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»s/t«

Ein waberndes Konglomerat aus Männerstimmen ertönt in einem verhallten Raum. Immer weiter und immer fülliger streckt sich der Klang in alle Richtungen aus, nach einer gefühlten halben Ewigkeit ertönt schließlich der erste Trommelschlag, dann ein zweiter, bis sich Trommelwirbel an Trommelwirbel reiht, umrankt von gepressten Schreien. Verträumte Gitarrenmelodien legen sich in weiten Bewegungen über die so verdichteten Soundtexturen – En...

»Because of the Times«

Er oszilliert zwischen rauchigem Kratzen und jugendlicher Klarheit, balanciert zwischen Heiserkeit und den melodischen Überbleibseln aus seiner Zeit beim Kirchenchor. Caleb Followills Stimme durch diese Aufnahmen zu folgen gleicht der Betrachtung eines gefährlichen Seiltanzes. Es ist eine Kunst, die sich immer wieder der Möglichkeit des eigenen Scheiterns aussetzt und genau dies zu ihrem Grundprinzip erklärt. Gestützt wird die Akrobatik von ...

»We Were Dead Even Before The Ships Sank«

Kein leichtes Unterfangen, eine Band zu reviewen, die auf eine 13-jährige Geschichte zurückblickt. Eine Band, die zeitlebens für das Lebensgefühl eines schredderigen Post-Rock-Sounds stand und nun ihr drittes Album auf einem Major-Label veröffentlicht hat. Grundsätzlich also ziemlich un-schredderige Vorraussetzungen. Und ja, natürlich ist der Flair des Homerecording-Geheimtipps von der um den The Smith-Gitarristen Johnny Marr erweiterten Band lan...

»Teardrop Sweetheart«

Als ob sich Misha mit riesigen Schritten durch den Steinbruch der Musikgeschichte bewegt, bringen es die elf skizzenhaften Songs auf »Teardrop Sweetheart« fertig, unzählige Brocken Pophistorie der letzten vierzig Jahre aufs neue abzuklopfen. Auf eine schnulzbeladene Hubble-Bubble-Nummer mit glamourösen Auswüchsen folgt eine melancholische Ballade, der man ihre Badezimmerstudio-Herkunft voll und ganz anhört (dabei vielleicht aber auch gar nicht ri...

»Volta«

article_4194_bjork_volt_150.jpg Es ist das mittlerweile sechste Studioalbum der Isländerin und gleichsam ein opulent produziertes Werk, das ihre Reife ein weiteres Mal unter Beweis zu stellen scheint. Björk hat sich hierzu prominente Gäste mit ins Boot geholt: Als Produzent Timbaland, und sogar Anthony intoniert auf zwei Stücken zu Björks feinsinniger Poesie. Hinter ihnen legen sich ausgefeilte Schichten an Bläsersätzen über sanftes elektronisches Geknackse, angereichert mit de...

»The Can-Can Variety Show«

Ein großes, viereckiges Stück Eis wird mit voller Wucht gegen eine Betonwand geschmettert. Unter lautem Krach bricht das gefrorene Wasser in tausend ungleiche Teile, kleine Splitter bersten in alle Richtungen. Es ist ein Bild von endloser Kraft und nicht zu bremsender Energetik. Mit solch einer Wucht preschen auch Ampersand in ihre Gitarren, schlagen auf Snare und Toms ein, brüllen, würgen und hecheln ins Mikrophon. Mit jedem neuen ant...

»Record«

Zwei Sekunden Stille, dann setzen auf einen Schlag Drums und Gitarre mit einem mächtigen, treibenden Stoner-Riff ein. Außer ein paar Breaks von Seiten des Schlagzeugs, einem weiteren Gitarren-Overdub und den ständigen Wiederholungen des immergleichen Gitarrenriffs, passiert in den folgenden drei Minuten nicht viel. Langeweile ist dennoch nicht angesagt: S.P.Q.R.T. strecken ihre Zunge ganz weit heraus und huldigen ohne theoretische Gei...

»An euren Fenstern wachsen Blumen«

Diese Band passt nicht zu dieser CD. Das zeigt sich schon bei der ersten Berührung mit Festland - auf dem Cover-Artwork: Dieses pathetische Stück Acrylmalerei zeigt eine Frau, die an der Küste steht und sehnsüchtig das Meer betrachtet. Auf den folgenden Seiten kann man noch einige Bilder dieser Art bewundern: Eine Wassernixe mit E-Gitarre und dergleichen mehr. So weit so gut. Wirft man nun einen Blick auf die im Booklet abgedruckten Texte, ...

Architecture in Helsinki - Übel und gefährlich, Hamburg, 9.5.2006

  • Artist: Architecture in Helsinki
Einsturzgefährdete Sandburgen.

»Young Adults Against Suicide«

  • Artist: Ninja High School
  • Label: Tomlab
Als ich Ninja High School nach einmaligem Hören auf diversen Homepages im Genre Hip Hop fand, war ich im ersten Moment doch ziemlich empört. Statt »posing-rhymes« glänzen hier die poststrukturalistisch inspirierten Wortflüsse des Kunst-Uni Abgängers Matt Cowell. Statt samtweichen, femininen Background-Vocals vernimmt man nur grungig-jugendlich ausuferndes Geschrei, statt tiefergelegtem Bass nur grob aneinander gekittete Elektro-Samples. Aber...

»Dream Brother«

Musiker, die Zeilen wie »Black Beauty, I Love You So« oder »She Is The Day Of Love« schreiben, begeben sich erfahrungsgemäß auf dünnes Eis, immer in der Gefahr, völlig in romantisierenden Kitsch abzurutschen. Es bedarf entweder halsbrecherisch-ironisierender Risikofreude oder einer glaubwürdigen Stimmakrobatik, die einen die Einsturzgefahr völlig vergessen lässt. Keine Frage, den Buckleys sind solcherlei Kunstgriffe ohne größere ...

»New World Observer«

  • Artist: Deadbeat
  • Label: Scape
Ok, gleich zu Beginn: Dies ist ein Album wie aus einem Guss. Keine Rede von schlampig zusammengeschnittenen Beats, von bewusster »Reale-Welt-Einspeisung« durch grausige Samplequalität oder einem einfachen Plattenrauschen. Deadbeat aka Scott Monteith hat ein besonderes Händchen für abgerundete, durch unzählige Halbleiter gejagte Sounds, die vor ihrem Weg aus dem Lautsprecher nur das eifrige Klicken der Computermaus zu spüren bekommen haben. ...

Black Mountain + Dead Meadow - Molotow, Hamburg am 13.11.2005

Dead Meadow und Black Mountain werfen alles über den Haufen. Zum Beispiel das Jahr 1935, in dem Superhirn Einstein sogenannte c und damit (zumindest theoretisch) die Möglichkeit der Zeitreise entdeckte. Oder H.G. Wells erste Zeitmaschine, die daraus resultierenden Parallelzeiten und Vergangenheitsbeeinflussungen.

Budapester Hochgeschwindigkeitstrassen-Orchester »Besh o drom« im Ost, 30.Sept.05

  • Artist: Besh o drom
Besh o drom sind so etwas wie eine Adrenalinspritze mitten ins Herz.

Zurück zu den (Elektro-)Zwitschereien - Picknick am Wegesrand, 08.+15.09.2005 im Palais Donaustadt

Während die Adligen des 17. Jahrhunderts beim Picknick im Freien noch den Vögeln lauschten, zieht es die heutigen Hobbyaristokraten in die beschaulichen Urbanitäten irgendwo zwischen Hochhauskomplex und Baugrube. Dass die Schwäche für Vogelgezwitscher der Liebe für elektronische Klangerzeuger gewichen ist, wirkt angesichts dieses Umfelds mehr als schlüssig. Mit dem »Picknick am Wegesrand« konnte man solcherlei Leidenschaften an vier Donners...

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