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Comunidad Internacional

article_5395_carta_150.jpg Die beste Compilation aus dem Fundus der World-Music-Reissues kommt dieses Mal (wieder) vom Label Soundway und ist »Cartagena! Curro Fuentes & the Big Band Cumbia And Descarga Sound of Colombia 1962-72« (Hoanzl) betitelt. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Nebenbei-Hören der vorschnellen Ansicht war, dass das schon wieder eine Ansammlung von Songs (von mir nicht bekannten Bands) mit klassischen und bestens bekannten Cumbia-Rhythmen sei. W...

Return of the Wu (Mixed by Mathematics) // Malice N Wonderland

  • Artist: Wu-Tang // Snoop Dogg
  • Label: Gold Dust/Hoanzl // Priority/Capitol
Gutmeinende sagen, das sei ein »mixed bag of goodies« von Snoop Dogg. Aber wo sind da die »goodies« bitte? Die Zeiten, wo man seine Alben empfehlen konnte, gibt es schon gar nicht mehr - und die Muster wiederholen sich, nur dass sie halt immer schlaffer, belangloser werden. Nun ist das vermutlich bei vielen Superstars so, und es gibt bei alten Fans vielleicht diesen Reflex zum zwanghaften Kaufen. Obwohl das schon ziemlich ...

The Neville Brothers, Jazz Fest Wien im MQ, 7.7.2006

Original New Orleans Fonk - vitale Musikgeschichte, ein Konzert der Superlative.

»Mega Reggaeton«

Betrachtet man die (nicht so kurze) Geschichte des Genres Reggaeton (und den Stil, der ja von Cubaton bis Bhangraton international wurde) und was darüber hierzulande (eher nicht) geschrieben, aber georakelt, prognosiziert, rezensiert und geurteilt und vor allem aber nicht gewusst und verstanden wurde und wird; wenn man zudem auflistet, was uns hier tatsächlich von dieser Musik erreichte (die Betonung liegt auf »was«, nämlich zu viele schlec...

»Timeless«

Es ist exakt zehn Jahre her, dass Sergio Mendes seinen letzten Longplayer (»Oceano«) veröffentlicht hat. Selbst Leute (wie ich), die »Arara« (1989) und dann v.a. das Grammy-gekrönte »Brasileiro« mit dem jungen Carlinhos Brown (1992) schwer begeisterte, vergaßen Sergio Mendes in der Hektik der 90er Jahre. Nun ist er mit einem Paukenschlag zurück! Und das hat nicht bloß mit der keine Kosten und Mühen scheuenden Marketing-Offensive...

»Welcome to Jamrock«

  • Artist: Damian Marley
  • Label: Tuff Gong/Universal
Mit »Confrontation« macht Damian einen deftig proklamatorischen Einstieg, der wie Big Audio Dynamites Post-Punk-Reggae aus einer anderen Epoche herüberläutet, um unmittelbar darauf mit »There For You« in ein wie von I-Wayne süß hingehauchtes Lied (wenngleich mit viel versöhnlicheren Lyrics) hinüberzukippen. Anschließend der jamaikanische Überhit des Jahres, »Welcome To Jamrock« (»World-a-Music« von Ini Komoze/Sly& Robbi...

»Ancestry in Progress«

Das fünfte Album seit Bestehen von Zap Mama 1990, vom Remix-Album 2001 einmal abgesehen. Das letzte liegt fünf Jahre zurück. Offensichtlich afrikanisch ist am aktuellen eigentlich gar nichts mehr, von gelegentlich anklingenden zairischen Gitarren einmal abgesehen. Das macht aber nichts; »Ancestry in Progress« ist ein sehr starkes, entspanntes, souliges HipHop-Album geworden (wohin die Reise eh schon seit '97 ging), mit Partizipationen aus ...

Comunidad Internacional

Latin, Salsa & Timba. Dem erfreulichen Konzert von DAVID CALZADO Y LA CHANGARA HABANERA im Wiener Floridita Ende Jänner war ein neues Album, »Buena Honda« (»kubanische« Vorabkopie), vorausgegangen: Es fällt gegenüber »Soy Cubano, Soy Popular«, dem Meilenstein von 2003, klar ab - falls man nicht ein ausgesprochener Liebhaber von Latin-Lover-Songs ist. Einige karibische Crossover-Songs, u.a. auch ein gemäßigter Reggaeton-Verschn...

Daddy G. & DSL - Flex, 5. 2. 2005

  • Artist: Daddy G & DJ DSL
Großes mediales Händeklatschen zu Daddy Gs »DJ Kicks«-Album (k7/Soul Seduction). Nachdem das Wunderding endlich im Discman rotiert, bin ich erstaunt: schön, sehr schön, aber halt altbekannt. Mitt-80er- bis Mitt-90er-Stoff. Rare? - Ich meine, ob jetzt ein Remix ein bisschen mehr so oder so ist ...? DSL, etwas Kids-kompatibel, funkig, o.k. Beim Reggae-Rework von »The Wall« klopft mir ein baumlanger Youngster auf die Schulter: »Ich d...

HipHop - Ober- und unterhalb der Gürtellinie

  • skug : 61
Good Rockin Rappinhood. ARRESTED DEVELOPMENT: »Among the Trees« (Edel). Gehören sowieso zu den Guten. Und sind wieder ganz oben auf - wovon man sich fünf Good-Vibes-Tage in Serie im Wiener Birdland überzeugen konnte - und mit diesem stilistisch breit ausufernden Album erst recht, auf dem funky Speech & AD den schmalen Grat Charts-kompatiblen HipHops entlang balancieren - traumwandlerisch sicher, check this! - MOS DEF: »The New Danger« (Gef...

Comunidad Internacional

  • skug : 59
Kürzlich war ich wieder einmal in Kuba. Freunde besuchen, herumfahren, Musik hören ... An erster Stelle Dank an die Freunde für die Informationen, auch die Musik betreffend. Ich bin also mit zirka 50 neuen Tonträgern zurückgekommen, 90 Prozent davon Cuban Salsa & Timba aus den letzten drei Jahren, womit die Lücke seit meinem letzten Besuch im Frühjahr 2001 halbwegs geschlossen wäre. Swing Am 21. und 22. Mai im Wiener Porgy & Bess: David Murray mi...

Brasil Flavors

DA??DE ist in den CD-Läden beharrlich unter Afrika eingeordnet: Weil sie auf einer früheren CD »Pata Pata« interpretierte oder weil ihre Heimatstadt Salvador de Bahia nicht nur musikalisch die afrikanischste der Neuen Welt ist?

Live in Vienna

Es ist fast müßig, jetzt noch etwas über den orchestral erweiterten Set, der über das Porgy & Bess hinwegfegte und live auf besagtem Album festgehalten wurde, zu schreiben. Ich denke, es gibt niemand, der dieses fantastische Arrangement von funkigen Bässen, jazzigen Hörnern, orientalischen Percussions und Streichern, Turntable-Artistry, swingendem Piano und souligen Vocals und, und, und ... noch nicht gehört und gekauft hat, das Orient und ...

Urbs & Cutex - HipHop Talks!

Im Herbst 2003 lancierten Urbs & Cutex ihr neues Album »Peace Talks!« (Hongkong Recordings/Soul Seduction), mit dem sie erfreulich entspannt dem Goldenen Zeitalter klassischen HipHops die Reverenz erweisen.

Islamic Inflexions

Ein anderes Afrika, als das, an das man beim Namen »Afrika« sogleich denkt. Und ein weiter Bogen von Ägypten über Mali bis Gibraltar. Dennoch gibt es - hörbare - Gemeinsamkeiten.

Zion High

Die Kette essenzieller Re-Releases von Blood and Fire reißt nicht ab. Diese Ausgabe (Seriennummer 43) ist das mehr als rare Ranking-Joe-Album »Round the World« von Ende der 70er. Den Songs hat man dieses Mal zur Illustration sechs der ursprünglichen Cuts (von Dennis Brown und Black Uhuru) beigefügt (siehe auch Dennis Brown »The Promised Land«, 1977-79), auf deren Riddims Joe reitet. Ranking Joe gilt als das Bindeglied zwischen der alten Cha...

¡Vamos! Latin Hits Vol.13

Die Serie des Hamburger Labels, im skug mehrmals gewürdigt, machte mit »Original Hits from Colombia« kürzlich das erste Dutzend voll. Eine unverzichtbare Compilation mit Songs von John Lozano, Paquito Baron und Las Estrellas del Ayer, die ihresgleichen sucht. Da müsste Vol.13 naturgemäß ein wenig abfallen ... Cantoamerica beginnen das Album (Untertitel: »Salsa from Costa Rica«) ein wenig orientierungslos: Zwei Calypsos, die letztlich nicht ...

The Owners

article_1869_owners_150.jpg Es war, als hätten alle, wirklich alle auf diese CD (mit Copyschutz; das Vinyl um 30,- ??) gewartet. Auf eine neue Gangstarr ... Und dann kann man endlich wieder mal etwas pushen, das anders ist als die ganze Triphop-Elektro-Lounge-Kacke, die man plichtgemäß auf die Besten-Liste neben großtönerischen MOR und schnuddelige Gitarren-Credibility stellt, weil... Mit Gangstarr kann man ja auch zeigen, dass man eigentlich was versteht von Blac...

Mille & une Nuits

Nach diversen remixten Arab-Pop-Tunes stand ein House-Remix klassisch arabischer Musik bei einem westlichen Major an. In den arabischen Metropolen gab es seit geraumer Zeit schon einige solcher Mix-Tapes und -CDs: meist mit Etiketten wie »Belly Dance«, wegen der knallenden Beats, bei uns zu Unrecht scheel angesehen, oder »Techno Arabia« und »Oriental Western«, womit gleich einige Hinweise auch auf die Ausrichtung von »Mille & une Nuits« gegeben w...

Un Gran Dia En El Bario

  • Artist: Spanish Harlem Orchestra
  • Label: Ryko
  • skug : 53
»This record is Spanish Harlem's answer to Cuba's Buena Vista Social Club«, steht am Außencover dieser CD. Das ist pures Marketing und entbehrt jeder Grundlage. Bestenfalls sollte es heißen: Dieses Album fordert die »Buena-Vista«-Fans heraus, sich auch den schärferen, härteren, moderneren Formen des Latin zu stellen. Ein Allstar-Line-Up von Herren zumeist gesetzteren Alters durchschreitet festen Schritts diverse Spielarten der Clave: ...

Studio Don

  • Artist: Lightning Head
  • Label: Best Seven
  • skug : 53
Dieses Album bekam rundum beste Kritiken. Und es verdient sie auch. Mit Erstaunen hören wir ein Paradoxon: ein opulentes, völlig abgedrehtes, irrwitzig-witziges & zugleich minimalistisches Album. Bigga Bush, hörbar eine Hälfte von Rockers Hi-Fi, bedient sich hier riddimweise von Rio über Port of Spain und Kingston bis Havanna, New Orleans und New York bei allem, was irgendwie zusammengeht. Und es geht viel. Die Titel sprechen für sich: »Raggasals...

Liberté

  • Artist: Kad Achouri
  • Label: Sterns
  • skug : 53
Jemand hatte das Kad-Album unter Orient eingereiht, wo es gänzlich falsch stand. Außer dem Namen, der auf berberisch-algerische Eltern zurückgeht, ist an dem jungen Künstler und seinem Debut kaum etwas Orientalisches, wenn man vom letzten Lied absieht, das indisch inspiriert ist. Kads Musik ist nicht festlegbar. Popmusik? Moderne Chansons? Weltmusik - was heißt das schon? Kad bedient sich, wie Manu Chao, dort, wo's gerade passt. Wenn ...

Comunidad Internacional

Es gibt Leute, die glauben, die musikalische Entwicklung Kubas habe seit der Revolution stagniert. Falsch verstanden! Die wichtigsten Impulse für das Quartier Latin kamen und kommen aus Kuba. Das müssen selbst die Exil-Kubaner in Miami gerade heute wieder zur Kenntnis nehmen. Kenner behaupten, der aktuelle Sound Kubas, die Timba, sei der wichtigste Stil der letzten 50 Jahre. Ihr widmet das Label Manteca eine seiner besten Compilations. Sie hei&sz...

Moffou

Jeder hat sein Lieblingsalbum von Salif Keita; für die meisten wird dies »Soro« sein. Meines war bislang das funkige »Folon«. Jetzt könnte es »Moffou« werden. »Yamore« ist ein wunderschönes Lied, das Salif Keita für sein Duett mit Cesaria Evora geschrieben hat, ein Lied, das sozusagen eine ganze musikalische Kolonialgeschichte ist, eines jener Lieder, das ewig dauern könnte (und tatsächlich hat es knappe 8 Minuten). Es klingt immer übertrieben, w...

Vol. 1

  • Artist: Youssou N'dour et le Super Etoile de Dakar
  • Label: Ixthuluh
  • skug : 51
Jetzt werden die Archive der diversen Studios des Senegal geplündert wie zuvor jene von Kingston und Lagos. Und recht so. Das Material dieser CD stammt aus dem Jahr 1982, das als Geburtsjahr des Mbalax-Stils gilt, der heute noch (»nouveau mbalax«) gültig ist (Rap ist trotz einiger aktueller Compilations noch immer eine Randerscheinung.). Erstaunlich eigentlich, wie modern diese Aufnahmen klingen, auch wenn heute zumeist schroffer akzentuiert wird...

Emigrante

  • Artist: Orishas
  • Label: EMI
  • skug : 51
Was lange währt, wird endlich gut? - Ja, wenn auch bei erstem Anhören nicht so anders, als das Debut »A lo Cubano«, das 1999, also vor mehr als zwei Jahren, erschien. Warum mir dieses Album dann schließlich trotzdem besser gefällt als das erste? Weil es schöner ausgearbeitet und aufgebaut ist. Die inzwischen nur noch drei Orishas haben dazugelernt, insofern sie ihre Songs individueller anlegen, besser ausfeilen, Samples, Instrumente und Voc...

Big Men - Rai Meets Reggae

Rai und Reggae, das war (und ist gelegentlich noch) Rebel Music. Aber darum geht es auf diesem Album nicht. Die Produzenten, Martin Meissonnier und Guillaume Bougard, Chef des Indie-Labels Tabou 1, hatten die Idee, eine Runde von Rai-Allstars wie Mokhtar Samba, Tarik, Fadela oder Khaled nach Kingston einzufliegen und mit der Creme des Dancehall-Reggae, allen voran Crossover-Spezialisten Sly und Robbie, jammen zu lassen. Die Mikrofone teilten sich...

¡Vamos! Latin Hits Vol.8-10

Drei neue Compilations mit den Hits, die die Menschen Lateinamerikas und der Karibik bewegen - und auch hierzulande ein paar Leute. Die Interpreten sind uns von den ersten sieben CDs bekannt: Karibe, Melody, Batido House Band, Latinos Band und einige mehr, die die gängigen Hits und Rhythmen von »La Bomba« bis »La Novela« locker aus dem Handgelenk schütteln. Das ist recht nett und mag auch durchaus der ausreichende Soundtrack zum Abkühlen bei eine...

Canta Angola

Ein kleiner, feiner Einblick in die Musik Angolas, der man die enge Verwandtschaft zur Musik aus den anderen ehemaligen portugiesischen Kolonien deutlich anhört: So erinnert der populäre Stil Semba nicht von ungefähr stark an die brasilianische Samba. Zu den Bläserarrangements könnten einem ohne weiteres die Kapverden einfallen, und selbst Portugal hat seine schwermütige Note hinterlassen. Mol-Akkorde gehen hier problemlos mit Up-Tempo-Rhythmen z...

Noites Do Norte Ao Vivo

Ich bin erstens kein Fan von Live-Alben, und zweitens halte ich die »Für die Insel«-Frage für bescheuert: Wie sollte man über Monate nur eine Platte aushalten? Dann lieber keine Musik! Aber bei Caetano Veloso muss ich eine Ausnahme machen: Ich glaube, dass ich mit dieser Live-Doppel-CD des wahrscheinlich größten brasilianischen Musikers über einige Zeit mein Auslangen finden könnte, und auch über das gelegentliche Klatschen und Mitsingen de...

Electric Sufi

  • Artist: Youssef Dhafer
  • Label: Enja
  • skug : 49
Der Titel des Albums ist zwar etwas irreführend, aber »Electric Sufi« ist ein »Jazz-Album«. Ein Jazz-Album unter Anführungszeichen und mit Sufi-Vocals, wenn man das so vereinfacht sagen will; ein Album jedenfalls, mit dem der in Österreich lebende Tunesier internationale Beachtung findet. Völlig zu Recht. Die Musik des Albums wurzelt im ethnisch offenen, gelegentlich etwas esoterischen 70er-Jahre-Jazz, wie er u. a. vom ECM-Label gepflegt wur...

The Drummers of the Nile Go South

Musik aus Ägypten, wenn man von Staatsgrenzen ausgeht. Musik vom Nabel der Welt, wenn man etwas mystisch, aber nicht ganz unrichtig argumentiert. Diese Musik jedenfalls kann man in den Metropolen Kairo und Alexandria nicht so einfach kaufen. Es ist Musik von einer im Nasser-Sozialismus begrabenen Kultur, vom tiefen Grund des Assuan-Staudamms, die sich aber mit den abgesiedelten Menschen über ganz Ägypten und die Welt verteilt hat und he...

Push It to the Max

Sieben Remixe von fünf Zap -Mama-Songs auf dieser knapp 40-minütigen EP. Unter den Männern, die da Hand angelegt haben, illustre Namen wie King Britt oder Michael Franti, die einen völlig herabgefahrenen Mix von »Poetry Man« beisteuern, der erst gegen Ende hin seine stärksten Seiten zeigt. Das Ergebnis ist durchwegs gediegen, bezüglich Fingerspitzengefühl für Beats immer ein Atzerl über dem notorischen Lounge-Sound. Und mit dem 8-minütigen »Nosta...

Marakeb

  • Artist: Marwan Abado & Peter Rosmanith
  • Label: Iris Musik
  • skug : 50
Ich nehme einmal an, dass das hier, in Wien, »Minderheiten-Musik« ist. Tragischerweise, denn diese Musik ist von hoher musikalischer Qualität, wunderschön anzuhören und grenzüberschreitend in vielerlei Hinsicht. Orientalische Musik, die man auf Anhieb aber keiner bestimmten Region bzw. Genre zuordnen könnte. Der Libanese Marwan Abado, Laute, gelegentlich Gesang, und der Österreicher Peter Rosmanith an diversen Perkussionsinstrumenten legen i...

Colombia

Das Label mit dem Namen eines kolumbianischen Flusses, das seit einem halben Jahrzehnt äußerst erfolgreich Dutzende Alben mit Musik aus aller Herren Länder veröffentlichte, widmet erstmals eine CD ausschließlich Kolumbien. Auf »Colombia« wird wie bei anderen Länder- oder Regional-Collections auf Experimente in Richtung House, Hiphop oder D&B verzichtet. Internationale Stars wie The Latin Brothers oder Joe Arroyo (mit einem fantastisch...

Swing High

Dorretta Carter in der Wiener Minoriten-Kirche

Real Nubian

  • Artist: Ali Hassan Kuban
  • Label: Piranha
»Black Egypt is alive kicking and REAL«, steht auf dem Cover. Ein neues Album vom über 70-jährigen Ali Hassan Kuban, dessen letzterer Namensteil schon auf seine gelegentliche Vorliebe für die Beimengung lateinischer Rhythmen hindeutet. Nun, sehr kubanisches oder Latin ist dieses Album nicht geworden; im Wesentlichen orientiert es sich an den Wurzeln seiner oberägyptischen Herkunft (man höre das typische »Hela Houb«, das im Call-and-Response-Gesan...

Acres of Space

  • Artist: Dub Syndicate
  • Label: EFA
  • skug : 47
Der alte vertraute On-U-Sound, auch wenn's jetzt Style Scotts eigenes Lions&Roots-Label ist, hat doch etwas Beruhigendes. Schön, dass es diese ausgetüftelten, reichhaltigen Sound-Patterns noch immer gibt. Und irgendwie schaffen es die Jungs (in diversen Formationen über die Jahre) noch immer, einen halbwegs frischen Eindruck zu machen - Berufs-Avantgardisten sozusagen. Im Claim des Gespanns Style Scott (Basic Tracks) und Adrian Sherwood (Mix) sin...

Suenos Encallados

Ich habe 1990 mehrere Wochen in Argentinien, Buenos Aires, verbracht. Das war sozusagen meine erste musikalische Entdeckungsreise, das erste Mal, dass ich mich ganz gezielt mit einer spezifischen Musik beschäftigte, dem Tango (und der Milonga). Ich besuchte Konzerte, Shows und Flohmarkt-Beisln, wo gespielt und getanzt wurde. Ich kaufte Tonträger mit Tangos von 1900 aufwärts. Seither habe ich ein Ohr für Tango. Was ich nicht wusste und auch nicht ...

Dellali

  • Artist: Cheb Mami
  • Label: Virgin
  • skug : 47
Aus dem Maghreb kommt sehr viel gute Musik. Leider wird erstens nur ein Bruchteil auf marktkompatiblen Tonträgern veröffentlicht (das meiste bleibt nach wie vor auf lokal vertriebenen Kassetten), und zweitens findet das Genre außerhalb der Communities auch viel zu wenig Beachtung, vor allem in Österreich, abgesehen von den großen Namen natürlich. Cheb Mami, algerischer Rai-Sänger, legt mit »Dellali« sein vielseitigstes, mitrei&sz...

Ha

  • Artist: Talvin Singh
  • Label: Island
  • skug : 46
Nach großen Vorgaben durch das inoffizielle Debut »Calcutta Cyber Café« und den offiziellen Erstling »OK« (plus einigen Remixen daraus) nun »Ha«. Um es vorwegzunehmen, dieses Album fügt den britisch-indischen Club-Vibes wenig Nennenswertes hinzu. Die Tracks sind in sich zwar konsistent und in einiger Breite dargelegt, zwischen knappen fünf und zwölf Minuten lang. Die beiden herausragenden Songs stammen nicht aus Singhs Feder allein: Das rhy...

Chachaito

Was alles am Zeitpunkt, an den Umständen, der Chemie zwischen den Akteuren stimmen muss, dass ein Album entstehen kann, das über viele andere hervorragende Werke noch ein gutes Stück hinausragt? - Alles an diesem Album war im Prinzip immer schon bekannt - aber eben nicht so. Nicht von ungefähr erinnert das Booklet an die kühle Eleganz von Blue-Note-Covers. Dies ist ein Jazzalbum. Ein sehr kubanisches naturgemäß, die Kerntruppe (Stehbass, di...

Pequenas Historias del Oriente de Cuba

Der Son kommt ursprünglich aus dem Osten Kubas. Dort liegt auch das Dorf Matahambre, das auf gängigen Kubakarten nicht verzeichnet ist. Und aus diesem Dorf kamen voriges Jahr die Musiker von Matahambre Son in die Provinzhauptstadt Santiago de Cuba, um dieses Album einzuspielen. Ihre Musik ist der typische Son des Ostens - jene Musik, die die meisten Menschen aus Europa, die Kuba nicht (nur) wegen der Mädchen besuchen, am liebsten hören, weil sie...

Kham Kham

  • Artist: Chérif Mbaw
  • Label: Detour
  • skug : 46
Chérif Mbaw lebt in Paris. Dort wurde das Albumdebüt des Sängers und Gitarristen auch eingespielt. Man hört seiner überwiegend mit akustischen Instrumenten gespielten Musik an, dass er aus dem Senegal stammt, obwohl er sich auf alle möglichen Crossovers einlässt. Die meisten Musiker scheitern bei solchen Unterfangen - Prominente wie Youssou N'Dour inklusive. Hier allerdings haben wir ein erfreuliches Beispiel, wie einer Abstecher in fremde Territ...

Noites do norte

Ein neues Album von einem der einflussreichsten und innovativsten Musiker Brasiliens - man darf inzwischen das Adjektiv »klassisch« verwenden. Wie bei Caetano Velosos Freund Arto Lindsay sprechen die Kritiker gerne von modern(istisch)en Interpretationen von Samba und Bossa Nova. Was nicht ganz richtig ist: Die von ihm verwendeten Rhythmen schöpfen aus einem reichhaltigeren Fundus - plus dem, was er selbst hinzugefügt hat. Wie immer gelingt es dem...

Club Africa 2

»Hard African Funk, Afro-Jazz And Original Afro-Beat« lautet das Understatement am Cover. Und wer geglaubt haben sollte, dass Russ Dewbury, Compilator dieser und der beiden »Africafunk« -Alben, sein bestes Material schon in die Schlacht geworfen hätte, irrte. »Club Africa 2" bringt wieder eine Auswahl von raren und exzellenten Crossover-Titeln zwischen New-Orleans-Funk (hört Max B's super-funkendes »Bananaticocó«) und - man verzeihe, Fela lebte d...

Umm Kalthum 7000 - A Million Million Arabs Can't Be Wrong

Ich hatte mich schon gefragt, warum Bill Laswell noch nicht Hand an Umm Kalthums (gest. '75) Werk gelegt hat. Nun, was nicht ist, kann ja noch werden. Inzwischen hat der ägypisch-nubische Musiker und Bandleader Mahmoud Fadl einige Lieder der bis heute dominierenden Sängerin der arabischen Welt mit einem Orchester neu eingespielt, um gutes Ausgangsmaterial für Dancefloor-Remixe zu haben. Das Ergebnis gelang als Übersetzung und Interpretation ...

Son

  • Artist: Albita
  • Label: Silva Screen
  • skug : 45
Der Albumtitel trifft die Sache ziemlich genau. Albita, seit 1993 kubanische Exilantin in Miami, macht auf »Son« zum Programm, was sie auf dem halben Dutzend Alben seit 1990 auch schon immer wieder getan hat: Son in einer zeitgemäßen Form arrangieren, ohne dass er zum Salsa wird - auch wenn es sich gelegentlich so anhört. Albitas Songs sind der beste Kompromiss für Leute, für die Salsa immer gleich - schnell, überladen - klingt, die aber üb...

Ocean Blues. From Africa to Hawai

  • Artist: Djeli Moussa Diawara & Bob Brozman
  • Label: Melodie
  • skug : 44
Die rhetorische Frage bezüglich Henne und Ei? - Die musikalische Wechselwirkung zwischen der Neuen Welt und Afrika ist spätestens seit den 40ern so mannigfaltig und effektiv, dass diese Frage reiner Sophismus geworden ist. Tatsache ist, dass in den 90ern einige Alben dem Versuch, den Blues in Westafrika, Mali zumeist, neu zu beleben, gewidmet wurden - eine Frischzellenkur sozusagen. Und mit »Ocean Blues« haben wir also noch so ein Album. Eines, d...

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Fri 10.03.2017 : [~2.4.] valeska gert – gesicht - körper - bewegung | filmarchiv austria kino kultur haus | wien

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Tue 28.03.2017 20:30: omerzell / siewert / könig | porgy&bess | vienna

Fri 31.03.2017 22:00: the godfathers | chelsea | vienna


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