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Baba Zula – Notes Are Not Music

article_8535_baba_zula_2016_2_(c)_can__150.jpg Baba Zula is a psychedelic parallel universe whose heart and epicentre is located in Istanbul. Celebrating their 20th anniversary, the band released the compilation »XX«, which features a vast array of collaborators including Sly & Robbie, Mad Professor, Dr. Das of Asian Dub Foundation, and Alexander Hacke of Einstürzende Neubauten. Electric saz player Osman Murat Ertel, percussionist and machinist Mehmet Levent Akman, who together formed thi...

»Evolutsiya«

  • Artist: The Ukrainians
  • Label: Eastblock, Indigo
article_8495_evolutsiya_150.jpg Es gibt besoffene Ideen, die lange währen. Vor einem Vierteljahrhundert hatten die damals großen englischen Indie-Könige The Wedding Present die Idee, eine Peel Session mit rein ukrainischen Volksliedern einzuspielen. John Peel, die größte Radiolegende, die die BBC je hervorbrachte, hatte wie immer nichts dagegen und The Ukrainians waren geboren. Sie gingen bald ihren eigenen Weg, bevölkerten die Bühnen auf ungezählten Festivals und sorgten immer...

»Bound, Chained, Fettered«

article_8404_terry_lee_hale_cover_150.jpg Das ist die richtige Gelegenheit, um eine Lobeshymne auf einen Mann zu singen, der immer im Hintergrund oder an der Seite agiert: Antonio Gramentieri. Wenn der Italiener mit seiner Gitarre einen Songwriter begleitet, wachsen die Songs, sie werden glaubhafter, eingängiger und kaum jemand diesseits von Ry Cooder besitzt diese Gabe. Gramentieri ist auch die erste Anlaufstelle von Insiderhelden wie Dan Stuart und anderen amerikanischen Singer/Songwri...

»Loom«

article_8268_ms-john-soda-loom_150.jpg revs sind unter dem reiter text.
bitte nicht vergessen jene zu löschen die wer gerade online gestellt hat.

»Satt«

article_8278_snip_150.jpg Sie treffen aktuell einen Nerv: die Mittzwanzigerinnen Daniela Reis und Fritzi Ernst von Schnipo Schranke reüssieren mit deftigen Texten an der Geschmacksschranke und schlank instrumentierten Singalongs. Schon etwas beschwipst sollen sich die Girls erst getraut haben Rocko Schamoni ihr Demo in die Hand zu drücken, der dann den Deal mit Staatsakt einfädelte. Der Song »Pisse«, erstmals 2014 aufgenommen, bekam wegen eines pinkelnden Spatzis YouTube-...

Blues & Rhythm & Rollin’ Gumbo Feelin’ #2

article_8219_fourez_150.jpg In der zweiten Folge dieser neuen Review-Kolumne feiern wir gleich mal einen Abschied. Die vom britischen DJ Couple KEB DARGE & LITTLE EDITH herausgegebene Reihe ist mit »Legendary Wild Rockers Volume 5: A Collection Of Rare Rockabilly & Surf From The Fifties & Sixties« (bbe/Hoanzl) nun abgeschlossen. Keb Darge erlangte mit seinem Deep Funk Club im London der 1990er Bekanntheit und tat sich in diesem Bereich als hervorragendender Comp...

»The Spirit«

article_8198_true_spirit_cover_150.jpg Das pure Beharren an seiner Kunst festzuhalten und immer weiterzumachen nötigt mehr als Respekt ab. In jungen Jahren war Hugo Race Gründungsmitglied der Bad Seeds von Nick Cave, seither arbeitet er an seiner speziellen Form des leicht psycholischen Blues und nimmt in nächtlichen Sessions mit seiner treuen Stammband in Melbourne Song um Song, der sich an dem einen Thema des einsamen Mannes reibt, auf und am Ende steht immer das Gefühl, dass die Ni...

»Pom Pom«

article_8003_pom_pom_150.jpg Ich bin zu versext. Das neue Album von Ariel Pink hört auf den Namen »Pom Pom«, mit »Pom« wie in »Pombären«. Doch jedes Mal, wenn mir der Titel unterkommt, identifiziere ich ihn fälschlich als »Porn Porn«. (Jetzt verrate ich Ihnen mal ein schmutziges Geheimnis: meine Freundin liest bei den laktosefreien Milchprodukten im Supermarkt auch immer »free porn« statt »free from« und ich - seit sie mir unumwunden diese von mir als Zeichen sexueller Sehns...

»Turning«

article_7967_screen-shot-2014-10-06-at_150.png Neue Platten und zu früh gezogene Schlüsse: Ohne vorher die »Turning« beigelegte Presseaussendung gelesen zu haben, lege ich das neue Live-Album von Antony Hegarty auf und bin gleich zu Beginn bass erstaunt, welch grandiose Erhabenheit den Sänger und Pianisten mit seiner Band The Johnsons mittlerweile umgibt. Gesanglich scheint er auf der Höhe seiner Ausdruckskraft und auch die breit aufgestellte Band bindet herrlich sprießende Klangbouquets. Ers...

»Harmony Is Real: Songs For A Happy Holiday - Make My Day«

article_7895_the_living_sisters_150.jpg Selbst wenn man schöngeistige Harmonien auf den Tod nicht ausstehen kann und Pop-Kitsch wie die Pest hasst: die Folk-Pop-Supergroup aus Los Angeles trällert im vierstimmigen Frauen-Quartett (mit dabei: Eleni Mandell!) derart supertoll, dass man diesen Versionen von Traditionals (wie »Little Drummer Boy« oder »Jingle Bells«) und ausgefallenen Songs (wie »Baby Wants a Basketball for Christmas» oder den Ohrwurm »Kadoka, South Dakota«) kaum widersteh...

Die Neue Verkrampfung - Deutscher Diskursrock

article_7875_t2_150.jpg Wehleidig, glatt, einverstanden: Indie-Rock aus Deutschland war in den letzten Jahren oft eine wenig spannende Angelegenheit. Seit einiger Zeit aber machen wieder mehr und mehr Bands Sound mit Message und deutlichen Kanten. Gruppen wie Die Nerven, Messer, Candelilla, Trümmer und Zucker knüpfen damit an den lautstarken Antigemütlichkeits-Diskursrock der 1990er an.

The Beat Goes On ...

article_7867_megajaws_150.jpg Es gibt so ein Vorurteil gegen HipHop, das besagt, aus dieser Ecke würde eh nichts Anständiges mehr kommen. Stimmt leider sehr oft, aber eben nicht immer.

»A Waltz Of Our Hundred Kids«

article_7866_273_cover_front_150.jpg In der Jazzszene bekannt wurden die Tiroler Zwillinge Andreas und Matthias Pichler vor allem als Rhythmusduo für Wolfgang Muthspiel. Bereits als Kleinkinder sollen die 1981 Geborenen, die sich für »A Waltz Of Our Hundred Kids« (AWOHK) kurz Andreas Matthias Pilcher nennen, mit selbstgebastelten Klangkörpern experimentiert haben, woraus sich ihr beinahe symbiotisches Zusammenspiel entwickelt haben dürfte. Minimalistisch ist das Instrumentarium auf ...

»Krómantik«

article_7749_morrm_150.jpg Sich einfach mal so zwischen die Stühle setzen. Auf der Straße. Im Regen. Brr, kalt ist es. Eine Straße weiter fährt ein Bus vorbei, wir stehen an einer glasüberdachten Haltestelle, hinter uns eine gatschige Wiese, noch weiter dahinter ein paar trostlos wirkende Einfamilienhäuser. Und neben uns, vielleicht weil sie ein Anrainer einfach hier stehen hat lassen, ein paar Metallrahmenstühle mit durchgerissener Plastikbespannung. Wir könnten uns also ...

»The Enlightenment Machine«

article_7649_kahn_150.jpg Der Wahl-Berliner Khan ist nun als Großstadtnonne auf dem Album Label. Die Songs erzählen kleine Geschichten von verirrter Ethik, vertauschten Geschlechtern und billigen Weisheiten, die am Ende doch irgendwie stimmen. Inspiriert ist das Ganze von Brion Gysins Dreamachine. Lockgrooves mit ewigem Dreh des Plattentellers dienen hier als Basis aller Tracks. Dichte Dub-Echos, Live Percussions, Sub-Bässe oder das Cello der New Yorker Gastmusikern Julia...

»Lion City«

article_7642_dirt_150.jpg Lion City ist ein weiterer Ausschnitt der Sessions, die Chris Eckman und Hugo Race mit den Musikern der Ben Zabo Band und Mitgliedern von Tamikrest und weiteren Freunden während der dunklen Tage der Gewalt in Bamako, Mali einspielten. Die Gäste aus den Westen halten sich gewohnt im Hintergrund und so dominieren flirrende Gitarren, afrikanische Songstrukturen und Themen. Die Sessions sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie Überraschendes entstehe...

»Brush Your Teeth«

article_7564_beisspony-cover-300dpi_150.jpg Ein Münchner-Duo-Kollektiv aus zwei Mitgliedern und einem Heer mehr oder weniger eng assoziierter ZuträgerInnen. Der CD liegt z. B. ein Packen vom Künstler Klaus Erich Dietl gestalteter Einlegekarten bei, wie überhaupt die ganze Aufmachung so hübsch ist, dass ich ausnahmsweise sogar auf Vinyl-Nachbemusterung verzichte. Schön, effektvoll und erhaben wie die bis in den letzten Winkel gestaltete Verpackung ist auch die Musik selbst, mitsamt ihren vo...

»Foump«

  • Artist: Piho Hupo
  • Label: Buback Tonträger, Indigo
article_7547_pihohupo_150.jpg Das Cover zeigt zwei hingekritzelte Typen mit nacktem Hinterteil, die sich offenbar der fröhlichen Lattenbeschau hingeben (Artwork: Daniel Richter). Haha, was ist hier wohl gemeint? Der Pressetext verrät, was ich seit Jahren predige, Jazz ist Fitnessspaß für musizierende Zombies. Wer tatsächlich mit dem Anspruch antritt, »etwas Neues« zu machen, möge doch bitte den Begriff als Ganzes kübeln. Es ist ja reichlich Platz in der Impro-Hütte, muss ja n...

»Who's Bad«

article_7566_die-goldenen-zitronen-who_150.jpg Meine Freunde verspüren eine gewisse Zitronenmüdigkeit: Wiederholung (des fantastischen vorvorletzten Albums), Stillstand (mehr und verhalltere Elektronik werden angemahnt), Theateraktivitäten (eine Wiedereingliederungshintertür?), Dienstalter und Habitus (linke Popmännchen; beste, weil wahrste Jahre knapp vorbei) usw. Ich weiß nicht so Recht, verstehe aber: Derlei Kritik erzählt vor allem von einer Bedeutung, aus der sich wiederum das Recht zur ...

»Inland Empire«

article_7407_inlandempire_cover_800_150.jpg Die Hügel, Täler und Berge des »Inland Empire« sind in das gleiche tiefe, minerale rot, gelb, grün und blau getaucht, wie die des bemalten Frauenkörpers vor der Landschaft von »San Fernando«, der letzten Platte von Das Weiße Pferd. Und schaut man genau hin, kann man zwischen all den nackten, geschlechtslosen Männern, den Bandmitgliedern der achtköpfigen Münchner Band, die sich dort auf dem Cover von »Inland Empire« tummeln, wieder bemalte Frauenk...

Fass, EP! Fass!

article_7397_camilla1_150.jpg Eine kleine EP-Rundschau quer durch den Gemüsegarten, feat. Erik Friedlander/Scott Solter, Amiina, Tschok, Marcus Fjellström, FKA twigs & Camilla Sparksss.

»More Light«

article_7161_primal_scream_-_more_ligh_150.jpg Primal Scream können ja vieles ganz gut, doch das halluzinogeninduzierte Träumen stand ihnen dann eigentlich doch immer besser als der Versuch, more rolling als die Stones zu sein. Der endete nämlich im schlimmsten Fall in solch erbärmlichen Songs wie »Country Girl« von 2006. Von dieser Warte aus betrachtet ist »More Light« eh ganz gut gelungen, schließlich ist die erste Single »It's Alright, It's Ok« wieder einmal Stones auf gut. Doch die Qualit...

»800 % Ndagga« + »Versions«

  • Artist: Mark Ernestus presents Jeri-Jeri
  • Label: Indigo, Ndagga
article_7149_markernestus_150.jpg Für diese beiden CDs hat Mark Ernestus (Basic Channel, Rhythm & Sound) einen weiteren Schritt »zurück« in die Geschichte gemacht. Dass bei R&S immer schon ein Interesse für Rootsforschung vorhanden war, darf als bekannt angenommen werden. »800 % Ndagga« ist traditionelle Tanzmusik aus Senegal und Gambia, hierzulande vielleicht besser bekannt als Mbalax. Ähnlich wie bei den jamaikanischen Musikexkursionen, gab es ein Initiationserlebnis, d...

»Sons Of Rogues Gallery II«

article_7145_rogues_150.png Die Idee soll Johnny Depp während der Aufnahmen zu »Pirates Of The Caribbean« gekommen sein, da ist man ja über weite Strecken total unterbeschäftigt. Regisseur Gore Verbinski soll gleich drauf angesprungen sein, ein Album zu Thema Piraten- und Matrosenlieder zu machen. Also Projektkoordinator wurde Compilation-Kapazunder Hal Willner aufs Schiff geholt, ANTI setzte sich freudig ans Label-Ruder. »Rogue's Gallery- Pirate Ballads, Sea Songs And Chan...

»Otherworldly«

article_7097_thepyramids-otherworldly-_150.jpg When Afrobeat met with Kosmischer Jazz! Angeregt von den psychedelischen Spirenzchen von Größen wie Pharaoh Sanders und Alice Coltrane Ende der 1960er und adäquat parallel inspiriert von den weißeuropäischen Illuminatoren des Kraut Rock und Space Rock, taten sich in der ersten Hälfte der 1970er etliche Big Bands auf, die BeBop und Ensemble-Funk ins LSD-Zeitalter transzendierten. Sun Ra und sein Arkestra oder das Art Ensemble of Chicago waren die ...

»Heart Mutter«

article_7029_candelilla_heartmutter-co_150.jpg Der Besuch in Steve Albinis Studio in Chicago hat sich für Candelilla schon allein wegen der guten PR gelohnt. Denn er sicherte der Münchner Band Land auf, Land ab jede Menge Aufmerksamkeit. Eine, die sie zwar fraglos auch ohne die Pixies-, Nirvana-, etc.-Produzentenlegende verdient, vielleicht aber nicht bekommen hätte. Das mit Sicherheit nicht gerade billige Unterfangen beweißt auch, wie ernst es das Quartett mit ihrem mal sperrigen, mal harmon...

»Farnschiffe«

  • Artist: The Schwarzenbach
  • Label: Indigo, What's So Funny About, Zick Zack
  • skug : 93
article_6898_schwarzenb_150.jpg Der Metal-Fan, Marxist, ex-spex-Chefredakteur und manisch Schreibende Dietmar Dath und das Kammerflimmer-Kollektief sind jetzt also eine Band. Vorbote von The Schwarzenbach (benannt nach der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach, 1908?1942, wie sie sich jetzt nennen) war bereits das zusammen produzierte Musikbuch »Im schwarzen Garten« von 2009, bereits davor gab es einige gemeinsame Auftritte in Theatern. Auf »Farnschiffe« legt Dath seinen Spr...

Comunidad Internacional

article_6819_fanga_150.jpg Die musikalische Weltreise beginnt mit einer Rumba congolaise. Nach einem Zwischenstopp bei frankophiler Gnawa-Musik aus Marokko landen wir im rockenden Nigeria. Analog Afrika beweist wieder einmal die Grenzenlosigkeit der Musik und schlussendlich entführt uns Harri Stojka nach Indien.

»Delta Swamp Rock Vol. 2«

article_6822_deltaswamp2_150.jpg Die Compilation-Champions von Souljazz stürzen sich endlich verstärkt auf die Randbereiche des Country und schließen auf Teil 2 nahtlos an die beinahe makellose Einführung des ersten Teils an. 20 handverlesene Songs zwischen Country, Rock und Soul aus den Jahren 1968 bis 1975 werden dem Hörer präsentiert und wer wissen will, wie Cher den einzigen Hit von Buffalo Springfield »For What It's Worth« anlegt, der kann hier seine Neugier befriedige...

»Fade«

article_6792_ole-994-yo-la-tengo-fade_150.jpg Was darf man von einem 13. Album verlangen? Im Normalfall die Wiederkehr des Immergleichen und hundert Beteuerungen, dass dem diesmal nicht so ist. Hier geht es aber um Yo La Tengo, einer Band die sich der Kraft von Sounds und Songs immer schon sehr bewusst war und dabei eigentlich noch nie enttäuscht hat. Ihr Spiel mit sich entfaltenden Songs, der Stille im Lärm und der Kraft des einzelnen Tons bleibt spannend und das vor allen wegen der noch im...

»Bum Bum«

article_6663_bumbum_150.jpg Das wird schwierig, die Lobpreisungen des Pressetexts noch zu übertreffen, vor allem, da es wenig dagegen zu halten gibt. Mastermind des Andromeda Mega Express Orchestras ist der Berliner Daniel Glatzel, seineszeichens Komponist, Dirigent und ... Schnittmeister. Denn der »Witz« hier besteht darin, mit orchestraler Besetzung ein Kaleidoskop an Stücken, Fragmenten, Tonspuren einzuspielen, und diese dann im Studio nochmal gehörig durch den Fleischwo...

»The Laughing Stalk«

article_6649_wovenhand_150.jpg Nach einer Dekade und sechs Studioalben wird David Eugéne Edwards (16 Horsepower) einstiges Nebenprojekt einer Frischzellenkur unterzogen. Bassist David Pascal Humbert und Drummer Jean-Yves Tolà verließen die Band. Ersterer unterstützt, wohl aus finanziellen Gründen, fortan seinen Vater auf dem Weingut in der Nähe von Bordeaux. Andererseits wirkte das diesjährige »Live At Roepan« leider ja bereits recht uninspiriert (siehe CD-Rezension auf s...

Geschichtsklitterung ist machbar!

article_6539_00o_150.jpg Nach dem letztjährigen Jubiläumsrummel (Boxed-Werkauswahl, Neuveröffentlichung des Debüts) gibt es nun wieder eine neue F.S.K.-Platte, auf der sich die Gruppe nostalgiefrei in einem Wust aus 33 Jahre Band- und 1.000 Jahre Popgeschichte zurechtzufinden versucht

Comunidad Internacional II

article_6565_bunnym_150.jpg Bunny Marrett, Dan Ratchet, Bucky Leo & Black Egypt! Bristol Archive Records (Broken Silence) machen weiter Verschollenes aus Bristols Reggae-Szene der Siebziger und Achtziger zugänglich, dieses Mal zwei Alben, von denen eines 1986 erschienen ist, das andere in eben jenem Jahr hätte erscheinen sollen:

»Spirituals«

article_6413_gmoebius_150.jpg Stotter-Splutzer-Splatter-Ratz-Fatz-Funk in heiligster Dissonanz. Und Gospel obendrein, Gott bewahre! Rumms Au Cologne steht bei Herrn Möbius jetzt massiver am Zepter als zuvor lowes Berliner Groove-Strecken oder Hamburger Zippel-Zappel. Sie meinen, die Lautbeschreibungen wären albern. Dann hören Sie doch diese Platte! Wie Mouse on Mars hat man den Prince gefressen und zetert im Wohnzimmer-Eigenbau Soul durch das Spaghetti-Sieb über ein Kammer-En...

»Boys & Girls«

article_6373_alabama2_150.jpg Nach ihrer feinen Four-Track-EP im Vorjahr (hier nachzulesen) wartet die an Janis Joplin gemahnende Frontfrau Brittany Howard nun mit dem Debütalbum ihrer Alabama Shakes auf. Kürzlich bezeichnete das renommierte britische Musikmagazin »NME« Alabama Shakes sogar als the World?s Greatest New Band, was natürlich nur dann stimmt, wenn man in den Sixties hängen geblieben ist oder Amy Winehouse als State of Pop missversteht. Obwohl Alabama Shakes wiede...

»Blunderbuss«

article_6356_jack-white-blunderbuss-60_150.jpg »I got some words for your ass, you better find somebody else up the street.« (»Trash Tongue«). Dem als Egomaniac verschrieenen Jack White sind mit der Drummerin Meg White also Ehefrau und The White Stripes flöten gegangen. Verwunden hat er das noch nicht, im Gegenteil, sein erstes Soloalbum widmet er praktisch den maliziösen, hinterhältigen Frauen - was vom künstlerischen Standpunkt aus ja nicht das allerschlechteste sein muss. Während man ...

»Give« | »Wait For Me«

article_6234_bbb1_150.jpg Also mal vorweg: Paul Simon kann mich am Arsch lecken. Was er 1986 mit dem fragwürdigen Meilenstein »Graceland« aufführte, war nichts als die politisch korrekt versteckte Süßholz-Exploitation: Die Zergatschung südafrikanischer Mbaqanga-Rhythmen zu Apartheid-Zeiten in Post-Folk-Bambi-Mantren war erfolgreichst, wegbereitend und in seinem dunklen Herzen zum Kotzen. Der ewige Student am dritten Kolonialisierungsweg mit Wanderklampfe und Retterin...

»s/t«

article_6221_orcas_150.png Leise Alben, die aufhorchen lassen, freuen immer wieder. Das selbstbetitelte Orcas-Debüt ist so eines und die Nebel lichten sich, wenngleich es sich der Hörer im trüb-verschleierten Sound-Ambiente wohlig einrichtet. Soll heißen: Hierauf verströmen Benoît Pioulard und Rafael Anton Irisarri Ambient-Pop-Grandezza. Dank Pioulards Haze-Pop-Hintergrund lauscht man neun verwaschen klingenden Songjuwelen, die allerdings der mit allen Wassern des Pos...

»Between The Times And The Tides«

article_6217_leeranaldo_150.jpg Jede Rockband hat ihre Zeit. Die Zukunft seiner Stammformation Sonic Youth ist nun ungewiss, da sich das Traumpaar, Kim Gordon (58) und Thurston Moore (53), nach siebenundzwanzig Ehejahren im vergangenen Oktober getrennt hat. Nun legt der sogenannte andere Gitarrist von Sonic Youth, Lee Ranaldo (sein avantgardistischer Ansatz inspirierte einst Kurt Cobain) mit seinem ersten Popalbum nach. Experimentelles und avantgardistisches spart Ranaldo hier ...

»Karton City Boom«

article_6141_shazalakazoo_150.jpg Wenn Shantel schon länger (bzw. auch schon immer) nervt, die Kombination aus Balkanfolklore und elektronischer Tanzmusik in der Disco prinzipiell jedoch nicht gleich für eine gelangweilte Flucht zur Bar sorgt, dann könnte möglicherweise das serbische Produzentenduo Shazalakazoo zu überzeugen wissen. Als »Folkstep« bezeichnen Milan Djuri? und Uroš Petkovi? ihren musikalischen Hybrid aus Brass- und Bass-Musik. Balkan-Folklore trifft hierbei auf ein...

»Watered Lawn«

article_6056_raleigh_150.jpg Der Rasen eines in Sacramento gelegenen Vorgartens wurde mit Animal Collective respektive Panda Bear und den Dirty Projectors nahezu geflutet. Ähnlichkeiten zu letzteren liegen da zum Teil auf der Hand, so war Raleigh Moncrief etwa bei der fabulösen Projectors-LP »Bitta Orca« als Co-Produzent tätig. Sein musikalisches Debüt hält sich jedoch mit ?berraschungsmomenten vergleichsweise zurück. Angesiedelt irgendwo zwischen verspielten Beat-Arran...

»Bigamy: More Songs from the Monogamy Sessions«

  • Artist: Tim Kasher
  • Label: Affairs of The Heart, Indigo
article_5956_bigamy_150.jpg Tim Kasher: »Bigamy: More Songs from the Monogamy Sessions« Affairs of The Heart/Indigo Boy songs, alternative ways leaning towards pop and forever hymns. Very well made, played, acted, sustained, accompanied, delivered, offered, meant etc. But one point can take away your attention: from the first chord you constantly try to remember who else you've heard doing it before, a while ago already (Oasis?). Speechless. Noël Akchoté

»We Sink«

article_5818_soley_150.jpg Sóley: »We Sink« Morr Music/Indigo Mit Island sind mittlerweile viele Klischees verbunden (nach Björk und neuerdings dem Vulkan), das ist aber kein Grund, jetzt aufzuhören. Sóley erschafft ihre eigene Welt, findet ihre eigenen Worte und Klänge, breitet ihre eigenen Gefühle vor uns aus. Zwischen Intimität und Erzählungen, nah und fern, von ihr zu uns. Dabei kann ich nicht einmal genau beschreiben, was mich daran am stärksten fesselt, vielleicht ih...

Kreisky: Problemmusik zweiter Ordnung

article_5805_kreisky1_150.jpg Zum heutigen Welttierschutztag das neueste Video von Kreisky sowie der Artikel aus skug #87 samt Oktober-Tourdaten.  Jetzt mal im Ernst: Sind Kreisky tatsächlich so wütend, wie mindestens jeder zweite Medienbericht glauben machen will? Sind sie wirklich nur das allerneuste Betriebssystem für die uralte Selbstaussprache-Idee des Rock? Spielen Kreisky denn überhaupt Rock? Oder ist das alles nur Theaterdonner? Und warum machen sie dann nicht g...

»Felt«

article_5766_felt_150.jpg Habe ich schon verraten, dass ich Minimal Music liebe? Und damit meine ich nicht, was in der tanzaffinen Elektronik darunter verstanden wird, sondern jene lost episode in der Modernen Klassik, die uns Leute wie Terry Riley, Steve Reich, John Adams oder Philip Glass gebracht hat. Manches davon war zugegeben recht nervig, manches wiederum großartig. Nils Frahm mag diese Musik auch. Noch mehr aber hat er sich in seinen Kopfhörer verliebt. Weil ...

Die Band als Kibbuz

article_5719_diska_150.jpg In der Wiedereinführung des historischen Bandmodells um 2000 wurde der alte Wunschort Band meist nur einfältig zitiert. Wie lässt sich das alte Versprechen »Band« heute noch füllen? Auf »Life Through The V« zeigen dis*ka, dass Bands nur so gut sein können wie ihr Kontext.

»Dirty Thing«

article_5704_telekinesis_150.jpg Ein singender Schlagzeuger, dessen Debüt durchaus gefiel, bringt nun eine EP mit fünf Songs, davon zwei neu, einer gebraucht, und zwei gecovert. Das Ganze erscheint digital im August, und physisch Anfang Oktober. Alles selbstgemacht, wird beteuert, zuhause mit dem grottenschlechten Mikro des MacBook, als Hommage auf die Lo-Fi-Kultur. Ja, wow! Als Student des Liverpool Instititute for Performing Arts von Paul McCartney unterrichtet, sollte es eine...

BKO

article_4929_bko_dirt_150.jpg Wenn Chris Eckman für die Walkabouts arbeitet, kann man ihm ruhig das Prädikat »Langeweiler unterwegs« umhängen. Als Produzent und Solokünstler entfaltet dieser neugierige und nebenher auch gescheite Geist seine wahren Talente. Mit den Weggefährten Hugo Race und Chris Brokaw reiste er auf Anregung und Einladung der famosen Band Tamikrest nach Mali und in drei Tagen wurden die Songs geschrieben und eingespielt...

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skug empfiehlt


Tue 14.03.2017 20:00: [~29.4.] frotzler-fragmente | schauspielhaus | vienna

Wed 26.04.2017 20:00: kasperlmaschine: maschinenkonzert 6 | echoraum | vienna

Wed 26.04.2017 20:00: molden | resetarits | soyka | wirth | stadtsaal | vienna

Thu 27.04.2017 : 15 jahre fluc fest | fluc | vienna

Fri 28.04.2017 : [~6.5.] donaufestival – du steckst mich an | diverse @ krems |


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