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Various Artists

»Master Mix: Red Hot + Arthur Russell« - Yep Rock Records

Text: Paul Poet | 24.05.2015

Did you see that white boy dancing? Arthur Russell starb 1992 mit gerade mal 40, halb-bekannt, verzweifelt und pleite, den AIDS-Tod. Erst viele Jahre später würdigten die Nerds, Spezialisten und Sammler den Primär-Effekt, mit dem Russell schon im Mitt-70er New York, in den Tagen, als die Paradise Garage erst mal begonnen hatte, ihre geschichtsträchtigen Wheels of Steel anzuwerfen, Avantgarde mit Disco verschmolz und ganze Genres von Avant-Dance, Chicago House, Electro-Pop, Ethno-Rave bis Punk-Funk entzündete. In San Francisco Studien- und Bums-Buddy der Beatniks wie Allen Ginsberg und klassisch ausgebildeter Cellist und Pianist, fing er nach seiner Übersiedlung in der East Village damit an, »Punk«-Bands wie die Modern Lovers und Talking Heads in Kunstschuppen wie The Kitchen zu buchen. Neben eigener, von Minimalismus und studierten indischen Raga- Strukturen geprägter Avantgarde-Musik brachte er mit Projekten wie Dinosaur oder Loose Joints vertrackte Arthouse-Rhythmen, Leerstellen und eine sehr persönliche Zerbrechlichkeit in die Samstagnacht-Fröhlichkeit der frühesten Tanz-Szene mit ein. Für eine breitere Anerkennung brauchte es eine »The Wire«-Listung seiner einzigen Soloplatte »World of Echo« (1986) als eines der 100 essentiellsten Alben (1998) und schließlich die Soul-Jazz-Compilation »The World of Arthur Russell« ganze elf Jahre nach seinem Ableben. In Zeiten, in denen Oberpfeife Bono den Joey Ramone entdeckt, die Flaming Lips die Beatles ins Marshmallow-Koma niedersaufen und derjenige Achtziger-Charts-Hits perlustriert, dem sonst nichts einfällt, sind Cover-Alben vielleicht nicht das probateste Mittel der Würdigung. Hier jedoch, auf ganzen sechsundzwanzig Tracks, schreit alles nach Labour of Love, wo jedes Quäntchen Song die Pracht des Originals noch durchatmen lässt, während begnadete Zeitgenossen wie Hot Chip, Robyn, Devendra Banhart und José Gonzales direkt sacht und zärtlich ihren Stempel aufsetzen. So pop your Funk and Go Bang, will you?


Text: Paul Poet | 24.05.2015

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