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Beastie Boys

»To The 5 Boroughs« - Capitol/EMI

Text: Klaus-Dieter Fischer | 04.06.2005

Da sind sie wieder und wirklich, trotz mehrmaligem Nachrechnen, ganze sechs stille Jahre sind bereits vergangen seit ihrem letzten »intergalaktischen« Auftritt. Da fängt man als eingeschworener B-Boy-Fanatiker schon mal kurzfristig an zu sabbern, bevor man den »fresh shit« in den Player schiebt. Okay, okay ... den Lautstärkenregler noch schnell ein wenig mehr als sonst aufgerissen. Während des Drückens der Play-Taste geistern noch die unvergesslich fetten Beats vom »Check Your Head«-Album, wie eingebrannt, durch mein inneres Ohr. Ch-check it out ... BUUUMMM! Der Sound kommt erst etwas trocken aus den Flüstertüten, die Rhymes hingegen knallen schmutzig wie eh und je im oldskool-behavior »in your face« und bei zunehmender Spieldauer kommt man dann auch auf den Geschmack des etwas filigranen, elektronischen aber nicht drucklosem Mix. Der Schwerpunkt dieser Scheibe liegt, neben den messerscharfen Kicks und gewichtigen Samples, mehr den je in den Lyrics, deswegen wird auch nicht gespart mit Textmaterial im Booklet. Der Inhalt der Raps bezieht sich einerseits sehr eindeutig auf die Roots der Beasty-Possie, der Track »An Open Letter to NYC« spricht hier für sich selbst, andererseits war es den Jungs offensichtlich ein Anliegen, etwas über das politische Schlamassel loszuwerden, dem auch sie sich nicht völlig entziehen können. Ihre Statements zu 9/11 kommen hierbei etwa in der Form rüber: »... why not open mind for a sec, it takes a second to wreck it, it takes time to build you gots to chill ...«, wobei man bei genauerer Betrachtung des Cover-Artworks etwas verwirrt ist, da sich darauf »mir nix dir nix« die Twin-Towers in die schön, schwarz weiß gezeichnete New Yorker Skyline einfügen, als gäbe es Ground Zero nur als Japanische Impro-Band. Ironischer Weise erinnert dieses Album sehr stark an das Debütwerk der Beasties »Licensed To Ill«, auf dessen Rückseite des Covers ein zerschelltes Flugzeug zu sehen ist. Die Tatsache, dass NYC noch »unversehrt« dargestellt wird, dürfte man aber eher als Reminiszenz an die Vergangenheit verstehen, mit allem was dazu gehört, wie zum Beispiel ihre Fans, und das spürt und hört man auch. Zu diesem Schluss passt am besten eine Songzeile aus dem Titel »All Lifestyles«: »... we got to keep the party going on all lifestyles, sizes, shapes and forms!« - RESPECT!

Text: Klaus-Dieter Fischer | 04.06.2005

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