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Skeletons over Europe

article_8422_skeletons_02_photocredit__150.jpg skug präsentiert die Europa-Tour der Skeletons aus Brooklyn, New York City. Am 29.  Juni hält diese auch im Wiener fluc.

»Bussi«

article_8277_wanda-bussi_150.jpg Von Marco Michael Wanda ist bekannt, dass er ein großer Bewunderer von Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway ist. Von dem wiederum weiß man, dass er seinem Schaffen das sogenannte Eisbergmodell zugrundelegte. Laut jenem brauche der Literat nur das Allernotwendigste tatsächlich artikulieren, während der bedeutungsschwangere Subtext, also die unter der Wasseroberfläche gelegenen sieben Achtel des Eisbergs, vom Publikum gleichsam zwischen den Z...

»M3LL155X EP«

article_8263_fka-twigs-m3ll155x_150.jpg Wenn es an »LP1«, dem vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlichten Debütalbum von FKA twigs, etwas zu bemängeln gab, dann wohl am ehesten den Umstand, dass sich die ästhetischen Parameter ihrer Kunst beim näheren Hinhören (und –sehen) überraschend leicht als Träger deckungsgleicher Symbole dechiffrieren ließen. Das mag nach Kritiker-Pedanterie klingen, jedoch sind Künstler-Personae bekanntermaßen nur so lange spannend, wie sie ihre Mystik zu be...

»Escape From Evil«

article_8195_lower-dens-escape-from-ev_150.jpg Irgendwie scheint es undenkbar, dass Lower Dens Konzerte spielen. Dafür müssten sie nämlich ihre unterirdische Höhle verlassen, ihre »lower den« sozusagen, wo sie, von der restlichen Welt abge- schnitten, regelmäßig die kargen Klangwüsten in ihren Köpfen auf CD bannen und diese dann durch einen winzigen Luftschacht an die ansonsten unerwünschte Zivilisation weitergeben. Ohne selbst einmal dem Höhlendasein gefrönt zu haben, nehme ich doch an, dass...

»Schick Schock«

article_8082_a13jg+frqvl._sl1500__150.jpg Fred Durst hat heute keine Lust zu singen. Mit Unmengen an Coca Cola, Sprite und Fanta ausgerüstet hängt er in der Joggingheidl vorm Plasmafernsehgerät und spielt GTA San Andreas. Aus den Boxen hinter ihm wummern Kanye West, Prince und »Owner Of A Lonely Heart«. Vor geraumer Zeit wurde er gefragt, ob er denn »Plansch« schon gehört habe. Nein? »Maschin« vielleicht? Doch Fred Durst, stets braver Junge, konnte nur mit einem Achselzucken antworten. H...

»Pom Pom«

article_8003_pom_pom_150.jpg Ich bin zu versext. Das neue Album von Ariel Pink hört auf den Namen »Pom Pom«, mit »Pom« wie in »Pombären«. Doch jedes Mal, wenn mir der Titel unterkommt, identifiziere ich ihn fälschlich als »Porn Porn«. (Jetzt verrate ich Ihnen mal ein schmutziges Geheimnis: meine Freundin liest bei den laktosefreien Milchprodukten im Supermarkt auch immer »free porn« statt »free from« und ich - seit sie mir unumwunden diese von mir als Zeichen sexueller Sehns...

»Lass Uns Realität«

article_8000_kommando_elefant_-_lass_u_150.jpg Sollten Kommando Elefant diese Rezension auf ihrer Facebook-Seite teilen, so wird dies wohl nicht ohne einen kurzen Kommentar gehen. »War ja klar, dass die Spaßverweigerer vom skug unser Album scheiße finden ...«. Und es stimmt sogar! Warum nicht einfach mal das Hirn abschalten, den ganzen diskursiven subkulturellen Sumpf links liegen lassen und sich auf eine sinnentleerte Achterbahnfahrt mit Kommando Elefant einlassen? Vielleicht kann deren neue...

»Amore«

article_8001_wanda_-_amore_150.jpg Ich habe mir jetzt lange Zeit gelassen mit dieser Albumbesprechung. Eigentlich hat mein Herausgeber im Interview mit der »taz« (die haben nämlich unlängst in einem Artikel darauf aufmerksam gemacht, dass sich in Österreich ur was tut kulturell und dies anhand des Magazins skug und eben der Band Wanda illustriert, was für uns freilich ersprießlich war, jedoch keiner inneren Logik gefolgt haben konnte - wer pfercht schon Wanda und skug in ein und d...

»Spacetrash«

article_7995_villalo_150.jpg »Spacetrash« also. Meine ersten freien Assoziationen dazu lauten »Weltraumschrott«, »Pink Floyd«, »White Trash« und »Space Balls«. Keine Ahnung wieso. Doch vielleicht liege ich damit gar nicht so falsch. In der Tat könnte eine flott gemachte Weltraumdoku über die vielen galaktischen Abfallprodukte, die da über und unter uns so herumschwirren, mit Songs des neuen Albums von villalog unterlegt werden. Auch der Vergleich mit Pink Floyd zielt nicht g...

»Turning«

article_7967_screen-shot-2014-10-06-at_150.png Neue Platten und zu früh gezogene Schlüsse: Ohne vorher die »Turning« beigelegte Presseaussendung gelesen zu haben, lege ich das neue Live-Album von Antony Hegarty auf und bin gleich zu Beginn bass erstaunt, welch grandiose Erhabenheit den Sänger und Pianisten mit seiner Band The Johnsons mittlerweile umgibt. Gesanglich scheint er auf der Höhe seiner Ausdruckskraft und auch die breit aufgestellte Band bindet herrlich sprießende Klangbouquets. Ers...

Popjournalismus: Stillstand zwischen Hype und Nostalgie

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Popjournalismus kämpft derzeit mit heftigen Orientierungs-problemen. Wo einerseits ein steter Wirbel um häufig nur Mittelmäßiges gemacht wird, entwickelt sich andererseits nun sogar die Kritik zum zusehends retromanischen Format. Auch skug hat diesbezüglich schon Schrammen erlitten.
Ein Plädoyer gegen die Mutlosigkeit.

Original in skug #100, Oktober 2014

»Cosmic Logic«

article_7990_peaking_lights_-_cosmic_l_150.jpg Auch auf ihrem vierten Album geben Peaking Lights ein unverändert kauziges Bild ab. Mehr als zuletzt weichen jedoch die umnebelten, Dub-infizierten Hallkonstruktionen kernigen Popsong-Entwürfen, die der DJ im Zweifelsfall wohl eher nach Kraftwerk als nach Lee Perry spielen würde. Die Musik auf »Cosmic Logic« ist dennoch unschwer als Peaking Lights zu erkennen, was besonders an der tramhapperten Stimme von Indra Dunis liegt. Gelegentlich fühlt man...

»LP1« / »Unflesh«

article_7926_fka-twigs-lp1-608x608_150.jpg Die Sounds von morgen sind thematisch allem Anschein nach an körperspezifische Motive gekoppelt. So stellt Tahliah Barnett alias FKA Twigs, die bereits seit einiger Zeit als Zukunftshoffnung gefeiert wird, auf ihrem Debütalbum »LP1« den eigenen Leib als gebrechliche Entität dar; Erfüllung suchend, jedoch Enttäuschung befürchtend. »Lights On« etwa schildert den Versuch einer körperlichen Annäherung, die durch Angstzustände erschwert wird. Fast sch...

»Too Bright«

article_7989_perfume_genius_-_too_brig_150.jpg Obwohl seine Musik dies bisher nicht erahnen ließ, scheint Mike Hadreas eine ziemliche Diva zu sein. Als Perfume Genius war der Singer/Songwriter bis zuletzt vor allem für seine da etwas eigen- brötlerischen, dort etwas weinerlichen Klavierballaden bekannt, die stets das Bild eines zittrigen Pop-Anachoreten vermittelten. Zwar verkriecht sich Hadreas auch auf »Too Bright« gelegentlich noch in seine dunkle Höhle, dennoch überrascht das neu gewonnen...

»You're Dead!«

article_8015_flying_lotus_-_youre_dead_150.jpg Enorme Stresssituation und eigentlich neunzehn Tracks, aber der CD-Player zeigt nur ein einziges, sehr langes Stück an; also so etwas wie »Amarok« von Mike Oldfield. Das fällt mir jetzt spontan ein, es gibt aber sicher noch mehr solch studentische Egotrips - Oldfield hat ja sogar »fuck off Richard Branson« als Morsecode auf dem Album versteckt - nur halt keine ganze Stunde lang, sondern knapp vierzig Minuten, dafür aber dreimal so dicht. Und Herb...

»Taiga«

article_7829_e636a052_150.jpg Die Entstehungsgeschichte von »Taiga« steht im Widerspruch zu einem alten MusikerInnenklischee: Für den Songwritingprozess ihres neuen Albums zog sich Zola Jesus aus dem Stadtleben zurück und verbarrikadierte sich stattdessen in einer abgelegenen Hütte im klirrend kalten Nordwesten der USA. Die unberührte Natur besitze gegenüber dem urbanen Dasein nämlich eine besondere, inspirierende Kraft, so die Sängerin und Klangforscherin. Die Zivilisation s...

Valina - Ein Container voller Revolutionsversprechen

article_7827_w_valina_2014-neu_150.jpg Die Linzer Band Valina entsagt den gängigen Regeln des Pop. Stattdessen wollen sie mit ihrer verschachtelten Rockmusik auf die vielen systemimmanenten Ungerechtigkeiten aufmerksam machen.

»Luminous«

article_7812_the_horrors_-_luminous_150.jpg Die Geschichte der Horrors besteht bekanntlich aus zwei Kapiteln. Das erste, 2007 eröffnet und auf den Namen »Strange House« hörend, erzählte von schnellem Psych-Punk und Freakbeat, der einem das Gefühl gab, auf der Toilette des CBGB eingesperrt zu sein und vollgekotzt zu werden. Mit dem zweiten Album, »Primary Colours« betitelt, begann für The Horrors 2009 schließlich ein neuer, ätherisch-majestätischer Abschnitt. Die Songs sind seither eher sec...

»Everything Is Up«

article_7804_m185_everythingisup_cover_150.jpg Die Aufmerksamkeit, die M185 mit ihrem letzten Album »Let The Light In« vor drei Jahren entgegenschlug (sie wurden unter anderem mit dem FM4-Amadeus-Award ausgezeichnet), lag zu einem großen Teil daran, dass das Wiener Quintett für die Rückführung der rockmusikalischen Formensprache auf ihre wesentlichen Satzteile stand. Entschlackter und repetitiver Indie, der ohne unnötigen Zierrat auskam, das war hierzulande in dieser Form lange nicht zu hören...

»Amphetamine Ballads«

article_7786_04-11_snakeheads_150.jpg In einer gerechteren Welt sollte die via Newsletter erfolgte Verkündung des Wiener Plattenladens Rave Up Records, mit The Amazing Snakeheads eine neue Lieblingsband gefunden zu haben, eigentlich für die dauerhafte Verankerung ebenjener Gruppe im kollektiven österreichischen Popgedächtnis sorgen. Doch ein Reality Check bringt schnell Ernüchterung: Gemeinhin bleibt vom Rave Up in Ehren Gehaltenes das Programm einer erlesenen Minderheit, was im Fall...

»Chroma«

article_8024_eugene_mcguinness_-_chrom_150.jpg Stehlen will gelernt sein. Die britische Band Medicine Head war gewiss bass erstaunt, als ein Jahr nach Erscheinen deren Albums »Dark Side of the Moon« die schon damals riesigen Pink Floyd eine fast gleichnamige, nur um einen definitiven Artikel erweiterte Monumentalplatte herausbrachten. Jene machte Pink Floyd in der Folge endgültig zu Dinosauriern, was wohl auch die um ihren Albumtitel betrogenen Blues-Rocker verstummen ließ. Pink Floyd hatten ...

»Instrument«

article_7767_2014torococorot_instrumen_150.jpg Es spricht für To Rococo Rot, dass sie selbst 18 Jahre nach ihrem ersten Album noch völlig neue Wege einzuschlagen bereit sind. Soundästhetisch stößt man hier zwar auf Vertrautes, dennoch öffnet sich mit »Instrument« für die Berliner Band ein neues Kapitel. Die ansonsten rein instrumental musizierenden To Rococo Rot haben für das neue Album nämlich einen Gastvokalisten ins Studio geholt. Und dieser hört auf keinen geringeren Namen als Arto Lindsa...

»Blick Auf Die Alpen«

article_7720_blick-auf-die-alpen_150.jpg Das erste und das letzte Lied erzählen vom Tod. Im brachialen »Wir Unterhaltenen« fordert der Ich-Erzähler (der stets im Plural spricht) im Namen der »unwürdig Unterhaltenen«, die »Todesstrafe für unwürdig Unterhaltende und für ihre Unterhaltungen«. Im finalen »Todesstern« hingegen wird das Ableben mit einem seelenruhigen Fatalismus hingenommen. Panta rhei. Das gilt auch für die Erde, denn »wer auf ihr lebt muss sterben«. Den inflationären Apostr...

»All Love's Legal«

article_7714_ptralil_150.jpg Eines vorweg: Wer von Musik keine Weisheiten präsentiert bekommen will, keine politische Agenda verlangt und ganz einfach botschaftsfreien Pop am liebsten hat, der oder die wird mit »All Love's Legal« vermutlich Probleme haben. Denn neben dem wiederholt vorgebrachten Befund, dass jede Form der auf Einvernehmen beruhenden Liebe okay sei, will Jam Rostron alias Planningtorock vor allem die gängigen Gender-Rollen hinterfragen, was sich nicht nur in ...

»Hirn Fein Hacken«

article_7692_bulbulhackthirn_150.jpg Die austro-amerikanische Literaturwissenschafterin Dorrit Cohn hat in den 1970ern die These aufgestellt, dass in der prosaischen Darstellung der am schwersten greifbaren Bewusstseinssphären die traditionellste aller Erzählformen in der dritten Person - der Gedankenbericht - am effektivsten ist. Auf die Popkritik übertragen wird diese Einschätzung in der Regel nicht geteilt. Hier greift man für die Exegese der am tiefsten liegenden Wahrnehmungsber...

»Lazaretto«

article_8026_jack_white_-_lazaretto_150.jpg Wenn derzeit an Blind Willie McTells Grabstätte in Thomson (Georgia) außergewöhnliche seismische Aktivitäten zu beobachten ist, dann hat dies vermutlich mit Jack Whites neuem Album »Lazaretto« zu tun. Dieser vergeht sich darauf nämlich am »Three Women Blues«, einem 1928 erschienenen Slide- gitarren-Kleinod besagter Blues-Legende. Obwohl man davon ausgehen muss, dass White dieses Genre heilig ist, werden hier – mit fieser Hammond-Orgel und fetten ...

»Atlas«

article_7669_real_estate_-_atlas_150.jpg Pophistorisch betrachtet ist es mehr als seltsam, dass fluffiger College und Alternative Rock mit Wattebausch auch 2014 noch zieht. Schließlich haben bereits vor gut 30 Jahren Bands wie Teenage Fanclub dafür den Grundstein gelegt, und seitdem hat das Genre erfolgreich Abstand von Begriffen wie Weiterentwicklung, Querdenken etc. gehalten, was zur zunehmenden Verwechselbarkeit der Repräsentanten führte. Das liegt natürlich auch daran, dass der dies...

»Wig Out at Jagbags«

  • Artist: Stephen Malkmus & The Jicks
  • Label: Domino
article_7668_stephen_malkmus_and_the_j_150.jpg Im Gegensatz zu manch anderem gealterten Alternativrocker hat sich Stephen Malkmus den Status als, nun ja, Legende nicht durch sein eigenes Zutun kaputt gemacht. Seine Platten sind stets unterhaltsam, sympathisch und unprätentiös. Dies gilt auch für »Wig Out at Jagbags«, das mittlerweile sechste Album seiner auch nicht mehr so neuen Band The Jicks. Gleich der Opener »Planetary Motion« lädt mit den Twin-Feedback-Gitarren und der schelmischen Lakon...

»Honeymoon Blues«

article_7973_ash_my_love_-_honeymoon_b_150.jpg Angesichts der stilistischen und strukturellen Beschaffenheit von Ash My Love waren die Vergleiche mit den White Stripes schon von Beginn an absehbar. Und tatsächlich wird in den meisten Besprechungen von »Honeymoon Blues« auf das Rumpel-Rock-Duo aus Detroit Bezug genommen. Auch in dieser hier. Und das schon im ersten Satz! Der streng reduzierte Anarcho-Blues und das personelle Line-Up (gemischtgeschlechtliches Duo) sind die offensichtlichsten An...

»Nikki Nack«

  • Artist: tUnE-yArDs
  • Label: 4AD
article_8031_tune-yards_-_nikki_nack_150.jpeg Prognosen sind bekanntlich schwer, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen, doch an dieser Stelle möchte ich doch einmal eine wagen: »Nikki Nack« wird einschlagen. Mit etwas Glück blickt man in zehn, fünfzehn Jahren auf die 2010er zurück, und wird von dieser als einer prägenden Platte sprechen. »Nikki Nack« ist das dritte Album der Klangkünstlerin Merrill Garbus aka tUnE-yArDs aus Oakland, die darauf ihre Liebe zu haitianischem Tanz und karibisc...

»More Than Any Other Day«

article_7974_ought_-_more_than_any_oth_150.jpg Bei Ought handelt es sich offensichtlich um den Fall eines zweifachen arrested developments. Zum einen ist diese Diagnose durchaus wörtlich zu verstehen: Die kanadische Band scheint in der frühkindlichen Phase stecken geblieben zu sein; ist im Wechselspiel zwischen Bitzelattacke und Planschbecken, zwischen Stromladung und Erschöpfung gefangen und denkt darüber hinaus nicht über die Konsequenzen des eigenen Handelns nach. »Nur noch zwanzig Feedbac...

»As Plantas Que Curam«

  • Artist: Boogarins
  • Label: Fat Possum, Other Music Recording Company
  • skug : 97
article_7618_boogarins_150.jpg Es gehört mitunter zum Schlimmsten in der zeitgenössischen Popmusik, wenn man die 1960er zum verlorenen Paradies erklärt und seine Karriere dann der Revitalisierung des »Spirits« dieser Zeit widmet - als Pop noch vermeintlich unschuldig war. Da mögen die Huldigungen so ehrenwerten Größen wie 13th Floor Elevators oder Pink Floyd gelten: Epigone bleibt Epigone (Idolatrie bleibt Idolatrie?). Warum kann man also Boogarins genau das nicht vorwerfen? D...

»Dock1«

article_8022_bildschirmfoto-2014-02-21_150.png Mit »Dock1« legt das seit 2009 existierende Hamburger Label hfn music eine erste rückblickende Zusammenstellung des schon recht umfangreichen Backkatalogs vor. Der wohl bekannteste Release ist auch 2014 noch jene Platte, mit der für hfn alles begann: Die Mix-Compilation »Harbour Boat Trips 01 – Copenhagen« des umtriebigen dänischen Produzenten Trentemøller. Dieser betreibt auch In My Room, ein Tochterlabel von hfn. Darüber hinaus gehört das Elekt...

»Close To The Glass«

article_7606_the_notwist_-_close_to_th_150.jpg Das in der Presseaussendung geäußerte Versprechen (oder die Drohung?), dass The Notwist »keinerlei Veränderung« wollen, kann nicht ganz ernst gemeint sein. Schon »Signals«, der Eröffnungssong, vereint Glitch, Minimal und sogar entfernte Anklänge an Dubstep in für The Notwist ungewohnt energischer Manier. Das folgende, titelgebende »Close To The Glass« schlägt eine ebenso außergewöhnliche Richtung ein. Wilde Tribal-Drums wecken Erinnerungen an Bri...

»Piano Ombre«

article_8025_francois___the_atlas_moun_150.jpg Bei »Piano Ombre«, dem vierten Longplayer von François & The Atlas Mountains, handelt es sich um eines dieser Alben, deren Opener Sensationen versprechen. Das sich langsam zu einem kalei- doskopischen Monolithen aufbauende »Bois« ist ein dermaßen guter Song, dass der Optimist gleich Inselplatten-Verdacht hegt, der Pessimist hingegen zuwartet; ahnend, dass dieses Niveau auf Albumlänge nur schwer zu halten sein wird. Und tatsächlich, die verble...

»No Bullshit«

  • Artist: Deo & Z-Man
  • Label: hafendisko
article_7583_deo___z-man_-_no_bullshit_150.jpg Es wäre leicht, Deo & Z-Man, das neueste Signing des Hamburger Elektro-Labels hafendisko, als lästige Housefriedensbrecher abzustempeln. Man legt deren Debütalbum »No Bullshit« in den CD-Player ein und kann sich erst einmal ein Gähnen nicht verkneifen. Der Opener »Tales Of Love« mag tanzbar sein, ruft jedoch mit seinen Handclaps und den Casio-Presets eher üble Erinnerungen an die 1990er hervor. Alles schon tausendmal gehört! Ähnlich verhält e...

»Losers Can Win«

  • Artist: Starwalker
  • Label: Prototyp Rec./Believe/Soulfood
article_8028_starwalker_-_losers_can_w_150.jpg Island fühlt sich nicht nach Synthesizern an. Oder zumindest bringt einen die wilde Natur der Insel nicht auf die Idee, einen Synthesizer zu verwenden, wenn man ihr ein musikalisches Denkmal zu setzen beabsichtigt. So oder so ähnlich muss die Schlussfolgerung lauten, nachdem man sich »Losers Can Win« von Starwalker angehört hat. Der Pressetext zur EP verrät nämlich, dass der Sound dieser Band von den landschaftlichen Weiten der Herkunftsländer ih...

»Dock1«

article_8033_various_artists_-_dock1_150.jpeg Mit »Dock1« legt das seit 2009 existierende Hamburger Label hfn music eine erste rückblickende Zusammenstellung des schon recht umfangreichen Backkatalogs vor. Der wohl bekannteste Release ist auch 2014 noch jene Platte, mit der für hfn alles begann: Die Mix-Compilation »Harbour Boat Trips 01 – Copenhagen« des umtriebigen dänischen Produzenten Trentemøller. Dieser betreibt auch In My Room, ein Tochterlabel von hfn. Darüber hinaus gehört das Elekt...

»Sky Hits Ground«

  • Artist: Mintzkov
  • Label: Gentle Rec./Cargo
article_8027_mintzkov_-_sky_hits_groun_150.jpg Ich lege »Sky Hits Ground« in den CD-Player ein und da läuft gar nicht Mintzkov, sondern dEUS. Mit »Slow Motion, Full Ahead« tönt mir eine ob mangelnder Qualität nicht verwendete Songskizze der Sessions zu »The Ideal Crash« aus den Lautsprechern entgegen. Später stelle ich fest, dass es tat- sächlich Mintzkov sind, die hier alternativrocken. Rein klanglich besteht zwischen beiden Bands kein Unterschied, nicht zuletzt da Mintzkov-Sänger Philip Bos...

»Black Light Spiral«

article_8032_untold_-_black_light_spir_150.jpg Die fortgesetzte Beschäftigung mit (Popular-)Musik in ihren verschiedenen Erscheinungsformen führt für Fans im Allgemeinen und für JournalistInnen im Speziellen zu einem gewissen Abhärtungseffekt. Man toleriert in zunehmendem Maße Musik, die die breite Masse als ungenießbar zurückweist. Auch die Parforceritte des Elektronikkünstlers Untold alias Jack Dunning aus London würden im CD-Player wohl keine Familienfeier überstehen, selbst wenn der nerdi...

»s/t«

article_7565_twr012-dictaphone_150.jpg Wenn man als Musiker mit PIL, Throbbing Gristle oder Suicide sozialisiert wurde und das auch im eigenen Schaffen zum Ausdruck bringt, hat man bei der Kritik oft schon gewonnen. Manchmal, so habe ich das Gefühl, wird auf die Qualität gar nicht mehr geachtet, solange man die »richtigen« Bands verehrt. Ich werde mich also hüten, das Ein-Mann-Projekt The Dictaphone nur deshalb gut zu finden, weil er offensichtlich eine ganze Menge Cramps und eben Sui...

»Yes/No«

article_7520_ginga_-_yes-no_150.jpg Samstagnacht ist etwas Wunderbares. Das weißt du, das weiß ich und das wissen natürlich auch Gin Ga. Also, dachte sich die Wiener Popband, machen wir doch eine Platte, die bei all den Kids ebenjene Gefühle hervorruft, die man zwischen alkoholischem Kaltgetränk und Handynummern austauschen, zwischen Tanzbodenekstase und Speibschüssel halt so empfindet. Gesagt, getan. Gin Ga setzten sich an ihre Instrumente respektive Schreibtische (Hedonismus will...

»Daughters«

  • Artist: Staer
  • Label: Horse Arm
article_7519_staer_-_daughters_150.jpg Die Homepage der Band heißt www.mozartkebab.com. Da fängt das Mysterium Staer schon an. Selten schlägt einem Musik (99 % aller Menschen würden dieses Wort hier unter Anführungszeichen setzen) so grauslich die Türen ein, wie es »Daughters« tut. Bereits nach der Aufwärmübung »Flashing Teeth Of Brass« verlassen die ersten zahlenden Gäste den Saal. Sie haben Glück, denn für das folgende »Daughters I« wird das Gebäude verriegelt und der teuflische S...

»Feinste Seide«

article_7517_bilderbuch_-_feinste_seid_150.jpg Das Koordinatensystem dieser Band muss neu bestimmt werden. Nach Jahren des üblichen Indie-Rockerdaseins schossen Bilderbuch mit »Plansch« und vor allem »Maschin« während der letzten Monate in geradezu außerweltliche Höhen. Zumindest nach den Maßstäben der Alpenrepublik. Alle lieben nun Bilderbuch, und das aus gutem Grund. Mit seiner aktuellen EP »Feinste Seide« gelingt dem Quartett das Kunststück, mit niveauvoller Musik nicht nur bei der Kritik,...

»Day Of The Dog«

  • Artist: Ezra Furman
  • Label: Bar None Records
article_7513_ezra_furman_-_day_of_the__150.jpg Ohne die berüchtigte Referenzhölle kommt man im Fall von Ezra Furman nicht aus. Zwar wird MusikkritikerInnen immer wieder vorgeworfen, neue Bands und Acts stets nur mit bestehenden Bands und Acts zu vergleichen, doch wenn man wie Furman von allem und jedem etwas abguckt, ist die Kritik nachgerade zum Namedropping verdammt. Schon bisher schrieb der Freigeist Bands wie Violent Femmes oder Velvet Underground in Großbuchstaben; mit seinem zweiten Sol...

»Big Wheel And Others«

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Es hätte kein Doppelalbum gebraucht, um zu verdeutlichen, dass rein kursorische Beschäftigung mit dem Schaffen von Cass McCombs nicht lohnt. Der Singer/Songwriter aus dem kalifornischen Concord nimmt sich Zeit für seine Lieder und Geschichten und fordert selbiges auch von der HörerInnenschaft ein. Jeder Song wird als kleine Einheit verstanden, deren Reize sich oft erst nach mehrmaligem Hören erschließen.

»Warm Blanket«

article_7506_dent_may_-_warm_blanket_150.jpg Welche bösen Absichten unterstellt Paw Tracks, das Label aus dem Umfeld von Animal Collective, mir kleinem skug-Autoren eigentlich? Der durch Abbildung eines Totenkopfes auf der CD-Oberfläche untermauerte Warnhinweis, man möge der öffentlichen Verbreitung des Inhalts von Dent Mays neuem Album »Warm Blanket« durch ausschließlichen Heimgebrauch desselben vorbeugen - »keep this disc safe! « heißt es euphemistisch - kommt mir doch reichlich überzogen...

»Dropout Dumpling«

article_7494_ana_threat_-_dropout_dump_150.jpg Der Angriff der Pop-Renegatin. Im gesetzlosen Raum der LoFi-Trash-Hölle, wo das Schlagzeug noch rumpeln darf (muss!) und Gitarren ohne Tremoloeffekte entsalzten Ozeanen gleichkämen, kann man schon mal ein wüstes B-Movie erfinden und sich selbst zur Hauptdarstellerin erklären, ohne dass blöd von allen Seiten nach dem Wie und Warum gefragt wird. Man stelle sich nur mal vor, die gängigen Poliermittelrocker kämen jetzt auf den Geschmack! Ana Threat m...

»Happiness«

  • Artist: Kid606
  • Label: Tigerbeat6
article_7490_kid606_-_happiness_150.jpg Die intrinsische Motivation zum Album »Happiness«, so verrät uns der Pressetext, bezog Kid606 nicht aus anderer Musik, sondern aus einschneidenden Erlebnissen, wie etwa seinem Umzug von Berlin nach Los Angeles, dem neuen Leben als Single und so profanen Dingen wie Strandaufenthalten, Road Trips, Sonnenuntergängen und Kuscheln. Klingt glaubwürdig und passt wie die Faust aufs Auge. Ohne jemals in L.A. gewesen zu sein traue ich mich zu sagen, dass »...

»Dromes«

article_7486_younghusband_-_dromes_150.jpg Diese Band taucht aus dem Nichts auf. Die CD kommt im billigen Plastiktascherl mit genormtem Promo-Cover daher, auch von einem Pressetext ist weit und breit nichts zu sehen. Anfangs will ich gar nicht reinhören in »Dromes«, dieses enigmatisch betitelte Album. Aber wie immer bekomme ich ein schlechtes Gewissen; es hat die Band doch sicherlich Mühe gekostet, die Platte zu veröffentlichen. »Running Water« heißt der erste Song und er lässt mich beim ...

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Thu 27.04.2017 : 15 jahre fluc fest | fluc | vienna

Fri 28.04.2017 : [~6.5.] donaufestival – du steckst mich an | diverse @ krems |

Fri 28.04.2017 : [~30.04.] ulrichsberger kaleidophon 2017 | jazzatelier | ulrichsberg

Mon 01.05.2017 14:00: 1. mai fest im 7*stern | 7*stern | vienna

Mon 01.05.2017 15:00: 1. mai fest: musikarbeiterinnenkapelle | dj-line | rhiz | vienna


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