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»[~28.3.] »man kann es nicht wieder gut machen« die bilder des kz-überlebenden fritz roubicek«

Thu 02.03.2017 18:00 | wohnpartner sandleiten

Ausstellung im Büro Wohnpartner Sandleiten

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Muss ein Holocaust-Überlebender unbedingt nur zu den erlebten Schrecken malen? Darf er nicht

auch andere Themen in Bildern verewigen? Fritz Roubicek, KZ-Überlebender von Auschwitz und

Buchenwald, malte Stillleben, Baumwurzeln, Landschaften und Städte in südlichen Ländern. Er

besuchte die Wiener Künstlerische Volkshochschule und lernte von Professor Gerda Matejka Felden.

Roubicek reiste sehr gerne und zeichnete Fluchtlinien, flüchtige Landschaften.

Fritz Roubicek mochte nicht zu den erlittenen Ungerechtigkeiten malen, obwohl seine Frau Liliane

Roubicek ihm das vorschlug. Selbst ihr zu Liebe nicht. Er musste die mörderische Verfolgung der

Juden verdrängen, sagte er einmal, sonst hätte er nicht überlebt.

Trotzdem drängen die dreijährigen Gräuel des Konzentrationslagers in anderen Formen in seinen

Bildern herauf und zeigen sich: in der Fragmentarisierung, in toten Baumwurzeln, den so

genannten „Luftwurzlern“, in Häuschen, die wie Menschen wirken, in mysteriösen Schatten und

Abstraktionen in seinen Stillleben. Es gibt viele Wege, wie sich extreme Traumatisierung in Bildern

ausdrücken kann.

Fritz Roubicek war der einzige Überlebende seiner Familie aus der Brunnengasse 72, später

heiratete er die Sandleitnerin Liliane. Nach Roubiceks Aufenthalt in einer Art „Displaced Persons

Lager“ (Rückkehrer-Heim) am Wilhelminenberg, lebte das Ehepaar in der Wilhelminenstraße 70.

Liliane Roubicek heute: »Seine Geschichte hat mich erschüttert. Ich habe mich sehr bemüht, ich

war ja nicht schuld, ich habe aber immer etwas gut machen wollen.« Und nach einer Pause. »Man

kann es nicht gut machen. Ich fühlte mich persönlich auch nie schuldig.« Es ist sehr spannend zu

sehen, wie ein Holocaust-Überlebender seinen Spielraum erweiterte, seine Bildräume kreierte und

als später Künstler seine Bilder erschuf.


Wohnpartner Wien 16, 1160 Wien, Matteottiplatz 3, ebenerdiges Lokal, Straßenbahn 44

oder 10, Station Liebknechtgasse, S-Bahn Station Hernals in der Nähe

Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstags von 14 bis 18 Uhr

Dauer der Ausstellung: zwei Monate

Zweiter Teil der Ausstellung:

ESRA (Psychosoziales Zentrum), Tempelgasse 5, 1020 Wien, Vernissage am 9. März, 19.30 Uhr,

Ausweis mitbringen.

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wohnpartner sandleiten, matteottiplatz 3 - 1160 wien

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