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Various Artists

»New Orleans Funk Vol. 4 – Voodoo Fire in New Orleans 1951–77« - Soul Jazz Records//Trost

Text: Hans Grausgruber | 25.01.2017

Die vier bis jetzt erschienenen Compilations von »New Orleans Funk: The Original Sound of Funk« zeigen jeweils eine breite Palette von Stilen aus New Orleans: Second Line, Black Indians, Mardi Gras, Voodoo, Bayou- bzw. Swamp-Rock, Boogie-Woogie, Cuban und R&B in all ihren Formen und Graden der Vermischung – und in der Erscheinungsform des Funk, oder »Fonk«, wie das Dr. John gelegentlich prononcierte. Auch so disparate Einflüsse wie Psychedlic, Zydeco oder Latin-Rock durften es sein. Was die Compilations denn auch oft aufs Erste nicht sooo »smooth« zu hören, aber immer abwechslungsreich machte. Materialmäßig waren sie immer eine Mischung aus wohlbekannten und raren Klassikern. Dieses Mal bekommen wir zumeist relativ pures, geradliniges Funk-Feuer zu hören, das man oft nicht auf Anhieb mit dem Groove der Crescent City assoziieren würde – einmal abgesehen von der einen oder anderen Ausnahme, wie James Waynes »Junco Partner« (1951!), das den New-Orleans-Sound zweihundertprozentig repräsentiert, oder Bob Frenchs Storyville Jazz Band, die eigentlich keinen Jazz, sondern »straight in your face«-Funk im Rhythmus der Stadt serviert. Obwohl, wenn man genau hinhört, irgendein Detail der meisten Tracks – die spezielle Rhythmik der Drums, das rollende Piano – verrät immer, dass wir uns in der Stadt, die man auch »The Big Easy« nennt, befinden. It’s the Groove! Eldridge Holmes eröffnet den Reigen aus 18 Songs mit einem forcierten Funk; Gus »The Groove« Lewis setzt mit einem schwer R&B-lastigen Funk nach; Dave Bartholomew – zeitbedingt (»The Monkey«, 1957) – mit Rock’n’Roll-affinem Funk. Chocolate Milk, Allen Toussaints Studio-Nachfolgeband für die Meters, spielen einen coolen Funk-Rock, der schon einen Touch Disco-Boogie hat – aber hier sind wir auch schon im Jahr 1975. James K-Nine, Lou Johnson, Norma Jean, David Robinson, The Barons Ltd, Johnny Adams – Legenden und wenig bekannte Akteure von anno dazumal bunt gemischt, alles geradliniger »Fonk«. Und dann Clifton Chenier mit einem für ihn nicht gerade typischen Zydeco-Funk. Urgestein Eddie Bo spielt Rock-inspirierten Funk; Joe Haywood Southern Rock mit einem kräftigen Schuss Funk. Ihren Pflichtplatz auf der Liste der Soul-Jazz-Compilations hat jedenfalls auch wieder Betty Harris, eigentlich keine eingesessene New-Orleanserin, mit einem der dennoch typischsten N.O.-Grooves hier. Und dann noch ein gewisser Chuck Colbert & Viewpoint und eine Zilla Mayes, deren Ruhm »kaum über die Stadtgrenzen drang«, wie die Presseinfo lakonisch formuliert – was jedenfalls nichts mit der Qualität ihrer Musik zu tun gehabt haben kann!

Text: Hans Grausgruber | 25.01.2017

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