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»So nicht!« feat. Dub Voyagers

article_6671_so_nicht_150.jpg Alois Huber und Oh Gee als die heimische Variante von Adrian Sherwood? Diese 10'' ist ein gutes Beispiel dafür, zu welchen Fortschreibungen Dub und Dancehall in der Lage sind. 2004 hatte die deutsche Band Dub Voyagars die Nummer »So wie du dir das denkst, geht das nicht« aufgenommen, Huber/Gee machen einen Remix daraus und Sam Gilly (House of Riddim) davon eine Version. Deutsche Lyrics, Bläser, relaxte Bassläufe: Das richtige Soundfutter für die ...

Das Mensch-Maschine-Interface

article_7249_man-machine1_150.jpeg Ein Text über audiovisuelle Verschaltungs- und Verschränkungsmöglichkeiten: theoretische Überlegungen zu weißem Rauschen, »Risveglio de una città« von Luigi Russolo, Film-Cyborgs und Musik-Roboter-Menschen. Original publiziert in: Günther Friesinger/Johannes Grenzfurthner/Thomas Ballhausen/Verena Bauer (Hg.): Geist in der Maschine. Medien, Prozesse und Räume in der Kybernetik. Wien: Turia + Kant 2010, S. 11-21. ...

»Hunde«, ein dicker Hund

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So lässt sich das feiern: Anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums haben Tumido die EP »Hunde« veröffentlicht. Noise-Rock im feisten Mahlstrom aus heftigem Krach, treibenden Beats und, wie skug im Gespräch erfahren hat, willentlichem Kitsch.

Original in skug #87, Juli 2011

»Max: Revisions on 10''«

article_6415_dow001_front.240x240_150.jpg So muss das klingen! Alois Huber, heimischer Großmeister tiefstgelegter Bass-Beats, einmal mehr, mit geschichtsmächtigem Dubstep, wie er sein soll. Veröffentlicht im standesgemäßen 10''-Format, mit Samples versehen von Supermax, Dub-Priester erster Stunde hierzulande, und dann: dieser Bass. Nicht umsonst nennen sich die beiden Versions »Chill Max« und »Dub Max«. Während erste Nummer an den von Huber bekannten, psychosonischen Ambient mit allerlei...

»even STRibber«

article_6391_sr_150.jpg Nach einem Jahr Zurück in Wien kommt nun der Einstandsrelease von Station Rose. Nach knapp zwanzig Jahren in Frankfurt sind Elisa Rose und Gary Danner Ende 2011 dorthin zurück gekommen, wo 1988 STR als audiovisuelles Projekt seinen Anfang genommen hatte. Eine Maxi-Single mit vier Tracks ist es geworden, die Verschaltung von Audio und Video findet auf »even STRibber« im Kopfkino statt. Vergleiche sind ja immer eine schwierige Sache, bei dieser Pla...

»Pinch & Shackleton«

article_7217_shack_150.jpg Zwei Dubstep-Schwergewichte im kollegialen Schlag- aka Beatabtausch. Es ist nach seinem Debüt »Underwater Dancehall« (2007) die zweite VÖ von Pinch und Shackletons erste reguläre Platte nach »3 EPs« (Perlon, 2009). Die Erwartungen standen also ziemlich hoch, besonders, seitdem bekannt geworden war, dass die Platte auf Honest Jon's erscheinen sollte. Und nun endlich ist sie da. Als erstes: Grobkörnige Schwarzweiß-Bilder eines leeren Gangs, doch d...

»Landform«

  • Artist: Fujako
  • Label: Angstrom/Toolbox
  • skug : 89
article_7220_fujako_150.jpg Re-Release dieser Platte, die bereits 2009 als Download auf dem Label WordSound (WS) erschienen war. Und die Wiederveröffentlichung auf Doppel-Vinyl ist jede Sekunde wert. Fujako ist das Projekt des Portugiesen Jonathan Uliel Salandha (Soopa, HHY) und des Franzosen Nyko Esterle (Radon, Ripit), aufgenommen wurde ihre erste gemeinsame Platte »Landform« im portugiesischen Nirgendwo. Im Prinzip ist mit dem Verweis auf WS alles gesagt: dunkle, kaputte...

»2011«

  • Artist: Dus-Ti
  • Label: Aktivraum/Broken Silence
  • skug : 89
article_7221_dus_150.jpg So richtig frisches, cooles Improv-Jazz-Futter gibt es hier: »2011« ist das Debütalbum der 2008 gegründeten Kölner Band Dus-Ti, bestehend aus Pablo Giw (Electronics/tr.) und Mirek Pyschny (dr.). Entstanden ist »2011« in den Studios von Samy Deluxe und dessen Produzent Tony Brown zeichnet auch für den Sound von Dus-Ti verantwortlich. Fein, wenn solche Fördersynergien möglich sind. Beim ersten Blick auf das Cover könnte man meinen, Dus-Ti wäre eine...

»Asper #2«

  • Artist: Centenaire, Guido Möbius, KingQ4
  • Label: Clapping Music/Dokidoki/Guilty By Association
  • skug : 89
article_7222_moeb_150.jpg Die Udo Bar in Paris ist ein kleiner Ort, so intim, dass sich Unterscheidungen zwischen Band und Publikum oft nicht ausgehen. Das Pariser Veranstalterkollektiv Dokidoki hat vor einiger Zeit die Serie »Asper« ins Leben gerufen, um dortige Live-Konzerte zu dokumentieren. Für die beiden Vinylseiten von »Asper #2« traf der deutsche Musiker Guido Möbius auf die beiden französischen Bands Centenaire und KingQ4. Höchst unterschiedliches Material wartet ...

»Electric Cremation«

  • Artist: Pharoah Chromium
  • Label: Grautag/Metamkine
  • skug : 89
article_7219_chrom_150.jpg Eine Konzeptplatte von Ghazi Barakat, dem Sänger von Boy From Brazil. Der Bandname stammt von einem Chrome-Song. Während auf der Covervorderseite ein moderner Bau abgebildet ist, rauchen auf der Rückseite die Felder in schwarzem Nebel. Eine Detonation, brennende Ölfelder? »Electric Cremation« ist am ehesten ein Abgesang auf die Errungenschaften der Zivilisation. Die Musik ist verhalten, dunkel, ambientös, episch. Die Platte gliedert sich in vier ...

»Symeta«

article_7218_byetone_150.jpg Endlich gibt es den Nachfolger von »Death Of A Typewriter«, eine Platte, die zu einem meiner Favoriten des Jahres 2008 gehörte. Und spätestens seitdem ich auf dem Sónar-Festival ein Jahr später Olaf Bender und Carsten Nicolai im direkten Vergleich gesehen hatte, hat bei mir Byetone Alva Noto gegenüber den Rang abgelaufen. »Symeta« steht »Death« in nichts nach, es werden die dort vorgeschlagenen Impulse verfeinert und vertieft. Klar könnte man sag...

»KRST Remixes«

article_6128_various_150.jpg Der jugoslawische Elektroniker Slobodan Kajkut aka Kajkyt, mit Background u. a. beim Grazer IEM, hat 2010 das Stück »KRST« veröffentlicht, eine unheilige Melange aus Klangexperimenten und ritualisierten Gesängen. Diese acht Remixe sind eine logische Konsequenz daraus. Dafür wurde ganz schön geklotzt, so listet das Remix-Line-Up Namen wie KK Null, Kauders, Lepenik, den mazedonischen Musiker Trajkoski und Schwergewichte düsterer Brachialsounds wie ...

»Santarcangelo«

  • Artist: Teho Teardo/JG Thirlwell
  • Label: Spècula
  • skug : 89
article_6125_thirlwell_150.jpg Die nahe Rimini gelegene italienische Kleinstadt Santarcangelo di Romagna beherbergt ein unter- irdisches Grottensystem mit an die 160 Höhlen, die früher wahrscheinlich zur Proviantlagerung genutzt wurden und wo 2009 das Teatri Festival stattgefunden hatte. Sowohl Teardo wie Thirlwell fertigten dafür eine ortspezifische Klangreise an, erschienen sind die beiden Resultate als 7'' auf Teardos neuem Label. Thirlwells Stück nennt sich »Ecclesiaphob...

»El Tren Fantasma«

article_6124_watson_150.jpg Der Geisterzug, was für ein bedeutungsschwangeres Symbol. Nehmen wir Platz im Ferrocarilles Nationales de México und begleiten wir Watson auf seiner Soundreise quer durch Mexiko, von Los Mochis am Pazifik nach Veracruz am Atlantik. Watsons vierte Soloplatte für Touch kam zustande, als er mit einem Team der BBC für die TV-Sendung »Great Railways Journeys« unterwegs war und einen Monat lang die vor rund zehn Jahren stillgelegte Zugstrecke akustisch...

Aufrüstung der Frequenzen

article_7250_bild_2_150.jpg Dieser Text analysiert das Verhältnis von akustischer Kriegsführung und avancierter Soundkunst hinsichtlich einer aktuellen Standortbestimmung von medialer Rezeption im öffentlichen Raum. Ausgehend von dem Buch »Sonic Warfare: Sound, Affect and the Ecology of Fear« von Steve Goodman (MIT Press, 2010), werden Überlegungen angestellt zur Verschaltung von militärischen Technologien und deren Ikonografien, der zunehmend »militarisierten« Freizeitind...

»Stern«

article_6102_1748272_150.jpg Nach vielen Jahren on the scene hat Tobias »Binär« Lintl nun sein Vinyl am Start. Der Organisator des Clubs Elektroland im Wiener Elektro Gönner, Improvisationskompagnon von Philipp Quehenberger und DDKern im Cheleste und Laton-Affiliate versammelt auf »Stern« Clubmusik im Wandel der Zeit mit sechs Tracks, die bis ins Jahr 1999 zurückreichen. Für »Stern« wurde eigens das Label Realtime Rec. ins Leben gerufen, gemastert wurde die Platte von Consta...

»El Resplandor: The Shining in Dubai«

article_6057_nettle_150.jpg In letzter Zeit sind mir die Kollaborationen von Jace Clayton aka DJ/rupture und Andy Moor (The Ex) immer wieder sehr positiv aufgefallen. Dub war da genauso dabei wie Klangkunst. Mit Nettle, einem Projekt, das DJ/rupture mit dem marokkanischen Violinisten Abdelhak Rahal ins Leben gerufen hat und bei dem Moor auch wieder mit von der Partie ist, sind die Zeichen auf Improvisation und - wenn man so will - neo-klassische Ansätze eingestellt. Das fün...

»Mund und Ohr gefesselt«

article_6009_dorn_150.jpg Fadi Dorninger aka Wipeout aka Smiling Buddhas in neuester Inkarnation. Hier kommt zusammen, was schon lange zusammengehörte. Einmal umtriebiger Linzer Klangforscher, einmal cooles, junges oberösterreichisches Label von M-Fx, auf dem u. a. Patrick Pulsinger, Ken Hayakawa oder Ogris Debris veröffentlichen. Für den sechsten Release von Houztekk hat sich Dorninger das spitze Künstleralias Dorn zugelegt, sechs Tracks lang geht es ans Eingemachte aktu...

»Parquet«

article_6020_guzzi_150.jpg Das zweite Fulltime-Album der österreichischen Band, auf die sich seit dem selbstbetitelten Debüt 2010 so ziemlich jeder zwischen »de:bug«, dem Sónar- und Mutek-Festival einigen konnte. Die Formation von Bernhard Breuer, Bernhard Hammer und Jakob Schneidewind war schlicht der heißeste heimische Act der letzten Saisonen. Weswegen die Erwartungen für Album Nummer zwei in ziemlichen Höhen schwelgten. Das große Verdienst von Elektro Guzzi i...

»[old school] Karlheinz Stockhausen«

article_6000_zeitkra_150.jpg Nachdem in der [old school]-Serie des Berliner Ensembles Einspielungen von John Cage, James Tenney und Alvin Lucier stattgefunden hatten, war Stockhausen mehr als naheliegend. In der CD-Besprechung über Cage hatte ich geschrieben: »Zeitkratzer als Geschichtsbeschleuniger«. Das trifft auch auf diese VÜ zu. Sicher spannend wäre gewesen, wie sich Zeitkratzer dem »Übervater« der Elektronik genähert hätten, wären sie Elektronikmusiker. Für diese CD ha...

»Sound Of Hell«

article_7199_worm_150.jpg Jason Kohnen (Bong-Ra), Mike Redman (Deformer) und Balazs Pandi lassen es krachen im Gebälk, dass es die reine Freude ist. Grind- und Breakcore, Dubstep, Dancehall, D'n'B: Nichts und niemand ist diesem Trio from hell heilig. Metal-emblematisch kommt das Album daher, Samples aus B- und C-Schinken unterstreichen den oft comichaften Ansatz dieses sonischen Anschlags auf guten (Musik-)Geschmack. Headbangen auf Jess Franco oder Morricone. Bei der Numm...

»Untitled #275«/»Untitled 2009«

article_5995_cd73_150.jpg Gleich zwei neue Releases sind vom spanischen Meister für mysteriöse Soundverwechslungen zu haben. López ist ja auch für seine langen Stücke bekannt; Die von Baskaru veröffentlichte Doppel-CD »Untitled 2009« kompiliert in zwei Stunden Dauer Miniaturen zwischen zwei und 20 Minuten, die bis ins Jahr 1996 zurückreichen. Darauf sind Extrakte aus Aufnahmen rund um den Globus vertreten, eine Kollaboration mit Phill Niblock und Fieldrecordings aus dem b...

Vinylrauschen und Erinnerungsentschleunigung: Philip Jeck

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Anlässlich des Auftritts des englischen Musikers Philip Jeck beim Projekt »TablesAreTurned« von Bernhard Lang werden Wiederholung, Loops und Turntablism in einer aktuellen Standortbestimmung betrachtet.

Text original publiziert für wienmodern (Hg.): »wienmodern Festivalkatalog«, 2011, 102-105.

 

»Filthy Pleasures«

article_5788_linch_150.jpg Charly Linch schlägt in eine ähnliche Kerbe. Nach zwei EP-Veröffentlichungen hat er mit »Filthy Pleasures«, seinem Fulltime-Debüt, die dritte Platte für Mindtrick am Start. Hier trifft sich alles: D'n'B, Gabba, Old-School-Rave-Samples und englischer Hardcore-Techno, gemischt zu einer toxischen Breakcore-Melange. Linch brettert sich durch die Tracks, dass es beim ersten Hinhören echt Spaß macht. Im weiteren Verlauf wird mir »Filthy Pleasures«...

Monumentale Feldstudie von Michael Pilz

  • Regie: Michael Pilz
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Ein filmisches Epos in gut fünf Stunden:

Foto: www.michaelpilz.at

»Pitch Black EP«

article_5780_mobthrow_150.jpg Zweimal Tanzfutter für die Brutalo-Disco mit Brakcore/Dubstep aus Griechenland von Mobthrow und aus Holland von Charly Linch. Mobthrow hat gerade sein Fulltime-Debüt auf Ad Noiseam veröffentlicht, »Pitch Black« ist seine erste VÜ für Mindtrick. Eine 12'', vier Nummern, ein Remix: so wie es sich gehört. Auf dem Track »Flashback« schummelt sich der Storyteller aus »Mulholland Drive« ins Geschehen, wenig später werden vom deutschen Sounddesigne...

»N-Plants«

article_5778_biosphere_150.jpg Eine Art von Vorhersehung? Geir Jenssen aka Biosphere war Anfang des Jahres eigentlich dabei, eine CD über das ökonomische Nachkriegswunder Japans aufzunehmen. Im Zuge der Recherchen wurden japanische Kernkraftanlagen zum Forschungsthema. Herausgekommen ist bei »N-Plants« eine akustische Annäherung oder Hommage an Architektur und Landschaftsgestaltung durch die Nukleartechnologie. Fertiggestellt Mitte Februar, war bereits einen Monat später diese...

Gegen das Zuviel: Spurensuche über Feldman heute

  • Artist: Morton Feldman
article_7385_morton_feldman_1976_150.jpg Feldmans eigener Beitrag war es, das Tempo der Ereignisse im Wiener Universum zu verlangsamen. Schoenberg war vor allem ungeduldig und musste immer rasch zur nächsten Tonkombination eilen. Feldman hingegen war geduldig. Er ließ jeden Akkord sagen, was er zu sagen hatte. Indem er sich auf so wenig Material beschränkte, setzte Feldman die Ausdruckskraft des die Töne umgebenen Raums frei. Die Rhythmen sind unregelmäßig und überschneiden sich, sodass...

»Songs For William«

article_5753_88=reviews_troyer_150.jpg Neues Soundmaterial vom schwer umtriebigen Ulrich Troyer: »Songs For William« ist seine vierte Solo-Platte, dazu kommen seine Kollaboration mit dem Gemüseorchester (»Onionoise«, 2010) und zusammen mit Jürgen Berlakovich der Soundtrack zu »Die Würgehand« (2011, Filmarchiv Wien). Troyer veröffentlicht nicht allzu oft, wenn aber, dann richtig: Sein Debüt »NOK« (2000) kam bei mego heraus und gewann einen Anerkennungspreis der Ars Electronica, ein Jah...

»as/if/when«

article_5728_zev_150.jpg Die perfekte Platte für Geschichtskittung: Stefan Weisser aka Z'EV zählt neben TG oder Boyd Rice zu einem der dienstältesten Krachmacher. Seit beinahe 40 Jahren beschäftigt sich Z'EV mit akustischer Kabbalistik, Gamelan und eigenartigen Perkussionsexperimenten. Praktisch keiner ist so tief in die Metaphysik des Klangs eingetaucht wie er. »as/if/when« kompiliert auf durchsichtigem Vinyl Live-Konzerte in Los Angeles (1978) und San Francisco (1982)....

»In Progress«

article_5723_in_progress.jpg_150.png Ein gutes Beispiel dafür, was alles möglich ist, wenn es zugelassen wird. Der umtriebige Kurator, Noise- und Metal-Experte Lukasz Szalankiewicz, der als Musiker unter dem Namen Zenial veröffentlicht, hat mit »In Progress« Stücke von internationalen Musikern für das Danziger Zentrum für moderne Kunst Laznia zusammengestellt, bei denen sich Neo-Klassik, Experimentalelektronik und Soundkunst gleichberechtigt gegenüberstehen. Die Tracks basieren auf ...

»a-chronology. An Anthology of Noise & Electronic Music. 1957-2010«

article_5717_anthology_150.jpg Seit Anfang der 2000er sind mit dieser Veröffentlichungsserie des belgischen Labels Sub Rosa sechs DCDs erschienen, die sich mit historischer und musikalischer Grundlagenforschung zu Noise, Musique Concrète, Radiokunst und Experimentalelektronik auseinandersetzen. Die Palette reicht von Russolo bis Zappa, von Autechre bis Sonic Youth. »a-chonology« sind essentielle Compilations; Punkt. In loser Abfolge versammelt der sechste Teil nun besonders Tr...

»Noise of Cologne 1«

article_5718_noise_of_cologne_1_png_58_150.jpg Köln und Musik: Wir erinnern uns an das WDR-Studio, an Stockhausen und Eimert oder an Entenpfuhl und Kompakt. Diese Stadt bündelt(e) also einige der wichtigsten Funksignale gen elektronischer Zukunft. Frank Dommert, schwerst geschäftiger Label- (Sonig) und Plattenladenchef (A-Musik), hat auf »Noise of Cologne« 17 Beispiele zusammengestellt, die in den grenzenlosen Territorien zwischen Musique Concrète, Electronica und Geräuschkunst auszumachen si...

»Kopplungen«

  • Artist: Maciej Sledziecki
  • Label: Kunst-Station St. Peter Köln, Satelita
  • skug : 84
article_5697_kopplungen_150.jpg Orgel auf elektronisch: Sledziecki, aus Danzig stammender Komponist und Teil des Trios facet, bespielt auf »Kopplungen« die Orgel der Kunst-Station, dem zweitgrößten Instrument der Stadt nach der im Kölner Dom. Der Spieltisch wird dabei zum MIDI-gesteuerten Klangorganisator, wodurch auf die inhärenten Möglichkeiten der Orgel ebenso zugegriffen werden kann wie auf ihre elektronische Translation. Immer wieder bin ich bei »Kopplungen« versucht,...

»O«

article_5679_oh_150.jpg »O« ist eine Art Opus Magnum von Markus Popp geworden, satte 90 Nummern lang auf einer DCD. Oval ist ein Meister der »kleinen Form«: In Track-Miniaturen zwischen ein bis drei Minuten tun sich auf »O« Cluster auf, die zwischen minimalem Elektronik-Gebrutzel und beinahe neoklassischen Instrumentenphrasierungen lavieren. Der größte Unterschied zu früheren Oval-VÜs ist wohl: Der Techniker Popp hat schließlich dem Komponisten Popp Platz...

»Foreign Landscapes«

article_5636_hauschka_150.jpg Auf seiner dritten CD vertieft sich der Düsseldorfer Pianist Volker Bertelmann aka Hauschka noch tiefer in die Weiten zwischen klassischen und Pop-Ansätzen. Hauschka hat es eigentlich mit dem präparierten Klavier, bei »foreign landscapes« tritt er als Arrangeur für das zwölfköpfige Kammerensemble Magik Magik Orchestra auf, das er 2009 bei einem gemeinsamen Konzert in San Francisco kennen gelernt hatte. »Foreign Landscapes« berichtet von Reiseeind...

»They Should Have Told Us«

article_5632_ginga_150.jpg Pop aus Ü, die nächste Stufe. Ginga sind Alex Konrad (voc., guit.), Klemens Wihlidal (keyb.), Emanuel Donner (Violine, guit.) und Matthias Loitsch (dr.). Auf ihrem Debüt geben sie so ziemlich alles, was es für guten Pop braucht: Jede Menge Herzschmerz, ein paar scharfe Kanten, Selbstentäußerung und das unstillbare Verlangen nach der großen weiten Welt. Dabei pendeln Ginga zwischen Stimmungen, die man von etwa von Franz Ferdinand ke...

»Elektrokooperativ«

article_5596_alexolga_150.jpg Diese Kollaboration hat es in sich: Borisov, Pionier russischer Experimentalelektronik und Nosova, die sozusagen dritte Generation als berserkernde Schlagzeugerin. Während im weiteren gemeinsamen Projekt Astma die Zeichen auf (freie) Improvisation gestellt sind, haben sich Borisov/Nosova für »Elektrokooperativ« im Geiste Dziga Vertov und seine Doku »Odinnadzaty«/»Das elfte Jahr« (1928) einverleibt. Tatsächlich wird hier eine Art Aktualisierung vo...

Sonische Biologie zwischen Ameisenschwärmen und Doppelhelix

article_5577_str007_150.jpg Einmal mehr lotet Francisco López auf der CD/DVD »köllt/kulu« die Naheverhältnisse zwischen Konkret und Abstrakt, zwischen Fieldrecordings und Processing aus. »kulu« ist praktisch paradigmatisch für den spanischen Klangforscher: Eine gut 40-minütige Exkursion, bei der man das Sirren des Regenwaldes, das Rauschen von Insekten und maschinengenerierte Musik vernimmt, diese Audiohalluzinationen sich gegenseitig auslöschen, Zuordnungen obsolet machen ...

La Passe: U

  • skug : 80
article_5584_kirk_kuesst_uhura_150.jpg »U«, der 21. Buchstabe im Alphabet und der in der deutschen Sprache am zehnthäufigsten verwendete. Mit »U« lassen sich als Präfix jede Menge Dinge anstellen, vgl. dazu: »über-«, »unter-«, »ultra-« und seine österreichische Entsprechung »ur-«. »U« kann mit »un-« so ziemlich alles recht unsympathisch machen. Im Englischen, als Chat- und Email-Akronym von »you« verwendet, ist »u« dagegen schwer beliebt. Aber richtig fatal wird es mit »und«, einem Bi...

»A Wooden Box/Solid Sound« | »Remix Series 1«

article_5559_box_150.jpg Der derzeitige Hipstersound par excellence. Das Londoner Trio Factory Floor spielt sich durch pulsierende, ultrareduzierte Beats und rasiermesserscharfe Synth-Flächen, alles schön misanthropisch gehalten, und dabei immer den Dancefloor im Visier. Was seit einiger Zeit als Cold Wave durch die Gazetten geistert, FF sind einer der Protagonisten dieses Sounds, der sich anhört, als hätten Cabaret Voltaire oder Chris & Cosey ihre alten Tapes durch ...

»Hazard«

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Aus aktuellem Anlass: Philipp Quehenberger hat das SKE Jahresstipendium 2011 erhalten. Review original in skug #81, Frühling 2010.

»Spaces #1: On Tesar/Moskwa«

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Aus aktuellem Anlass: Elisabeth Schimana hat den SKE Publicity Preis 2011 erhalten. Review original in skug #81, Frühling 2010.

Von den Rändern: Touch

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Fieldrecordings sind momentan wohl eines der Themen schlechthin beim Londoner Label Touch: Akustische Polaroids von Regionen, die bisher noch kaum ein Ohr gesehen hat.

»Magnetic Fields & Zero Dimension Planes«

article_5510_vamag_150.jpg Das aus dem belgischen Gent stammende Label Consouling hat für diese Compilation zwölf Beiträge zusammengestellt, die sich noch am ehesten als atmosphärisch oder ambienthaft beschreiben lassen. Ruhig, organisch und gediegen geht es hier zu. Egal ob nun mit sphärischen Synth-Klängen, Gitarren-Drones oder der Kartografie von Stille. Der Track von IAM hört sich an wie Ennio Morricone auf Super-Slow-Motion, bei [Multer] treffen elektronische Klangpar...

»Split LP«

obliq.jpg Die Split-LP (Umlaut 003) präsentiert Mitschnitte vom Berliner Umlaut Festival 2009 und dem Festival Piednu in Le Havre ein Jahr später. Die drei Teile dokumentieren das erste Zusammentreffen zwischen dem Trio OBLIQ (Pierre Borel, Derek Shirley, Hannes Lingens) und Christof Kurzmann. Hier, wie beim Konzert von Risser/Rühl, wird das Hineinzoomen in Klangpartikel zum forschungsleitenden Thema, eine abstrakte Masse, die sich immer wieder in organisc...

»Split 7«

article_5509_borel_150.jpg Das vor einiger Zeit gegründete Label Umlaut versteht sich als europäisches Netzwerk zur Unterstützung zeitgenössischer und Neuer Musik mit Dependancen in Berlin, Stockholm und Paris. Die Split-7" ist Katalognummer 001 von Umlaut. Pierre Borel malträtiert auf der Nummer »No Rest For The Astronaut« sein Altsaxofon, dass es sowohl eine Freude wie eine Qual ist. Um es mir einfach zu machen, sage ich Free Jazz dazu. Nicht Melodie, sondern der Klang s...

»Princess In A Car«

article_5504_transfer2_150.jpg Teil 2 der vierteiligen 7''-Serie »Transfer« von Chaton/Moor für Unsounds, eine Art Anti-Hommage an zwei wichtige Momente der Popkultur: die Autotode von Prinzessin Diana und von Grace Kelly. Der französische Poet Chanton gibt in sonoren Phrasen die onomatopoetische Basis, über die sich die Gitarren- und Elektronikexperimente von Moor türmen. In Reichweite von dadaistischen Klanggebilden lässt Chaton die letzten Momente Dianas zwischen dem Flugha...

»Music For Violin, Cello, Clarinet and Electric Guitar«

article_5497_poma_150.jpg Vorliegende CD ist das Fulltime-Debüt des aus Girona stammenden Gitarristen und Elektronikmusikers Paco Jordi, veröffentlicht auf dem »Special-Interest«-Sublabel Kazoom des Wiener Veranstalterkollektivs und Labels Moozak. Jede CD kommt mit einem individuell gestalteten Cover und einer komplett schwarzen Graphit-Disc daher. Da jubelt das Sammlerherz. Für diese CD holt sich Jordi Verstärkung bei Elena Vázquez (Violine), Ingrid Kuntzmann (Cello) und...

»The Kenya Sessions«

article_5449_kacirek_150.jpg Die Fussball-WM in Südafrika und das Ensemble Konono No. 1 haben sicherlich einen großen Einfluss darauf gehabt, afrikanische Musik in (Mittel-)Europa (wieder) populär zu machen. Terrie Ex von The Ex hat mit seiner »Africa Series« ebenfalls zur Popularisierung vornehmlich äthiopischer Musikstile beigetragen. Der deutsche Perkussionist Sven Kacirek hat nun auf seiner zweiten Platte für Pingipung seine musikalischen Forschungsreisen nach Kenia...

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Fri 10.03.2017 : [~2.4.] valeska gert – gesicht - körper - bewegung | filmarchiv austria kino kultur haus | wien

Tue 14.03.2017 20:00: [~29.4.] frotzler-fragmente | schauspielhaus | vienna

Mon 27.03.2017 20:30: monday improvisers session! hosted by thomas berghammer, special guest: isolde werner | celeste | vienna

Tue 28.03.2017 20:30: omerzell / siewert / könig | porgy&bess | vienna

Fri 31.03.2017 22:00: the godfathers | chelsea | vienna


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