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»End of Daze«

article_4595_pateras_en_150.jpg Nach »Flux Compendium« (2006) schiebt das australische Duo die zweite Release für Ed.mego nach. Hyperaktiver, elektronischer Mayhem brutzelt aus den Boxen, vor Pateras/Fox gehen Computer, alte Maschinen wie ARP2500 und Doepfer-Module in die Knie. »End of Daze« ist etwa so faserschmeichelnd wie Venetian Snares oder ambientöse Soundstudien von Guilty Connector. Das in Victoria stationierte Duo steht für eine ordentliche Menge messed-up- und Stinkef...

Sounds aus dem Unbewussten: A Silent Place

Das vor einiger Zeit gegründete, aus dem apulischen Andria stammende Label A Silent Place widmet sich spannender Klangkunst zwischen Musique Concrète, psychedelischem Folk und Experimentalelektronik.

Schweizer Sounderschütterungen

article_7208_sum_150.jpg Dreimal feinstes Musikfutter für Klangkunst-Afficinados, irgendwo zwischen Drone-Metal, Elektronik-Improv und kruden Soundexperimenten. Sum of R sind Reto Mäder, Christoph Hess und Roger Ziegler, letztere beiden Mitglieder von Herpes Ö DeLuxe, Hess veröffentlicht auch unter dem Alias Strotter Inst., Mäder/Ziegler betreiben das Berner Label Hinterzimmer und Kinit Her stammen aus Wisconsin. Als Schnittmenge lässt sich am ehesten nennen: Alle drei v...

Desert Dub: Badawi

article_7944_10001537_1015299888612314_150.jpg Dub und dessen Durchlässigkeit von Zeichen und Codes: In der Musik von Raz Mesinai aka Badawi verschmelzen jamaikanische Dub-Technologies, arabische Rhythmen und New Yorker Downtown-Improvisationen. Zion, Black Ark und Nahost-Politik, amalgamisiert zu einer toxisch-tanzbaren Sound-Alchemie. Mesinai war diesen Sommer zum ersten Mal in der Formation Badawi Quintet in Europa. Das skug-Interview fand während des Jazzfestivals Saalfelden statt, auf d...

Francisco López, Soundbild(n)er

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In seinem extrem umfangreichen Werk lässt der spanische Klangforscher Francisco López seit gut 25 Jahren die Zuhörer in Welten zwischen Regenwald und Häuserschluchten eintauchen und verfolgt dabei eine Sound-Art mit Absolutheitsanspruch.

López is playing on the keyboard of silence.

»Bad Alchemy«, USA

Original erschienen in skug #76, 10-12/2008

»unitxt«

article_4541_alvanoto_u_150.jpg Carsten Nicolai in der Zeitschleife, bei der er an die EP »transspray« (RN, 2004) anknüpft. Der ursprüngliche Name »Unit« wäre eine Referenz auf den gleichnamigen Club in Tokio gewesen, denn vorliegendes Material entstand während der RN-Japan-Tour 2006/07. Durch die Zusammenarbeit mit dem französischen Soundpoeten Anne-James Chaton änderte sich die Stoßrichtung zum Text hin. Es wäre nicht Nicolai, wenn sich in seine kompakte Sound-Art nicht...

»Brain Cloud«

article_4534_joe_grimm__150.jpg Die Schönheit der puren Drones. Der aus Rhode Island stammende Komponist Joe Grimm bezeichnet sich selbst als »peace noise artist«, was im Fall vorliegender CD als gute Beschreibung durchgehen kann. Für »Brain Cloud« stand seine Mitarbeit bei Glenn Brancas »100 Guitars Symphony« als Inspirationsquelle Pate, dazu kam eine ausgiebige Beschäftigung mit Charmelange Palestine, Terry Riley und anderen amerikanischen Minimalisten. Ähnlich wie bei P...

»Scheitern inbegriffen«

article_4533_glutamat_s_150.jpg Ausgefuchste Wiener Musik-Wahnsinnigkeit im fortgeschrittenen Studium, lustvolles Zelebrieren des Scheiterns, Dada-geeichtes Chanson-Theater, angewandte Brachial-Abstrusität: Auf ihrem vierten Album erfinden sich die Kunstfiguren MP Kopflos, Roland von den Sternen, Thesa Tödlich, Susi Hannover, Peter Palme und King Augenring erneut neu, Schlagzeug-Berserker DDKern ist auch mit dabei. Glutamat sind immer musikalischer geworden. Was sie von ihrem s...

»Mauve Cycles«

  • Artist: Anna Zaradny
Für ihre erste Solo-CD hat sich die polnische Klangkünstlerin Anna Zaradny in ein Klangfeld begeben, das voll ist mit Drones, Schichten und sonstigen seltsamen Sounds. Nach ihrer Musikausbildung und dem Studium von Musikern wie Pauline Oliveros, David Tudor oder Gordon Mumma spielte sie u. a. mit Tony Buck oder Karkowski. Zwei paradoxe Linien lassen sich bei Zaradnys Musik ausmachen: Während sie einerseits sehr aufgeräumte und entschlackte Grunds...

»Bass.hed«, »Brain Kitchen«

article_7191_mad_150.jpg Zweimal heavy Bass-Futter für die HipHop- und Broken-Beats-Fraktion von einem unserer Berliner Lieblingslabels, stilistisch unvorhersehbar wie so oft bei Ad Noiseam. Mad EPs neues, viertes Album »Bass.hed« ist nun endlich da: Matthew Peters hat sich mit den Shadowhuntaz und den Berliner Puppetmastaz zusammengetan und herausgekommen ist ein Album voll mit HipHop-Bässen, verqueren Rhyhms und strangen Sounds, die in ihrer Dichte durchaus an WordSoun...

»Dislocation«

article_7188_hafler_150.jpg Einmal mehr entführt uns Andrew McKenzie aka Hafler Trio in Regionen, die nie ein Mensch zuvor gehört hat. Der Name ist Programm: Die original 1990 veröffentlichte Reise ins sonisch-psychologisch Unbewusste ist wieder mal, wie sämtliche VÖs auf Korm in dieser Serie, sehr aufwändig gestaltet und kommt den Intentionen McKenzies nun wohl am nächsten. Das Material für die beiden, eine LP-Seite langen Stücke stammt von Fieldrecordings zwischen 1981 un...

Bless That Mess

article_7264_marcelle_2_150.jpg »Another Nice Mess«: Der Name ihrer Radioshow sagt es schon. Man weiß nie, was bei DJ Marcelle als nächstes kommt. Die Holländerin surft durch Stile, Zeiten und Richtungen. Auflegen mit der Mission, spannende Musik zu spielen. ...

»Mahlzeit«

article_7190_rlw_150.jpg Na prost Mahlzeit! Essen auf elektronisch. Ralf Wehovsky aka RLW, deutscher Klangpionier u. a. mit P16.D4, hat zusammen mit dem Transindustrial Toy Orchestra (einem losen Zusammenschluss von Musikern aus Hamburg und Amsterdam) eine sagen wir mal Konzeptplatte zum Essen herausgebracht. Ähnlich wie bei HNAS oder Rowenta/Khan ist man auch auf »Mahlzeit« um den einen oder anderen Audio-Joke sicher nicht verlegen, Ernsthaftigkeit ist was für Gourmands...

»Epistrophy and Utopia«, »Recycling Records presents: The Best of Polish Smooth Jazz ... Ever!«

article_7189_spy_150.jpg Musikgeschichte im Schnelldurchlauf, Platz schaffen ist angesagt: Auf »Recycling Records presents: The Best of Polish Smooth Jazz ... Ever!« des polnischen Labels Recycling Rec. desavouieren 20 Musiker 20 Klassiker der leichten Musik-Muse fürs elektronische Zeitalter. Eine neue Generation polnischer Soundtüftler hat die alten Platten der Eltern ihrer Patina entrissen und macht daraus Tracks zwischen Ambient, Noise und Breakcore. Oft bleiben von d...

Future Dancehall Infection: The Bug

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London: ein Moloch, ein Zoo. Der aber auch in allen Farben schillert und ständig vibriert. Kevin Martin aka The Bug hat auf seinem aktuellem Album »London Zoo« (Ninjatune) tief in den Schichten der britischen Hauptstadt gegraben und fördert dangerous crossroads zwischen imperialer Geschichte, Sonic Fiction und Dancehall-Bass zutage.

»Ecclesia Semper Reformanda« / »In November«

  • Artist: Duncan O' Ceallaigh/John R. Carlson
  • Label: www.parvoart.org
Mit diesen beiden geschmackvoll aufgemachten Mini-CDs feiert das aus Wismar stammende Label Parvoart seinen Einstand. Der Schotte Duncan Ó Ceallaigh fokussiert auf Mikrosounds, die sich irgendwo zwischen Bewegung und Stillstand manifestieren. Seine Musik zwingt zum Zuhören, schließlich halten sich die meisten Drones und Flächen nur zögerlich kurz oberhalb der Wahrnehmungsgrenze auf. In den lang anhaltenden, gerne melancholisch gefärbten Stücken b...

»Man vs. Prototype«

  • Artist: The Fabric
  • Label: Undo Rec./Massive Music America
Die aus Atlanta stammende Band - Jeremy Frank, Joe Sikes, Sharaab - hat den 80s-Electro-/ Synthiepop-Sound zwischen Depeche Mode und dezenten EBM-Anleihen in sich aufgesogen. Das Debüt der 2004 gegründeten Band ist dann auch eine perfekte Reise zurück in die Zukunft: Spandau Ballet, Tears For Fears und Konsorten lassen grüßen, Sikes' Gesang, der ab und an frappant an Dave Gahan erinnert, klingt derart aus dieser Zeit, dass einem richtiggehe...

»Zombie Nation«

  • Artist: Frame
  • Label: Scream Rec.
Nach dem erfolgreichen Debüt »You Think You Know Me« (2006) und einer ausgedehnten internationalen Tour, bei der sie besonders in China das Publikum auf ihrer Seite hatten, liegt die Meßlatte für die Salzburger Band Frame recht hoch. »Zombie Nation« ist die Singleauskoppelung zur im Herbst erscheinenden Platte. Angelo Hold (voc., guit.), Kris Karios (b., voc.) und Nick Edingburgh (dr.) spielen einen melancholisch gefärbten Rocksound, wie er...

»Wildlife«

  • Artist: Justin Bennett
  • Label: spore.soundscaper.com
Fieldrecordings zwischen Natur und Kultur: »Wildlife« versammelt Aufnahmen aus zoologischen Gärten in Berlin, Paris, Barcelona und Amsterdam und gibt einen guten Einblick auf die dünne Grenzlinie zwischen »natürlichen« und »artifiziellen« Prozessen. Die Aufnahmen wurden vom englischen Installationsmusiker Justin Bennett, der letztes Jahr die Istanbuler Biennale bespielte, ursprünglich für ein Tanztheaterstück von Eva-Cecilie Richardsen gemacht un...

»Detrimentalist!«

Mal ehrlich, was kann man sich erwarten, wenn die erste Nummer auf der neuen VS-Platte mit an die 170BpM daherkommt? Genau, D'n'B-Dekonstruktionen der derben Sorte. Im Beipackzettel liest sich das als »disgusting ejacutronic rave horn«: Jawoll! Aber während früher Mr. Aaron sich an der Annäherung zwischen »klassischen« und D'n'B-/Jungle-Entwürfen abarbeitete, führt der Weg auf »Detrimentalist!« Richtung Dub und, wenn auch sehr dezent, HipHop. Nic...

Station Rose in der Ursula Blickle Videolounge

Ein lauer Frühsommerabend im Wiener Museumsquartier, fast alle streben zu den Getränkeständen. Umso radikaler gestaltet sich das Eintauchen in die klimatisierte Ursula-Blickle-Videolounge im Keller der Kunsthalle und generiert so eine weitere Parallelwelt zu denen, die es nun in der Video-Compilation »20 Digitale Jahre« von Station Rose zu sehen gibt.

»s/t«

  • Artist: Beehatch
  • Label: Lens Rec./Cargo
Beehatch sind Phil Western und Mark Spybey, die als Schlagzeuger und DJs mit Bandmitgliedern von Faust, Skinny Puppy und Zoviet*France zusammenspielten. Zwischen USA und UK wurden Files hin- und hergeschickt, um das spontan ins Leben gerufene Projekt voranzutreiben. Dabei ist »Beehatch« eine Ambient-lastige Scheibe, die sich weit in post-industrielle Soundscapes hineinbohrt, verharrt, Flächen im Raum stehen lässt, spooky Electronica-Felder aufzie...

»Periférico - Sounds From Beyond The Bubble«

article_7180_periferico_150.jpg Teil Zehn dieser außergewöhnlichen Serie des Londoner Sonic Arts Networks unternimmt eine sonische Reise in jene Gebiete, die langläufig als »Dritte Welt« tituliert werden. Der angolanische Komponist Victor Gama hat 15 Tracks zusammengetragen, die jedem Verdacht von »World Music« sofort den Garaus machen: Wie der Untertitel »Sounds From Beyond The Bubble« klar macht, geht es darum, Barrieren niederzureißen und aufzuzeigen, dass experimentelle und...

»Passing Out«

  • Artist: BJ Nilsen/Stillupsteypa
  • Label: The Helen Scarsdale Agency/Drone/Metamkine
So hört sich wahrscheinlich der Rock'n'Roll-Tod heute an: »Passing Out« ist eine 60minütige, psychogeografische Fieldrecordingsstudie über die Effekte von Alkohol. Der schwedische Klangforscher Nilsen und die beiden isländischen Soundtüftler Sigtryggur B. Sigmarsson und Helgi Thorsson lassen dem Alk den Raum, der ihm in nördlichen Ländern wohl gebührt. »Passing Out« ist eine Abflugrampe, ein Innehalten, ein Einfrieren, ein Delirium, eine Schneise...

skug75 Releaseparty im Fluc

Offthebeatentracks ist eine neue Band aus dem Laton-Umfeld, skug-DJ Sebastian Reier aus Hamburg ist Autor der Kevin-Blechdom-Titelstory!

»Nanook of the North«

article_4407_nanook_150.jpg Im Rahmen des 17. Frühlingsfestivals des Wiener Konzerthauses wird am 30. April der Dokumentarfilmklassiker »Nanook of the North« mit einem Soundtrack von Christian Fennesz aufgeführt. Electronica trifft auf historisches Filmmaterial. Ein paar ?berlegungen zu Künstlichkeit, Exotik und Geschichtenerzählen.

Crazy sounds from Warszawa

Vier CDs, zweimal recht unterschiedliches Material des umtriebigen Warschauer Labels Monotype Records.

»Regolelettroniche«

  • Artist: M.B.+E.D.A.
  • Label: Baskaru/A-Musik/Le Bonheur
Maurizio Bianchi veröffentlichte in den frühen 1980ern als MB und gilt wohl als einer der obskursten Industrial-Musiker. Die kruden und alles andere als »politisch korrekten« Soundwälle erreichten damals höchstens eine eingeschworene Fanschaft. Nach langer Abstinenz ist der 1955 geborene Bianchi seit 1997 wieder aktiv und veröffentlichte u.a. mit Aube. Zusammen mit der gut 20 Jahre jüngeren Emanuela De Angelis entstand ein Werk, das indes einen k...

»Continuity«

  • Artist: Zbigniew Karkowski/Atsuko Nojiri
  • Label: Asphodel/RecRec/Alive
article_4388_conti_150.jpeg Asphodel scheint sich auf Lebenswerke eingeschossen zu haben: Nach der sehr umfangreichen »Multiple Otomo«-Box und dem Zeitkratzer/Lou-Reed-Release »Metal Machine Music« schiebt das Label aus San Francisco nun eine formschöne CD/DVD-Box des polnisch-japanischen Klangkünstlers nach. Das mehr als 40 Minuten lange Stück »Perceptor« macht wieder mal eindrücklich klar, wie nahe sich im Karkowski'schen Soundkosmos Detail, Lärm und Stille sind. Die mass...

»Drink_Deep« // »Falte«

  • Artist: Tomas Philips // Schurer/Steinbrüchel
  • Label: Nonvisualobjects
Zweimal konzeptuelle Kost aus den Tiefen des Mikrosounds des Wiener Labels: Als Basismaterial für »Drink_Deep« dienten dem kanadischen Komponisten und Musikprofessor Philips Aufnahmen der 1980s-Emocore-Band Rites of Spring (Vorgängerband von Fugazi). Davon übrig geblieben ist etwas mehr als eine Ahnung, die von einem dezenten, weit im Raum verhallenden Pianospiel konterkariert wird. Dabei geht das sechste Album Philips als eine Art Remixplatte du...

»Holon«

Nach »Stoa« ist nun zwei Jahre später die zweite Platte des Schweizers Pianisten Bärtsch wieder auf ECM erschienen. Auf »Holon« wird der eingeschlagene Kurs verfeinert, repetetive Klangmuster gehen in modularen auf, verhaltene Verspieltheit trifft auf eine rhythmus-orientierte Aneignung von Avantgarde-Clustern. Oder so: Morton Feldman mal dezenten Jazz-Anklängen mal Funk-Anleihen. Die sechs gut zehn Minuten langen, nur »Modul« genannten Nummern g...

D'n'B, Doom Jazz und all das: Ad Noiseam

article_7179_fuji_150.jpg Ad Noiseam, spannend wie eh: »Full Metal Racket« ist eine Zusammenstellung von Break- und Hardcore-Wahnsinnigkeiten des aus Utrecht stammenden Jason Köhnen aka Bong-Ra mit Material von diversen 12"s seit 2005. Volle Deckung, wenn diese grindigen Soundmonster aus den Boxen fetzen. Dagegen ist Venetian Snares ein weichgekochter Bubi mit Musik für die Rentnerparty. Mehr als 40 Minuten heftigstes Beatgewitter, das VU-Meter im dunkelroten Bereich, Met...

Tanz die Knochen: Skull Disco

  • Artist: Shackleton, Skull Disco
  • Label: Skull Disco Rec.
  • skug : 73
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Subsonische Bassforschung im Zeitlupentempo als Soundtrack für die Party nach dem Ende: Sam Shackleton und Laurie »Appleblim« Osborne aka Skull Disco feiern auf »Soundboy Punishments« fröhliche Dubstep-Urstände. Anlässlich seines ersten Wienkonzerts traf skug Shackleton zum Interview.

Original in skug #73, 1—3/2008

»Lost Tracks«

article_7186_spectre_150.jpg Silence rules! Nach der Verleihung des »Best Digital Music«-Awards der Ars Electronica für »Grist« hätte Aaron Spectre aka Drumcorps ja auch den kunstbeflissenen Rabauken raushängen lassen können. Mit »Lost Tracks«, einer Zusammenstellung von Tracks von 2001 bis '06, bekommen wir es mit der ruhigen und eingänglichen Seite des jungen Elektronik-Wizzards zu tun. Dieses in NY und Berlin aufgenommene Album geht als eine Art Kompensation zu »Grist« du...

»Touched«

  • Artist: Nadja
  • Label: Alien8
  • skug : 72
article_7187_nadja_150.jpg Hephaistos im Groove-Mood. Nadja (Aidan Baker/Leah Buckareff) lassen auf ihrem zweiten Album für Alien8 nach »Truth Becomes Death« (2005) wieder eine zähflüssige Breitseite Drone-Sounds vom Stapel, Doom im Zeitlupentempo mit ordentlich Erdung im mehr oder weniger darkem Ambient. Wobei, wieder: Denn bei »Touched« handelt es sich um das Debüt-Album von Nadja, das bereits 2003 auf Deserted Factory Rec. veröffentlicht worden war. Einen besseren Ort a...

Hinterzimmer Records: Ein paar Takte Musik für den Darkroom der Death Disco

article_7184_herpes_150.jpg Eruptionszentrum Bern: Mit seinen ersten beiden VÖs »Kielholen« des Berner Lärmkollektivs HERPES Ö DELUXE und »Fireproof in 8 Parts« des umtriebigen Schweizer Klangkünstlers RETO MÄDER aka RM74 setzt das Berner Label Hinterzimmer ein heftiges Statement zur aktuellen, post-industriellen Noise- und Collagenmusik. Wenn ich mir ähnlich gelagerte Projekte wie Voice Crack, Sudden Infant oder die Wahnsinnigkeiten rund um die Schimpfluch-Gruppe vergegenw...

»Reset«

Flying Lotus ist das neue Debüt-Signing von Warp. Da bolzt es im Gebälk, und dass Mr. Lotus, aus LA gebürtig, HipHop-sozialisiert ist, merkt man bei jedem Beat dieser bemerkenswerten EP.  Hier wird allerdings kein Westcoast-Ding verbraten, sondern als Startpunkt eine entschlackte Elektronikversion des (düsteren) LA-Sounds zwischen Down- und Broken Beats aufgefahren, die im Lauf von »Reset« bei diversen aktuellen Dance-Genres zwischen R'n'B und Du...

»Strings«

»Strings« kann als eine Art derzeitiges Opus Magnum von Ivan Pavlov für RN durchgehen. Die wieder mal sehr formschön aufgemachte VÖ kommt als DCD daher, auf der Pavlov seine eigene musikalische Historie Revue passieren lässt. Klavier-sozialisiert und später als Gitarrist in einer Heavy-Metal-Band aktiv, zählt Pavlov seit Längerem zu einem der konsistentesten Electronica-Sound- und besonders -Rhythmus-Forscher. »Strings« bringt diese drei Ein...

»Preparations«

P73 back to the roots: Scott Herren baut Brücken zwischen standesgemäßem Warp-IDM und HipHop-Geknarze, wie es von Dälek kommen könnte. Dazwischen wuseln jede Menge teils kaputte, teils recht eingängige Jazz-Patterns mit so was wie doch recht geraden Beats, indes vollst entschlackt von irgendwelchem (Ch)easy Listening. Elektronifizierter Soul eben. Auf unterhaltsame Weise lässt P73 aktuelle Produktionsweisen auf Musikgeschichte los, wenig Wu...

Alexei Borisov, the Unstoppable Music Machine

article_7176_005_volga_150.jpg Dreimal Alexei Borisov, dreimal höchst unterschiedliches Material: »Multiviza« (Laton) ist Leben im Transit, ist eine Compilation von Live-Takes 2003--05, die den russischen Industrial-Veteran um die halbe Welt brachten. Dabei sind so charmante Festivals wie das Stralsunder »Garage«, »Le Placard« in Montreal und Kiewer »Ru.Noise« dabei. Weitere Stationen: das »Budu Art« in Tomsk oder die Berliner »Transmediale«. Er gibt dabei tiefe Einblicke in s...

»Deviance«

article_7175_mothboy_150.jpg Bass full power! Der Londoner Simon Smerdon aka Mothboy hat auf dem Berliner Label seine zweite Fulltime-VÖ herausgebracht, die so gut wie alles zusammenbringt, das Bass-gefedert ist. Auf »Deviance« zeigt er recht eindrücklich, wie sich aktuelle (Londoner?) Clubmusik anzuhören hat: D'n'B-Patterns scheinen sich ihrer Roots bewusst zu werden, hochgepitchter HipHop macht das Album zwar nicht schweißtreibend tanzbar, aber für einen locker-lässigen Gr...

Zwischen Club-Schweiß, Soundart und sonischen Verwirrspielen: Zehn Jahre Max-Ernst-Label

article_7173_tba_150.jpg Das Label von Thomas Brinkmann, umtriebiger Musiker und Produzent in Sachen schweißtreibendem Maschinen-Funk-Techno, war noch nie für vorhersehbare Releases gut. Wäre Brinkmann nicht die Musik dazwischen gekommen, wäre aus ihm vielleicht ja ein Kunstprofessor geworden. Womit es wohl nicht ganz abwegig erscheint, dass der Labelname etwas mit dem surrealistischen Maler zu tun hat. Dabei okkupieren die meisten VÖs auf Max Ernst und dessen kryptisch...

Dort wo der Wind pfeift ...: Soundart von Geir Jenssen und BJ Nilsen/Chris Watson

article_7174_oyu_150.jpg Geir Jenssen, besser bekannt unter seinem Pseudonym Biosphere, liefert auf vorliegender CD »Cho Oyu 8201m« ein akustisches Tagebuch seiner 45-tägigen Bergtour im Herbst 2001 auf den sechst höchsten Berg der Welt, den Cho Oyu im Himalaja-Gebiet. Die meisten der zwölf Tracks sind nur minimal editierte, mit Minidisc-Rekorder aufgenommene Field Recordings, die Jenssen auf dem Weg von Katmandu zum Basecamp, von dort zum Gipfel und zurück aufgenommen h...

»Helle«

article_7200_sister_150.jpg Banzai! Cover und Musik lassen an japanische Noise-Improv-Bands à la Melt Banana und Konsorten denken, und so abwegig ist das nicht, schließlich terrorisiert das französische Trio seit Anfang der 1990er die Welt mit einer Musik, die von Captain Beefheart über NY-No Wave bis zur Musique Concrète reicht, alles gegengefedert von wüsten Rock-Dekonstruktionen im Stil von The Ex, zusammengehalten von derbem Sexappeal. Auf ihrem dritten Album »Helle«, d...

»Perdu et retrouvé« / »Rêve de l’aube«

article_4189_laube_150.jpg Beide CDs definieren eindringlich den aktuellen Stand akusmatischer Musik: Darren Copeland (Toronto) und Adrian Moore (Birmingham) vermessen auf vorliegenden Platten Grenzzustände zwischen Wachen und Träumen, Wegfahren und Ankommen, Verlieren und Wiederfinden. Wie bei empreintes aus Montréal üblich, kommt ein vergleichsweise »poppiger« Zugang zur Elektroakustik zum Tragen; Nachzuhören besonders bei Moores »Rêve de l'aube«, das zwar praktisch die ...

»Submarine«

article_4179_submarine_150.jpg Zugegeben, das etwas martialische Cover von »Submarine« mit einem Raketen feuernden russischen Delta-U-Boot würde fast frühen Drexciya-VÖs gut zu Gesicht stehen. Aber ähnlich wie beim Vorgänger-Album »Yukon« dienen der Band Pure Sound um Vince Hunt derartige Referenzen eher als freies Spiel der Assoziationen, diesmal rund um Seefahrt, Abschied, fluchende Fischverkäufer, jede Menge Seemannsgarn und verlorene Liebe, dargebracht wie ein Hörspiel. So...

»Ailanthus«

article_4178_haha_150.jpg Für das Komplott-Label aus Malmö hat die schwedische Klangkünstlerin Hanna Hartman eine CD mit Material von 2003 bis 2006 veröffentlicht, die einmal mehr in die versteckten Korrespondenzen unterschiedlicher Sounds eintaucht: Hartmans Klangsprache setzt sich aus Alltagsgeräuschen, Field Recordings und aus Geräuschen von Found Objects zusammen, die zu Soundskulpturen zusammengefasst werden und in Richtung Elektroakustik und Musique Concrète unterwe...

»In Transmediale«

  • Artist: Angel & Hildur Gudnadottir
  • Label: Oral/A-Musik/Metamkine
Drone-Trance, unverschnitten: »In Transmediale« ist der Mitschnitt eines Konzerts auf der Berliner »Transmediale« im April 2005 von Ilpo Väisänen und Dirk Dresselhaus aka Angel zusammen mit der isländischen Ausnahme-Cellistin Hildur Gudnadottir, u.a. bekannt durch ihr Kitchen Motors Collective. Eine gute Idee, Gudnadottir hinzuzuziehen, das war praktisch genau jenes Quäntchen, das der Angel-Sound gebraucht hatte, um nicht in beliebiges Electronic...

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