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Sam Mangwana

»Galo Negro« - Broken Silence//Grounded Music

Text: Hans Grausgruber | 12.12.2016

Der Sänger Sam Mangwana kam in Kinshasa zur Welt, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo und Geburtsort der Rumba congolaise, jener Musik, die wie keine zweite zu einem panafrikanischen Stil wurde, getragen von lateinamerikanischen Rhythmen, insbesondere kubanischen. Seine Eltern stammten aus Zimbabwe und Angola, die Musik beider Länder beeinflusste ihn, insbesondere aber jene Angolas. Seine »Lingua materna« prägte seine Alben ab den Neunzigern stark. Mangwana sang in den Sechzigern und Siebzigern in den tonangebenden Formationen des Kongo, in den Bands von Tabu Ley Rocherau und François Luambo Makiadi aka Franco, hatte dazwischen aber auch seine eigenen erfolgreichen Bands. Häufig wechselnde Wohnorte (Brazzaville, Abidjan, Paris …) trugen ihm den Nome de plume Pigeon Voyageur ein und erweiterten seine musikalische Versiertheit. Schon seine ersten Soloalben zeigten ein breites Spektrum an Stilen, auf seinem Debut 1978, »Maria Tembo«, nimmt er karibische Stile wie Calypso auf, jedoch fest eingebettet in den vorherrschenden Gitarren-Soukous-Stil des Kongo. Ab den Achtzigern war er ein etablierter internationaler Star. Seither zeigten seine Alben eine zunehmende Besinnung auf seine lusafrikanischen Wurzeln, was sich in LP-Titeln wie »Canta Moçambique« widerspiegelt. »Gallo Negro«, das im Jahr 1998 von Putumayo international erstveröffentlicht wurde, ist ein weiteres Beispiel seiner Weltläufigkeit: Mangwana gelingt das nicht geringe Kunststück, Stile und Rhythmen aus Mozambique, Angola, Cabo Verde und Südafrika mit solchen der (lateinamerikanischen) Karibik wie Salsa oder Merengue und anderen Ingredienzien wie Flamenco zu einem eigenen unverkennbaren Sound zusammenzuschmelzen. Erweitert ist dieses Reissue durch sechs Songs aus Aufnahmesessions für andere Projekte, u. a. für das stilistisch ähnlich orientierte Album »Cantas de Esperança« von 2003.

Text: Hans Grausgruber | 12.12.2016

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