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Merino EP

  • Artist: The Bad Examples
  • Label: Ata Tak
Das Format ist hier bereits im Titel inkludiert: Eine 12-Inch-Single, deren Cover wie so oft bei ata-tak-Veröffentlichungen toll aussieht, ohne dass eigentlich was drauf wäre. Die Musik: Listening, das es dem Hörer überlässt, ob es nun easy oder intensiv betrieben wird. Nette Elektronik-Stücke mit netten Melodien und beinahe schon komisch rudimentärer Computer-Percussion.

On The Trail Of Dr. Brain

Diese Platte entzieht sich nicht unbedingt allen Kategorien - denn die darauf verwendeten Idiome sind durchaus bekannt und vertraut - spottet aber jeder Beschreibung. Pop, eigentlich recht traditionell ausgerichteter Jazz, Funk, Anklänge von HipHop und Rock werden durch den Fleischwolf gedreht und kommen als irgendwie Unbenennbares wieder heraus. Das Cover (Schnee) und der Plattentitel wollen wohl auf eine falsche Fährte lenken - die Musik dampft...

Secrets

  • Artist: Human League
  • Label: Roadrunner Rec./Musica
  • skug : 48
Ganz anständiger Low-Budget-Techno-Pop. Human League's nicht selbst verschuldetes Problem ist ja, dass sie, ähnlich wie Echo & The Bunnymen eigentlich in den 90er Jahren nicht wirklich weg waren, jetzt aber von unbedarften Hirnödeln unter »80ies Revival« und »spekulatives Comeback« subsumiert werden. In Wirklichkeit klingen sie nicht nach 1982, sondern führen anknüpfend an die 95er-LP »Octopus« vor, wie dieser Sound mit all den technologischen We...

Jukebox Heroes

  • Artist: BeigeGT
  • Label: L'Age D'Or/Zomba
Es gibt Dinge, die sich nur Deutsche trauen oder weiß nicht...auf jeden Fall niemand in den großen Schaltzentralen, die die Welt der Populärmusik bedeuten. Die unverfrorene Selbstverständlichkeit, mit der hier Disco-Elektronik und Indie-Gitarren-Pop neben-, mit- und veranschaulichend gegeneinander gestellt werden, muss man erst einmal aufbringen, vor allem wenn man die grassierende, widerliche Verhüttelungstendenz - jedes Lager für si...

Strange Things

Wenn man die Solokarriere des Ex- und Jetzt-wieder-Soft-Cell-Sängers in eine »relevante« Phase - alles bis »Mother Fist« oder meinetwegen noch »The Stars We Are« - und eine »irrelevante« - alles danach - einteilen will, dann ist dies von zweiterer immerhin noch eine der interessanteren Platten. Jedenfalls hat er sich hier über ein paar elektronische Spitzen und Akzente in den Orchesterarrangements soweit auf die Reihe gekriegt, dass es wenigstens...

Rally Of Love

Wie machen die das, diese Finnen? Jeder der 11 Titel ein potentieller Klassiker (mit britannischer Orientierung) und dabei formal eigentlich konventionell gestrickt: Gitarren, ein paar elektronische Counterparts, der hohe Gesang, fertig. Vertraut wie schon ewig da. Und eben doch ganz neu. Eben angewandtes spinnertes Finnentum oder finnertes Spinnentum oder finnisches Spinnertum. Nee, lieber keine latent nationalistische Mythenbildung. Doch ganz n...

Deep Down And Dirty

  • Artist: Stereo MC's
  • Label: Island
  • skug : 47
»Deep Down And Dirty«: Schnell klingt ein Titel wie dieser ein wenig anmaßend, aufgesetzt. Bei den Stereo MCs bedeutet er: raus aus den schicken Clubs, die sie mit »Connected» erobert hatten, rein in etwas weniger mondäne, dafür vitalere Ambiente. Diese Platte scheint den Gesetzen der Zeit zu spotten: Um die fast zehn Jahre, die es nach «Connected» erschienen ist, klingt »Deep Down And Dirty» jünger. Ein enormer Drive, dem sich Rob B.'s Sti...

Endless Summer

article_560_fennesz_en_150.jpg Was für eine Platte, was für ein Cover, was für ein Titel! Dabei, den letzteren müssten eigentlich alle als Drohung verstehen, die mit »Sommer« endlos Sonne, endlos Strand, endlos Meer, endlos Surfen, endlos Eisschlecken, endlos neueste Bademode, endlos Donauinsel verbinden. Dieser Sommer steht im Zeichen der Festplatte, der Stromwellen und Passagen tiefer Kontemplation - das einzige, was hier halbwegs klischeegerechte Assoziationen hervorruft, i...

Amnesiac

article_551_radiohead-_150.jpg Nach dem harschen »Kid A« ist »Amnesiac« die Platte der Wiederannnäherung - nicht Anbiederung!! - an den Hörer, kleidet einen ähnlich kühn-»experimentiellen« Ansatz in eine versöhnlichere, weniger strapaziöse Atmosphäre. Natürlich werden Radiohead nie wie ein Born der Lebensfreude klingen, da sind allein Thom Yorkes Texte vor. »Packt (sic!) Like Sardines In A Crushed Tin Box« sagt als eröffnender Titel gleich quasi-programmatisch, worum es in den...

Radiohead is here to stay

Fliegen Radiohead je auf die Schnauze? In diesem Leben und in dieser Welt wohl nicht mehr. Schon wieder eine gottverdammt gute Platte!

Drawn From Life

  • Artist: Brian Eno & J. Peter Schwalm
  • Label: Virgin
Das klingt zunächst toll, mit was Eno, neuerdings angeblich Anti-Computer-Guerillero, und J. Peter Schwalm, ein deutscher Perkussionist und Komponist, da aufwarten: Breitflächige, von Synthesizern dominierte und um ein paar ausgesuchte Instrumentalspitzen bereicherte Stimmungsmusik, in die sich wie zufällig Alltagsgeräusche wie etwa undeutliches Kindergerede einschleichen. Daher ja auch der Titel: »Dem Leben entnommen«. Desillusion stellt sich ei...

Missing Pieces

  • Artist: Talk Talk
  • Label: EFA
  • skug : 47
Dass diese sieben Songs schon 1991 gemacht wurden, merkt man nicht so sehr an der Musik, als vielmehr an der Aufnahmetechnik. Dem Toningenieur, der einen derartig dumpf-verwischten Sound hervorbringt, würde man heute ganz schnell die Studiotür weisen. Anyway, Talk Talk hatten zu diesem Zeitpunkt den geradlinigen Song längst verabschiedet, um der Musik Freiheit, Luft und Raum zu lassen. Dass hier also jazzige, aber auch kammermusikalische Spielwei...

Unsere eigene Geschwindigkeit

Der Versuch, Gitarren-Rock mit avantgardistischen Seitenblicken auf Deutsch zu machen. Lee Renaldos Spoken-Word-Stücke können da mit einigem Recht als Referenz herbeizitiert werden; komischerweise funktionieren solche, theoretisch ja vielversprechenden Zusammenspiele von abstrakten Gitarren und (sowas ähnlichem wie) Konkreter Poesie weniger, als die paar »schönen« Songs, die sich ohne Gewissensbisse (sprich: Brüche) Pop-Appeal erlauben.

Guter Name, Sowieso

Nein, ich verschone Sie hier mit naheliegenden Wortspielen wie »Gute/r/s ? sowieso«. Bin auch gar nicht sicher, ob hier irgendetwas als gut bezeichnet werden könnte: Die Musik? Das Cover? Das Problem ist, dass alles etwas gar zu angestrengt auf Trash getrimmt ist: Die Tex-Rubinowitz-artigen Zeichnungen im Booklet, der Billig-Elektronik-Sound und dort, wo Englisch gesungen wird, der karikaturhaft herausgestrichene Akzent. Zudem nervt der dahinstam...

Schizock

  • Artist: Raum 3
  • Label: http://raum3.cjb.net
  • skug : 46
Da der Trend zurück zu Rock und Gitarre verläuft, dürfen Produktionen wie diese die Nase aus den Probekellern stecken, ohne gleich den Hohn der Branche zu riskieren. Phasenweise klingen Raum 3 aus Wien wie entfernte Verwandte von Schwester, mehr aber noch, falls sich denn jemand an die erinnern kann, an die Mühlviertler MG Firebug, hätten die je Deutsch gesungen (was hier auf vier von sechs Titeln der Fall ist). Rock mit ziemlichem 70er-Jahre-Ein...

The Carvnivorous Lunar Activities Of...

Sean Cook (Bass), Mike Mooney (Git.) und Damon Reece (dr) tragen als Ableger von Spiritualized eine wahrlich schwere Bürde. Wer mit den Limitationen innerhalb einer Band unzufrieden ist - und Spiritualized waren ästhetisch ziemlich eng definiert - will als allererstes der Welt zeigen, dass er/sie auch andere musikalische Sprechweisen kennt. Dass Lupine Howl dabei mehr als einmal, nachdrücklich gleich im Opener »Vaporizer«, zum »dreckigen R&B« der...

Nothing

  • Artist: A Certain Frank
  • Label: Ata Tak
  • skug : 46
Wäre der Begriff nicht so einschlägig determiniert, könnte man das gut und gerne Ambient Music nennen. Das Ambiente könnte man sich aussuchen: Eine gepflegte Bar? Das Lesezimmer? Der Tanzboden (für eher dezente Bewegung)? Eine grüne Wiese, vielleicht an einem Seeufer? Alles ist möglich; Zutreffendes je nach temporärer Befindlichkeit ankreuzen. Frank Fenstermacher und Kurt Dahlke scheinen sich mit diesem Album, gegen das sich der Vorgänger »Nobody...

Parachutes

  • Artist: Coldplay
  • Label: EMI
  • skug : 44
Im »Spex« wurde irgendwann in grauer Vorzeit einmal was von »Crooning mit Gitarren« verzapft. Das hier kommt dem irgendwie tatsächlich nahe: Stimmungsreiche Songs, die tonnenweise Weltschmerz und Seelenpain aufrühren und umschütten. Kein Mensch braucht das heutzutage - und es sind bekanntlich die überflüssigen Dinge die schönsten. So wie Rock tot ist, Marcy Playground aber trotzdem großartig, so nimmt dieses altersmüde klingende Werk junger...

Balls

Dass die Mael Brüder nie so schlecht sein können, dass der Sau graust, ist klar. Aber hier bleiben sie deutlich im unteren Bereich ihrer Möglichkeiten. Zwei der elf Songs sind genuin gut: Dramaturgisch geschickt plaziert sind der Opener und Titelsong »Balls« und der Rausschmeißer »Angels«. Was dazwischenliegt, ist braver Elektropop, dem bisweilen sogar ein Hauch von Biederkeit anhaftet (Preisfrage: Was darf in einem Song über die Aeroflot n...

Here We Go Then, You And I

  • Artist: Morten Abel
  • Label: Virgin
  • skug : 43
Dieser Mann aus Norwegen hört sich wie eine kuriose Mischung aus Babybird und Gautsch an. Mit ersterem teilt er eine Neigung zu Melodien von fast hymnischer Schönheit und nicht zuletzt eine lockere Neigung zu inhaltlichen Abgründigkeiten. An zweiteren erinnert er in seinen (selteneren) minimalistischeren Momenten, wenn Songs, wie etwa der abschließende hidden track, mit kargen Elektronik-Loops von seltsam naivem Appeal ihr Auslangen finden...

Alone With Everybody

  • Artist: Richard Ashcroft
  • Label: Virgin
  • skug : 43
Im Unterschied zu Ian McCulloch, an dessen (aktuelle) Echo & The Bunnymen dieses ansonsten überraschend stark Country-beeinflusste Solo-Debüt oft erinnert, ist der Ex-Verve-Boss ja tatsächlich ein ziemlicher Unsympathler. Andererseits kann man dem Mann eine gewisse Kompetenz in seinem Tun & Handeln einfach nicht absprechen. »You On My Mind (In My Sleep)« etwa oder »On The Beach« sind solche edlen Balladen, die Ashcroft in gewissen Fällen, erinner...

Internal Wrangler

Man könnte wahrscheinlich ein ganzes Heft mit Verweisen füllen, wo diese jungen Männer aus Liverpool überall herklauen. Vielleicht erklärt die Angst, bei ihren vielen Raubzügen ertappt zu werden, diesen ständigen Eindruck von Hektik, Atemlosigkeit in den kurzen, von Percussion, Keyboards und manchmal auch Bläsern interessant eingefärbten Power-Pop-Stücken. Charme hat dieses frech-fröhliche anything-goes-Ungestüm natürlich weiß Gott mehr als...

Massive Attack - Gefallen an und im Organischen

Auf ihrem zurecht heftigst abgefeierten dritten Album »Mezzanine« entsprechen Massive Attack momentweise tatsächlich ihrem Namen. Wie's dazu kam und warum es mal wieder gar so lange gedauert hat, erklärt Rapper 3D.

Tanga - Konzeptionell, die erste, zweite, dritte

  • skug : 35
Beworben worden sind die ja mit, sagen wir mal, etwas sehr offensiven Strategien. Da ging's wirklich ans Eingemachte. Wenn ihr nicht... dann ziehen wir unser Inserat... Kontroversen auch um die Musik: Zu kommerziell, sagt ein Teil der Redaktion; ist mir beim Arsch lieber als..., sage ich. Gute Debüt-Platte! Hype rules, o.k?

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