob er die Tradition seines Vaters weiterführen oder eigene Pfade beschreiten sollte. Aber genau diese Mischung zeichnet diese Musik aus: dezent eingesetzte arab...

»Machineries Of Joy«

article_6941_british_sea_power_-_machi_150.jpg Vielleicht mögen British Sea Power (BSP) in ihrem Auftreten eher bescheiden wirken. Schon der Eröffnungs-/Titelsong zeigt aber, dass das Sextett aus Brighton gerne mal das Breitwandformat bemüht. Geigenschichten, ein fast poetischer Vortrag und jede Menge Post-Rock-Gitarren machen in etwa sechs Minuten das Mission Statement von BSP klar. Ähnlich verhält es sich mit anderen Songmonolithen, darunter das ebenfalls sechsminütige »What You Need The Mo...

»I bet on Sky«

article_6922_ibetonskyfull1_150.jpg 2 aus 10 - nicht meine Bewertung für die zehnte Platte der US-Dinosaurier, sondern die Quote für Lou Barlow-Songs auf »I bet on Sky«. Business as usual. Mehr bekam der Gute auch in der Vergangenheit nicht von seiner Heiligkeit J Mascis zugestanden. Das war früher nicht gut und ist es auch jetzt nicht.. Die Songs auf der neuen Platte verlaufen nahezu gänzlich nach demselben Muster: »Pro-Forma-Soli« von Mascis beenden Stück um Stück. Die Speisekart...

»Let It All In«

article_6921_i_am_kloot_-_let_it_all_i_150.jpg Sollte sich noch irgendjemand um den Bekanntheitsgrad von I Am Kloot Sorgen machen, so braucht er oder sie nur einen Blick auf deren Tourplan für 2013 zu werfen. Das Trio spielte im Februar an zwei ausverkauften Abenden hintereinander im nicht gerade kleinen Ritz in seiner Heimatstadt Manchester. Wie machen die das mit nur einer Platte, die sie unter dem Namen »Let It All In« nun zum bereits sechsten Mal veröffentlichen? Nun ja, einerseits sind I...

»Push The Sky Away«

article_6863_ncptsa_150.jpg Super! Den pussy hound ließ Cave zuletzt bei Grinderman ganz schön garstig raushängen. Der alte Bock erkennt die Zeichen der Zeit und weiß sie geschickt für sich zu nutzen: einerseits himmeln sie, die Damen und Mädels, in Wirklichkeit ja eh alle den sexistischen Macho an. Deshalb putzt Cave sie als Grinderman bzw. als cocksman (so das Verkaufsargument am Klappentext) Bunny Munro so richtig durch. Und danach, wie gewieft, kommt der Gemah...

»Live At Blue Rock«

article_6860_bluerock_150.jpg Die sensible Geschichtenerzählerin mit akustischer Gitarre stammt aus New Orleans und lebte von ihrem 15. Lebensjahr an eine Zeit lang mehr oder weniger auf der Straße, jedenfalls in Wohnraum, der ihr nicht gehörte, und in dem, was man seit einer Weile Queerszene nennt. Studierte aber dann doch noch Philosophie und kulinarische Kunst und führte ihr eigenes Cajun-Restaurant. Sie hat spät, mit 35 Jahren, begonnen Songs zu schreiben. Ihre souve...

»Landing On A Hundred«

article_6818_codycnut_150.jpeg Nach zehn Jahren Pause kehrt Cody ChesnuTT mit einem ordentlichen Lebenszeichen zurück. Ausgestattet mit dem Originalmikrofon von Al Green und einer blendend disponierten zehnköpfigen Band, nahm er seine Songs in Memphis auf. Und auch wenn Stax um die Ecke lag, ist Detroit der Refernzort und der Sound ist mehr an die späten Alben von Marvin Gaye angelehnt, als an die berühmtenfrühen Stax-Klassiker. Alle Spielarten des 70er-Jahre-Soul werden ausge...

»The Great Hans Unstern Swindle«

article_6736_the-great-hans-unstern-sw_150.jpg Jetzt hat er mich am falschen Fuß erwischt, der Hans Unstern. Ich hab' gerade den Wochenendeinkauf erledigt, 50 % überflüssigen Naschmüll gekauft (während alle paar Sekunden ein Kind verhungert), am Rückweg noch zwei Zeitungen geklaut, und nun die Heliumstimme von Unstern mit »Ich schäme mich« aus den Lautsprechern. Dieser versichert, von Tuba, einer Art synthetischer Maultrommel und einem absurden »Yeah« skandierenden Chor unterstützt, mit ...

»Stoned And Alone«

article_6668_the_pharmacy_-_stoned_and_150.jpg Mit »Stoned And Alone« bringt die grundsympathische Band The Pharmacy ihren mittlerweile vierten, ebenfalls grundsympathischen Longplayer heraus. Schon das amüsante Cover, das die Band zwischen Classic Rock-Night und Dialysestation zeigt, verheißt Gutes. Und tatsächlich: Selten klang der garagige Kinks meets Pavement Psych-Punk des Trios aus Seattle besser als auf »Stoned And Alone«. Eine halbe Stunde lang liefern The Pharmacy ganze 13 Wörte...

»The House That Jack Built«

article_6605_jesca_150.jpg »Born To«, »Peacemaker« und »When I'm Asleep«. So heißen die drei Songs, die das Leben von Jesca Hoop in Zukunft gehörig verändern könnten. Die bis dato als ein wenig verschroben bekannte, aber irgendwie doch austauschbaren Freakfolk spielende Künstlerin betritt mit den erwähnten Stücken nämlich Neuland. Der Wucht dieser Wavepop-Sirenenfolk-Kaskaden kann man sich kaum entziehen, was ihr bei entsprechendem Airplay den Weg in die lichteren Höh...

»Ascent«

article_6588_6organs_150.jpg Eines vorweg: Dieses Album ist nicht als Scherz zu verstehen. Zwar werden alle, die sich auf den geschätzten Space Folk von Ben Chasny alias Six Organs Of Admittance eingestellt hatten, nach den einleitenden Takten des Openers »Aswasa« erst einmal kontrollieren, ob sie die richtige CD eingelegt haben. Da kracht ein Riff aus der Waffenschmiede von Black Sabbath so derb rein, dass man seinen Ohren nicht trauen will. Aber eine schnelle Recherche off...

»Throw It To The Universe«

article_6584_soundt_150.jpg Aus ist's. The Soundtrack of Our Lives, die urigen Rocker aus Schweden, die immer alle irgendwie lässig fanden, auch wenn sie deren Alben nicht daheim hatten; denen man so dumme Plattentitel wie »Extended Revelation for the Psychic Weaklings of Western Civilization« verzeihen konnte; deren friedlichen Kampf um die Erhaltung handgemachter Rockmusik man stets irgendwie niedlich fand; diese allen so bekannte, aber wie es scheint von niemandem wirkli...

»The Road Gets Darker From Here«

article_6531_gallon_150.jpg Die finsterer werdende Straße ist eine passende Metapher für das, was James Johnston, Terry Edwards und Ian White plus eine Studiokraft da in schlanken 36 Minuten vorlegen. Nach diversen Nebenprojekten von Faust-Mitstreiter und Ex-Bad Seed Johnston und Killertröte Edwards in den letzten Jahren und dem Tod ihres Bassisten Simon Wring 2011 war es um GD ruhig geworden. 2012 bestehen GD 25 Jahre, also genau halb so lang wie die Rolling Stones un...

»Early Times«

article_6518_silver_150.jpg Die Restverwertungsindustrie setzt ihren Streifzug durch die Archive fort. Die gnadenlose Suche nach bisher unveröffentlichtem Material der großen Namen des Popbusiness, die in den letzten Jahren zur olympischen Disziplin darbender Major-Labels angewachsen ist, erreicht offenbar immer mehr die vierte und fünfte Reihe des Popzirkus. Was man billig in die Finger bekommt, wird auf den Markt geschleudert. Da spielt es keine Rolle, ob die Musiker...

»s/t«

article_6483_sl_150.jpg Hallo John & Paul! Hi George! Ringo, schön dich zu sehen! Shai, du auch hier?! Wer zur Hölle ist das eigentlich? - wäre hier wohl der berechtigte Einwand. Shai Halperin ist eben kein fünfter Beatle und hierzulande wohl auch noch ein recht unbeschriebenes Blatt. Mit seiner Indie-Formation The Capitol Years gab er in jüngerer Vergangenheit u. a. auch schon die Backing Band für Daniel Johnston, mit dem er sich so nebenbei eine offensichtliche Af...

Nachlass - Schindluder

article_6458_joey_ramone_150.jpg Elf Jahre nach Joey Ramones Tod erscheint nun mit »?? Ya Know?« dessen zweites Soloalbum. Es hätte nicht sein müssen.

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Tue 14.03.2017 20:00: [~29.4.] frotzler-fragmente | schauspielhaus | vienna

Wed 26.04.2017 20:00: kasperlmaschine: maschinenkonzert 6 | echoraum | vienna

Wed 26.04.2017 20:00: molden | resetarits | soyka | wirth | stadtsaal | vienna

Thu 27.04.2017 : 15 jahre fluc fest | fluc | vienna

Fri 28.04.2017 : [~6.5.] donaufestival – du steckst mich an | diverse @ krems |


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