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»A Story of Sahel Sounds – Original Soundtrack«

article_8525_a2825764121_10_150.jpg Dass Desert-Rock natürlich durch ist, durch sein MUSS, schließlich gibt es ja schon Tamikrest und Tinariwen und das seit … ungefähr zehn Jahren, darüber müssen wir nicht ernsthaft diskutieren. Sowas zu behaupten, ist aber genauso plump, wie zu sagen, »Afrika« sei mal so ein Trend gewesen, weil Fela Kuti. Dass auch »westliche« Ohren mehr als zwei wichtige Bands eines spannenden Genres ertragen können, fordert diese sehr raue Compilation ein, die a...

»Fragments of a Rainy Season«

article_8515_0887830010719_150.jpg Die Füchse von Domino Records: Pitchen im Oktober im Promo-Blatt zum Re-Release des 1992er-Live-Albums von John Cale die Geschichte, wie die zu dieser Zeit entstandene feinfühlige Piano-Version von »Hallelujah« über Umwege beim jungen, unbekannten Jeff Buckley landete, der schließlich bei einem seiner frühen Kneipen-Konzerte im East Village mehr oder weniger diese Cale-Version coverte, nicht das Original von Leonard Cohen, und damit das Herz eine...

»16 Visions Of Ex-Futur«

article_8506_veronique-vincent-aksak-m_150.jpg Schön an der Relevanz vorbei, gleich hinein in die Wunderlichkeit veröffentlichte vor zwei Jahren das belgische Projekt Aksak Maboul in Komplizenschaft mit der Sängerin Véronique Vincent (von den »belgischen Talking Heads« The Honeymoon Killers) sein drittes Album. Mit 30 Jahren Verzögerung – seit 1983 lagen die Bänder, die aus damaliger Perspektive zu harmonisch für die Avantgarde und zu experimentell für das Pop-Business klangen, in den sprichw...

DADADADAAAAA! Jubiläumsfest in Berlin

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Am 24. und 25. September 2016 feiern das Andromeda Mega Express Orchestra, das Solistenensemble Kaleidoskop und der Dadaismus gemeinsam eine große Jubiläumsparty in der deutschen Hauptstadt.

Die Schallplatte Remixe

  • Artist: Wassermann
  • Label: Kompakt
article_8437_kom_digital_076_3000px_150.jpg Seit Wolfgang Voigt einmal auf dem etwa ungeilsten Floor der Welt, dem Café des Berliner Hauses der Kulturen der Welt, eines der spaßigsten Sets ever lieferte – darauf ausgerichtet, Minimal Techno, Polka und Kylie Minogue mit maximalem Effekt zu verbinden – kann der Mann von mir aus alles machen, was er will. Und wenn ich jetzt, um fast zwei Jahrzehnte verspätet, höre, Voigt habe ein, so das Label, Konzeptrave-Projekt am Start, dann bitte her dam...

Der Spielmacher

article_8431_der_spielmacher_cover_150.jpg Es ist also noch immer Männerfußballeuropameisterschaft, dieses kleine Stiefkind der WM mit dem Glamour eines Staubsaugervertreters. Vielleicht gerade darum (und natürlich trotzdem auch der Fahnenschwenkerei wegen, die dieser Tage noch einmal unangenehmeren Beigeschmack hat als eh schon) ein guter Anlass für die Nationen-ja-auch-nicht-so-gut-Finder von Staatsakt, ihren schicken Polit-Indie-Diskurs mit linker Fußballkritik zu paaren und den dabei ...

Gewalt und Musik: »Krieg singen« in Berlin

article_8329_kriegsingen_150.png Das Mini-Festival »Krieg singen« im Berliner HKW widmet sich im Januar den komplexen Zusammenhängen von Musik und Krieg (bzw., wie man so zu sagen gelernt hat in den letzten Jahren, ›militärischen Auseinandersetzungen‹, ›bewaffneten Konflikten‹ etc.) und erkundet mit Mitteln der Wissenschaft und der Kunst, wie der Erste Weltkrieg die Grundlagen unserer Gegenwart legte. ...

»Insomni«

article_8301_ash11.4_front_150.jpg Der Sommer war ja durchaus gut verschnuffelt: Ja, Paniks Herr Spechtl veröffentlichte als Sleep eine Soloplatte über das antikapitalistische Gehalt des Schlafes, Max Richter ließ mit seinem achtstündigen Wiegenlied, ebenfalls »Sleep« betitelt, die ganze Welt träumen – (»hochkulturelle Warmluft«, befand Kollege Cuisine). Gut Aufwachen, so als kleines Addendum zu diesen beiden Schwergewichten, lässt sich ausgerechnet übrigens zu der dritten Platte,...

›Im Himmel sein‹ heißt ›Liebe‹: Ducktails

article_8248_ducktails_2015-album_anno_150.jpg Disney und Drones bilden die Eckpfeiler der musikalischen Welt des Matt Mondanile. Hört man den Pop-Entwürfen seines neuen Albums unter dem Moniker Ducktails gar nicht an! skug traf den Gitarristen in Berlin zum Gespräch über Katholizismus, Eskapismus, Experimente und Julia Holter. ...

»Pain Avoidance Machine«

article_8220_rm468_front_150.jpg Erik Griswold sieht auf dem Photo auf seiner Homepage ein wenig aus wie der hagere Bauer in Grant Woods Gemälde »American Gothic«, bloß mit großen Ohren. Bevor hier eine alberne Metapher entdeckt werden mag, lese ich aber lieber in Griswolds Biographie nebenan. Der us-amerikanische Komponist und Pianist arbeitet seit den 1980ern mit Prepared Piano, Percussion und Spielzeuginstrumenten, ist beeinflusst von Cage-ianischem Experiment, von Jazz und n...

»The Epic«

article_8207_kamasi1_150.jpg Wann fing das eigentlich an, mit Kamasi Washington? Ich glaube, ich bin zuerst bei Andreas Borcholtes »Spiegel-Online-Abgehört« darauf gestoßen. Höchstwertung für »The Epic«, drei CDs, fast drei Stunden Jazz, der Rest der Musikpresse verstand es nur so halb beziehungsweise nur als halb so revolutionär, im politischen Sinne, feierte trotzdem, Feuilleton und das Jazzfachmagazin »Focus« eh. Wurde Zeit, dass sich einmal die »spex« der Sache annimmt, ...

»Captain Of None«

article_8186_thrill387_colleen_cover_150.jpg Einen solchen Sound habe ich, ernsthaft, noch nie gehört. Dabei ist die Künstlerin schon Jahre dabei – skug berichtete bereits 2003 über den damaligen, nun ja, »Shootingstar«. Auf ihrem fünften Album singt die französische Multiinstrumentalistin Cécile Schott aka Colleen in betörenden Klangzirkeln von Selbstverlust und macht klassischen jamaikanischen Dub mit barockem Instrumentarium. Hauptsächlich ist es die Viola da Gamba, die Colleen jedoch ni...

»Earthquakes Usually Come Around At Night«

article_8182_a2822146384_10_150.jpg Aus Anlass von Ivan Antunovics Residency im Wiener quartier21/MQ würdigte Michael Gieblin skug #99 den Künstler als »halbes Gesamtkunstwerk«, der in einer Welt des Unvollkommenen und mit großer Schlagseite zum Pop das Fragment zum Hauptmotiv erklärt. Ende 2014 erschien nun mit »Earthquakes Usually Come Around At Night« ein Mini-Album eines seiner zahlreichen Musikpro- jekte, in diesem Fall I/II, und ich möchte ergänzen: Ivan Antunovic, bekannt al...

»Neo Romantic«

article_8155_levin_150.jpg Soso, Stuttgart ist also das »neue Seattle«, verkündet der »Musikexpress« – ein massiver Abstieg für die Schwabenmetropole, die vor hundert Jahren einmal mit einer herausragenden Irrer-Prophet-Dichte als das neue, sehr deutsche Jerusalem gehandelt wurde, aber immerhin lässt sich Stuttgart nun wieder auf der Pop-Landkarte verorten. Was auch in diesem Magazin bereits Spuren hinterließ, siehe etwa Hardy Funks Essay »Die Neue Verkrampfung« in skug #1...

Intergalaktische Irre: Die Berliner »Kosmostage« 2015

article_8156_ameo_c_bresadola_2675_150.jpg Am kommenden Wochenende, dem 17. und 18. Juli, wird Berlin zum Zentrum für ›Universelle Musik‹: Das Andromeda Mega Express Orchestra (AMEO) lädt zur zweiten Ausgabe der »Kosmostage«, mit dabei u. a. Hermeto Pascoal, Els Vandeweyer, Lanaya und Musik von Guillaume de Machaut (1300-1377). skug traf AMEOs Andi Haberl zum Interview. ...

»Meditations On Present Time«

  • Artist: D Bayne
  • Label: Luminescence Records
  • skug : 103
article_8146_lum003_front_150.jpg Ende April entschied irgendjemand bei unserer Internetfirma, dass es mit unbezahlten Rechnungen nun wirklich reichte und schaltete uns den Lebenssaft ab. Saßen wir nun, unserer Identitäten beraubt (das soll gar nicht so antifacebookistisch abgedroschen klingen, so fühlt es sich wirklich an, als müsse man noch einmal ganz neu lernen, zu kommunizieren, das Leben zu organisieren) und hatten viel, viel Zeit. Für Miteinander, für Lesen. Für auch schei...

Der Tod steht ihm gut: Panda Bear

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Auf seinem neuen Album trifft Noah Lennox aka Panda Bear auf Gevatter Tod – ein Grund mehr, noch einmal auf die Spurensuche zu gehen nach den letzten Dingen im Werk seiner Hauptband, dem Animal Collective, und den aktuellen Soloaktivitäten.

Original in skug #101, 1-3/2015

Bleib zuhause im Sommer: Mikal Cronin

article_8080_cronin_-_myles_pettengill_150.jpg Auffällig zuerst als Sidekick des Garage-Derwischs Ty Segall, ist Mikal Cronin längst selbst zu einem Eckpfeiler der kalifornischen Musikszene geworden. Sein charakteristischer sommerlicher Garage-Power-Pop mit düsterer Poesie für die never ending Adoleszenz funkelt auch auf dem neuen Album »MCIII«. skug traf Cronin in Berlin. ...

»Chromatics«

article_8021_chromatics-ideo01_150.jpg Er hat einfach, den Gag habe ich schon einmal woanders gemacht, den tollsten, zeitgeistigsten Popnamen aller Zeiten: Sam Genders. Ein Name, der im deutschsprachigen Raum wohl soliden zwei Dritteln der sog. ›Mehrheitsgesellschaft‹ die Fußnägel hochrollen lässt. Volks-Rock’n’Roller etwa würden sich lieber ausbürgern lassen, als eine Nationalhymne zu singen, die ein Mensch mit Namen Genders geschrieben hat. Dabei müsste auch das Konzept von Nation d...

»Sittin' By The Road«

article_7987_blazefoley_150.jpg Eine amerikanische Geschichte: Bart, Cowboyhut, Schnaps und eine Gitarre. Blaze Foley, der Libertäre aus Texas. Klebbandmessias, 1949 einem trinkenden Trucker geboren in Arkansas, sang früh mit seinen Geschwistern den Gospel, wurde Hobo, lebte mit seiner Freundin in einem Baumhaus in Georgia, trennte sich, nahm seinen neuen Namen an, wurde Musiker in Austin, ging nicht arbeiten, weil Musiker nicht arbeiten. Er lebte in keiner festen Wohnung, tran...

»Zaun«

article_7982_cd-des-monats-dezember-ko_150.jpg Das selbstbetitelte Debüt der existentialistischen Invented-Tradition-Groove-Kapelle Kofelgschroa aus dem Oberammergau war ein Manifest, ein steil aufragendes Bergmassiv in den popkulturellen Mittelgebirgen, selbstbewusst aufreizend bis provokant. Rotzig treibende Wahrheiten aus den inneren Provinzen, aus denen niemand entkommen kann, wenn man auch die Sprache zwischen Dada, Trost und Ätzen nicht zwangsläufig verstehen konnte. Ein Album, für das ...

»Galaktika«

article_7920_4250137241685-0600px-001__150.jpg Ich weiß oft nicht, mit diesem Pop - oder besser, I know it gets old. Review für Review - und auch in dieser Ausgabe - einen Pop einzufordern, der sich als Ausdruck maximaler Jetztheit versteht. Weil ich einen solchen Pop will; weil ich will, dass Pop mit dem Pop-Außerhalb zwischen gerade bevorzugtem Rausch und just abgelehnter Politik im Dialog steht; eben, anders als die große Kunst das immer wollte, nicht die Ewigkeit bespielt, sondern genau d...

Fenster ~ Picknick im Uncanny Valley

article_7798_fenster1_150.jpg Fenster klingt zwar nach Licht und Weite, die Berliner Band verlagert aber Shoegaze und Dream Pop in dunkle Brunnenschächte und lässt die elegante urbane Abgefucktheit ihrer Wahlheimat auf ihrem Zweitwerk »The Pink Caves« weit hinter sich. Im Rahmen des steirischen Herbsts sind Fenster am 04.10.2014 live in Graz zu bewundern....

Ja, Pyrates!

article_7799_japanik_150.jpg Viva Libertatia!
Auf der Pirateninsel mit Captain Misson, Bey, Burroughs und Ja, Panik.

»Träume«

article_7792_cover_pb032shop_150.jpg Ach, würden sich diese zwei doch finden! Der slackige Lausbub mit der Zahnlücke und der manisch-depressive Lausbub aus Notwehr und aus Wien. Rauchen könnten die zwei, eine nach der andern, aufm Spielplatz hinten am Bach oder wo. Viceroy heißt die Zigarettenmarke - die Billig-Zigarettenmarke natürlich - die Mac DeMarco in einem der schönsten Songs des 2012er Albums »2« besingt, ohne die er early in the morning die Augen nicht aufkriegt: »Don't let...

»Deep Fantasy«

  • Artist: White Lung
  • Label: Domino
article_7756_white-lung-deep-fantasy_150.jpg Allright, Leute, this gonna be short: Weil »Deep Fantasy« ja auch kurz ist: 22:05 Minuten, um genau zu sein. Und sowohl Platte als auch Kritik sind kurz, weil Offenbarungseide gar nicht länger sein dürfen, sonst werden sie pathetisch. Das 3. Album der Punk-Combo um Sängerin Mish Way ist hochmelodisches wie -energetisches Geballer close to perfection, obwohl es nichts, nichts, nichts anders oder meta oder neu macht als Inyourfacepunk halt schon im...

»New German Ethnic Music ..«

article_7711_cover-300dpi_rgb_450_450_150.jpg In der letzten Ausgabe dieses Journals schrieb Pico Be über den Sampler »Songs Of Gastarbeiter, Vol. 1«, und das angemessen wütend - wütend über die richtigen Leute, zu denen wahrscheinlich du, Leserin, und ich auch gehören. Ich verweise nur noch einmal darauf, weil dort schon alles gesagt war, was auch zu dem parallel stattfindenen Projekt »Heimatlieder Aus Deutschland« zu sagen ist, wenn auch dessen Fokus woanders liegt. Es geht Initiator Mark ...

»Doofe Musik? Wissen wir nicht. Doof schon.« Das Festival

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Wo fröhlich lächelnd Menschenmassen / Happy sich an Händen fassen / Rhythmisch glücklich Arme schwenken / Sich vom Scheiß der Welt ablenken: da sah das Berliner Festival Doofe Musik einmal genauer hin.

Kinder, die auf Knollennasen starren: Pictoplasma Festival

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»Character Design« klingt als Aufeinanderprallen von Authentizität und Synthetik nicht allzu einladend, aber at least schön post-digital. Was sich dahinter verbirgt, zeigt seit zehn Jahren das Berliner Festival Pictoplasma.

»Two«

article_7638_owls-two_150.jpg Die Menschen in Owls waren in der ersten Hälfte der 1990ern als Cap'n Jazz eine der Keimzellen des Midwest-Emo-Core und stilprägend insofern, als dass sie ihren Sound nicht an Hardcore, sondern an Indie-Rock anschlossen - was die Nachfolgeband ihres Gitarristen Davey von Bohlen später unter dem Namen The Promise Ring in Perfektion vollzog. Die Mehrheit der übrigen Mitglieder der kurzlebigen Cap'n Jazz gründete bald das mit Elektronika experimenti...

»Sjätte Vansinnet«

article_7637_scrapsot_150.jpg Nostalgie! Wie ich sie hasse! Ich und du und du! Nein, nein, wir wollen keine Nostalgie! Und dieser Retromania-Scheiß kommt uns auch nur vermetat und hauntologisch durch die Boxen! Trotzdem wurde ich nostalgisch, als ich neulich eine Platte der schwedischen Post-Rocker Scraps Of Tape im Briefkasten fand. Meine erste Scraps Of Tape war eine CD aus dem Jahr 2004 - in einem Umschlag des Tenderversion-Labels, deren völlig vergessene Band namens Septe...

»Where The Wild Oceans End«

article_7585_andreaschroeder_oceansend_150.jpg Andrea Schroeder erscheint, nicht nur des Songs »Helden« wegen, auf ihrem zweiten Album als eine Figur, die just aus dem Westberlin Bowies herübergeweht kam und irgendwo zwischen Nick Cave und Hildegard Knef ihren Platz gefunden hat; eine aufgeräumte, aber noch immer bedrohliche Nico mit aufgeräumten, aber noch immer stockdunklen Velvet Underground im Rücken, kühl und intensiv. War das Debüt »Blackbird« bisweilen etwas aufgesetzt friedhofsglöckch...

Das Nachleben des Schreibers: Schlingensief-Ausstellung

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Wir haben mit Barthes den Autor umgebracht und mit Derrida den Ursprung, aber Christoph Schlingensief ist seit dreieinhalb Jahren tot und er fehlt, er fehlt. Was bleibt, versuchten die Berliner Kunst-Werke in eine Gesamtschau zu pressen. Buchstäblich.

Ausstellungsfotos: Uwe Walter

»s/t«

  • Artist: The Anna Thompsons
  • Label: Motor
article_7552_the-anna-thompsons-084746_150.jpg Als All-Grrrrl-Garage erfunden wurde, irgendwann vor Jahrzehnten, lebte Gott noch in Frankreich, inkognito, auf dem Hof seines glücklich verheirateten, aber ein bisschen eigensinnigen Sohnes. In Rennes-le-Château. Bis ihm das Leben da unten zu teuer wurde, zu sonnig, man wird ja doch auch schnell genügsam und ein bisschen einfältig, wenn man nicht arbeiten muss - und Gott, begnadeter Kreativkopf, der er eigentlich ist, hat zu diesem Zeitpunkt imm...

»Windmills«

article_7551_lubomyr-melnyk_windmills__150.jpg Die Definitionsmacht über seine Musik scheint Lubomyr Melnyk, kanadischer Komponist und Pianist mit ukrainischen Wurzeln, schon vor Jahrzehnten für sich behauptet zu haben. Nicht nur prägt er seit den 1970er Jahren einen eigenen Stil, er setzte auch gleich zwei Schildchen auf die Schublade, die beide so einprägsam und selbsterklärend wie zutreffend sind. »Continuous Music« ist das eine: Mit dem Pedal häufiger auf Anschlag als Michel V...

»Kung Fu Fighting«

article_7483_erdmoebel_150.jpg Es gab Erdmöbel-Platten, da war jeder Moment magisch; derart, dass die Verworrenheit der Texte den Blick ganz durchscheinend klar zu machen schien, weil die noch abwegigsten, scheinbar dadaistischsten Collagen und Assoziationsketten, die Texter Markus Berges durchdeklinierte und derer man sich kaum erwehren konnte, tief im kollektiven Bewusstsein - oder dort, wo sonst elementare Bestandteile einer Gefühlsgrammatik unbenennbarer Empfindungen liege...

»Jamaica Plain« EP

article_7442_sore-eros-kurt-vile-jamai_150.jpg Mithin das Schönste an der Kurt-Vile-Story ist ja, dass Kurt Vile nicht nach seiner Story klingt, nicht nach ehrlichem Arbeiterschweiß und Feierabendbier, dass er den letzten Jahren nicht ein neuer Bruce Springsteen wurde, sondern eine Klangsprache gefunden hat, die in den mutwillig vernebelten Kommentaren auf klassischen Rock eine ganz eigene Schönheit entwickelt und die zuletzt »Wakin on a Pretty Daze« zu einer der ganz wichtigen Platten des Ja...

»Stand Up, People«

article_7426_va_stand_up_people_150.jpg Auch zwei Jahrzehnte nach dem »Zerfall« Jugoslawiens, gute zehn Jahre nach dem letzten größeren Gewaltausbruch in dessen Folge, steht man noch vor dieser Geschichte und weiß nicht, wo in diesem Gewirr aus Parallelitäten und Gleichzeitigkeiten, Stereotypen, Illusionen, Krisen, Träumereien und Blindheiten der eine roten Faden verläuft, der das vielleicht verstehen helfen könnte. »Stand Up, People. Gypsy Pop Songs from Tito's Yugoslavia 1964-1980« e...

»Nepenthe«

article_7412_juliannabarwick_150.jpg Musik ist uns heute geläufig als eine Zeitkunst, aber sie ist dies nicht ausschließlich oder zwangsläufig. Au contraire: Musik ist auch Raumkunst. Und das war lange vielleicht sogar primär. Julianna Barwicks letztes Album trug seinen Titel darum - Zufall oder Reflexion - ganz zu Recht: »The Magic Place«. Denn Musik als Raumkunst schafft solche Räume, ist ein architektonisches Mittel, das gebaute Räume erst durch Klang zu erlebten Räumen macht. Na...

»Dear Mister Singing Club«

  • Artist: Krohn Jestram Lippok
  • Label: Distillery
article_7358_still22_front_150.jpg Kreativ sein können, wie Stefan Döring, wie Bert Papenfuß, wie Jochen Berg - Dichter der Ost-Berliner Szene vom Prenzlauer Berg in den 1970ern, den 1980ern, Künstlern jenseits der Sprache der Dichtung, eines inhalt- und sprachkritischen Substreams unter und neben der offiziellen DDR-Literatur, heute tot oder enttarnt oder Herausgeber minimalauflagiger Anarchiepoesieperiodika oder Kneipenbesitzer - jedes gelbe Blatt von der Kastanienallee die S1 r...

»Enormous Door«

article_7329_enormousdoor620_150.jpg Ist der Weg ein weiter oder ein kurzer, wenn man den eigenen Bandnamen nach dem Kriterium auswählt, ob er sich schnell auf Häuserwände sprühen lässt, von Polit-Punk zu Polit-Free-World-Jazz, von El-Salvador-Solidarität zu DJ/rupture!? Der Name The Ex: Ein Signal, ein optischer Reiz, schon seit den frühen Tagen der niederländischen Band in den späten Siebzigern. Aber auch mit konkreter Bedeutung, Übergang markierend, den Wandel von Zuständen; Abge...

»Going Up the Country«

article_7315_gut_150.jpg Zu »Goin' Up the Country« sah selbst Woodstock aus wie »Woodstock«, glaubt man Michael Wadleighs Bilderregime - wenn auch etwas riefenstahlesk, wie da die schönen Körper den Abendhimmel anbeten. Canned Heat selbst sieht man im Woodstock-Film nicht, und so ist jede Version des Liedchens auch eher Kommentar zu den kollektivbewussten Bildern denn eine Auseinandersetzung mit der Musik. Gudrun Gut geht auf dieser limitierten 7" das ganze a...

»Wo Soll Ich Suchen«

article_7305_dota_150.jpg Dass Dota, noch immer eher bekannt als »Die Kleingeldprinzessin«, als die sie vor mittlerweile zehn Jahren ihren stillen Triumphzug durch Unistädte und Szeneviertel begann, besonders den Glitzerjungs und Herzmädchen, die es schon für Poesie halten, wenn einer beim Poetry Slam keine schlechten Witze über seine Ex erzählt, viel zu geben scheint, kann man ihr allenfalls halb anlasten. Dass sie mit ihrer Dauerpräsenz auf Demos und Kiezfesten mehr und...

»s/t«

article_7262_goldensuits_frontcover_hi_150.jpg Fred Nicolaus hatte während der Aufnahme zu seinem selbstbetitelten Debüt als Golden Suits nicht bloß mit dem üblichen gebrochenen Herzen zu kämpfen. Sondern auch mit einer Rattenplage in seinem Brooklyner Apartement. Ich weiß, wie eine Rattenplage ist. Ich hatte einmal eine Rattenplage, in einem Marburger Altbau. Rattenplage heißt, nachts wachzuwerden von komischem Rascheln, und dann sitzt eine fette, fiese Ratte auf deinem Kopfkissen. Heißt, zu...

Ein-Mann-Soundsystem im Weltall

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»Blingsanity«, die neue Platte von Patric Catani: trotz Intellektuellen-Bashing findet sich doch einiges an Hirn im Bass-Eingemachten mit Ei. skug zog es ihm aus der Nase.

»151a«

  • Artist: Kishi Bashi
  • Label: Joyful Noise Recordings
article_7001_kishibashi_150.jpg Vor ein paar Jahren noch war ich mir sicher, dass irgendwann der Punkt kommen würde, an dem so ein urban-dschungelesker, exzentrisch-polyrhythmischer, multiperspektivisch-polyphoner Brooklyn-Sound genauso eklig sein würde wie, nur mal willkürlich rausgegriffen, Indie oder Trash-Metal oder so Mando-Diao-Rock - und zugegebenermaßen, da gab es ja auch die Local Natives und Reptar. Aber dann kommt 2013 ein Violinenvirtuose aus dem of-Montreal-Umfeld ...

»Total Folklore«

article_6962_total-folklore_150.jpg Chemie ist, wenn es knallt und stinkt; wenn es knallt und nach Zuckerwatte riecht und nach gegrillten Marshmallows, dass es einem aus den Ohren rauskommt, ist es hingegen Dan Friel. »Total Folklore« piept, es schreddert, es hupt, es kreischt fies, es fiept im Ekelfrequenzbereich, dann watschelt, dudelsackspielend, SuperMario vorbei, mit einer Melodie, so süß, dass wieder Hoffnung aufkeimt, dem Tinnitus doch noch zu entkommen - und dann sind nur d...

Um Leben und Tod, at last

article_6914_wire_25_feb_2013_phil_sha_150.jpg Wire im Interview. Anlass: ihre aktuelle CD »Change Becomes Us« (Pinkflag/Cargo)

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Fri 10.03.2017 : [~2.4.] valeska gert – gesicht - körper - bewegung | filmarchiv austria kino kultur haus | wien

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Sat 01.04.2017 20:30: foxing | chelsea | vienna

Sun 02.04.2017 20:30: steve coleman reflex trio | porgy&bess | vienna


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