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Austra

»Olympia« - Domino//GoodToGo

Text: David Višnjic | 26.06.2013

Katie Stelmanis ist klassisch ausgebildete Sängerin die gerne die Opernbühnen dieser Welt bereisen möchte. Nun ist das nichts Schlechtes, eher etwas Besonderes im Popalltag und richtig eingesetzt mitnichten unschön. Insofern war Austras Erstling »Feel It Break« ein erfrischend spannendes Album voll süßer Düsterkeit. Nun ist der Nachfolger da. Oder um üble Phrasendrescherei zu betreiben: Das schwierige zweite Album. Die Kanadier scheinen grobe Schwierigkeiten beim Schaffen dieses Werkes gehab zu haben. Ob dies nun der mysteriöse Druck war oder einfach nur Ideenlosigkeit ist schwer zu beurteilen, jedoch überrascht es wie oft man sich dabei ertappt die CD aus dem Player zu nehmen um sicher zu gehen, dass es sich sehr wohl um das Zweitwerk »Olympia« und nicht um das Debüt handelt. Das hat nichts mit Stelmanis Stimme zu tun, der man etwas mehr abgeklärte Professionalität als Seele zuschreiben möchte, damit aber einen hohen Wiedererkennungswert hat. Das Bauchgefühl suggeriert: man kennt das doch schon irgendwoher. Und siehe da, die Schuppen fallen von den Augen: »Olympia« ist »Feel It Break«. Nicht zitieren, sondern kopieren wird hier praktiziert. Man hat das Gefühl die Inhalte, Stimmungen und Synthprogrammierungen wären exakt dieselben wie beim Vorgänger. Und bei ganz genauer Nachforschung: stimmt! Gleich in der Eröffnungsnummer erklärt uns Stelmanis folgende schockierende Erkenntnis: »she saw the future, it was dark«. Nun gut, Pessimismus in Hinblick auf unsere Zukunft ist vor allem in der heutigen Zeit (leider) mehr als angebracht, aber wer erinnert sich noch an die Nummer mit dem klingenden Namen »Future« von der Vorgängerplatte »Feel It Break«? Richtig, »I saw the future, it was dark«. Und so übt sich »Olympia« auch weiter in fröhlichem Selbstabklatsch. »Painful Like« nennt sich die zweite Singleauskopplung, oder heißt sie doch eher »The Beat And The Pulse«? Weiter geht es nach »Sleep« (der Name ist dabei Programm) gleich wieder mit einer Single, »Home«. Der Name dürfte aus dem einfachen Grund gewählt worden sein, weil man nicht eine auf dem Debütalbum vorhandene Nummer gleich doppelt auf den Nachfolger packen kann, ohne sich zumindest zwei neue Titel zu überlegen. Aber ja, um die von Austra exzessiv gepflegte Wiederholungskultur auszuleben: »The Beat And The Pulse«. Schon wieder. Einen kleinen Lichtblick gibt es noch bei »We Become«. Die Freude ist groß als man da ein Mashup aus Totos »Africa« und George Michaels »Careless Whisper« vermutet. Aber nein, doch nicht. Es ist noch immer Austra. Schon wieder.


Text: David Višnjic | 26.06.2013

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