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»In Your Honor«

  • Artist: Foo Fighters
  • Label: Sony
article_3693_foofighter_150.jpg Wie oft habe ich mir schon gedacht, dass man den Mann eigentlich mit seiner Vergangenheit verschonen müsste, aber jetzt sitze ich erstmals selbst an einer Besprechung über ein Werk von Dave Grohl und merke, dass man kaum umhin kommt, seine Tage mit Nirvana zu erwähnen. Zu mächtig ist das Erbe, da können seine Arbeiten mit den Foo Fighters, das Probot-Projekt oder die mittlerweile unzählbaren Teilnahmen als Gast-Drummer noch so gut, überraschend o...

»The Dolls«

  • Artist: Vladislav Delay/Antye Greie/Craig Armstrong
  • Label: Huume Recordings
Irgendwo zwischen Ausgehunlust und dem Willen, sich gleichzeitig zu Hause vergnügen zu wollen, ohne auf den Putz zu hauen, schwirrt dieses Album herum. Vladislav Delay, auch unter anderen Pseudonymen wie etwa Luomo umtriebiger Finne, Antye Greie, bekannt vom deutschen Frickler-Duo Laub, und Golden-Globe-Gewinner Craig Armstrong tüftelten ein Album aus, das ein Hybrid aus Ruhe und Rhythmus ist. Greie und Armstrong hatten schon zuvor kollaboriert u...

»High Commissioner«

Low 500, das sind fünf durchgestylte Menschen, Mittzwanziger würde ich mal meinen, und das Problem ist, dass in der Summe des Auftretens so viel Stylishness durchscheint, dass zumindest ich fürs erste mal skeptisch werde. Entstanden aus den Resten der Punk-Band Superfan pflegen Low 500 auf ihrem Debütalbum einen seltsamen Grenzgang zwischen Psychedelik und New Wave-Retro-Chic, zwischen bekifftem Abgespact-Sein und überkanditeltem Dandytum. ...

»23rd Street Lullaby«

Ganze elf Jahre sind vergangen, seit Patti Scialfa ihr Debüt »Rumble Doll« veröffentlicht hat. Elf Jahre, die musikalisch als permanentes Mitglied der E-Street-Band gefüllt wurden. War »Rumble Doll« noch stärker Country und Folk verpflichtet, finden sich auf dem neuen Album, produziert von Steve Jordan, der u. a. mit der Jon Spencer Blues Explosion zusammengearbeitet hat, gediegene, im Midtempo-Bereich angesiedelte Rockkompositionen mit immer wie...

»Yeah Yeah Yeahs«

Um das letztjährige Debutalbum »Fever To Tell« der New Yorker Yeah Yeah Yeahs wurde viel Aufhebens gemacht. In der Gemengelage der allenorts zitierten The-Bands stachen sie nicht nur wegen des fehlenden Artikels heraus, sondern auch durch Frontfrau Karen O, die als der manifesten marketingdirigierten Entblößungsgilde gegensteuerndes Role-Model auftritt, einen weiten Bogen um billige Rotlicht-Milieu-Zitate macht und dabei doch das Thema Trie...

»Leichtmetall«

»Schaurig und schön ist das Ziel.« Rumoren im Aufzugsschacht, leise durchbrochen nur von einem verwehten Glockenspiel, seine Herkunft nicht feststellbar. Tür geht auf. Nach Eintritt Auffahrt, das Glockenspiel ist jetzt lauter, klarer. Es ist da, in der Kabine. Rundherum ist es dunkel, nur ein bläulicher Schimmer zeigt an, dass hier irgendwo jemand fernsieht, wahrscheinlich »Twin Peaks«. Szenenwechsel: Marion Dimbath und Nicola Schüpferling sind »...

»Shadows Collide With People«

  • Artist: John Frusciante
  • Label: Warner
John Frusciante, slow drug. Der Mann, dem die Einnahme nicht so recht zugelassener Substanzen immer wieder mal im Weg stand, wenigstens aus der an linearen Verläufen orientierten Perspektive solider Karriereplanung, hat mit »Shadows Collide With People« sein viertes Soloalbum rausgehauen, das langsam aber voller Widerhaken in dich hineinschlurft, um dort wohnen zu bleiben. Es ist bezogen auf dieses Album schon öfter festgehalten worden, dass die ...

The Other Side Of Daybreak

Beth Ortons letztes Album »Daybreaker« erschien Mitte 2003. Ein halbes Jahr später wurde nachgereicht, was des Mutterschiffes Kehrseite sein soll. Weder Fisch noch Fleisch, weder gut noch böse, weder jenseitig noch ganz von dieser Welt. »The Other Side Of Daybreak« beinhaltet, was wahrscheinlich auf Single-Rückseiten gepackt werden könnte, würde Orton selbige aus dem »Daybreaker«-Album auskoppeln. Drei neue Songs in gewohnter, und das bedeutet h...

Zwei

  • Artist: Auf dem Weg ins Kaufhaus erledigte ich noch einen kleinen Hauskauf
  • Label: Schinderwies Productions
Ach, wie lustig. Themenwechsel: Die Musik, die Matthias Lehrberger auf dem, ich sag jetzt mal Nachfolger zu seinem Erstling vorlegt, ist Plickern und Pluckern vom Eingängigsten, was ich in den letzten zwei Jahren so mitbekommen habe. Laptop im Schafspelz. Gerade mal zwanzig Jahre alt ist der gute Mann, der sich hinter einem Namen verbirgt, dessen Eingängigkeit in Widerspruch zu seiner Musik steht. »Zwei« setzt sich aus zehn unbenannten Tracks zus...

If Only A Sweet Surrender To The Nights To Come Be True

  • Artist: Esmerine
  • Label: Resonant
  • skug : 57
Zuvorderst sei einmal Hoanzl dafür gedankt, das Resonant-Label in den Vertrieb aufgenommen zu haben. Nicht nur zum großartigen letzten »Kepler«-Album ist man dadurch leichter gekommen, sondern auch zu anderen Veröffentlichungen wie etwa Esmerine's Erstling. Dass das kanadische Musikerkollektiv von »Godspeed You! Black Emperor« diverseste Ableger hat, hat sich ja herumgesprochen. Von »A Silver Mount Zion« über »(and Set Fire To The Flames)« ...

My Missing Days

  • Artist: Spearmint
  • Label: Apricot
Spearmint scheinen sich auf Konzeptalben festlegen zu wollen. So problematisch der Begriff auch sein mag, wie anders soll man es nennen, wenn sich eine Band entschließt, ein Album aufzunehmen, mittels zwölf Tracks eine Story, eben jene über die »Missing Days«, zu erzählen und das auch noch von hinten nach vorne. Programmatisch lautet Songtitel 1 also »A Happy Ending« und Song 12 heißt »The Start Of It All«. Klingt eh ganz vernünftig u...

Where We Live

Hehre Ziele brauchen Unterstützung, also hat die EMI einige rare Aufnahmen ausgegraben, um sie auf einem Album zu vereinen, dass der Initiative »Earthjustice« zugute kommt. Diese setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der Umwelt ein, das Benefiz-Album »Where We Live« versammelt 16 Stücke älteren und neueren Datums. Dass die Inhalte der Nummern immer wieder mit dem Thema Erde und Welt zu tun haben, mal im engen, naturbezogenen Sinn, dann wie...

Treat Me Like You Do. For Sleepyheads Only Remixed

Elektronische Musik, so scheint es, hat einen Partner unbedingt notwendig. Kaum ein Album, das nicht über kurz oder lang ein Remix-Album hinterhergeschickt bekommt. Auch der Nordnorweger »Flunk« erstes Album aus dem Jahr 2002 ist jetzt nicht mehr alleine auf der Welt. Das macht im Grunde genommen sowieso nichts, weil alleine ist auf Dauer ohnedies nicht so lustig und Coverversionen hat es immer schon gegeben. Die eine war überflüssig, die andere ...

Rural Renewal

Zwei Dekaden sind vergangen, seit die Crusaders ihr letztes Album veröffentlichten, vier Dekaden gar, seit der Gründung der Band, die damals noch Jazz Crusaders hieß. Joe Sample schaltete einen Gang rauf und rief die Urbesetzung zusammen, von der nur Posaunist Wayne Henderson fehlt. Rausgekommen ist ein Album, das so weit weg von Mode ist, wie es Samples Name gar nicht erahnen ließe. Ein zurückgelehnt groovendes Schlagzeug wird von ei...

Trost

Annika Line Trost ist eine von den zwei Cobra Killern, jener Band aus Berlin, die Thurston Moore angesichts deren Live-Performance dazu hinriss, zu verlauten, dass Sonic Youth von eben dieser Performance umgehauen worden seien. »This is a performance that only the full-blooded German lustlords ???n' ladies can exhibit.« Soweit Thurston Moore. Mit der Namenskollegin aus Astrid Lindgrens Evergreen »Pipi Langstrumpf« hat Trost, wie sich Annika Line ...

Silver Ocean

  • Artist: Lonesome Echo Production
  • Label: Disorient Recordings
Yasushi Ide ist ein wohlverdienter Produzent und DJ aus Japan. Seit den 80er-Jahren tätig, ist »Lonesome Echo Production« ein weiteres Projekt in seiner Karriere, das er gemeinsam mit Yoko Ota ins Leben gerufen hat. »Silver Ocean« ist, was man sich als universelles Album wünscht. Es vereint die interessanten Aspekte von House, kokettiert unaufdringlich mit Jazz, webt Hip Hop genauso ein wie Soul, Latin und Brazilian und, tatsächlich sehr verhalle...

Rumpistol

Doppelte Premiere! Jens Berents Christiansen hat ein Label gegründet. Dieses heißt Rump Recordings. Und darauf hat er ein Album veröffentlicht. Das heißt »Rumpistol«. Was auf Englisch mit Spacegun zu übersetzen wäre. Der dazugehörige Künstler heißt Rumpistol. Und ist Jan Berents Christiansen. Jetzt könnte das Album also Low-Fi-Homerecording sein oder Elektronik. Gewonnen hat, wer auf Zweiteres gesetzt hat. Bei »Rumpistol« handel...

Barrio Latino

Elektronik-Sampler schaffen etwas Erstaunliches: Sie vermitteln zwischen euro-simplifizierten asiatischen Lebensweisheiten und dem dialektischen Prinzip. Alle diese drei Phänomene leben vom kleinsten gemeinsamen Nenner namens Zweigliedrigkeit und Aufhebung in einem dritten Stadium. »Barrio Latino« ist ein Sampler. Und eben zweigliedrig. Und natürlich gibt es einen Club dazu. Das sowieso. Wie viele solcher Sampler gebraucht werden, ist eine andere...

Baby I'm bored

Der Dando ist zurück. Nicht wenige, um nicht zu sagen viele Jahre sind vergangen, seit Evan Dando mit einem eigenen Album nach vorne getreten ist. Und jetzt schiebt er ein Album raus, das (natürlich) ein wenig von den Lemonheads hat, denn die Stimme Dandos ist nach wie vor ungemein zentrales, ungemein anrührendes Teil seiner Musik. Unterstützt von einer amikalen Freundesschar, darunter die Herren Burns und Convertino von Calexico, Howe Gelb oder ...

Supper

  • Artist: (Smog)
  • Label: Domino/Drag City
Bill Callahan veröffentlicht ein neues Album und der geneigte Hörer hat ein Rätsel - Wo wird das enden? - mehr; das er lösen kann, so er will, oder es einfach unbefragt genießen. Die legendären Low-Fi-Anfänge weichen zunehmend ausgefeilten Arrangements, so scheint es. Und seit nunmehr drei Alben lässt Callahan sein Projekt in Klammern setzen. Einfach so, weil der Name seiner Bedeutung verlustig gegangen wäre, meinte Callahan. Diese Rücknahm...

One step more and you die

Man muss von ein paar Dingen absehen. Vom blöden Albumtitel mal sicher. Auch davon, dass Mono dem Rad keine neue Aufgabe zuweisen, indem sie den Haken an ihm gefunden haben. Aber wenn man dann von ein paar Dingen abgesehen hat, kann man das schon klasse finden, was die vier Japaner auf ihrem Zweitling anstellen. Instrumentale Nummern in der Tradition von Mogwai oder, etwas ferner, Godspeed! You Black Emperor. Epische Titel von bis zu 15 Minuten L...

Door Harp

  • Artist: Michael Houser
  • Label: Sanctuary Records
  • skug : 54
Widespread Panic konnten hierzulande ja niemals größere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Im Wesentlichen hatte die amerikanische Band rund um Sänger Michael Houser eine treue Fangemeinde, die deren Noch-nicht-ganz-Mainstream-Rock'n'Roll verlässlich gutierte. Ich könnte ja nicht behaupten, dass man da sehr viel verpasst hat. Letztes Jahr ist Michael Houser bedauerlicherweise an Krebs verstorben. Das vorliegende, posthum veröffentlichte Album ...

Absolutely Nothing

  • Artist: Townes Van Zandt
  • Label: Normal
  • skug : 53
Townes Van Zandt! Posthum wird sein komplettes Werk sukzessive wieder aufgelegt, kommen Live-Mitschnitte auf den Markt und man fragt sich, wo war die Welt zu Lebzeiten dieses Singer/Songwriters, müssen alle tot oder schwer krank sein, um das zu bekommen, was ihnen zusteht? Townes Van Zandt war einer der bedrückendsten Vertreter von in Musik gegossener, essentieller Melancholie. Nicht umsonst haben die »Tindersticks« sein unverzichtbares »Kathleen...

Rise Above. 24 Black Flag Songs To Benefit The West Memphis Three

article_1550_black-flag_150.jpg Bei den »The West Memphis Three« handelt es sich um drei Jugendliche, die aufgrund dubioser Ermittlungsverfahren und Zeugenaussagen des Mordes angeklagt wurden. Einer der drei befindet sich augenblicklich in der Todeszelle. Henry Rollins hat sich des Themas angenommen und ein Benefiz-Album zusammengestellt, auf der sich diverse Gastsänger (darunter Chuck D., Dean Ween, Iggy Pop, Lemmy Kilmister, Nick Oliveri oder Ryan Adams) an alten Black Flag-S...

Blue Earth

Die Jayhawks sind eine Institution. Es ist nicht die Anzahl ihrer Veröffentlichungen, die hält sich in Grenzen. Es ist viel mehr die Menge an KünstlerInnen, die die Jayhawks als Einfluss nennen oder die mit ihnen zusammengearbeitet haben. »Blue Earth« war ihr zweites Album, erstmals 1989 veröffentlicht, und was liegt angesichts der nach wie vor boomenden alt.country-Szenen näher, als eine der so genannten Geburtshelferplatten wieder zu veröffentl...

Start Here

  • Artist: The Gloria Record
  • Label: Zomba
Wohin des Weges, möchte man fragend anheben, den »Start Here« suggeriert einen Ausgangspunkt, den The Gloria Record, Nachfolgeband von Mineral, eigentlich schon hinter sich gebracht haben, handelt es sich zwar um das erste Album voller Länge, doch dem gingen zwei EPs voran. Regelmäßiger Drummerwechsel, schlecht gemanagte Tourneen und die Depression nach dem Entdecken, dass aus dem geplanten Studioprojekt eine Band werden soll, später markie...

Sunny Side Up

Tja, so sind sie, die Sampler. Einfach da! Liegen plötzlich im Postfach, im CD-Player, rotieren sich die Beschichtung vom Rund und dennoch fällt einem meist nichts dazu ein. Klar, jede Menge tolle Nummern, Easy Listening beim Sonntagsmüsli auch gut, aber bitte, was noch? Oder über FM4? Also: International Pony - Tahiti 80 - Badly Drawn Boy -Club 8 - Kuusumun Profeeta - Homelife - Erlend Oye - Abraham - Karin Krog - Aim feat. Stephen Jones - Remy ...

Enemy Of The Enemy

Homo homini lupus est, lehrte uns schon Thomas Hobbes. Die Asian Dub Foundation ist sich dieses Satzes eingedenk und verfolgt wie auch schon auf den Vorgängern zu »Enemy Of The Enemy« das hehre Ziel, populäre Musik mit politischen Inhalten zu füllen. Mag sein, dass manchen die Aussagen zu plakativ sind, mag sein, dass es sich um Simplifizierungen handelt, aber man hat ja immer auch die Wahl, Chomsky zu lesen. Oder Wallerstein. Das polykulturelle ...

#2

Antenne sind Kim G. Hansen und Marielouise Munch aus Dänemark. War »#1« noch ein dem TripHop in seiner klassischen Portishead-Plagiat-Wettbewerb-Schule nahe stehendes Debut, das dennoch seine wunderbaren Momente hatte, setzen Antenne nunmehr noch stärker auf Reduktion. Repetitive Soundschnipsel werden plötzlich von einem Gitarrenakkord gekreuzt, Streicher und Bläser, die bei anderen Bands in ihrer Zurückhaltung gar nicht näher wahrnehmbar wären, ...

The Magnolia Electric Co

Also witzig ist das ja nicht, aber schon lustig. Songs: Ohia veröffentlichen ihr siebtes Album (tour only-recordings und zahlreiche Eps nicht mitgerechnet) und wer nach dem letztjährigen »Didn't It Rain« schon gedacht hat, Jason Molina lässt sich endgültig in dem Tal nieder, das Will Oldham so schön bestellt, der wird jetzt schon schauen, auch wenn das nicht witzig ist. Aber schon lustig. Weil Songs: Ohia haben ja immer so geklungen, als ob sie z...

King Of Nothing Hill

Barry Adamsons Musikschaffen nach Magazine und nach der Mitgliedschaft bei den Bad Seeds war immer wieder als Soundtrack ohne Film charakterisiert worden. Ähnlich auch der hier verbreitete Flair. Seit dem letzten Album »As Above, So Below« tritt Adamson vermehrt auch als Sänger seiner eigenen Kompositionen auf, was nicht immer die beste Entscheidung ist, denn vielen seiner Songs haben die Stimmen vor allem von Anita Lane und ab und wann Nick...

Life = A Sexy Sanctuary

article_1367_zita_swoons_150.jpg Zita Swoons, das waren, bis zu einem Rechtsstreit, dereinst Moondog Jr., jenes Band-Seitenprojekt von Stef Kamil Carlens, das er neben dEUS betrieb. Mittlerweile hat er dEUS verlassen und widmet sich ausschließlich seiner neuer Spielwiese. Dortselbst wird Eklektizismus groß geschrieben. Nach Kinderlied klingende Keyboardeinsprengsel treffen auf herrlich schepperndes Schlagzeug, Akustikgitarren tanzen Ringelreih mit ah-ah-ah-ooh-Refrai...

Up The Bracket

Jedem Lande seine New-Punk-Rock-Garagenband. Jetzt! The Libertines haben das Pech, dass die Strokes schon da waren, wo sie jetzt gerade sind. Und die Vines auch. Und der Black Rebel Motorcycle Club. Und der Friseur von diesen allen. Jetzt hat halt auch England eine Heimband, zu der man New York sagen kann. Oder Stockholm. Zugegeben, »Up The Brackets« hat seine guten, seine einnehmenden Momente, etwa im Titeltrack oder im Opener »Vertigo«. Aber wi...

The Mix Tape

KRS One is back. Edutainer und Teacher war er ja immer schon, polemisch sowieso. Über unglaublich fett dröhnenden Beats dissed er vorneweg gleich mal alle »Fake-Rapper«, allen voran Nelly, und beansprucht »The Real HipHop Is Over Here«. Nach wie vor geht es Kris Parker um Geschichtsbewusstsein und HipHop als Medium der Bildung. Zentraler Inhalt des ca. 25 Minuten währenden Albums ist die Abrechnung mit der zunehmenden Etikettierung von HipHo...

How I Do

  • Artist: Res
  • Label: MCA
  • skug : 52
Das Schöne an Res zweiter Produktion ist die seltsame Unentschlossenheit, ob sie sich jetzt mit eher rauen R'n'B-Produktionen der letzten Zeit vergleichen will oder lieber doch mit Alanis Morissette und Co. Nicht alle der hier vorliegenden Nummern, die schließlich Pop-Appeal zusammenhält, mögen überzeugen, mitunter aber schwingt man gerne seinen Kopf und schmunzelt über die sehr keck kommende Entschlossenheit, mit der hier verfahrene Beats,...

The Way I Feel

  • Artist: Remy Shand
  • Label: Motown
  • skug : 52
Signifikante Kopfbedeckungen scheinen sein zu müssen, wenn weiße Männer als Soulstars aufgebaut werden. So auch bei Remy Shand. Der gute Mann aus Kanada hat auf seinem Debüt alles selbst gemacht, heißt: alle Instrumente eingespielt, Songs geschrieben, produziert, gemischt und überhaupt. Herausgekommen ist dabei ein Album, das eine wunderbare Single (»Take a message«) und ein paar klasse Songs vereint, aber etwas Monotonie, vor allem i...

Angels Come On Time

Wenn der erste Blick täuscht und dann doch ein Körnchen Wahrheit drinnen liegt, dann hält man vielleicht gerade die Neue von The Slip in Händen. Ich jedenfalls, der ich die Band zuvor nicht kannte, dachte beim Begutachten des Cover-Artworks eher an eine Form von Hardcore als an Jazz-orientierte Songs und hatte mal, ähem, vorurteilsbehaftet etwas Abneigung. Aber selbst schuld, wenn man sich im 21. Jahrhundert im Ambiente eines baufälligen Gemäuers...

Le grand déballage

  • Artist: Les Negresses Vertes
  • Label: Virgin
Les Negresses Vertes legen ein Best-of-Album vor. Idealer Einstieg für NeuhörerInnen, das kann wohl gesagt werden. Das Album betont vor allem die Frühphase der Band, i.e. den Beginn der 90er, spannt den Bogen herauf bis 2002 und gewährleistet so die Nachvollziehbarkeit des musikalischen Weges, den sie ging. Als Les Negresses Vertes zu Beginn der 90er mit ihrer originären Mixtur aus Pop, französischen Texten, Chanson, Flamenco, Rock, Punk und Folk...

Folklore

Nach dem epischen Vorgänger »Secret South« hat schon das Soloprojekt Woven Hand angezeigt, in welche Richtung es bei David Eugene Edwards gehen könnte, und »Folklore« zieht das nachdrücklich durch: Reduktion. Der Claim wird abgesteckt, möchte man sagen, aber das hier ist ein Album, das beständig bei sich ankommt, indem es gleichzeitig über sich hinausweist: Sechs der zehn Stücke sind Coverversionen und in der Nachbarschaft dieser Berufungsfluchtp...

Title TK

  • Artist: The Breeders
  • Label: 4AD
The Breeders sind zurück, neun satte Jahre nach dem Album »Last Splash«. Trotzdem hatte man den Eindruck, dass sie gar nie wirklich weg waren, dem Indie-Evergreen »Cannonball« sei Dank. Überdies hatte Kim Deal mit den Amps ein anderes Bandprojekt am Laufen und ist ihr Status als Ikone der Alternative-Rock-Welt nach wie vor gefestigt. Und jetzt also doch eine neue Platte, nachdem man das Nachfolgealbum dereinst in den Keller verräumt hat. Mit...

Everybody Down

Matthew, vier Mann hoch aus Chicago, bewegen sich zwischen den Koordinaten Manic Street Preachers, Radiohead und Travis, als Ziselierung noch ein Quäntchen Starsailor. Aus dieser Rezeptur tritt man RockPop-Power und emphatischen Refrain-Überfluss, was auf Albumlänge dann aber bedauerlicherweise Ermüdungserscheinungen verursacht. Mit dem Opener »Everybody down«, der als Vorabsingle ein wenig Neugierde aufkommen hat lassen, ob und wie man zwis...

Sweetkorn

  • Artist: Michael Hurley
  • Label: Trikont
  • skug : 52
Was könnte man über Michael Hurley nicht alles schreiben, ohne dabei Gefahr zu laufen, sein Leben legendenhaft zu verbrämen. Ein Leben als Hobo, Beatnik-Affinitäten, Comic-Zeichner, Zusammenarbeiten mit anerkannten Größen der Off-Scene (Wann kriegen eigentlich die »Fugs« ihr mediales Revival?), hymnische Einträge in Poplexika und den Mann kümmert das alles einen Scheiß, geht unangekündigt in die Isolation, um plötzlich eine Platte im ...

Trio Exklusiv

  • Artist: Trio Exklusiv
  • Label: Geco
  • skug : 51
Trio Exklusiv sind die vier Wiener Richard Klammer, Franz Reisecker, Mex Wolfsteiner und Martin Zrost, vielen bekannt von ihren (Band)Projekten Planet E bzw. Lichtenberg. Das Debütalbum des Trio Exklusiv ist eine hybride Angelegenheit, allerdings im allerbesten Sinne. Da wird dem Klischee vom inflationären Downbeat-Wien ordentlich der Tanzboden eingezogen, da klingt man stellenweise dank des Mariachi-orientierten Trompetenspiels wie Calexico auf ...

Woven Hand

David Eugene Edwards hat die Pause seiner Band 16 Horsepower (neues Album im Juni) genützt und mit dem Soloprojekt Woven Hand eine Platte veröffentlicht, die dem Americana-Sujet ein weiteres überaus spannendes Kapitel hinzufügt. Country- und Folkadaptionen scheinen überhaupt ein ungemein fruchtbares Terrain zu sein, verwiesen sei nur auf die letzten Veröffentlichungen von Papa M, Songs: Ohia oder die Split-Single von Calexico und The Frames (die ...

Ashanti

  • Artist: Ashanti
  • Label: Murder Inc
Ashanti allüberall. Kaum eine R'n'B-Single der letzten Monate auf Platz der 1 US-Billboard-Charts, wo die Gute nicht irgendwie dabei war, zuletzt die ewige Nummer 1 »Always On Time« mit Ja Rule, dann Background bei Jennifer Lopez samt versuchter Skandalforcierung (eigentlich hätte sie und nicht J-Lo gesungen), dann straight to the top mit der ersten Single »Foolish«. Producer und Mastermind Irv Gotti präsentiert uns diese Omnipräsenz in einem Zus...

Live@MS Stubnitz

Nachdem sich die beiden Innsbrucker Helmut Erler und Michael Wolf vor einigen Jahren nach Berlin begeben haben, verschrieb man sich einer sehr eigentümlichen Mixtur aus Dub-Reggae, englischen, französischen und deutschen Texten, Akkordeoneinsprengseln, Hallkammern sowie einer Songstruktur, die den LoFi-Charme besten Homerecording-Songwritertums mit den Effektspielereien technischer Soundästhetik verbindet. Mit diesem Album dokumentiert man jetzt ...

As If To Nothing

  • Artist: Craig Armstrong
  • Label: Virgin
Das ist erst das zweite Album von Craig Armstrong mit eigenem Songmaterial. Nach Filmmusik für Baz Luhrmann (»William Shakespeare's Romeo & Juliet« sowie »Moulin Rouge«), Streicherarrangements für Größen wie Björk, U2 und die nach wie vor großartige Zusammenarbeit von Massive Attack und Madonna, hat sich Armstrong für sein episch angelegtes Album selbst Gäste aus den verschiedensten Metiers geladen. U.a. Evan Dando, Mogwai, David McAl...

Speak Your Peace

In diesem Album vereinigen sich alle Genregrenzen. Terry Callier, in den 70ern mit grazilen Alben nie ganz groß geworden, hat in den späten 90ern nach einem gut Maß an Auszeit, die er mit der Erziehung seiner Tochter und als Computerprogrammierer verbracht hat, auf dem Talkin'Loud-Label ein Comeback hingelegt, das im Zuge des oktroyierten Acid-Jazz-Booms etwas flau gewirkt hat. Folgerichtig wird er auf »Speak Your Peace« jetzt hauptsä...

The Big Picture

Wenn man sich der Vergangenheit verschreibt, wird man vielenorts mit dem Etikett Retro gemaßregelt, dabei hat Musik immer schon vom Zitieren gelebt. Cotton Mather aus Austin, Texas nehmen die Beatles sehr ernst und klingen dabei trotzdem immer eigenständig. Nach dem eher Low-Fi gehaltenem Album Kontiki legt man mit The Big Picture nun einen Release vor, dessen Melodien zwar schon sehr an die Beatles und, aufgrund der Stimme von Robert Harri...

Dixon EP

Für die einen ist Nu-Metal der verabscheuenswürdigste Gott-Sei-Bei-Uns seit Jazz-Rock, für die anderen ist es die Entäußerung aller präadoleszenten Unstimmigkeiten mit der Welt an sich, für dritte wiederum ist es schlicht und einfach Musik. Naja, macht alles nichts und wenn man wie FiDGEt einen Bandwettbewerb gewinnt, einen gar nicht mal so kleinen überdies, kümmert man sich um solche Einlegungen in die Lade sowieso schon gar nicht. Musikal...

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Fri 10.03.2017 : [~2.4.] valeska gert – gesicht - körper - bewegung | filmarchiv austria kino kultur haus | wien

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