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»Stuff Like That There«

article_8282_ylt_stufflikethat_150.jpg Es gibt selten Bands, die in einer jahrzehntelangen Karriere nicht mindestens einmal richtig ins künstlerische Abseits geraten. Yo La Tango ist eine von ihnen, als Erklärung kann hier wohl nur das eigene Fantum der Mitglieder und das Wissen um die eigenen Fähigkeiten angeboten werden. Auf »Stuff Like That There« greifen sie Ideen ihrer vor Urzeiten veröffentlichten Platte »Fakebook« auf, covern sich selbst und natürlich ein paar Lieblingslieder ...

»Too Bright«

article_7989_perfume_genius_-_too_brig_150.jpg Obwohl seine Musik dies bisher nicht erahnen ließ, scheint Mike Hadreas eine ziemliche Diva zu sein. Als Perfume Genius war der Singer/Songwriter bis zuletzt vor allem für seine da etwas eigen- brötlerischen, dort etwas weinerlichen Klavierballaden bekannt, die stets das Bild eines zittrigen Pop-Anachoreten vermittelten. Zwar verkriecht sich Hadreas auch auf »Too Bright« gelegentlich noch in seine dunkle Höhle, dennoch überrascht das neu gewonnen...

»...Like Clockwork«

article_7127_queens_of_the_stone_age_-_150.jpg In der Rockmusik gibt es neben Dave Grohl wohl nur einen weiteren Herren im mittleren Alter der das weit verbreitete Bedürfnis nach hemdsärmeligem Arschkick-Rock bedient und den man trotzdem nicht peinlich finden muss. Es handelt sich um Josh Homme mit seiner Band Queens Of The Stone Age. Dass diese seit sechs Jahren kein Album veröffentlicht hat kümmert niemand: sobald Homme die Presse mit Neuigkeiten füttert, krähen alle Hähne plötzlich wieder ...

»s/t«

article_7113_chelsea-light-moving-2013_150.jpg Copy-Paste ist eine weitverbreitete Methode, sich das Leben leichter zu machen. In einem Business- und Finance-Umfeld ist es ein Zeichen von Klugheit. Dumm, dreist und dämlich ist es hingegen, das Prinzip »Ich nehme etwas das schon mal da war, das macht's einfacher« im Akademischen zu verwenden, um Titel mit Arbeiten zu ergattern, von denen gerade das Inhaltsverzeichnis selbst geschrieben ist. Und klar unter jeder Sau sind Menschen, die kluge Wor...

»Silence Yourself«

article_7081_savages_-_silence_yoursel_150.jpg Wenn Genres in Farbtönen gedacht würden, dann könnte Post Punk schwarzweiß für sich beanspruchen. Die Introversion, die Kälte verfallender Industriestädte, das alles hat einfach keine bunten Farben verdient, woran sicher auch Anton Corbijn ein bisschen mit Schuld trägt. Das Cover von »Silence Yourself«, dem Debütalbum der von der Musikpresse hochgelobten Noise-Post-Punks Savages aus London, ist dementsprechend auch schwarzweiß gehalten, was vorer...

»Wash The Sins Not Only The Face«

article_7021_e_lp_esbenandthewitch_13_150.jpg Im Herbst 2010 veröffentlichte das talentierte Damenkränzchen Warpaint, das mittlerweile zu viel Wert auf sein Aussehen legt, mit »The Fool« ein bemerkenswertes Debüt inklusive dem Dauerbrenner »Undertow« und ebnete damit im Nachhinein auch den Weg für dieses verschrobene Trio, das auf den Namen eines Brüder Grimm- oder 1001 Nacht-Märchens inklusive Happy End und ein paar Toten hört. Wo auf »Violet Cries« noch einigermaßen Fantasie nötig war, um...

»Fade«

article_6792_ole-994-yo-la-tengo-fade_150.jpg Was darf man von einem 13. Album verlangen? Im Normalfall die Wiederkehr des Immergleichen und hundert Beteuerungen, dass dem diesmal nicht so ist. Hier geht es aber um Yo La Tengo, einer Band die sich der Kraft von Sounds und Songs immer schon sehr bewusst war und dabei eigentlich noch nie enttäuscht hat. Ihr Spiel mit sich entfaltenden Songs, der Stille im Lärm und der Kraft des einzelnen Tons bleibt spannend und das vor allen wegen der noch im...

»Between The Times And The Tides«

article_6217_leeranaldo_150.jpg Jede Rockband hat ihre Zeit. Die Zukunft seiner Stammformation Sonic Youth ist nun ungewiss, da sich das Traumpaar, Kim Gordon (58) und Thurston Moore (53), nach siebenundzwanzig Ehejahren im vergangenen Oktober getrennt hat. Nun legt der sogenannte andere Gitarrist von Sonic Youth, Lee Ranaldo (sein avantgardistischer Ansatz inspirierte einst Kurt Cobain) mit seinem ersten Popalbum nach. Experimentelles und avantgardistisches spart Ranaldo hier ...

Suppressive Acts I-X

Sample-Terrorist. Eine Duftmarke, die theoretisch gut mundet, in Echtform leider zu vielen Ersatzstudenten Auslauf bietet. Found Sound-Fetzen vom Durchmachen vorm TV. Ein paar Bratzfetzen vom Computeraufdrehen und falschem Knöpferldrucken. Ein bisserl White Noise, weil man ist ja doch ganz schwer ein Punk. Zum Abschmecken ein gerüttelt Maß PinkiPloink-Melodei vom halbverschrottetenen Heim-Bontempi, den Onkel damals zum Birthday schenkte. Ei...

Happy Songs for Happy People

Leise und langsam schleicht sich der Sound an. Stellt sich vor und beginnt durch kathedrales Orgelspiel und Celloklänge systematisch sein Netz zu spannen, indem man sich spätestens ab »Kids Will Be Skeletons« verfangen hat - dafür sorgen schon mantraartige Gitarrenakkorde. Sanftes Schweben löst anmutiges Schreiten bei diesen Wanderungen durch nicht unbekannte Landschaften ab und weit ist der Blick und breit die Angriffsfläche für Gedanke und Träu...

Suppressive Acts I-X

Dass Stilistiken des Metal, Punk oder Rock auch im Bereich der Elektronica Niederschlag gefunden haben, ist inzwischen dank KID606, bLevin bLectum und Co. allgemein bekannt. Dass sich dieser Umstand jedoch nicht immer in lärmigen Noise-Orgien manifestieren muss, offenbar nicht. Anders bei Lesser, denn hier ist alles irgendwie subtiler, geschliffener, überlegter - zumindest auf der vorliegenden CD. Den Punk kann der Rezensent noch immer erkennen, ...

Earthquake Glue

Robbie hat's geschafft! Hurra! Mr. Pollard aus Bowling-Stadt Dayton, Ohio, macht den Michael Stipe so wie wir ihn wesentlich lieber haben: Schütterhaarig. Bierversoffen. Fleischbäuchig und grantelnd. Keine Spur Modebewusstsein oder Weltverbesserersnobismus. Seit 1986 knallt der Herr Grundschullehrer seine Paisley poppenden Popminiaturen auf das Garagentischchen. Liebdreiste Hymnen ohne Genierer und Verpackungssinn wie sie herzerwärmender nicht se...

The Civil War

When one wants to call for a different electronic music he faces sort of a happy few catalogue. All through the years and the Björk experience, Matmos has became indeniably one of these rare bands to provide orchestral different music with a taste for »grandeur and decadence«. »The Civil War« is really an amazing album, a real alternative to american musical history and in many ways a masterwork. Litterally civil war music but also the soundtrac...

The Civil War

Matmos sind nicht irgendwer. Nach vielbeachteten Alben und Kollaborationen mit KünstlerInnen wie Björk haben sie es eigentlich zu viel gebracht. Aber dann gibt es dieses klitzekleine Problem in Tagen wie diesen: Autechre - so meinen manche - haben mit 'Amber' eigentlich alles gesagt und Aphex Twin hat es mit dann 'Richard D. James' so weit übersetzt, dass es unter Garantie alle verstanden haben. DSP galore und dass wir derer heute dutzende haben,...

Noise in the Echo Chamber: Techno Animal

article_2601_techno_animal_01_150.jpg Zur Einstimmung: ein Artikel aus dem skug-Archiv anlässlich ihrer Wordsound-Tour, die sie vor rund zwei Jahren zusammen mit Spectre und Sensational absolvierten. Ein Teaser auf das Interview im skug #41.

Whitechocolatespaceegg

Wir erinnern uns: Als Liz Phair Anfang der 90er mit ihrem Debüt »Exile in Guyville« für gehörigen Aufruhr im Männergesangsverein namens »Indie-Rock« sorgte und sich schnell zur feministischen Ikone entwickelte, waren Texte der Güteklasse »I'll fuck you 'til your dick is blue« nicht die Ausnahme, sondern der Standard ihres von radikaler Direktheit geprägten Idioms. Vier Jahre nach der immer noch guten zweiten Platte präsentiert sich Liz Phair heut...

The International Playboy & Playgirl Record

  • Artist: Pizzicato Five
  • Label: Matador
  • skug : 38
Wo »Pizza Margherit« draufsteht, sollte auch ebendiese drin sein. Ist sie das, erwartet man sich etwas Bestimmtes davon. Werden diese Erwartungen erfüllt, genügt das in raren Momenten schon zur Glückseligkeit. Pizzicato Five können einmal mehr vermerken: Plansoll und Erwartungshaltungen auch 1999 zur Gänze erfüllt. Aus guten Gründen speist man zumeist aber doch anderwertig.

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