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»Enfant Terrible«

  • Artist: Cartridge
  • Label: Records & Me/PIAS/Edel
In Dänemark sind sie Glorious Records verbunden und damit Labelkollegen von Moi Caprice. Gemeinsam ist den Erwähnten die erreichte Entwicklungsphase. Nach dem weitgehenden Etablieren in der Heimat wagen sie sich auf internationales Terrain. Bei Cartridges erstem Abstecher über die Grenze segnete der Tourwagen früh das Zeitliche. Der unfreiwillige Zwischenstopp in Hamburg erwies sich für die Vier als Glücksfall; Records & Me wurde auf si...

»Parallel Time« | »Superamerican«

  • Artist: Company | Dirty Faces
  • Label: Brah Records/Jagjaguwar
Jagjaguwar, das Nebenlabel von Secretly Canadian hat sich aufgespaltet und Brah Records als Ableger hervor gebracht. Es wäre verfrüht, von einem Profil zu sprechen, zumal Company - ein Quartett - die Trennung mit ihrer nicht gerade unvertrauten Musik kaum erklären können. Folkrock, wie er auf einer Veranda zur über der Prärie untergehenden Sonne gespielt wird, ist kein Widerspruch zum Programm der etablierten Partner. »Parallel Time« könnte ...

»s/t«

  • Artist: My Midnight Creeps
  • Label: MMC Records/www.tubarec.com
Wenn sich Robert Burås von Madrugada frei nimmt, feilt er mit Alex Kloster-Jensen von den Ricochets an seinen eigenen Songs. Das lässt einiges erahnen; die aufgebaute Erwartungshaltung schießt vielleicht am Ziel vorbei, trifft zumindest aber in die richtige Richtung. My Midnight Creeps könnten zwar Heaven per Stairway erklimmen, schlagen sich aber lieber im Irdischen durch. Gemeinsam kehren die Norweger den Soulrock ihres schwedischen ...

»The Naive Shaman«

In der Fußgängerzone bläst sich jemand die Seele aus dem Leib beim gelingenden Versuch, sich am Didgeridoo in Trance zu versetzen. Kann passieren, muss aber nicht. Vielleicht handelt es sich nämlich dabei um Richard Youngs aktuelles Album, das es bei durchschnittlicher Spiellänge gerade mal auf fünf Songfelder bringt. Sinnesauflösend wummert es zum zwischen den Klangtropfen verschwindenden Gesang (Life On A Beam). In Weihrauchschwaden ...

»Rain«

article_3524_flaata_150.jpg Vom Regen in die Traufe schwappt die Stimmung auf dem aktuellen Soloalbum des ehemaligen Midnight Choir-Sängers. Insofern hat sich seit vergangenen Großtaten wie Amsterdam Stranded nichts geändert. Der Norweger erfüllt die selbst hochgetriebenen Erwartungen. Er verhält sich ruhig, aber auffällig und zeigt etwa in Life Down Here In Hell, welche Größe in kleinen Momenten stecken kann, die vor Ergriffenheit nur strotzen, ohne dabei ...

»Skeleton«

  • Artist: Figurines
  • Label: Morningside Records/Just50.at
Christian Hjelm presst seine Stimmbänder, bis sie sich auf halbem Weg zur Spitze überschlagen. Derlei Vokalanstrengungen im Indiependent-Teil der Musik sind nichts unbekanntes, oft aber mit der Tugend der Langsamkeit verbunden, um sich genüsslich im Klagen zu wälzen. Derlei ist den Figurines aus Dänemark größtenteils wesensfremd. Skeleton ist nur bei seiner Eröffnung durch Race You von leisem Gemüt. Das Klavier dämpft hier vordergründ...

»Giving Up The Ghost«

Windsor For The Derby werfen moderne Popmusik ins All, wo sich die Songs an die Freiheit gewöhnen und sich nicht mehr ohne weiteres auf gewöhnliche Form zurückschrumpfen lassen. Ordentlich durchgerüttelt, aber ohne Schleudertrauma, segeln sie bei der sanften Landung an der Tanzabteilung vorbei. Hierhin passen sie nicht vollständig, weil auch auf den Inhalt und nicht nur auf dessen Form Wert gelegt wird. Die Stimme darf in ihrer schwachen St...

»The New School«

  • Artist: The Tough Alliance
  • Label: Service
Just50.at bricht für The Tough Alliance mit seiner bisherigen Linie und erweist damit einen Freundschaftsdienst. Der Stilbruch geht ohne großräumiger Qualitätsumfahrung einher, vorausgesetzt natürlich, dass man mit posaunender Gutlaunigkeit etwas anfangen kann. In Schweden dem Jens Lekman-Label Service zugehörend, wartet »The New School« ohne dessen wortgewandtes Songwritertum auf. Verbindungspunkte müssen von weiter her geholt werden...

Kaizers Orchestra

Die Welt mag im Sumpf versinken, doch die Band aus Norwegen kümmert das kaum. Auf ihrem mittlerweile dritten Album spielen sich Kaizers Orchestra zu gewohnt unterwerfungswürdiger Form. Musikalisch ausgelastet hat sie das aber noch lange nicht.

Skandinavische Songsammlungen - Ein Match Dänemark gegen Schweden - 0:1

»Det Man Hører Er Man Selv« - Wenn es stimmt, dass »man ist, was man hört«, wird man beim Überblicksstudium der »unumgänglichen«, weil als massenanziehungswürdig befundenen dänischen Bands zu einer durch perfekte Produktion faltenlos gewordenen Oberfläche. Der Sampler wirkt nach dem Prinzip der Vermarktbarkeit zusammengewürfelt, ohne sonderlichen Zusammenhalt. Genau daran scheitert das Erlernen neuer Namen - Nephew hin, Swan Lee her. Se...

Ponyrec - Ein Label aus Kopenhagen, viele Richtungen

  • Label: Ponyrec
Das in Dänemarks Haupststadt ansässige Ponyrec kann sich nicht so recht zwischen den Stilen entscheiden, legt aber Wert auf Qualität, die sich bemüht, aus der Vielfalt herauszuragen, was allerdings nicht immer absolut gelingt. Bei Gravy ist Nikolaj Grummesgaard schreibfederführend. Um sich hat er eine Indie-Sternchenbesetzung gescharrt, die von Sterling, PowerSolo oder Traening bekannt sein könnte, aber nicht muss. Inspiration holt sich Grum...

»Would You Please Welcome«

  • Artist: Christer Knutsen
  • Label: Frode Records/www.ccrecords.com
Der Singer/Songwriter aus Stavanger muss sich wohl des öfteren die Frage gefallen lassen, wie viel Whiskey er schon seine Kehle hinuntergestürzt hat, damit sich solche Kratzspuren auf den Stimmbändern bilden konnten. Dadurch hat Christer Knutsen von Anfang an schon gewonnen, da Songs mit rauer Oberfläche auch leichter haften bleiben. Ganz egal, ob sie vorher Schwung nehmen (»Smile/Veil«, »Here's The Sun«) oder sich klein genug machen, um im ...

»Solstice«

  • Artist: The Brimstone Solar Radiation Band
  • Label: Big Dipper/www.bigdipper.no
Die Bergenser Band wird von der norwegischen Presse nach wie vor gerne links liegen gelassen, denn diese fischt lieber in trüben Gewässern nach neuen Songwritertalenten, die der Melancholie auch Herr werden können. Mit übler Laune will The Brimstone Solar Radiation Band auf ihrem zweiten Album nun aber so gar nicht aufwarten. Das Quintett wirft keine Schatten auf die Seele, sondern bringt mit ihren zwischen The Soundtrack Of Our Lives und Th...

»Everything Here Was Built To Break«

The Panoply Academy entziehen ihre Musik der absoluten Fassbarkeit. Melodie ja, aber nicht durchgehend, sondern mehrmals anfallsartig verworren, um trotz der Hakenschläge und Überblendungen als zusammenhängend erkannt zu werden. Das Album ist eine Aneinanderreihung von Singles, früheren Beiträgen zu Compilations und Neuinterpretationen, die das Original arg verfremden. Supertramp (»Dreamer/Crime of the Century«) wird der Bombast entzoge...

»Just In Time For Something«

Das Unkomplizierte ist es, was an diesen Stücken fasziniert. Damien Jurado hat auf wenig mehr als zehn Minuten fünf Stücke verteilt, die dem für das Frühjahr 2005 zu erwartenden Album »On My Way To Abscence« vorgeschoben werden. Aufgenommen wurden sie von Jurado selbst, zuhause, einfach auf Band. Verzichtet wurde auf das nachträgliche Gleichschalten der Tonqualität: An den Rändern der Stücke darf es knacken und die Mitte ins Schlingern komm...

»One Day You'll Dance For Me, New York City«

Manchmal verkehrt sich Unglück zum Glück. Thomas Dybdahl kann mehrere Lieder davon singen. Das Ende in Sichtweite kam ihm bei den Arbeiten zum abschließenden Teil der »October Sound«-Trilogie der Laptop mitsamt dem bis dahin u.a. in New York abgespeicherten Material verlustig. Der Diebstahl barg die Chance für einen neuen Ansatz, die der Songwriter zu nutzen wusste. Die zwei vorhergehenden Alben ließen für den Schlusspunkt auf ...

»Wilderness«

Am Cover: Das Testbild eines Fernsehers mit Sprung in der Schüssel, wenn nicht gar ein schizophrenes Kaleidoskop. Auch im Inneren wird die Farbpalette ausgeschöpft. Nicht ganz so grell setzt die Band aus Baltimore ihre Stücke in Szene. Die »Wilderness« äußert sich als Grenzen einhaltende Verspieltheit. Die Stimme würgt sich aus der Kehle des Sängers, presst sich in Form eines Vorwurfs. Ein predigthafter, leicht angetrunkener Sprechgesa...

»The Aether Eater«

Im Booklet zu »The Aether Eater« zitieren Odawas Dante. Ihr Album lassen sie dem Inferno folgen und drängen unter die Oberfläche. Bei ihrem Abstieg in hallende Höhlen ziehen sie etwa in »Benjamin« die harmoniegenährte, sphärische Essenz mit sich, die Mercury Rev stetig beweisen. Soundschnipsel wie zur Science-Fiction-Untermalung werden der sich sanftwölbenden Gesangslinie hinzufügt und spreizen sich ein wenig von ihr ab (»The Golden Fog«), w...

»Amaterasu«

Nicht an den Haaren, sondern vielmehr an den Fäden herbeigezogen hat David Fridlund die Stücke seines Solodebüts. Auf »Amaterasu« verteilt der Frontmann von David And The Citizens marionettenhafte Einschübe, in denen das Piano den Takt vorgibt. Tatsächlich könnte er ohne großen Aufwand die Lieder für seine Städter-Band passend machen. Lediglich eine Umstellung bei der Gewichtung, welches Instrument tonangebend sein soll, müsste zuguns...

»Trans Pony«

Auf seinem Albumdebüt »Yeah Baby Whoohaa« bezauberte Björn Kleinhenz mit einfachen Songs über Themen, die sich ihm im Alltag in den Weg gestellt hatten. Das nachfolgende »Trans Pony« zeigt den 23-jährigen Schweden sowohl im Songwriting selbst als auch in dessen Umsetzung gereifter. Der innerskandinavische Vergleich zu Kristofer ??ström liegt nahe, aber auch Ähnlichkeiten zu Elliot Smith sind nicht von der Hand zu weisen. Alles in alle...

»Dreamland, Baby«

  • Artist: Dharma
  • Label: www.lyxpop.com
Stell dir vor, Jane Birkin ertappt im Hotelzimmer von Air Led Zeppelin, die gerade dabei sind, ein Coldplay-Konzert zu inhalieren. Stell dir weiters vor, dass die dabei entstandenen Songideen im Studio des vielgefragten Produzenten Kalle Gustafsson Jerneholm (nebenbei Bassist bei The Soundtrack Of Our Lives) ausreiften. Schwierig? Dann lass dir von Dharma's Debütalbum »Dreamland, baby« auf die Sprünge helfen.

»On My Way To Absence«

Sehr heimelig und sanft am Folk vorbei verlaufen die Melodien auf Damien Jurados aktuellem Album. Durch die unaufgeregte Oberfläche seiner Songs nimmt er eine Abkürzung zum Nerv, den er mit seinen Texten treffen will. An den Fersen klebt ihm Unglück, Versagen und Minderwert beschweren das Gewissen. Ausgesprochenes stellt sich im Zwischenmenschlichen quer und läuft bis zur Gleichgültigkeit, die aus dem Mit- ein Nebeneinander macht. Aus dem N...

»Lost Causes - Causes Lost«

  • Artist: Sharif
  • Label: www.adrianrecordings.com
Die Bands des Malmöer Labels Adrian Recordings müssen wohl bei den Aufnahmen Stimmungsaufheller einwerfen, um nicht auf geradem Weg in den Trübsinn zu steuern. Bei Laakso oder David & The Citizens bricht die Resignation in eine Manie aus, die in Momenten der Gepresstheit von Bright Eyes ähnelt. Sharif steuern ebenfalls in die Stilrichtung von Conor Oberst, ohne dort völlig zu landen. Sie lassen es an dessen Vergrätztheit fehlen, so dass ...

Helldorado, 12. 5. 2005 Chelsea/Wien

Dass mich diese norwegische Band auch live nicht nur bei oberflächlich guter Laune halten würde, war mir seit dem ersten Hineinhören in EP und Album klar. Helldorado - ein Name, der wie Donner grollt und durch seinen Klang allein das Unwetter ankündigt, dass über die miss/handelnden Personen der Lieder unausweichlich hereinbricht.

La Mascara Snake

  • Artist: La Mascara Snake
Edvard Bredok weiß nicht, wohin ihn sein Weg noch führen wird. Er weiß nur genau, wohin es ihn im Augenblick zieht - zur Musik.

Stadtlärm - Essenzielles zu Norwegens Musikmesse bylarm

Nein, das lässt sich beim besten Willen nicht mehr als grobkörniger Schnee von hoher Dichte abtun - die Wahrheit schlug mir prickelnd ins Gesicht: Hagel! 2004 war ich dem Ruf der norwegischen Musikmesse bylarm in Europas deklarierte Hauptstadt des Regens (Bergen) gefolgt. Dieses Jahr zog es mich mit dem fahrenden Brachentreffen nach Stavanger, das sich mir bei meiner Ankunft als stadtgewordener Hagelschauer präsentierte. Meiner Vorfreud...

»Director's Cut«

Das Schicksal ist ungnädig und kommt in Frauengestalt. So sehen es zumindest Helldorado auf ihrem Albumdebüt »Director's Cut«. Zwischen energetischen Revolverrockentladungen wie »Teenage Queen« oder »Payrolled« wird Balladenhaftes gelegt, das doch keine rechte Verschnaufpause gönnen will. Was bei den Leisetretern an Tempo entnommen wird, wird durch Dramatik aufgewogen. Dramatik und große, verzweifelte Gesten sind es auch, was ...

Melancholisches aus Bloomington/Indiana

Secretly Canadian und Jagjaguwar verwöhnen mit einem Programm, das keine Hektik aufkommen lässt. Auch auf den aktuellen Tonträgern spinnt das Labeldoppel aus Bloomington/Indiana weiterhin Fäden der Melancholie. Mit wenigen Gitarrentakten erzeugt Will Jeff, Sänger bei OKKERVIL RIVER, eine vertrauensvolle Intimität. Er reduziert die Verpackung und verzichtet auf jegliches Hochpolieren, um sich genügend Zeit für das Wesentliche, den Gehalt der Mus...

»Getting Out«

  • Artist: Quant
  • Label: Echo.Chamber/Soul Seduction
Bis zu einem gewissen Grad bin ich bestechlich - Pinguine (jööö, niedlich) als Coverstadtbewohner herzunehmen, reizt die Neugierde. Sie watscheln durch die Straßen von Gonkyburg, was wohl nichts anderes ist als ein harmloses, weil leicht aufzudeckendes Inkognito von Göteborg. Nehme ich mal an. Jonas Quant wurde in seiner Heimat längst zum Legendenstatus erhoben; mit seiner als elektronischen Soul'n'Funk oder auch als Future Jazz zu beschrei...

»Ladies And Gentlemen Of The Opposition«

  • Artist: Sivert Höyem
  • Label: Virgin
Die von mir aufgestellte Regel besagt, dass skandinavische Künstler nie bloß ein Projekt gestalten, sondern dass Musiker aus dem Norden aktuelle Tonträger stets in mehrere Fächer einordnen können. Sivert Höyem bildet hiervon nicht die Ausnahme: der Sänger, der auf der dunklen Seite des Rock stehenden Band Madrugada geht solo und frönt dabei seiner Leidenschaft für die amerikanische Songwritertradition. Vor allem Bob Dylan lässt grüßen...

»See You Naked«

  • Artist: Sioen
  • Label: Keremos/MMS/Ixthuluh
Seit der Veröffentlichung seiner ersten Single »Cruisin« ging es für den 25-jährigen Singer/Songwriter aus Gent geradezu rasend schnell vorwärts. Mit nationalen Preisen und Lob seitens der belgischen Presse überhäuft, wird er als mehr als nur ein Talent gefeiert. Wo von medialen Huldigungen oft bald anstatt des Schalls nur mehr Rauch übrigbleibt, an dem sich das Interesse satt gelesen hat, setzt Sioen mit dem Debütalbum nach. »See You Naked« legt...

»Loupita«

»Quiet is the new loud« säuselten die Kings of Convenience aus Norwegen vor einiger Zeit in reinster Harmonie und gaben damit einer Bewegung ihren Namen. Der 27-jährige Stockholmer Kristofer ??ström trollt sich in die Songwriter-Ecke der leisen Töne, um sich von seiner Rockband Fireside zu erholen. Die sanften Melodien, die er mit oder ohne »Hidden Track« mit Wattebausch auf die Tonträger aufträgt, sind weitaus fordernder als die tanz- und bewegu...

»We Fight Til Death«

Das fünfte Album in der zehnjährigen Bandgeschichte lässt Windsor For The Derby in Schönheit sterben. Bloß nichts übereilen, scheint sich das auf Philadelphia und Austin aufteilende Duo Dan Matz und Jason McNeely zu denken, die den konstanten Kern der Band bilden. Wieder mit an Bord befinden sich Timothy White und Ben Cissner. Dan Burton von den Early Day Miners und Ativin stand für die Aufnahmen parat und hat die Band zu einer Verbindung a...

»Body Movement«

Das Album versteht sich als Nabelbeschau des Labels, das Werkumfang und Wirkkraft mit 16 Songs verschiedener, aber nicht grundlegend unterschiedlicher Interpreten aufeinander driften lässt. Den Stücken gemein ist die im Sampler-Titel ausgedrückte Beweglichkeit, denn sie setzen Körper und/oder Geist in Schwung - sei es auch lediglich ein kleines Wippen bzw. ein kurzfristiges Abschweifen und Gedankenverdrängen. Dabei erweist sich die Auswahl gleic...

»Destination: Out II«

Hinter dieser Künstlerversammlung steckt die Idee, einem DJ musikalisch auf seiner Reise durch (in diesem Falle mit wenigen Meerquerungen als Ausnahme) die Plattenläden und Clubs europäischer Städte zu folgen, der von seinen Zwischenaufenthalten die hervorragendsten Neuigkeiten nach Wien schleust. Volume 1 wurde vom Blätterwald gut aufgenommen und kam zu weltweiten Radioeinsätzen. Die Kollektion nimmt die Arbeit ab, frische Namen sich selbst in W...

»The Sea & The Rhythm«

article_2381_iw_150.jpg Das Meer hat klein beigegeben. Keine durch Sturmwinde gezirbelten Schaumkronen, kein hoher Wellengang, der sich an Riffs bricht - der Rhythmus auf der EP ist tatsächlich ein langsamer, dafür stetiger, der die fünf Songs behutsam ans Ufer schaukelt. Wellen schleifen den Sand ins Meer wie Iron & Wine die Ecken und Kanten aus seinem Programm schleift, bis jeglicher Widerstand gegen die Klangtheraphie unterspült und gebrochen ist. Sam Beam ist Ir...

»Lost With The Lights On«

Auf Simon Joyner ist Verlass: Seit Beginn der Neunziger veröffentlicht der Singer/Songwriter aus Omaha, Nebraska ein Album pro Jahr. Auf »Lost With The Lights On« sucht der bei Bob Dylan und Leonard Cohen in die Lehre Gegangene nach dem Sinn eines Lebens, in dem man auf sich allein gestellt ist. Träge sinniert er über Enttäuschungen und Verlassenheit, hat dabei aber den Dreh raus, um trotz fehlender Verheißung von Wundheilung und Labsal um ...

»Gothenburg Rifle Association«

  • Artist: The Carnation
  • Label: soundsofsubterrania
  • skug : 59
Produced by Björn Olsson steht nicht sonderlich hervorgehoben im Beipackheft. DER Björn Olsson - ähm, ich bin doch hoffentlich nicht die Einzige, die das großbuchstabig anmerkt - von Union Carbide Productions, auf deren Resten sich die The Soundtrack Of Our Lives gründeten? Na, da kann ja nicht wirklich was schief gehen; soweit das gefällte Urteil im ungehörten, weil noch verpackten Zustand. Nach einigen Durchläufen erweist sich die frühe M...

»I've Seen You All Before«

Das musikalische Dasein der fünf Finnen ist ein konsequent durchgezogener Etikettenschwindel. Hinter den mitunter verwunderungswürdigen Künstlernamen (Mary Christmas!!) versteckt sich kaum eine aus Übergrößen zusammengesetzte Supercombo. Weiters darf die Aufrichtigkeit der Beschreibung des Labels, auf dem das Quintett aus Helsinki veröffentlicht, bezweifelt werden. »American Brother$ is the richest company in the world« so das Eigengep...

»Yeah Baby Whoohaa«

Viel lässt sich über das 22-jährige Bürschchen mit Göteborger Wohnanschrift ja nicht gerade aus dem Datenstrom ziehen - mal abgesehen davon, dass er mitunter mit dem um einen Jahr älteren Thomas Denver Jonsson als Topeka Twins durch die nördlichen Lande zieht. Nun sind aber beide solistisch auf Songwriterpfaden unterwegs. Tatsächlich offenbart sich auf »Yeah Baby Whoohaa« Björns großes Talent. Die Probe legt Kleinhenz in aller Stille ab - n...

»The Perfect Cure«

  • Artist: Lorraine
  • Label: Rec90
  • skug : 58
Placebo stellen sich selbst mit dem Rücken an die Wand, und das spielend. Kaum ein Festival, das sie in ihrer Tourplanung ausgespart hätten. Doch schon vor den dabei zurückgelegten Kilometern hat sich ihre Originalität etwas abgerieben. Nun wogen aber ausgerechnet für den Reisegrund »Sleeping With Ghosts« die Gunstbezeugungen in Form vermehrt abgesetzter Tonträger über ihnen zusammen. Nun ja. Warum wurde dann eigentlich bislang das Debüt der äh...

»Superworldunknown«

Setzen wir einmal voraus, die Zuhörerschaft kann in ihrer Wahl nicht irren. Als TONO, die über die Wahrung der Urheberrechte norwegischer Musikschaffender wacht, anlässlich ihres 75. Geburtstages sich mit einer Gratis-Download-Aktion der Öffentlichkeit in die Erinnerung biederte, kam dabei Karin Park mit ihrem Erstling »Superworldunknown« als Siegerin hervor: Mit Abstand war ihr Debüt das am meisten herunter geladene Werk. Wen wundert es, is...

»Let's Grow Together - The Comeback Of St. Thomas«

Beim Erlernen einer Fremdsprache tauchen schon mal Wörter auf, die zwar nicht besonders bedeutungstragend sind und deren Wissen keineswegs den Lauf der persönlichen kleinen Welt ändert, die sich aber rein klanglich hinterfotzig einschmeicheln. »Skranglepop« beispielsweise. Wer Skranglepop sagt, muss auch St. Thomas sagen und füllt durch die Verknüpfung zur Musik des Nationalheiligen das Wort mit der bestmöglichen Erklärung aus. Hier ist ein Songs...

»Elettricita«

Hat Ryan Murphy, der hinter Havergal steckt, vor, den werten Zuhörer durch beharrliches Wiederholen respektive durch geringfügige Variationen von Takt zu Takt in Trance zu versetzen? Beruhigung verbreitet der unterbrechungslose Übergang von Strophe zu Refrain allemal, etwa in »Far Enough To Be Alone« oder »New Innocent Tyro Allegory«. Die Songs sind bisweilen von einer meditativ-sakralen Getragenheit, die um Scheitelbreite an der Eintönigkei...

»MECD«

Das Leben gleicht einer Pleiten-, Pech- & Pannensendung im Stile eines Homeshoppingkanals. Zumindest will es die Videoumsetzung von »That's Life O-Oh« so haben. Genauso wenig wie sich das irdische Dasein mit dem Clip vergleichbar schleimig grellbunter Farben malt, ist es Kaada gelungen, seine Vorstellungen umzusetzen. Glücklicherweise. Mit »MECD« setzt er zum zweiten Versuch an, als Soloartist ein Album mit gewöhnlicher Popmusik zu befüllen. Nich...

»El Corazõn«

2001 erst fand die siebenköpfige Band aus Halden zusammen und hatte bereits Radioaufmerksamkeit am Hals, bevor sie noch so recht wusste, unter welchem Namen sie versuchen würde, sich in Genreschubladen zu stecken. Auf Ersteres war leicht und folgenlos eine Antwort zu finden: El Corazõn. Zweitere Fragestellung bleibt eine eindeutige Erklärung schuldig. Die Sänger und Songschreiber Ronald Prang und Freddy Holm sind sich musikalisch ... nein, nicht ...

»Until The Sadness Is Gone«

»We release good music! You can expect all genres. As long as it has heart. Or a weird brain« Das kleine Malmöer Label Adrian Recordings möchte um seiner Bands willen bewundert, muss aber auch des auf der Startseite ausgelegten Programmes wegen geliebt werden. »Remember! If you're about to make music: Be honest or pretend! Don't compromise with jerks! Follow the only road! Be nice or hate! Scream or whisper! You can't compete in music! Do it yo...

»Bionic Beatz«

  • Artist: Bionic Beatz
  • Label: www.bionicbeatz.net
Die Idee zu Bionic Beatz schwirrt seit Jänner 2001 umher, in der gegenwärtigen Sextett-Form mit Mirjam Wällstedt an den Vocals gibt es die Band seit Sommer 2002. Der Name umzirkelt das Genre, klar, es handelt sich um Electronica, die indes doch davon entfernt ist, cool auf emotionale Distanz zu gehen. Bionik ist die Verkürzung von Biologie zu Technik. Genau diese Verbindung versucht die Gruppe rund um den Gitarristen Thomas Zalud in Musik zu übe...

»River Through Howling Sky«

Ein Tonträger mit vier Stücken bepackt - die Vermutung liegt nahe, mit »River Through Howling Sky« etwas EP-Formatiges vor sich zu haben, was sich unter Beachtung der Spielzeit indes als vorschnell gezogener Schluss herausstellt. Diese wenigen Klangimprovisationen dehnt der in Glasgow wohnhafte Engländer Richard Youngs nämlich auf über 40 Minuten. Wie immer bei seinen Solowerken der Fall, beschränkt er sich auf den Gebrauch weniger Instrumente un...

»When I Said I Wanted To Be Your Dog«

Jens Lekman, der sich in einem Göteborger Vorort eine Studio-Proberaum-Wohnung mit zwei Wellensittichen teilt, hat es doch tatsächlich geschafft, in den schwedischen Charts mit zwei EPs gleichzeitig im Vorderfeld zu landen. Sein Debütalbum schaffte auf Anhieb den 6. Platz- und das, obwohl er mit gehörigen Identifikationsschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Wo der Künstlername herkam, ist längst unausforschbar - tatsächlich war Jens in Gleichsetzung ...

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