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Betty Harris

»The Lost Queen Of New Orleans Soul« - Soul Jazz Records//Trost

Text: Hans Grausgruber | 28.11.2016

»Betty Harris hatte eines der feinsten Œuvres auf dem Label und kam in den Genuss des einzigen internationalen Hits, den das Label je hatte«, steht knapp und ohne Erwähnung, was denn ihr großer Charterfolg gewesen wäre, in den Linernotes der Doppel-CD »Sehorn’s Soul Farm, 50 New Orleans Soul Classics«, einer Compilation von lokalen Hits des Sansu-Labels von Marshall Sehorn & Allen Toussaint aus dem Jahr 2010. Einzelne Songs aus Harris’ Zeit (1964–69) bei Sansu erschienen immer wieder auf diversen Compilations, nicht zuletzt auf denen von SJR selbst – naheliegend, das Liedmaterial nun vollständig zu präsentieren, zumal frühere Editionen kaum mehr erhältlich sind. Betty Harris war als Soloact (und mit Backvocals- und Duett-Engagements bei Soul-Legenden wie Lee Dorsey, James Carr oder Stevie Wonder) nur ein knappes Jahrzehnt aktiv, bevor sie um 1970, frustriert vom ausbleibenden Erfolg, das Handtuch warf. Die nicht aus Louisiana bzw. New Orleans stammende Betty Harris hatte vor ihren Sansu-Singles zwei mittelgroße Hits auf Jubilee, »Cry to Me« und »His Kiss«, ehe sie im Stil des funky Rhythm’n’Blues der Crescent City von Toussaint produziert und von den besten Studioleuten (ab 1965 den Meters) begleitet wurde. Es verwundert dennoch nicht, dass sie mit diesem Sound – wie viele andere auch – eine lokale Berühmtheit blieb und bloß mit ihren MOR-lastigeren Balladen wie »Nearer to You« (1964) US-weit reüssieren konnte – wenn auch nur auf Platz 85 der nationalen R’n’B-»Billboard«-Charts, was letztlich, gemessen an ihrem Können und der musikalischen Qualität der Backing Tracks, eine völlig inadäquate Positionierung für eine so hochtalentierte Soul-Sängerin war. Um es etwas salopp zu sagen, reflektiert sich das heute noch in der Tatsache, dass ihre Songs eher auf der New-Orleans-Szene gewidmeten Themen-Compilations denn auf solchen des Northern Soul zu finden sind. SJR nennt Betty Harris noch vor Irma Thomas – mit einigem Recht – »die wahre Diva des New Orleans Soul«!

Text: Hans Grausgruber | 28.11.2016

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