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The Monsters Are Coming To Town

Text: Frank Jödicke | 04.11.2016
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The Monsters © Patrick Principe
Am Freitag, dem 11. November ist es so weit: The Monsters beehren gemeinsam mit ihrem Reverend Beat-Man das Chelsea in Wien.

Rock’n’Roll, das hieß einmal: Gefühle müssen einfach raus – insbesondere die gewalttätigen. Es nützt ja nichts. Eine Möglichkeit wäre, sie ruhig runterzutragen, wie das Altglas, das sich mit den Jahren hinterm Sofa angesammelt hat. The Monsters aber sparen sich den Weg zum Container, sie schütten den Trash am liebsten einfach die Treppe runter. Das geht nicht ohne Geschrei und klingt ziemlich gut. FB_Veranst_Monsters5_cChelsea.jpg»Mitreißend« wäre so ein Wort und zeigt, wie lustvoll praktische Triebabfuhr bewerkstelligt werden kann. Für Leute, die sich mit der Interpretation von Kunstwerken nicht so gut auskennen, ein kleiner Tipp: Die Sache mit der Gewalt ist inszeniert und nicht für den Hausgebrauch gedacht.

Die Selbstdiagnose der Monsters: »a fuzzed out mix between 60s garage punk, wild teenage trash rockabilly and primitive rock’n’roll. xtra with 2 (!) kick-ass drums!« Yeah, whatever that means. Wichtig beim Einsortieren ins Hirnregal: Alles, was nach oben gehört, wird unten einsortiert und umgekehrt. Was der Katzenliebhaber und treusorgende Familienvater Beat-Man aus der Schweiz uns sagen will, wenn er den Knüppel kreisen lässt? Es ist der Beat, Mann! »Wenn der Rhythmus dich erfasst und in dir explodiert, dann musst du laufen, dann willst du etwas ändern, umwerfen, dann redest du mit den Leuten und sagst auch, wenn dir etwas nicht passt.« Das ist Rock’n’Roll-Voodoo und ein sehr sympathischer Synkretismus, denn bei dieser Kirche dürfen alle mitmachen.

Jeder Ornat erhält Einlass, ob klassisches Nonnenkostüm mit schwarzen Stirnfransen, einteiliger Strampler mit hübscher Lucha-Libre-Maske, Petticoat mit weißen Söckchen oder auch »ganz normal« (wer so etwas im Kleiderschrank hat). Also bitte alle kommen und sich von The Monsters und Reverend Beat-Man die Messe lesen lassen! A-wop-bop-a-loo-bop-a-lop-bam-boo.

Anschließend noch Party mit den DeeJays Dent, Mazery & Rayna.

Zur Vertiefung in das Werk und eingehender Exegese unbedingt lesen: »Preacher of the Primitive: Reverend Beat-Man« (aus skug #102, 4–6/2015)  



Text: Frank Jödicke | 04.11.2016

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