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Pony No Hassle Versions

  • Artist: Tosca
  • Label: G-Stone/Hoanzl
Egal, ob man nun Loungegrooves schätzen oder Fahrstuhlmusik ächten will, das Feld der anregenden Berieselungsmöglichkeiten ist stilistisch weiter und vor allem besser als die Ätzer erkennen können. Ein Highlight der letzten Monate sei hier kurz empfohlen: Die Wiener Groover (um gleich noch ein paar gerümpfte Nasen zu provozieren) Tosca legten letztes Jahr mit »No Hassle« ein Album vor, das sich vom eigene...

Mulatu Steps Ahead

Aus einer ganz anderen Tradition gerät Mulatu Astatke in die Loungegroove-Ecke. Sein aktuelles Album eignet sich primär zum atmosphärischen Einsatz. In den 1960ern begann der Äthiopier seine Karriere im Westen, indem er die Einflüsse seiner Heimat mit Latin Jazz vermengte. Eine Werkschau dieser Verdienste erschien schon letztes Jahr auf dem selben Label, nun folgt neues Material in derselben Tradition. »Mulatu Steps...

Pacemaker

  • Artist: Madita
  • Label: Gran Depot/Couch Records
(Mit Soap & Skin haben sich Couch Records den großen österreichischen Hype 2009 eingenäht - Madita aus der Stammcrew des Labels konnte trotz zweier solider Alben noch keine solche Hysterie genießen, auch wenn der verspielte Kunstpop der Sängerin stets vielversprechend war. Ob das als Nachteil zu sehen ist, wird das zweite Album von Soap & Skin zeigen). Madita orientiert sich mit ihrem dritten Album (erst einmal)...

»The Hundred«

  • Artist: Wolfgang Frisch
  • Label: Shield And Spear
Nach I-Wolf und Markus Kienzl legt ein weiteres Mitglied der Sofa Surfers ein Soloalbum vor. Dieser Kontext bedeutet mittlerweile ein klare Verortung in Sachen Sound, sprich: Post-Millenium-Rockband, eventuell auch Post-Postrock, quasi - die Sofa Surfers haben sich da langsam, aber beständig eine eigene kleine Welt geschaffen, von der elektronisch dekonstruierten Band zurück zu einem zuletzt recht klassischen Setting. Bei Wolfgang Frisch is...

»Out Of The Volcano«

  • Artist: Stefan Oberthaler aka Keyminator
  • Label: cdbaby.com
Weniger ist mehr. In diesem Fall dezente Barmusik, erinnert mich zuerst an die genialen Linzer Monochrome Bleu (lange her). Minimale Mittel müssen reichen i. e. fundierte Kompositionen und Arrangements beherrschen ein entsprechend programmiertes Keyboard. Sehr stimmungsvolle, aber auch sehr ruhige Stücke mit Frauenstimmen (anscheinend alles Marina Trost) wechseln mit schelmischen Klangabenteuern. Man höre z.B. »Mercurial«: Jazzy Breaks folgen auf...

»Kasatchok Superstar«

In der Wiener Live-Szene sind Russkaja längst kein Geheimtipp mehr und passend zu ihrer neuen Berühmtheit als Band der Alternative-Latenightshow »Willkommen Österreich« ist nun endlich das Album da. Man wusste von einer EP, was zu erwarten und dass die Live-Qualität auch im Studio umsetzbar war. No na, bestehen Russkaja doch zum Großteil aus alten Hasen, vielseitig erfahren durch verschiedenste Backgrounds in Studio, Komposition und au...

30 Jahre Extraplatte

Die Wiener Institution, sowohl exquisites Label als auch Vertrieb, feiert ihr 30-jähriges Jubiläum. Vom 11.-15. Juni 2007 mit einem Fest in der Währinger Straße 46.

Der Soul der Zeros

Vom Jungle zum Cinemascope-Schlager: Musterbeispiel 4hero. Zuerst Underground, dann 15 Minuten im Mainstream, und jetzt?

»Slow Days«

Eine einschlägige Allstar-Formation aus dem speziellen österreichischen Winkel: Fleisch- und Kurzmann, Dafeldecker, Paul Kling. Leute, die man von Phonotaktik, progressiven Jazzansätzen und Improvisation kennt. Klingt unter diesen Vorzeichen beim ersten Hören recht konventionell, Lou Reed lässt grüßen. Ein Album zwischen American Songbook und jazzig-akustischer Intonation - zarte Country-Anklänge sind dabei obligatorisch (»There's Som...

»A Primitive Guide To Being There«

Niemand soll jemals wieder behaupten, dass Soul, Jazz und Funk apolitische Genres wären. Beim Vorab-Interview war unklar, wie viel von den Bändern zu »A Primitive Guide To Being There« in den Fluten von Catrina abgesoffen war, aber Jhelisa Andersson aus altem New Orleans-Musikadel wusste, worauf sie hinaus wollte. Der »Culture Of Silence« wird auf diesem Album in Teil 1 & 2 Rechnung getragen. »The elections were stolen twice«, sagte sie...

»Humans & Places«

  • Artist: Ulrich Drechsler feat. Tord Gustavsen
  • Label: Crack An Egg/Hoanzl
Nachdem er zuletzt bei der No-Jazz-Impro- und im weiteren Re-Jazz-Soultruppe Café Drechlser als Namensgeber und Saxofonist fungiert hatte, bringt Ulrich Drechsler nun sein eigenes Musikkonzept ins Spiel: Dezente Jazzklänge, ideal für sonnige, faule Feiertage, wo man sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Recht klassisch angelegt, grade recht für alle, die von der FM4-Sendung »Sunny Side Up« und Dave Brubecks Version von »Georgia On My...

»Good Old Music«

Ob das erste Album nun Dub'n'Bass oder einfach Minimal Dub war, ist in der großen zeitlichen Distanz wohl inzwischen wurscht. Nachdem hier mit Michael Scheibenreiter und Stefan Schwander zwei am Zug sind, die niemand etwas beweisen müssen, kann sich das zweite Album getrost allen Affekten hingeben, wo das erste schon Höchstnoten abgeräumt hat. Diesmal ist Disco der Plan. Disco mal Minimal hoch Dub, das wird spannend, wenn es die Richt...

»Movements«

  • Artist: Booka Shade
  • Label: Get Physical/Soul Seduction
Es ist ja gar nicht die Frage, ob Kraftwerk immer noch produzieren. Ihre Idee findet immer wieder neue Inkarnationen in mehr oder weniger direkter Form. Hier sehr direkt. Klare Sounds, die poppig-hookorientiert vorwärts drängen und dennoch die Songstrukturen des Pop weit hinter sich lassen. Leicht und unbekümmert, wie es nur mit viel Hirnschmalz gehen kann. Ist der Bass nun echt gespielt und verfremdet oder so naturnah programmiert? Und ist...

»bewegt!« | »Girls In Graz«

  • Artist: deKor | Hamfatter
  • Label: Pater Records | Pink Hedgehog
Versus Stereo. Match: deKor vs. Hamfatter. Gitarrenbands, mehr oder weniger alternative, entsprechen im Pop dem, was Fußball im Sport ist. Es gibt klare Favoritenländer, aber jeder will dabei sein. Darum versuchen österreichische Bands wie deKor eigenwillig in diesem Feld angloamerikanischer Dominanz ihr Glück. Andererseits gibt es die britische Band Hamfatter, die in ihrer Musik und vermutlich irgendwie auch persönlich einen Öste...

Sofa Surfers - 23. 3.2006, WUK

Live räumen die Sofa Surfers mit allen Fragen auf, die ihr Band-Setup mit Sänger Mani Obeya, einer neuen Rock-Stimme, auf Platte offen gelassen hat.

»Ma’at Mama«

Ursula Rucker, afroamerikanische Spoken Word-Chefin, das wissen wir. Ihr drittes Album stellt zwei Bezugslinien in den Vordergrund: »Ma’at« steht für Wahrheit als altägyptisches Ordnungsprinzip, also klarer Afrikabezug, der in Textpassagen wie »Africa-AIDS-Africa-AIDS« nicht nur besonders explizit wird, sondern auch auf Themenkomplexe verweist, die viel zu wenig Teil eines kollektiven Bewusstseins geschweige Inhalt von vermeintlich kritisch...

»Desesperance«

  • Artist: Lokomotive
  • Label: rufzeichen ! records/Soul Seduction
Die Homebase Wien gebiert mehr und mehr spannende Acts, die mit Kombinationen aller Art auftrumpfen. Lokomotive sind ein Dreigestirn aus dem französischem Rapper Samuel Veyrat, DJ/Producer Helmut Kahlert und Schlagzeuger Michael Sator. Zu dem immer sehr speziellen Flair, den Rap en français nun mal mit sich bringt, gesellen sich eine stark zurückgenommene Produktion, die ihre Grooves aus der Reduktion auf minimale Clicks und Bleeps bezieht, und e...

»Back To Pascal«

Hat dieses Genre einen Namen? Indietronics ohne Tronics?? Elegische Rockinstrumentals, irgendwo zwischen tröstlicher Melancholie und zwanglosem Wohlfühlen. Jazziges Besenschlagzeug trifft auf zwei Arten von Gitarren: Walgesang-Lapsteel und die relaxte Rhythmusgitarre, ohne viel Schnickschnack und immer brav vorwärts, doch bloß nicht zu schnell! Nur bei »Lands End« wird ein trauriger Chor angestimmt, dramaturgisch eindeutig ein dezenter Höhe...

Various Groove Singles

Ein paar Veröffentlichungen im DJ-Format der Maxi, 1. Quartal 2006, beginnend in Wien, ausgewählt durch zufällige Akkumulation beim Autor: MICHAEL »LANGOTH« aus dem Lager der Sunshine Enterprises legt mit der 12" »Gummophon« ein solides Teil vor, das im wesentlichen zwei Nummern enthält: »Grounding« – Elektrodubgroove mit Rap und einem dramatischen Keyboard-Streicher-Loop, das ein wenig an Dublex Inc. erinnert. Der Titeltrack zum kommenden...

»Lookaftering«

Adventmusik, Besinnliches also, auch mit Klarinette, denkt man zuerst mal - dass Vashti Bunyan vor über 35 Jahren schon mal einen Album-Klassiker (»Just Another Diamond Day«) aufgenommen hat, eher weniger. Obwohl es nicht unplausibel wirkt. Die dezent und doch effektiv instrumentierte Musik (vor allem Gitarre, Klavier, aber eigentlich alles was in diese Kategorie passt, Dulcimer, Flöten ...) umspielt den fragilen Gesang derart, dass dieser ...

»Magnetic Storm«

  • Artist: The Tryp
  • Label: Huge Music
Hier werden präsentationsbedingte Vorurteile beim Hören über den Haufen geworfen. Eine positive Überraschung! Tom Pi und Reeva, die sich seit langer Zeit und aus Metal-Zusammenhängen kennen, machen als Duo grundsympathische Musik, die sie selber als »tanzbaren Gitarrenpop im Retro-Elektronik-Soundgewand« bezeichnen. Tatsächlich ist das sehr professionell produzierte Musik, aber abgesehen vom Aufnahmeverfahren eher zeitgenössische Songp...

»Nalia«

Historisch nicht sehr schwergewichtig, aber auch sehr stimmungsvoll kommen Mimi Secue daher. Man könnte sagen, wie die klassischen Smashing Pumpkins auf Valium, ohne das süffisant zu meinen, und obwohl die hauptsächlich instrumentalen Nummern manchmal ein wenig vom Schlagzeug angetrieben werden. Wer die nette Indie-Gitarre liebt, jeder Ton schön extra gespielt und nicht geschrammelt, kommt hier voll auf seine Kosten.

MAURACHER - 28. 10. 2005, WUK/Wien

Es geht doch nichts über ein klassisches Rockkonzert. Vor allem, wenn es kein wirklich klassisches ist. Die Neunziger hallen nach, allerdings mit einer gehörigen Brechung durch die dazwischen liegende elektronische Ära. Einflüsse werden nicht mehr kopiert, wie es viel zu lange im Alternative-Bereich üblich war, sondern sie sind verarbeitet.

»Music's Made Of Memories«

Treva Whateva macht seinem Namen alle Ehre: Ob er nun alte Register (Swing vs. Son) oder Rave-Effekte zitiert - Fröhliche Idiotie, gemixt aus Groove und Muzak, alle Partyklischees, die es nur gibt, so dass das Zuhören eine wahre Freude ist. Ja, das sind schon feine Erinnerungen, die hier zu gegenwärtiger Realität werden. Es beginnt mit irren Loops und Scratches, etwas Georgel zwischen cool und kindisch, eine Groove-Nummer zwischen Disco und ...

»Jupiter Sagitarius«

HipHop ohne Scheuklappen von einem Kanadier aus Mississippi, rockt erst mal flott drauf los, immer schön gradeaus mit den wilden Bläsern. Wird dann aber sofort nuancierter und dosierter. Wenn nicht der einseitige Schmarrn so dominieren würde, könnte man sagen, klassischer HipHop. Keine Musikrichtung wird hier bei den Samples bevorzugt, alles geht, Jazz, Rock, Folk, Electro, Klassik. Flöten kommen gern vor, oder? Die Nummern haben eine songa...

»Radio Snacks« | »From The Island To The Mountain« (Single) | »Rough Cuts«

  • Artist: Café Drechsler | Blockwerk | Parov Stelar
  • Label: Mouth To Mouth/Soul Seduction | Oddtime Records/Hoanzl | Etage Noir/Soul Seduction
GEGENARGUMENTE: Café Drechslers Hauptleistung bestand die meiste Zeit darin, wo es nur ging, Jazz-Klischees in Live-Form zu verkörpern, und so vielen trendigen Menschen zu verdeutlichen, dass die Musik nicht von DJs gemacht wird. Der musikalische Aspekt kam dabei nie über das Stadium der Skizze hinaus. Damit haben sie trotzdem schon ein Album aufgenommen. Mittlerweile ist der Zweitling fertig, der zwar über das Skizzenstadium hinausgeht, abe...

»Grand Prix«

  • Artist: Vive La Fete
  • Label: Surprise/Soul Seduction
Ein bisschen trendiger Elektropop, diesmal halt aus Belgien und deswegen auf Französisch, was ja immer gut kommt?! Diesen Eindruck legt das plakative Cover nahe (Blonder Vamp räkelt sich auf schwarzem Auto, exaltiert modischer 80er Ledertyp im Hintergrund), und auch die ersten Nummern scheinen ihn zu bestätigen. Doch genaueres Hinhören zahlt sich aus, hier werden nicht nur die billigen Retroklischees reproduziert, sondern auch die teuren, s...

»Nomade«

  • Artist: Manfred Leuchter
  • Label: LUXaries/sparito.de
Manfred Leuchter hat sich der Rufpolitur des Akkordeons verschrieben, zweifelsohne ein ehrenwertes Unterfangen, da dieses Instrument viele Musiktraditionen in aller Welt geprägt hat - gerade deswegen gilt es ja nur selten als besonders trendy. Auf »Nomade« jedenfalls erscheint die Ziehharmonika in einem absolut zeitgemäßen Kontext zwischen Jazz und Ethnic. Die anderen Musiker spielen Gitarre, Percussion, Flügelhorn, Kontrabass usw. - ...

»Runbox Weathers«

File under »Arbeitsklangtapete für Webdesigner«: Zwischen Trip Hop und Elektronica ist hier ein weites Feld entstanden, das am ehesten besagtem Zweck dient. Nur soll man Dimlite angeblich nicht einfach als Dope Beatz/HipHop klassifizieren, und tatsächlich haben die Nummern des Berner Produzenten immer wieder etwas dem beschriebenen Zweck gegenläufig Irritierendes. Die groovigen Klangwelten sind immer dämmrig, aber nie finster oder böse, man...

Markus Kienzl: Trotz und Coolness

  • Artist: Markus Kienzl
Nach zwei EPs hat Sofa Surfer Markus Kienzl nun auch Soloarbeit in Albumlänge geleistet. Obwohl seine Musik mehrheitsfähiger denn je ist, wird er trotzdem nicht als Vorgruppe von The Prodigy auftreten.

»The Floating Glass Key In The Sky « | »One In An Infinity Of Ways«

Zwei recht gemäßigte Releases in der gewohnten Labeltradition: Keine Frickelbrutalitäten wie bei Amon Tobin, aber ähnlich abwegig zwischen Jazz, Elektroniktüfteln und eingestreuten Klassikanklängen. Sozusagen solides Ninja-Kaminfeuer. Ammoncontract aus L.A. grooven relativ traditionell ninjamäßig dahin, nur halt sehr ruhig. Eigenartig ist vor allem, dass sowohl in Richtung Melancholie wie auch hin zur Verspieltheit eindeutige Z...

!Dela Dap

article_2757_deladap_20_150.jpg Das Projekt Dela Dap hat seine geografische Basis in Wien. Von diesem Ort aus schweift der musikalische Ansatz vor durch den näheren Osten, zu den Roma der Slowakei, Ungarns und weiter. Initiator Stani Vana ging es nicht um folkloristischen Purismus auch Pusztaklischees erwiesen sich als wenig hilfreich.

»Human Natures«

  • Artist: Mokadi
  • Label: Perfect Toy Records/Groove Attack
Mit der Fusion-Flut werden doch auch immer wieder Teile mitgespült, bei denen die Gefahr, dass man sich an Minze-Blättern und Crush-Eis verschluckt, groß ist. Spätestens bei der Skatnummer »Chica Da Içi« ist klar, dass das deutsche Trio Mokadi hier eine solche Platte geliefert hat. Die Zutaten sind wie bei Cocktails die gleichen wie immer: Rhodes, Jazzbreaks, Soulelemente, eine nette Sängerin. Gerade bei solchen Konstellationen ist der Mix ...

»Loops From The Bergerie«

»You're going out with her tonight and that's not good...« sang eine sehr unterkühlte Claire Dietrich im Sommer 2002. »Make Up Your Mind« verschaffte Swayzak weite Hörerkreise. Von Anfang an, seit 1998 interpretierte das Londoner Tüftlerduo sein technoides Herkunftsgenre »Minimal« sehr offen. Mehr Gesang und dessen stärkere Einbindung in den Produktionsprozess heißt zwangsläufig auch weg vom Track, hin zum Song: In Zeiten des Elektropops re...

»76/77«

  • Artist: Cobra Killer
  • Label: Moika-Enterprise/Soul Seduction
Es mag ja sein, dass frühe Electro-Acts langweilige Bühnenshows hatten und dass es zwei Berliner Damen nötig schien, da was zu unternehmen. Sixties-Schlampenoutfit und mit Rotwein übergießen auf der Bühne zum Beispiel. Es kann auch sein, dass es sehr interessante neue Strömungen gibt, die ein Mix aus Trash, Punk und Electro sind. Bei Cobra Killer klingt das nach schräger NDW, aber nur der Refrain in Endlosschleife. Da hilft auch keine noch ...

»Limited Storyline Guest«

  • Artist: Mike Fellows
  • Label: Vertical Form/Soul Seduction
  • skug : 59
Was tun mit dem verkaterten Sonntagnachmittag? Wenn's eigentlich viel zu heiß ist? Im Moment ist das nicht das Problem, aber vielleicht irgendwann Mitte August. Dann ist die Antwort: Mike Fellows hören. Freilich, Gitarre und Elektronik finden auch anderswo zusammen, doch sehr authentisch gehaltene American Songbook- und Folktradition mit Laptopsounds? Warum nicht. Dass ein bisschen Pluckern zwischen all den simplen Saitentönen nicht peinlic...

»The Way We Go«

Mit »Manila«, dem Tanz ohne Sicherheitsgurt, ist der vielseitige Schweizer Beat Solèr aka Seelenluft so bekannt, dass man selbst im australischen Radio diese Nummer hören kann. Nach solchen Erfolgen - noch dazu von der Plattform eines Wiener Indielabels - stellt sich stets die Frage, was noch folgen soll. Und hier ist die richtige Antwort: Das neue Album ist wie immer primär auf dem Laptop konzipiert, doch die multiinstrumentale Vergangenheit und...

»Su«

Cay Taylan ist bekanntlich der Junior auf dem Label der Wiener Kosmopolit-Jazzer dZihan & Kamien. Nach zwei EPs mit interessanten Eigenheiten hat er sein LP-Debüt produziert, das dem Label und seinem Status voll entspricht. Klingt anfangs ein wenig, als hätte jemand die beiden dZ&K-Alben zerlegt und remixt. Eine bunte Ansammlung von Livegästen sorgt für ein lockeres und betont jazziges Feeling. In der zweiten Hälfte löst sich Taylan schlagartig v...

»Solid Steel Presents Amon Tobin: Recorded Live«

Dass man Plattenspieler als Instrumente einsetzen kann, weiß sogar »die Rett«. Die Existenz der DJ-Software Final Scratch, die zarten Händen das Plattenschleppen spart, wird keinen Insider mehr vom Hocker reißen. Als Produkt dieser Fakten ergibt sich Folgendes: Sounds, Tonspuren und Tracks von der Festplatte werden live mittels Vinylinterface gemixt. Gefahr dabei: Orientierungsverlust im technischen Gefummel, Musik vergessen. Amon Tob...

»Likes ...«

Dani Sicilianos erstes Soloalbum ist natürlich keine leichte Kost, bei näherem Hinhören aber eingängiger als der Erstkontakt suggeriert. Die Sängerin mit der vielseitigen Erfahrung im Musikgeschäft (häufig mit Experimentiermeister Matthew Herbert) legt ihre jazzige Stimme erstmals über eigene Songs. Und siehe da: Theoretisch ist diese Platte so was wie die noch abgedrehtere Version von Moloko-Tracks, die nicht für Ibiza gedacht waren, oder der en...

»Mishaps Happening«

  • Artist: Quantic
  • Label: TruThoughts/Soul Seduction
Es mag ja viele Leute geben, die auf den Fundamenten von Soul, Jazz und Funk neue Musik basteln, doch nur wenige schaffen das so geschmeidig wie Will Holland aus Brighton. Der legt hier mit 23 nun schon sein drittes Album als Quantic vor. Nebenbei macht er noch Northern Soul als Limp-Twins-Hälfte und einen auf Band-Leader mit seinem Liveprojekt Quantic Soul Orchestra. Beide Projekte haben im letzten Jahr Alben veröffentlicht! Obwohl Hollands Soun...

»Sorry I Make You Lush«

Luke Vibert aka Wagon Christ ist nach gut zehn Jahren im Geschäft mit seiner Idee, dass man nicht zu Casting Shows gehen muss, wenn man eine seltsame Vorstellung vom Popgeschäft hat. Man kann ja auch daheim bleiben und skurrile Musik machen, die gleichzeitig Spaß macht und nerdig und ausgetüftelt ist. Auf seinem zweiten Album für Ninja Tune formuliert er quasi das poppige Gegenstück zum Rumpeljazz von Labelkollegen wie Up, Bustle & Out. Die...

»Members Only«

Kann man die Brutalität von Industrial auf ein Level runterbrechen, wo sie sich nett in ein Indietronix-Konzept einfügt? Damit dabei auch klar wird, dass die ganze Kunstpoprockschiene seit Velvet Underground irgendwie immer zusammengehört hat? Und dass die französische Liedtradition im Stil von Serge Gainsbourg da auch ein Wörtchen mitzureden hat? Man kann, so zeigt es Fred Magnon, der sein Projekt nach seinem Mittelnamen nennt. Er verwarf sein z...

»Songs For My Funeral«

  • Artist: Nostalgia 77
  • Label: Tru Thoughts/Soul Seduction
  • skug : 58
Eine eigenartige Platte - zwar erfüllt sie die üblichen TruThoughts-Erwartungen nach soulful-jazzigem Sound am Puls der Zeit, doch so eigenartig wurden schon lang keine Erwartungen mehr eingelöst. Der Titel ist durchaus ernst zu nehmen. Hier wird mit den Bausteinen, wo es schwer ist, unsexy zu sein, etwas sehr Eigenes formuliert. Am ehesten vergleichbar mit dem HipHop eines DJ Krush oder Vadim, klingt Nostalgia 77er-Album gleichzeitig wie ein sch...

Guerra

Süditalien und der südliche Balkan haben mehr gemeinsam, als man denkt, obwohl da einiges Wasser dazwischen ist. Das merkt man beim Album-Opener »Oi Mare Má« von Peppe Barra, wo die besoffenen Bläser stark an Balkan Brass erinnern. Damit nicht genug: Der gesamte Fundus der Mittelmeerkultur von Antike bis jetzt spielt in dieser als neapolitanisch deklarierten Musik mit. Arabisches, Jüdisches, das spezielle Idiom der Stadt etc., Kombination von Ges...

Virgin Ubiquity: Unreleased Recordings 1976-1981

Vibraphon weckt heute Assoziationen in Richtung Mobiltelefonie. Früher aber hatte das Xylophon mit Tasten in der Loungemusik der 70er seinen fixen Platz. Heute liefern solche Klänge HipHoppern auf Samplesuche gut abgehangenes Rohmaterial, mit dem sie den Raum zwischen ihren Beats elegant füllen können. Roy Ayers jedenfalls war ein großer Meister zur Hochblüte dieses Sounds. Eine musikalische Freundschaft mit dem Label BBE führte zu einer Du...

Echo Parcours

Nürnberg ist bisher nicht besonders bekannt als funkige Sound-Metropole. Trotzdem hat diese Stadt einen fetten Eintrag auf der musikalischen Landkarte. Und der heißt Trio Electrico. Zwei Typen, die schon von anderen Projekten einen Namen haben (darunter Boozoo Bajou) und einer, der sich jetzt einen macht. So reiten die drei los und lassen lässig die Fersen der Tresensteher swingen. Nun sollte man meinen relaxter Dubgroove wäre ein Feld das ...

Tasty

Bei R&B denkt man vielleicht nicht sofort an Kelis, trotzdem ist sie kontinuierlich präsent als echter Paradiesvogel im sonst mit Posern reichlich gesegneten Popzirkus. Neben einer erstaunlichen Stylegrätsche zwischen Lolita und absoluter Chefin ist auch Kelis' Sound weit über solider Beyoncé-Dutzendware und besonders beim spröden »Milkshake« in den edlen Sphären einer Missy Elliot angesiedelt. Ansonsten: Minimale Funkbreaks bei »Flashback«, Gita...

Motorized Instinct

Zürich soll ja partymäßig echt stark sei. Sagen alle. Wissen tut es keiner - niemand kehrte je von dort zurück. Vor allem, weil keiner hinfährt, alle wollen immer nach Barcelona oder Ibiza. Ein schwerer Fehler, wie sich jetzt herausstellt. Denn die zwei Jungs von Sequel verraten uns zwar nicht, was vorher war, dafür lassen sie die Synthies wummern. Wo der Londoner Broken Beat zu kopflastig ist fürs Tanzbein und die Dancegurus mit Kommerzpla...

»ZEN CD - A Ninja Tune Retreospective« u.a.

»ZEN CD - A Ninja Tune Retreospective« »ZEN RMX - A Retrospective Of Ninja Tune Remixes« »ZENtv DVD - A Retrospective Of Ninja Tune Videos« Compilations gab es ja schon einige aus dem Hause Ninja Tune, doch nun hat Ninja Tune erstmals seit seinem Bestehen eine dezitierte Best-Of-Kollektion auf den Markt gebracht - da sehr viel zusammengekommen ist, gleich eine Doppel-CD. Analog dazu gibt es auch noch eine Doppel-CD mit Remixes. Während erstere Z...

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Tue 14.03.2017 20:00: [~29.4.] frotzler-fragmente | schauspielhaus | vienna

Tue 25.04.2017 20:00: fabian rucker 5 | porgy&bess | vienna

Tue 25.04.2017 20:00: rova saxophone quartet, burkhard stangl, christof kurzmann | martinschloessl | vienna

Tue 25.04.2017 20:00: manu delago | stadtsaal | vienna

Tue 25.04.2017 21:00: xiu xiu | chelsea | vienna


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